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Sep 28
Willkommen! Abonnieren Sie den Psychotherapie-Blog RSS-Feed, um über die neuesten Artikel informiert zu werden. Danke für Ihren Besuch. Research has shown that, for men over 40 and women after the menopause, having one or two small drinks a day can help prevent coronary heart disease. However, it is estimated that most of the people are risking their health by drinking more than the recommended daily amount of alcohol.
In the alcohol-related German-lanauge part of this blog, I have compiled the facts about standard drinking and “at risk” drinking. A standard drink of alcohol would mean one among the below:
- 0.5 to 0.6 ounces of alcohol
- 12 ounces of beer
- 5 ounces of wine
- 1 to 1.5 ounces of liquor
The actual “at risk” consumption level is calculated based on the standard drink. Considering once among the above as a standard drink, the following are the “at risk” levels for a male and female drinker.
The consumption level of a male drinker reaches “at risk” level if he crosses 13 standard drinks per week.
The consumption level of a female drinker reaches “at risk” level if she crosses 6 standard drinks per week.
Given the above levels, it is up to the individual to ensure sensible drinking.
 (the poster above is part of a new advertising campaign by the Drug and Alcohol Service for London (DASL) to highlight the physical effects of binge drinking. Apart from a stinking hangover, it warns women they will also be more prone to wrinkles, bad skin, hair loss and weight gain if they knock back too much booze.) 
Sep 28
“Binge Drinking” wird analog zum “Binge Eating” aus dem Bereich der Essstörungen wie folgt definiert: fünf oder mehr Drinks pro Anlass, mindestens einmal im vergangenen Monat.
Diese Form des Alkoholmißbrauchs wird häufig im Zusammenhang mit Teenagern und Studenten erwähnt, eine kürzlich im American Journal for Psychiatry veröffentlichte Studie legt jedoch nahe, dass durchaus auch ältere Erwachsene Probleme damit haben. Aus einer ihr zugrundeliegenden Umfrage unter 11.000 Amerikanern ab 50 Jahren geht hervor, dass 23 Prozent der Männer und neun Prozent der Frauen solch verstärkten Alkoholkonsum aufwiesen. Auch bei den über 65-Jährigen fanden sich 14 Prozent bei den Männern und drei Prozent bei den Frauen.
Binge Drinking ist ein Risikofaktor für verschiedene gesundheitliche Folgeprobleme: Verletzungen, Gewalt, neurologische Schäden und Bluthochdruck. Indirekte Folgeprobleme sind Beziehungskrisen und Probleme im sozialen Umfeld. Die Forscher schreiben im American Journal of Psychiatry, dass Binge Drinking im fortgeschrittenen Alter noch einmal ein höheres Risiko für die Gesundheit bedeutet als in jungen Jahren: so können sich chronische Krankheiten aufgrund des übermäßigen Alkoholkonsums verschlechtern. Allerdings, so schreiben die Wissenschafter, heiße Binge Drinking meist nicht gleich Alkoholsucht, weswegen das Trinkverhalten von den Betroffenen auch oft nicht thematisiert und verdrängt wird.
Ein weiteres Ergebnis der Studie: Männer, die Binge Drinker waren, hatten u.a. auch ein höheres Risiko für illegalen Drogengebrauch. Frauen hingegen wiesen ein höheres Risiko für Medikamentenmissbrauch auf.
Weiterführende Links:
- Selbsttest auf Alkoholismus / Alkoholsucht auf dieser Website
- Weitere Blog-Einträge zum Thema Alkoholismus
- The Epidemiology of At-Risk and Binge Drinking Among Middle-Aged and Elderly Community Adults: National Survey on Drug Use and Health in: Am J Psychiatry Published August 17, 2009; doi: 10.1176/appi.ajp.2009.09010016 
Sep 25
Einer von zehn Todesfällen in Europa ist auf Alkoholkonsum zurückzuführen. Besonders dramatisch ist die Situation demnach in Russland, wo mehr als die Hälfte der Männer zwischen 15 bis 54 Jahren wegen exzessiven Alkoholkonsums in noch relativ jungem Lebensalter sterben. Durch die Massenproduktion und globale Vermarktung aber werde weltweit immer mehr Alkohol getrunken, heißt es im Fachjournal “Lancet”, das kürzlich mehrere Studien zu dem Thema veröffentlichte.
Alkohol habe global einen ähnlichen Effekt wie das Rauchen, erläuterten Forscher vom Zentrum für Suchtforschung und Mentale Gesundheit im kanadischen Toronto im Fachjournal. Sie berücksichtigten für die Analyse nicht nur typische Krankheiten wie die Leberzirrhose, sondern etwa auch von Alkohol mitverursachte Krebsarten und Verkehrsunfälle.
Weltweit stirbt einer von 25 Menschen an direkten oder indirekten Folgen des Trinkens, haben Wissenschafter errechnet. Die im Vergleich zu Europa geringe Sterberate liege daran, dass in vielen außereuropäischen Ländern kein oder nur sehr wenig Alkohol getrunken werde. Mehr als die Hälfte der Menschen auf der Erde lebe derzeit abstinent, vor allem in muslimischen Ländern. In wirtschaftlich aufstrebenden Ländern wie etwa Indien und China werde dagegen immer mehr getrunken, wodurch auch die damit verbundenen Probleme zunehmen.
Weiterführende Links:
- Selbsttest auf Alkoholismus / Alkoholsucht auf dieser Website
- Weitere Blog-Einträge zum Thema Alkoholismus
- Alcohol: A Global Health Priority in: The Lancet, Vol. 373, Issue 9682 (27 June 2009), Pages 2173-2174 (R. Beaglehole, R. Bonita) 
Sep 25
Laut österreichischem Ernährungsbericht haben 42 Prozent der 18- bis 65-Jährigen Übergewicht, elf Prozent davon Adipositas. Besonders alarmierend: bereits jeder fünfte Bub und jedes sechste Mädchen in Österreich ist übergewichtig, 50 Prozent davon adipös. Im Vergleich zu Kindern mit Neurodermitis oder Asthma ist ihre Lebensqualität dabei besonders schlecht: weil Adipositas nicht als Krankheit gesehen wird, gelten sie als selbst schuld. Und später kommt nicht selten Diabetes als ganz reale und mit zahlreichen desaströsen körperlichen Schäden verbundene Folgeerkrankung hinzu.
Der typische Ansatz von übergewichtigen Menschen und deren Angehörigen mit dem Wunsch, das Gewicht zu reduzieren, sind Diäten. Ernährungsumstellungen werden versucht, die aber in den allermeisten Fällen scheitern und dann weitere Frustrationserlebnisse darstellen und den Teufelskreis zwischen Depression und Versagensgefühlen und dem Bedürfnis, diese Gefühle durch Essen zu kompensieren, anfeuern.
In einem lesenswerten Interview in der österreichischen Tageszeitung Der Standard, das auch online nachzulesen ist, geht eine Ernährungswissenschaftlerin im Gespräch mit einem Soziologen der Frage nach, warum derartige Versuche so häufig scheitern und wie ein Weg aus der Übergewichtsspirale heraus gefunden werden kann:
“Jede Ernährungsumstellung bei starkem Übergewicht muss eine Kombination aus Ernährungsberatung, Psychotherapie und Bewegung sein. Und langfristige Erfolge gibt es dann, wenn das soziale Umfeld – meist also die Familie – mitmacht und bereit ist, das Leben umzustellen. Damit werden dann nämlich soziale Gefüge verändert, und der Betroffene ist mit seinem Problem nicht mehr allein.
(..) Bei Kindern würde Therapie nicht mehr ohne Einbeziehung der Eltern gemacht werden.” 
Sep 24
Patienten mit einer Depression leiden häufiger und stärker unter Schmerzen, die sich nicht bzw. nicht vollständig mit einer organischen Grundlage begründen lassen, als Patienten ohne Depressionen. “Dabei sind Frauen deutlich stärker von Depressionen und auch von den so genannten somatoformen Schmerzen betroffen als Männer”, teilt Dirk Frieser vom Institut für Psychologie der Johannes Gutenberg-Universität Mainz in einer Aussendung mit. Im Rahmen einer Doktorarbeit hat er zusammen mit Stephanie Körber Patienten Mainzer Hausarztpraxen über körperliche und psychische Parameter befragt. Anschließend wurden die Schmerzsymptome von den Hausärzten beurteilt.
Symptome sind keine “Einbildung”
Somatoforme Symptome, auch als medizinisch nicht bzw. nicht vollständig erklärte Symptome bezeichnet, sind ein erstaunlich weit verbreitetes Phänomen. “In den allgemeinärztlichen Praxen sind bis zu 80 Prozent der Symptome somatoform”, so Frieser. Das heißt allerdings nicht, dass sich Patienten diese Symptome “einbilden”. Somatoforme Symptome werden wahrgenommen, beeinträchtigen die Lebensführung und verursachen mitunter klinisch relevantes Leid, das eine Psychotherapie rechtfertigt.
Zum Krankheitsbild einer somatoformen Störung gehören neben Schmerzsymptomen oftmals auch Symptome wie Schwindel, Missempfindungen in unterschiedlichen Körperbereichen, aber auch Erschöpfungsgefühle oder Müdigkeit. Wichtig, so Frieser, sei jedoch, dass nicht jeder, der somatoforme Symptome aufweise, auch eine diagnostizierte somatoforme Störung habe. Dies hänge vor allem davon ab, welche Beeinträchtigung in der Lebensführung bzw. welches psychische Leid für den Patienten gegeben sei.
Zusammenhang von Depression und somatoformen Schmerzen
In der Mainzer Hausarztstudie wurde der Frage nachgegangen, welchen Einfluss Depressionen auf das Schmerzerleben von Patienten haben und ob sich dies unterscheidet, wenn es sich um medizinisch nicht erklärte Schmerzen beziehungsweise um medizinisch erklärte Schmerzen handelt. “Das Ergebnis weißt daraufhin, dass bei Patienten, die aktuell unter einer Depression leiden oder in den letzten zwölf Monaten davon betroffen waren, die Anzahl der somatoformen Schmerzen in unterschiedlichen Körperbereichen wesentlich höher ist als bei Patienten ohne Depressionen.” Frieser zufolge könnten daher Menschen, die mit einer Vielzahl von Schmerzen in die Hausarztpraxis kommen, die nicht vollständig medizinisch erklärt sind, mit höherer Wahrscheinlichkeit eine behandlungsbedürftige Depression aufweisen.
Mehrheit von Schmerzen ist somatoform
Welche Bedeutung die richtige Einordnung und Beurteilung der Schmerzerkrankungen im Hinblick auf das Gesundheitswesen hat, zeigt das Ergebnis der Mainzer Hausarztstudie, wonach 73 Prozent der Schmerzen von den Hausärzten als somatoform beurteilt wurden und sich demgegenüber nur 27 Prozent medizinisch vollständig begründen ließen. Im Falle der organisch erklärten Schmerzen macht es auch keinen Unterschied, ob die Patienten unter einer Depression leiden oder nicht: Anzahl, Dauer und Beeinträchtigung durch die Schmerzen sind hier in beiden Patientengruppen in etwa gleich.
(Quelle: Der Standard, 07/2009) 
Sep 24
Trauernde, die einen Nahestehenden verloren haben, erkranken deutlich häufiger an Herzkrankheiten – die entsprechenden Hintergründe wurden nun von Ärzten an der Sydney Medical School und der Faculty of Nursery and Midwifery der Universität Sydney untersucht. Bisher wurden die Gründe für das erhöhte Erkrankungsrisiko im akuten Stress der Betroffenen gesehen, die weiteren Zusammenhänge blieben jedoch weitgehend unklar. Die Studienteilnehmer litten quer durch alle Altersgruppen an Ängsten, Depressionen, Zornsymptomen, erhöhten Stresshormon-Werten sowie an verringertem Schlaf und Appetit, daneben wurden Zunahmen des Blutdrucks und der Herzfrequenz festgestellt. Verändert waren auch die Immunantworten sowie die Blutgerinnung. All diese Veränderungen finden sich auch bei Menschen, welche vor einem Herzinfarkt stehen.
Erste deutliche Verbesserungen der Symptomatik konnten durch Informationen über die genaue Todesursache des Verstorbenen erreicht werden. Weiters stelle die bewußte psychische Aufarbeitung eines Todesfalles eine wesentliche Voraussetzung zur Vermeidung eigener gesundheitlicher Folgen dar. Je früher diese beginne, desto besser, so die Studienleiter, welche darauf hinweisen, daß es in der traditionellen Medizin der meisten Völker – im Unterschied zum wesetlichen Kulturkreis – eine intensive Auseinandersetzung nach dem Verlust eines Familienangehörigen gibt. “Auch bei uns wäre dies dringend zu empfehlen. An wen man sich hier wendet, ob es sich um eine Selbsthilfegruppe, einen Psychologen oder Psychotherapeuten handelt, ist egal, solange es dabei unterstützt, das Thema aufzuarbeiten”, meint Lehner.
Quellen: [1], [2] 
Sep 24
Die geringe Heilkraft und der hohe Anteil an Placebowirkung von Antidepressiva geriet während der letzten Monate – wohl auch angesichts der exorbitanten Anteile von Ausgaben für Psychopharmaka in den Gesundheitsbudgets der krisengeschüttelten westlichen Industrienationen – verstärkt in den Focus der öffentlichen Aufmerksamkeit.
Das Deutsche Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen beurteilte nun in einer groß angelegten Meta-Studie die Heilungskraft von SNRI’s, der neuesten Generation von Antidepressiva, neu, wonach man zum Ergebnis kam, daß diese keinen wesentlichen Vorteil gegenüber den SSRI’s mit sich bringen. Man sieht Hinweise, aber keine Belege dafür, dass z.B. Duloxetin und Venlafaxin bei Patienten mit höherem Schweregrad der Depression gegenüber den SSRI’s besser wirken. Bewiesen sieht man den Zusatznutzen im Vergleich zu der Wirkstoffklasse der SSRI nur auf Ebene der Änderung der depressiven Symptomatik in der Kurzzeit-Akuttherapie, dafür kommt es gegenüber den SSRI’s zu mehr Therapieabbrüchen.
“Mehr noch, die SNRI’s schneiden nicht mal gegenüber den Vorläufern der SSRIs, den trizyklischen Antidepressiva, besonders gut ab. Sie sind zwar besser verträglich als diese, besser wirken im Sinne der Linderung oder gar Heilung einer Depression tun sie nicht. (..) In entscheidender Hinsicht befindet sich die medikamentöse Behandlung der Depression noch im Stadium den frühen 50er Jahre des vergangenen Jahrhunderts – da nämlich wurden die Trizyklika entwickelt.” (Quelle und Volltext: telepolis) 
Sep 10
Depression erhöht bei Defi-Trägern das Sterberisiko – und Herzschwäche macht depressiv … das in etwa sind die Ergebnisse zweier Studien, die vor kurzem in Deutschland veröffentlicht wurden.
Ein Forscherteam im Herzzentrum München hatte die Daten von 236 Patientinnen und Patienten, denen ein ICD (implantierter Defibrillator) implantiert worden war, über mehr als sechs Jahre ausgewertet. 21 Prozent von ihnen litten an Depressionssymptomen, und das absolute Mortalitätsrisiko war bei ihnen deutlich höher als bei den nicht depressiven Defi-Patienten, so die Wissenschafter: “Gegenüber 45,1 Todesfällen pro 1000 Patientenjahren in der depressionsfreien Patientengruppe verdoppelte sich das Risiko in der Depressionsgruppe nahezu, mit 80,3 Todesfällen pro 1000 Patientenjahren.” Auch wenn die genauen Ursachen dafür noch nicht erforscht sind, sei es nötig, der seelischen Gesundheit von ICD-Patienten mehr Aufmerksamkeit zu widmen, fordern die Münchner Experten.
Doch Depression ist auch für andere Gruppen von Herzkranken ein großes Problem, wie eine Studie aus Bochum und Bad Oeynhausen zeigt. Patienten mit chronischer Herzschwäche (Herzinsuffizienz, HI), die stationär behandelt werden, haben besonders häufig Angst- und Depressionssymptome. “Fast die Hälfte der Patienten hatten Angstsymptome und ein Drittel Hinweise auf Depressivität”, berichten die Forscher. “Drei Monate nach der Entlassung nahm der Anteil der Patienten mit Angst von 47,3 auf 33,3 Prozent signifikant ab. Der prozentuale Anteil von Patienten mit Depressivität blieb unverändert, allerdings nahm der Schweregrad der Depressivität zu. Der Verlauf der psychischen Symptome wurde durch die Art der interventionellen kardiologischen Behandlung nicht beeinflusst.”
Quelle: 75. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie 
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