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Dez 23

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Vor einigen Tagen sendete “SWR” die Dokumentation “Die Rache der Ozeane“, eine Dokumentation über das Abschmelzen des Packeises in der Antarktis und das Kippen der Weltmeere, aufbauend auf die im Fiction-Bestseller “Der Schwarm” von Frank Schätzing beschriebenen Veränderungen. Wie immer nach solchen Dokus blieb ein beklemmendes Gefühl bei uns, die sie sahen, zurück: ist es “wirklich” schon so schlimm? Nach Auffassung vieler Meeresforscher bleiben uns nur noch wenige Jahre, um irreversible Schäden und eine vermutlich dauerhafte Veränderung essentieller ökologischer Meeresressourcen (wie z.B. den Meeresspiegel in seiner heutigen Form, die Kalt-/Warm-Ströme, ein ausreichendes biologisches Gleichgewicht in diesem Biotop usw.) zu verhindern. Schon jetzt müssen die Malediven mit Wällen vor dem vordringenden Meeresspiegel geschützt werden, und die Todeszonen (aufgrund von Sauerstoffmangels biologisch faktisch tote Zonen in der Größe von je hunderttausenden Quadratkilometern) in den Weltmeeren haben dramatische Dimensionen erreicht. Aber wie schon der (2008 verstorbene) US-’Comedian’ George Carlin sagte: “The planet is fine – the people are f*cked! [..] Sooner or later, it will just shake us off like a little surface nuisance, a disease… [..] It doesn’t punish .. it doesn’t reward .. it doesn’t judge at all .. it just is, and so are we: there for just a little while.”

Dafür wird wohl auch ein Öl-Crash (“Peak Oil“) sorgen, sollte es uns nicht gelingen, die gesamte Wirtschaft rechtzeitig auf alternative Energieträger (und Materialien, wenn es um die Gütererzeugung geht) umzustellen.  Denn innerhalb weniger Jahrzehnte haben wir bereits einen Großteil der Erdölvorräte aufgebraucht, die die Natur in hunderten Millionen Jahren entwickelt hat.

Für einen kleinen Augenblick im historischen Kontext war wohl auch nur die USA die Supermacht, als die wir sie früher kannten. Massive wirtschaftliche Probleme und eine Staatsverschuldung in geradezu unvorstellbarem Ausmaß könnten nach Auffassung von Wirtschaftswissenschaftern schon in Kürze dazu führen, daß die USA den Bankrott erklären müssen. Die Alternative scheint zu sein, einmal mehr die Geldpresse anzuwerfen, was nach der Leitzinsensenkung auf 0% gerade geschieht und wohl eine extreme Abwertung des US-Dollars zur Folge haben wird. So er tatsächlich den versprochenen “Change” schafft: hat der zukünftige Präsident Obama überhaupt eine Chance, die zu erwartenden dramatischen Folgen von den USA abzuwenden? Auch für den Rest der Welt wäre ein Niedergang der weltweit größten Wirtschaftsmacht folgenschwer – schon jetzt wird weltweit mit 25 Millionen mehr Arbeitslosen (10 Mio davon allein in der OECD) bis zum Jahre 2010 gerechnet. Gleichzeitig haben jene, die den Boden für die aktuelle Wirtschaftskrise bereiteten (die einstigen Großmeister der Geldvermehrung, welche seit dem Paradigmenwechsel nur mehr “Bankster” genannt werden) bestens daran verdient: 2,6 Millionen Dollar Gehalt, Boni für ihre “Leistungen” im vergangenen Jahr und andere Zuwendungen erhielt durchschnittlich jeder der leitenden US-Bankmanager, welche mit dem “Rettungspaket” gestützt wurden. Bezahlt werden diese Rettungspakete vom Steuerzahler, und die Österreicher durften vor kurzem erstaunt erfahren, daß an die Rettungspakete in ihrem Land weltweit die geringsten Gegenforderungen von Seiten der Regierung geknüpft wurden. Wird das Pyramidenspiel – welches für die Verantwortlichen ja weitgehend ohne Konsequenzen blieb – letztlich also munter weitergehen, sich bald die nächste Blase auf höherer Ebene zu bilden beginnen – jener der Staaten? Wird die Entmenschlichung der Wirtschaft bis zu einem Ausmaß weitergehen, bis die 80:20-Gesellschaft tatsächlich unvermeidbar ist? Vielleicht lernen wir Menschen ja wirklich nur durch Strafe in Bereichen, wo unsere Vernunft nur bis zum eigenen Geldsäckel reicht. Mit ein wenig Sarkasmus wäre das eine der Schlußfolgerungen, die man sowohl aus den dramatischen ökologischen als auch den wirtschaftlichen Entwicklungen des zu Ende gehenden Jahres ziehen muß.

In diesem Sinne wünsche ich allen LeserInnen meines Blogs ein glückliches neues Jahr, und uns allen, daß wir – als Individuum, Gesellschaft, Länder und biologische Hervorbringung unseres Planeten – im nächsten Jahr Weichenstellungen schaffen, die auch unseren Kindern eine gute Basis für ein langes, erfülltes Leben ermöglichen.

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Dez 22

Eines der kontroversiellsten sozialpsychologischen Experimente der Geschichte wurde im Jahre 2008 an der Santa Clara University wiederholt: das nach seinem Erfinder Stanley Milgram benannte “Milgram-Experiment” (1963), in welchem dieser unter dem Eindruck des Eichmann-Prozesses untersuchen wollte, warum Menschen im Dritten Reich im bekannten extremen Ausmaß Autoritätshörigkeit gezeigt hatten, sogar gegen ihr eigenes Gewissen.

Hierbei hatten die Versuchspersonen (allesamt “Durchschnittsbürger” aus unterschiedlichen sozialen Schichten, rekrutiert direkt auf der Straße, in Kaufhäusern, Bibliotheken, an Universitäten etc.) unter dem Vorwand, bei einer Untersuchung zu helfen, welche den Einfluß von Bestrafung auf die Lernfähigkeit erforscht, die Rolle eines Lehrers einzunehmen, welche einen (von einem Studenten gespielten) “Schüler” vermeintlich mit immer stärkeren, schmerzhaften Elektroschocks zu traktieren hatte, wenn dieser einen Fehler machte. Zögerte der “Lehrer”, wurde er vom als ärztliche Autorität auftretenden “Versuchsleiter” aufgefordert, weiter zu machen. Der “Schüler” stöhnte ab 70 Volt, ab 120 Volt schrie er vor Schmerzen, ab 140 Volt forderte er ein Ende des Experiments, ab 200 Volt schrie er noch lauter und verstummte schließlich ab 330 Volt, was aber die jeweiligen “Lehrer” schon im ersten von Milgram veröffentlichten Test nicht davon abhielt, zu über 60 Prozent die Schocks bis zum Anschlag auf 450 Volt zu verstärken. Waren hingegen zwei Versuchsleiter vorhanden, die sich widersprachen, brachen einige Versuchspersonen, welche die “Lehrer” spielten, ab. Um den Versuchspersonen zu suggerieren, dass die Elektroschocks real sind, hatten sie vor dem Testbeginn einen Schlag mit 15 Volt erhalten.

Gut 50 Jahre nach dem ersten Versuch zeigt sich also: wie schon damals sind mehr als 70% der Menschen im vermeintlichen “Ernstfall” bereit, andere zu quälen und zu foltern – nicht unbedingt, weil sie Lust daran finden würden, sondern weil sie einer Autorität gehorchen, die dies erlaubt (der “Versuchsleiter” teilte ihnen mit, daß er für alle etwaigen Folgen die “Verantwortung übernehmen” würde) und als “notwendig” erscheinen lässt. Das menschliche Gewissen erweist sich dabei als schwach, die empfundene “Pflicht” ist stärker. Signifikante Unterschiede zwischen Männern und Frauen sowie im Hinblick auf andere Differenzen wie Bildung oder ethnische Abstammung konnte der untersuchende Psychologe Jerry M. Burger nicht feststellen. Die Bereitschaft, andere unter den erwähnten Prämissen auch in hohem Maße zu quälen, war umso höher, desto geringer die anfänglichen Konsequenzen waren, je länger also anfänglich nur eine niedrige Bestrafung erteilt werden mußte. So funktionieren auch Sekten: die hohe Anzahl der Teilnehmer am Massen-Suizid in Jonestown erklärte Burger damit, daß die Anhänger des Sektenführers Jim Jones anfänglich nur kleine Geldmengen und wenig Zeit beizutragen hatten, und ihnen erst im Laufe der Zeit immer mehr Verpflichtungsbereitschaft abverlangt wurde.
Was wir daraus lernen können? Solange Gesellschaften einigermaßen friedlich und ausgeglichen sind, mögen die Schrecken sinken, sobald jedoch die Parole heißt: Wir gegen die Anderen, wie sie von verantwortungslosen Politikern ausgegeben wird, kann jeder zum Schlächter werden – hier haben sich offenbar weder unsere Gesellschaft, noch wir als Menschen weiterentwickelt, und der Weg zum wirklich mündigen Menschen scheint noch ein weiter zu sein.

Die Versuchsergebnisse werden in der Januar-Ausgabe des ‘American Psychologist’ publiziert.

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Dez 17

Für Interessierte:
Übersichtsartikel über die Geschichte der Psychotherapie online gestellt.

Ein Tollhaus aus dem 16. Jahrhundert (Gemälde von Francisco José de Goya)

Ein Tollhaus aus dem 16. Jahrhundert (Gemälde von Francisco José de Goya)

Falls Sie Anregungen oder Fragen dazu haben, freue ich mich hier über Ihre Rückmeldungen!

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Dez 16

Zur Abwechslung einmal etwas aus den eher kuriosen Randbereichen der Psychologie: wie Neurologen der University of Toledo in der Fachzeitschrift ‘Sleep Medicine’ berichten, wurde erstmals der Fall einer Frau dokumentiert, die schlafwandelnd das Internet benutzte.
Die 44-Jährige stand offenbar auf und ging, immer noch ohne aufzuwachen, in das nächste Zimmer, um dort ihren Computer einzuschalten, wonach sie ihr Passwort eingab und ihren Email-Account öffnete. Dann schrieb und versendete insgesamt drei Emails. Bei einer Email kam sie nicht weit, und brach nach “What the …” gleich wieder ab. Eine andere war ein wenig ausführlicher und enthielt, wenn auch nicht ganz verständlich, eine Einladung: “Come tomorrow and sort this hell hole out. Dinner and drinks, 4.pm,. Bring wine and caviar only.

Vermutlich war das Schlafwandeln durch die Einnahme eines Schlafmittels mit dem Wirkstoff Zolpidem ausgelöst worden (zum vollen Artikel im Online-Magazin tp).

Was auch immer davon zu halten ist, mich erinnerte dieser Artikel an ein unterhaltsames Fake-Video auf YouTube, bei dem angeblich ein Schlafwandler von WG-Mitbewohnern bei seinen bizarren nächtlichen Aktivitäten gefilmt wurde:

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Dez 11

Für seelische Erkrankungen gilt dasselbe wie für die des Körpers: Je früher man sie behandelt, desto weniger schlimm verlaufen sie. Ein Konzept für die Früherkennung und Behandlung von Schizophrenie, das schon bei den ersten Vorzeichen der Erkrankung greift, entwickeln Forscher der RUB-Klinik für Psychiatrie um Prof. Dr. Martin Brüne. Denn auch eine frühe Behandlung von Schizophreniepatienten verringert in Vorstadien der Erkrankung das Risiko, dass die Störung chronisch wird.

Zur Früherkennung werden heute wahnhafte Symptome, flüchtige Halluzinationen, die kognitive Flexibilität und die allgemeine Intelligenz herangezogen. Dabei bleibt jedoch ein wichtiger Bereich unberücksichtigt, bemängeln die Bochumer Forscher: die “soziale Kognition”. Die Fähigkeit, sich in andere hineinzuversetzen und emotionale Reize zu verarbeiten, ist besonders in frühen Stadien einer Schizophrenie deutlich beeinträchtigt, und das unabhängig von anderen Symptomen. Entsprechend sind zur Behandlung psychoedukative Methoden wirksamer als antipsychotische Medikamente. Bildgebende Untersuchungen haben gezeigt, dass bei schizophrenen Patienten auch die für die soziale Kognition verantwortlichen Hirnbereiche vermindert aktiviert werden. Für Patienten in frühen Stadien gab es solche Untersuchungen bisher noch nicht.

Quelle: MedAustria, Ruhr-Universitätsklinik Bochum (www.lwl.org)

Zum Weiterlesen: Literaturtipps zum Thema “Psychosen”

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Dez 10

Zumindest in den USA werden Kindern immer mehr Medikamente verschrieben: die häufigsten Gründe dafür seien Asthma, Diabetes und ADS/ADHS, wie eine Studie der St. Louis-University, welche in der November-Ausgabe der Zeitschrift Pediatrics veröffentlicht wurde, herausfand. Dieses in Teilbereichen regelrecht dramatische Anwachsen einschlägiger Verscheibungen führen die Studien-Autoren auf die starke Zunahme von Adipositas in den USA zurück – bei Adipositas besteht, wie zahlreiche Studien zeigen, offensichtlich ein starker Zusammenhang mit  Folgeerkrankungen wie Diabetes, Bluthochdruck, Depression und Asthma.

Ob diese Schlußfolgerung allerdings als alleinige Erklärung gerechtfertigt ist? Über die Zunahme von Adipositas in so gut wie allen Industrieländern (u.a. aufgrund veränderter Ernährungsgewohnheiten, anderer Zusammensetzung der Grundnahrungsmittel und auch verschiedenster psychischer Ursachen) besteht ja grundsätzlich kein Zweifel, eine Verdopplung der Einnahme spezifischer Arzneimittel innerhalb von nur 4 (!) Jahren allerdings (so geschehen mit 2 Medikamenten zur Behandlung von Typ2-Diabetes) steht trotz einer angeblichen Zunahme der Diagnose von 166% (Mädchen von 10-14 J.) bzw. 135% (Mädchen von 15-19 J.) in keiner Relation. Immerhin führen die Studienautoren an, daß auch die reine Verschreibung etwa spezifischer Medikamente gegen Asthma um 46,5%, und jene gegen ADHD um 40% zugenommen hätte. Der Verdacht liegt nahe, daß einfach nur rascher zu Medikamentenverschreibungen gegriffen wird, statt auf nachhaltige (wenn auch anstrengendere) Therapieformen wie Diäten, Bewegung oder Psychotherapie zu setzen. Tatsächlich beobachtet Dr. Artman, Leiter der pädiatrischen Abteilung der Universität Iowa, einen Trend, daß privat versicherte PatientInnen häufig die bessere und nachhaltigere Versorgung erhalten, KassenpatientInnen oder Unversicherte aber bevorzugt Medikamente verschrieben erhalten. Einen Faktor, den er nicht erwähnt, sind die großzügigen Ausgaben der Pharmaindustrie, um ihre Produkte an die PatientInnen zu bringen, wozu  Ärzte mit immateriellen ebenso wie materiellen Zuwendungen von diesen gerne ermuntert werden.

Update 25.01.2009: in Österreich geht der Trend in dieselbe Richtung. In einem Interview mit der Tageszeitung ‘Der Standard’ v. 21.1.09 sagte Erich Laminger (seit 2005 Vorstandschef des Hauptverbands der Sozialversicherungsträger): “Erschreckend ist besonders der Anstieg bei den Psychopharmaka. Über alle Altersgruppen hatten wir in den letzten drei Jahren einen Anstieg von fast 30 Prozent. Besonders hervorstechend sind aber die Gruppen der Fünf- bis Neunjährigen und der Zehn- bis 14-Jährigen, wo der Anstieg bei 50 Prozent liegt. (..) Da muss sich die Gesellschaft fragen: Was ist da los?”

Quelle: US National Library Of Medicine, 11/2008
Link-Tipp: Das Pharma-Kartell (ZDF-Dokumentation 12/2008)
Buch-Tipp: Hans Weiss, “Korrupte Medizin“, 2008
Lesetipps zum Thema “Essstörungen”

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Dez 10

Ein neues Störungsbild in psychotherapeutischen Praxen

Seit einigen Jahren beobachtet der Wiener Psychotherapeut Richard L. Fellner die deutliche Zunahme einer speziellen Form von Zwangsgedanken in seiner Praxis: Männer suchen ihn in der großen Sorge auf, pädophil zu sein.

Unter Zwangsgedanken versteht man wiederkehrende Gedanken, die den Betroffenen in stereotyper Weise immer wieder beschäftigen. Obwohl die Gedanken ungewollt sind und häufig als abstoßend empfunden werden, erkennen die Personen sie als ihre eigenen Gedanken an. Bei pädophilen Zwangsgedanken besteht die starke Angst, möglicherweise pädophil zu sein. Die Betroffenen sind emotional meist schwer belastet – das Gefühl, mit niemandem über ihre Sorgen sprechen zu können, ist besonders schwer zu ertragen.

„Ich hatte letzte Woche bereits daran gedacht, mir das Leben zu nehmen – ich könnte doch nie meiner Tochter etwas antun!“, erzählte etwa ein mehrfacher Familienvater unter Tränen.

Der betreffende Mann jedoch war nicht pädophil, denn unter Pädophilie wird eine tatsächliche sexuelle Präferenz für Kinder, welche sich meist in der Vorpubertät oder in einem frühen Stadium der Pubertät befinden, verstanden. Pädophile haben über einen längeren Zeitraum sexuell erregende Phantasien, Bedürfnisse oder Verhaltensweisen, die sich auf Kinder oder Frühpubertäre beziehen. Bei unter der beschriebenen Form von Zwangsgedanken leidenden Personen jedoch findet sich in der Regel kein sexuelles Interesse an Minderjährigen.

Fellner: „Heutzutage besteht ein breiter gesellschaftlicher Konsens darüber, daß Kindesmißbrauch eine der schlimmsten kriminellen Handlungen darstellt. Insofern stehen die von dieser Art von Zwangsgedanken Betroffenen unter enormem Druck, da sie mit heftiger Entrüstung rechnen und eine Ausstoßung aus ihrer sozialen Umgebung befürchten.“

Der Wiener Psychotherapeut erklärt die starke Zunahme des Störungsbildes mit der verstärkten medialen Aufmerksamkeit, die das Thema Pädophilie während der letzten Jahre erhielt, der verschärften Gesetzgebung speziell im Bereich der Kinderpornografie, sowie sexueller Tabuisierung.

„Zwangsgedanken haben unbehandelt eine starke Tendenz, sich zu verstärken. Betroffene, die glauben, an einer einschlägigen Störung zu leiden, sollten die Symptomatik deshalb frühzeitig fachlich von einem mit Zwangsstörungen erfahrenen Psychotherapeuten, Psychologen oder Sexualtherapeuten abklären lassen“, so Fellner.

(Presse-Veröffentlichung, 10.12.2008)

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