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Nachricht |
Wolfgang68
neu an Bord!


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Deutschland ,
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Do, 14.Nov.02, 21:45 Titel: Meine Frau hat eine Art Panikattacken |
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Hallo zusammen!
Ich bin neu hier. Schön, dass es Euch gibt!
Mein Frau bekommt in letzter Zeit immer häufiger eine Art unkontrollierte Angstzustände, in denen sie nichts mehr bewerkstelligen kann und nur noch schnell nach Hause will.
Das tritt zum Beispiel auf, wenn wir mit dem Auto in der Stadt unterwegs sind, um beislpielweise einzukaufen. Auf einmal überkommt sie dann ein Gefühl von Panik mit Schwiessausbrüchen. "Lass uns sofort ganz schnell nach Hause...!"
Wir haben schon nach Reizauslösern gesucht aber keine gefunden.
Sie hat in der letzten Zeit durch Ihren Exmann und die Kinder eine Menge Mist durchstehen müssen.
Mein persönlicher Eindruck ist, dass da sehr viel im veborgenen ist, was auch ich nicht sortieren kann. Wir denken bereits an fremde Hilfe.
Wie geht man bei sowas vor? Wie kommt man da ran? Einfach erstmal zum Hausarzt, der für sowas wenig Verständnis hat?
Ich versuche erstmal, viel sehr viel Verständnis zu zeigen und habe Interesse. Wie kann ich meine Frau sonst noch unterstützen?
Bitte gebt mir schnell Rat. DANKE!
Wolfgang
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Wolfgang68
neu an Bord!


2
Deutschland ,
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Do, 14.Nov.02, 22:09 Titel: post scriptum |
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hallo, ich nochmal.
meine maus hat es mir neulich wie folgt beschreiben.
ich geh aus dem haus und denke schon hoffentlich kommt die angst/panik nicht, und zwinge mich an was anderes zu denken, du merkst es wenn ich dann nicht reden will weil mich das ablenken würde von den gedanken(positiven) die ich mir grade versuche zu erzwingen.
dann geht alles gut ich denke: siehste ,wieder mal quatsch - es geht alles prima.
dann kommt sie schleichend. erst wird mir warm, dann heiss, dann bekomm ich angst die situation nicht mehr zu beherrschen ,ich zwinge mich wieder an was positives zu denken. will schnell nach hause bekomme magendrücken, hab angst, durchfall zu bekommen, es wird mir heisser, ich kämpfe weiter und macnhmal gewinne ich halt macnhmal mein körper,
sobald ich weiss, es ist nur noch ein katzensprung nach hause geht es mir besser. zu hause ist meist alles gut.
....
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... Helferlein
 
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Titel: |
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r.l.fellner
Psychotherapeut


1591
Wien M
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Fr, 15.Nov.02, 13:30 Titel: |
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Sehr geehrter Wolfgang68,
eine "Ferndiagnose" über das Internet, ohne Kenntnis der Person, ist naturgemäß nicht möglich, aber die Symptomatik, die Sie hier beschreiben, klingt nach einer typischen Angst- und Panikstörung.
Es wäre anzuraten, daß Ihre Frau baldmöglichst mit einer Psychotherapie beginnt - je früher, desto rascher ist auch Entlastung und dauerhafte Verbesserung möglich.
Anmerkung für Sie als betroffener Partner:
Eine fundierte Psychotherapie für Angst- und Panikstörungen (also keine mehr oder weniger esoterischen Schnellsiedeverfahren mit nur kurzfristig erleichternden 'Psychotricks' oder vorzeitigen Therapieabbruch durch Ihre Frau) dauert meist zwischen 3 und 12 Monaten (Abweichungen nach oben hin sind möglich). Es sollte aber schon nach relativ kurzer Zeit (ich gehe davon aus, daß Ihre Frau demnächst mit der Therapie beginnen würde) eine Verbesserung spürbar sein - nicht zuletzt für Sie als Partner.
Spezialisierte PsychotherapeutInnen finden Sie am besten über das Internet - Links hierzu habe ich auf meiner Links-Seite angeführt.
Alles Gute!
Fellner
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Time
[nicht mehr wegzudenken]
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2687
Deutschland W, 70
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Sa, 16.Nov.02, 12:52 Titel: |
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Hallo wolfgang,
ich selbst hatte eine phase in meinem leben, in der es mir so ähnlich wie deiner frau ging.
und zum schluß hatte ich auch angst vor der angst. es war ein teufelskreis.
innerhalb meiner tiefenpsychologishcen therapie stellte sich dann heraus, worin die ursache bestand - an der ich auch arbeiten konnte.
ich bin eine sehr starke frau - zumindest von aussen wird es generell so beurteilt und bei mir war es halt so, dass diese angstattacken auch ANDEREN zeigen sollten, dass ich eben doch nicht so stark bin.
auch MIR wurde das dann bewußt. schwäche konnte ich nicht zulassen, also hat meine psyche dafür gesorgt, dass ich schwach und hilfbedürftig erschien und ENDLICH wurde mir dadurch hilfe zuteil.
das mag bei deiner frau ganz anders sein, ich wollte nur vermitteln dass es einige " nicht auf der hand liegende gründe" gibt warum jemand panikattacken bekommen kann und die ursachen zu bekämpfen kann durchaus spannend sein. in jedme fall ist es hilfreich die ursachen zu erörtern und dazu benötigt man fachliche begleitung.
ich hoffe mein anliegen ist klar geworden?
alles liebe
Time
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... Helferlein
 
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Titel: |
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Birgit
Gast

W
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Sa, 23.Nov.02, 0:03 Titel: Hi! |
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Ich möchte deiner Frau gerne einen Rat geben- geh zum Psychiater. Ich habe mir selbst auch immer gedacht:"Psycho? Ich bin doch nicht blöd!" Aber wenn du erst mal Medikamente nimmst, wird vieles leichter. Du kannst es ja anschließend mit Therapie versuchen, was du aber, glaube ich, nur schaffen wirst, wenn du einigermaßen beruhigt bist von den schweren Schocks der letzten Zeit. Da erweisen sich Medikamente als ideale Übergangslösung. Und es ist ja heute nicht mehr so, daß du so down aud die Medizin bist, daß du nicht mehr klar denken kannst. Ich habe selbst eine 2 jährige Tochter und nehme TRESLEEN. ich muß sagen, ich hatte so gut wie keine Nebenwirkungen. Ich wünsch dir alles gute, Birgit
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Hellfire
Helferlein


31
M, 21
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Mo, 27.Okt.03, 3:17 Titel: Bei Panikattacken helfen,...aber wie? |
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Hi,
ein Freund von mir leidet unter starken Panikattacken. Die kommen urplötzlich(für mich überhaupt nicht vorhersehbar).
Er redet dann immer wirres Zeug , zittert am ganzen Körper, kriegt keine Luft, weint etc...
Warum er die hat weiß er selber nicht obwohl er schon lange in Therapie ist.
Wie kann ich ihm bei so einer Attacke helfen? Kann man sie "im Keim ersticken"?Gut zureden, berühren usw. hilft anscheinend gar nicht.
Einmal hab ich ihm gesagt, er soll mit allen Mitteln dagegen ankämpfen, da war es viel milder und schneller vorbei. War das Zufall? Ich traue mich nicht mit ihm darüber zu reden, weil ich Angst davor habe eine Attacke auszulösen(kann ja sein, dass wenn er darüber nachdenkt er sich zu sehr hineinsteigert oder so). Gibt es einen ´Zusammenhang zwischen Schwitzen und Panikattacken? Fände ich irgendwie logisch, denn wenn es heiß ist, hat er sie viel öfter.
Ah... ich hab noch tausende Fragen...
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... Helferlein
 
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Titel: |
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H0ud1n1
Helferlein


90
M, 20
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Mo, 27.Okt.03, 16:50 Titel: Re: Bei Panikattacken helfen - aber wie? |
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Hi Wolfgang!
Ich persönlich habe genau auch dieses Problem... ich komme am Morgen in die Schule und denk mir dann auf dem Weg dorthin "Man was is mit mir los ich zitter hab ne trockene Zunge und weiss einfach nich was mit mir los ist"
Ich war heute am 27.10.03 bei meinem Hausarzt, und er meinte genau das gleiche wie weiter oben Herr Fellner schon meinte eine "Angst-/Panik Störung" ich konnte nicht genau verstehen was es ist, aber ich und er wussten sofort das man das in Griff bekommen muss. Ich bin 18 und will auch gerne an Partys oder ind Disco's gehen, und wenn ich dann sehe wie alle vergnügt dort rumsitzen sich unterhalten, dann denke ich immer "man man man das kann nich sein alle haben Spaß nur du sitzt hier rum und bekommst keine Luft und hast Panik" aber wovor denn!?!?!!? ich kann es mir nicht erklären... ich denke erst wenn ich eine Therapie angefangen habe, wird sich das bessern. Ich wüsste auch gern was ich als erste Maßnahme machen kann einfach schon jetzt, um mir selber etwas mehr zu helfen, so dass ich für mich wieder das Gefühl habe, dass selbst regeln zu können....
Mach dir keine Sorgen, ich denke mit der Behandlung wird sich das bessern.
mfg Houd
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_________________ Wer andere zu sehr liebt, liebt sich meisten selber nicht. |
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julepule
Helferlein


56
Berlin W, 21
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Mo, 27.Okt.03, 22:52 Titel: Re: Bei Panikattacken helfen - aber wie? |
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Hallo wolfgang...............ich kenne das was deine frau hat sehr gut ich leide selber an ängsten und panikattaken...........erstmal möchte ich dir sagen,das ich es sehr schön finde wie rührend du dich um deine frau kümmerst........du hast recht wahrscheinlich ist in der vergangenheit deiner frau wirklich zuviel gewesen aber das kannst nicht du und auch nicht sie alleine aufdecken deshalb kann ich euch raten ersteinmal zu einem neurologen und der wird euch dann weitervermitteln an einen psychiater oder psychologen.............ich bin auch am liebsten zuhause.wenn deine frau schon mit dem gedanken"ich muss an was positives denken"aus dem haus geht sie ja schon mit einem sehr hohen druck an sich aus dem haus es ist natürlich klar das dann die ängste und panikattaken auf auftreten versuch sie einfach so stark wie möglich zu unterstützen es ist auch in ordnung wenn sie nicht einkaufen kann ich kenne das so gut man hat dann immer den anspruch an sich das man wenigstens noch einen einigermassen "normalen" tagesablauf hat......aber das geht natürlich nicht.vielleicht hilft es deiner frau auch wenn sie mal ins forum geht mir hat es sehr geholfen menschen kennenzulernen die auch solche probleme haben man ist auf einmal nicht mehr so ganz alleine..........ihr schafft das ......das einzige rezept ist ruhe und durchhalten.............wenn sie angst hat durchfall zu bekommen ist es natürlich nicht die angst durchfall zu bekommen der durchfall ist bei ihr nur ein syntom aber natürlich nicht die ursache durchfall ist etwas unangenehmes und es ist natürlich unangenehm wenn es beim einkaufen auftritt irgendwelche zusammenhänge werden da schön sein aber nicht der durchfall sondern das gefühl das auftritt dabei..........es ist schwer zu erklären für mich aber ich kann deine frau so ziehmlich gut verstehen.............glaub mir
wenn man seelischen druck und stress hat schlägt es natürlich schnell auf den magen sie sollte auf jeden fall ihr problem schleunigst bearbeiten dann wird sich der druck im magen auch ein wenig lösen.
alles alles liebe u nd gute für euch ihr könnt euch jederzeit melden und viel kraft ich hoffe ich konnte ein wenig helfen julchen
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Sternchen_Leipzig
neu an Bord!


1
Leipzig M, 23
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Mi, 29.Okt.03, 7:45 Titel: Re: Bei Panikattacken helfen - aber wie? |
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Hallo Du, ich finde es auch sehr rührend wie du dich um deine Frau kümmerst. Ich kann aus Erfahrung sagen das eine
stationäre Therapie hierfür das beste ist. Das heist nicht Psychiatrie sondern hierbei wird wenn irgentwie möglich ohne Medikamente therapiert.
Bei mir war auch WahnsinnsStress der Auslöser für meine Panickattacken.
Um Ihr erste Hilfe zu geben, surfe doch mit Ihr mal im Internet um Ihr zu zeigen das viele davon betroffen sind das das aber Heilbar ist.
Außerdem gibt es wege mit der Angst umzugehen. Ein Therapeut hilft da sicher besser weiter...aber eins weiss ich genau. Angsttherapie bedeutet
sich in die Situatioen stürzen, sie durchleben, aushalten. Nicht in das Zuhause gehen wo alles gut...Das ist das falscheste was man machen kann denn um so schwerer ist es später bei der Therapie.
Also mein Tip heist Psychosomatische Klinik oder stationäre Psychotherapie. Liebe Grüsse aus Leipzig
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_________________ ***Sternchen*** |
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julepule
Helferlein


56
Berlin W, 21
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Mi, 29.Okt.03, 22:13 Titel: Re: Bei Panikattacken helfen - aber wie? |
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hallo.........natürlich muss man auch panikattaken durchleben aber ich galube man sollte sich selber nicht zuviel zumuten ich galube es ist gut wenn die f.frau nach hause möchte wenn sie merkt das die panikattaken ansetzten ich bin immer froh wenn ich nach hause kann ich solchen momenten und meine ruhe habe und ich glaube auch das es wichtig ist warum soll man versuchen die panikattaken zu durchstehen wenn man garnicht weiss wie meinst du man brauch soetwas?ich glaube erstmal das sie sich hilfe holen sollte von einem therapeutin man hat dann immer noch genug zeit die panikattaken in der aussenwelt zu durchstehen......ausserdem muss man die panikattake ja auch durchstehen wenn man nach hause geht und warum soll man die situation also noch verstärken..................
ist meine meinung....................
sternchen leidest du immernoch an diesen panikattaken?
julepule
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... Helferlein
 
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Titel: |
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tanzendes_irrlicht
Moderatorin


2157
NRW W, 30
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Do, 30.Okt.03, 8:01 Titel: Re: Bei Panikattacken helfen,...aber wie? |
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Hallo Hellfire,
gut, dass Sein Freund in Therapie ist. Die Panikattacken gehen deswegen nicht von heute auf morgen weg, aber desto mehr er in seine Seele schaut, desto weniger werden sie - und bei mir haben sie aufgehört.
| : | Wie kann ich ihm bei so einer Attacke helfen? Kann man sie "im Keim ersticken"?Gut zureden, berühren usw. hilft anscheinend gar nicht.
Einmal hab ich ihm gesagt, er soll mit allen Mitteln dagegen ankämpfen, da war es viel milder und schneller vorbei. War das Zufall? Ich traue mich nicht mit ihm darüber zu reden, weil ich Angst davor habe eine Attacke auszulösen(kann ja sein, dass wenn er darüber nachdenkt er sich zu sehr hineinsteigert oder so). Gibt es einen ´Zusammenhang zwischen Schwitzen und Panikattacken? Fände ich irgendwie logisch, denn wenn es heiß ist, hat er sie viel öfter. |
Helfen ist schwierig, DA sein, ist manchmal schon das beste, was Du tun kannst.
Es gibt auf jeden Fall einen Zusammenhang zwischen "sich reinsteigern" und der Heftigkeit. Allerdings kann der Betroffene seine Angst zu ersticken o.ä. während einer Attacke nur sehr schwer in den Griff bekommen.
Es gibt auch einen Zusammenhang zwischen dem darüber-reden und dem Auslösen einer Attacke. Für mich war mit das Schlimmste, die Dauernde Angst vor der nächsten... Wenn ich mir das Gefühl dabei nur vorstellte, merkte ich wellenartige Panik durch mich strömen (Herzrasen etc). Das heisst nicht, dass ich dagegen wäre, darüber zu reden! Aber frag das besser Deinen Freund persönlich, ob er das mit Dir möchte. (redet er denn mit dem Thera darüber???)
Zwischen Schwitzen und Attacke gibts auch einen Zusammenhang, aber ich denke keinen kausalen (oder der wäre dann speziell bei ihm kausal).
Die körperliche Reaktion bei den Panikattacken sind ziemlich heftig oder können es jedenfalls sein (Bronchien ziehen sich zusammen, Herz stolpert, Ohnmachtsnähe...) und weil der Kreislauf Kapriolen schlägt, kommts auch zum Schwitzen.
Lieben Gruß,
Tanzendes_Irrlicht
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_________________ Toleranz ist, wenn sich die Menschheit in die Menschlichkeit verliebt. C.M. |
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Hellfire
Helferlein


31
M, 21
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Do, 30.Okt.03, 20:41 Titel: Re: Bei Panikattacken helfen - aber wie? |
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Danke für deine Antwort.
Etwas ist mir aber unklar: Was meinst du mit| : | | aber desto mehr er in seine Seele schaut, desto weniger werden sie | ? Meinst du da ist etwas in ihm, dass er nicht erträgt, und jedes Mal, wenn ihn etwas daran erinnert kommt eine Attacke? Ich könnte mir auch vorstellen, dass jedes Mal wenn für ihn eine Art Widerspruch in ihm aufscheint etwas auslöst.
Ich hätte da noch einige Fragen:
Was sind eigentlich die häufigsten Ursachen für Panikattacken?
Helfen Ohrfeigen uä.?(ich bin zwar nicht gerade ein Freund von Gewalt, aber wenn´s hilft...)
Kann oder darf jemand der an Panikattacken leidet Autofahren?
Kann man Panikattacken "absichtlich/willentlich" auslösen(um zu lernen sie in den Griff zu bekommen zB.)?
Hilft Meditation, AT uÄ.?
Ertrinkt jemand der eine Panikattacke während dem Schwimmen bekommt (so im Allgemeinen), oder ist der Überlebenswille in dem Moment meist stärker?
Ist ein schlimmer Alptraum eigentlich eine Panikattacke?
Ich hoffe, meine Fragen nerven nicht.
Ich freue mich über alle Antworten.
mfg Hellfire
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tanzendes_irrlicht
Moderatorin


2157
NRW W, 30
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Fr, 31.Okt.03, 10:20 Titel: Re: Bei Panikattacken helfen - aber wie? |
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Hallo Hellfire,
| Hellfire : |
Etwas ist mir aber unklar: Was meinst du mit| : | | aber desto mehr er in seine Seele schaut, desto weniger werden sie | ? Meinst du da ist etwas in ihm, dass er nicht erträgt, und jedes Mal, wenn ihn etwas daran erinnert kommt eine Attacke? Ich könnte mir auch vorstellen, dass jedes Mal wenn für ihn eine Art Widerspruch in ihm aufscheint etwas auslöst. |
Ja, ich denke, da ist etwas in ihm, was er noch nicht angeschaut hat. Die Angstattacken treten aber nicht unbedingt in einem direkten Zusammenhang mit dem "nicht zu ertragenden" auf. Also ich meine damit, jemand der eine Spinnenphobie hat, bekommt Panik beim Anblick einer Spinne. Jemand der Angstattacken hat, die nicht auf einen direkten Auslöser (wie Spinnen, enge Räume, Menschenmassen uvm) zurückzuführen sind, bekommt sie "einfach so", unabhängig von einem äußerlichen Reiz (oder der ist so versteckt, dass ich den bei mir jedenfalls nicht finden konnte, um ihn zu vermeiden.) Wenn Du das Gefühl hast, bei Deinem Freund tritts in Konfliktsituationen/Entscheidungssituationen auf, sollte er da genauer hinsehen, fänd ich schon möglich.
| : | | Was sind eigentlich die häufigsten Ursachen für Panikattacken? |
Als Ursachen würd ich verdrängte Erlebnisse/Konflikte ansehen. Aber ich bin keine Psychologin und keine Medizinerin, evtl kann Dir jemand anderes das besser beantworten.
Mir hätte eine Ohrfeige nicht geholfen, denn im Kopf war ich völlig klar, wusste, dass ich mich zusammenreißen muss, nicht hyperventilieren durfte - also ich halte von einer Ohrfeige nix. Gut zureden und "langsam atmen" Zuspruch halte ich für sinnvoller. Aber auch da gibts vielleicht Unterschiede und es könnte ihm helfen? Frag ihn, wie er das empfindet.
| : | | Kann oder darf jemand der an Panikattacken leidet Autofahren? |
Brisante Frage. Ich hab mich später gar nicht mehr getraut Auto zu fahren, weil sie jederzeit kommen konnten. Aber ich glaube das muss jeder der Angstattacken hat, selbst entscheiden.
| : | | Kann man Panikattacken "absichtlich/willentlich" auslösen(um zu lernen sie in den Griff zu bekommen zB.)? |
Puuh. Weiß ich nicht. Im Grunde macht sowas eine Verhaltenstherapie, glaub ich jedenfalls grad mal so naiv - besser aber kein Laie und sei es der beste Freund. Ich hatte Angst vor der Angst und habe nur bedingt gelernt damit besser umzugehen (z.B. das Pfefferminz mir beim atmen hilft etc). Ich war froh, als die Attacken aufhörten, aber das ging bei mir darüber, dass ich mir angeschaut abe, was ich da in mir drin rumtrage und mich erstickt. (hab später tiefenpsychologisch fundierte Therapie gemacht).
Auch ob Medis helfen weiß ich nicht. Verweise auch hier auf die Profis.
| : | | Ertrinkt jemand der eine Panikattacke während dem Schwimmen bekommt (so im Allgemeinen), oder ist der Überlebenswille in dem Moment meist stärker? |
Da hab ich mir nie Gedanken drüber gemacht. Ich glaube ich wär während einer Attacke ertrunken. Weiß ich aber nicht wie das dann ist.
| : | | Ist ein schlimmer Alptraum eigentlich eine Panikattacke? |
NEIN. Bei einem Albtraum ist das Angstgefühl anders, die körperliche Reaktion nicht so extrem. Im Traum durchlebt man die Angst, bei den Attacken war es zumindest bei mir so, dass ich keine Angst vor etwas hatte, ich habe anfangs geglaubt ich hätte einen Herzfehler. Hatte während den Attacken Angst zu sterben. Hatte Angst vor der Angst. Aber ich konnte nicht Angst als Auslöser für die Panik fühlen. Hoffe Du kannst etwas verstehen wie ich das meine.
Ich glaube aber schon, dass ein Traum eine Attacke auslösen kann.
Lieben Gruß,
Tanzendes_Irrlicht
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_________________ Toleranz ist, wenn sich die Menschheit in die Menschlichkeit verliebt. C.M. |
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... Helferlein
 
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Titel: |
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sternengucker
sporadischer Gast


5
W, 37
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Mo, 10.Nov.03, 22:15 Titel: Re: Bei Panikattacken helfen - aber wie? |
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direkte hilfe gibt es kaum.
aber man kann sich kleine "helferchen" zurechtlegen.
autogenes training ist gut, homäopathische mittel helfen auch. wenn das alles nichts hilft, gibts für den notfall auch "wirksame medikamente" - nur sind die eben der hammer. nebenwirkungen gibts dann auch genügend davon.
ich würde einmal mit den sanften mitteln probieren!
sternengucker
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Panina
sporadischer Gast


15
Bayern W, 20
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Mo, 10.Nov.03, 22:36 Titel: Re: Bei Panikattacken helfen - aber wie? |
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Hallo!
Ich habe auch manchmal so etwas wie Panikattacken. Oft wache ich aus dem Schlaf auf und habe: starkes Herzrasen, zittern, schwitzen (manchmal gleichzeitig frieren), habe eine veränderte Körperwahrnahmung: die Grenzen meines Körpers sind nicht klar, ich habe das Gefühl, dass ich gleizeitig etwas Weiches und Kratziges auf den Händen spüre, manchmal hab ich noch das Gefühl, dass sich alles ganz schnell bewegt, und ich nix mehr mitbekomm. Ich habe haupstsächlich eine riesen Angst. Beim ersten Mal war ich mir ganz sicher, dass ich jetzt verrückt werde. Da aber alles wieder normal geworden ist, weiß ich seitdem, dass so ein Zustand wieder weg geht.
Was bei mir immer gut geholfen hat: eiskalt abduschen, möglichst auch der Kopf, das ist so ein "Schock" für den Körper, dass es mir dann oft gelangt, dass die Panik geringer wurde. Habt ihr mit kalt abduschen auch schon Erfahrungen gemacht?
Panina
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