Stabile Psyche

Hier können Sie Fragen zu Begriffen, Diagnosen und sonstigen Fachworten stellen, die einem gelegentlich im Zusammenhang mit Psychologie und Psychotherapie begegnen oder die Bedeutung von Begriffen diskutieren.
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C´mon
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Stabile Psyche

Beitrag Mo., 17.08.2015, 13:21

Hallo zusammen,

mich treibt gerade die Frage um, wann man von einer stabilen Psyche spricht. So ganz allgemein, nicht nur auf einzelne Aspekte bezogen. Irgendwie kann ich mich dahingehend gar nicht gut einschätzen und so drängte sich mir die Frage auf...

Wie ist eure Meinung dazu?

Lieben Gruß

C´mon
"What goes around comes around." (Englisches Sprichwort)

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CrazyChild
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Beitrag Mo., 17.08.2015, 13:50

Eine stabile Psyche bedeutet für mich, wenn einem Probleme nicht vollkommen aus der Bahn werfen, man den geistigen Überblick behält und rationale, reflektierte Entscheidungen treffen kann. Das bedeutet nicht, daß es einem emotional nicht anstrengen darf, man bleibt aber im Hier und Jetzt. Auch emotionale Tiefs erlebt ein Mensch mit stabiler Psyche, jedoch ist es ihm möglich sich da aus eigener Kraft wieder rauszuziehen und daran zu wachsen.
LG, CrazyChild

***stay strong***


stadtwolf
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Beitrag Mo., 17.08.2015, 16:28

Sobald in dieser Fragestellung "man" enthalten ist kann es m.E. darauf niemals eine schlüssige Antwort geben.
Wer ist "man" ? Alle ?
Bei Antworten in der "man" - Form klappen bei mir sofort die Ohren zu wie bei einem Goldfisch.

Um auf diese Frage zu antworten kann ich mich nur ausdrücklich auf mich selbst beschränken, alles andere wäre
leeres Larifari.
Grundsätzlich erlebe ich mich als psychisch stabil weil ich weder Suizid noch Amokläufe durchführen muß wenn mich
ein emotionales Problem plagt.
Als eher nicht stabil erlebe ich mich dann wenn meine Seele laut schreit und ich versuche sie mit diversen manischen
Tätigkeiten zu beruhigen. Wie exzessives Arbeiten, Sport, Meditation, Sex, Kontrollversuche, Oberlehrer spielen, Rauchen,
Kaffee.......sowas kommt in meinem Leben nur mehr selten vor.
Stabil und erwachsen fühle ich mich wenn ich durch ein finsteres Gefühlstal gehen kann ohne mich mittels getarnter
Strategien beruhigen zu müssen.
Wenn ich den Schmerz nicht verdrängen muß sondern ihn als Teil des Lebens und nicht als Folge von sog. "Fehlern" erleben kann.
Psychische Stabilität heißt für mich nicht mehr, wie früher, erfolgreich verdrängen und verleugnen, sondern das Leben
in allen seinen Facetten annehmen zu können.

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Thread-EröffnerIn
C´mon
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Beiträge: 5

Beitrag Di., 18.08.2015, 08:57

Danke für eure Anworten!

Es liegt ja auf der Hand, dass es sich immer nur um subjektive Meinungen handeln kann, auch wenn es sicherlich Aussagen gibt, die sich im Kern ähneln. Ich verstehe aber deine Abneigung, stadtwolf. Ich bin eigentlich auch eine Gegnerin des Pauschalisierens.

Folgende Sätze hallten noch etwas nach und haben mich zum Nachdenken angeregt:
CrazyChild hat geschrieben:Auch emotionale Tiefs erlebt ein Mensch mit stabiler Psyche, jedoch ist es ihm möglich sich da aus eigener Kraft wieder rauszuziehen und daran zu wachsen.
stadtwolf hat geschrieben:Psychische Stabilität heißt für mich nicht mehr, wie früher, erfolgreich verdrängen und verleugnen, sondern das Leben in allen seinen Facetten annehmen zu können.
Bei Letzterem kann die Meditation sehr helfen, wie ich selbst erfahren habe.

Irgendwie bekomme ich noch kein klares Bild rein, von daher würde ich mich sehr über weitere Meinungen freuen, die mir vielleicht auf die Sprünge helfen.

Der Knackpunkt ist immer wieder die Panikstörung, die ich seit jungen Jahren habe. Immer wenn ich mir so denke:
"Hey, hier und da, warst du doch mehr als stark", dann denke ich im nächsten Augenblick: "Aber diese krankhafte Angst..."

Unter gewissen Umständen, wenn ich mich im Leben stark verunsichert fühle, wie es z.B. vor 2 Jahren der Fall war, wo die berufliche Neuorientierung, das Beziehungsaus nach vielen Jahren und der Umzug zusammen kamen, da gab es wieder so eine Phase, in der ich hin und wieder Panikzustände bekam. In der ersten Zeit war es schlimm, aber nach einer Weile konnte ich sie wieder als das erkennen, was sie ist und so schwächte sie wieder ab, bis eines schönen Morgens der Himmel wieder strahlend blau war.

Ist da wieder der harte innere Kritiker am Werke, der Geist der Verneinung?
Ich frage mich:
Ist diese, meine krankhafte Neigung nicht perse ein Zeichen für psychische Instablilität, auch wenn sie sich nur sehr selten zeigt? Dadurch wird auch mein Leben weiter nicht beeinflusst, es ist lediglich etwas, das ich im Inneren mit mir ausmachen muss. Ok, stimmt nicht so ganz. Es beeinflusst mein Leben schon etwas, da ich in der ersten Zeit, gerade wenn lange Ruhe war, öfter zum Arzt renne, um mich zu vergewissern, dass es nicht doch etwas Organisches ist.

Was würdet ihr sagen?
"What goes around comes around." (Englisches Sprichwort)

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sigi 55
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Beitrag Sa., 29.08.2015, 21:27

Der Schweinchen-Test

Betrüge nicht bei diesem Test und mach ihn ordentlich!

Er ist ganz lustig

Nimm Dir ein weißes Blatt Papier und zeichne ein Schweinchen.

Geh nicht weiter, bevor Du das Schweinchen gezeichnet hast!


Betrüge nicht!
Fertig?
Ganz sicher???





Das Schweinchen ist die Abbildung Deiner Psyche.

Wenn Du das Schweinchen:

* oben auf dem Blatt gezeichnet hast: Du bist ein Optimist.

* eher in der Mitte des Papierblattes gezeichnet hast: Du bist ein Realist.

* eher unten auf dem Papierblatt gezeichnet hast: Du bist ein Pessimist.

* wenn das Schweinchen links guckt: Du glaubst an Tradition, Du bist freundlich den Leuten gegenüber und merkst Dir gleich Geburtstage und andere Jubiläen,

* wenn das Schweinchen auf die rechte Seite guckt: Du bist ein Entdecker, bist ein Aktivist, aber Du fühlst Dich nicht besonders an Deine Familie gebunden und hältst so was wie Geburtstage oder Feiertage nicht für wichtig,

* wenn das Schweinchen direkt auf Dich guckt: Du sagst, was Du denkst, Du hast keine Angst vor Streitereien und Wortgefechten.

* wenn Du viele Details gezeichnet hast: Du bist ein Analytiker, ruhig, gelassen und misstrauisch.

* wenn Du keine Details gezeichnet hast: Du bist gefühlsbetont, naiv, gehst nicht methodisch vor und gehst oft das Risiko ein.

* wenn Du dem Schweinchen weniger als vier Beine gezeichnet hast: Du bist im Zweifel oder Dein Leben macht gerade einen großen Wandel durch.

* wenn Du dem Schweinchen vier Beine gezeichnet hast: Du bist selbstsicher, stur und hältst Dich an Deine Regeln.

* wenn Du dem Schweinchen mehr als vier Beine gezeichnet hast: Du bist ein Idiot.

* Die Größe der Ohren des Schweins zeigen Deine Bereitschaft, den anderen zuzuhören: je größer sie sind, desto besser!

* Die Länge des Schwanzes schildert Deine sexuellen Beziehungen: jetzt wieder: je länger, desto besser!


OK, wer hat vergessen, den Schwanz zu zeichnen? ))


(

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Miesel
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Beitrag So., 30.08.2015, 07:59

C´mon hat geschrieben: Ist diese, meine krankhafte Neigung nicht perse ein Zeichen für psychische Instablilität, auch wenn sie sich nur sehr selten zeigt?
Ja.
Da lauert etwas unbearbeitetes, nicht integriertes.


Leslie
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Beiträge: 53

Beitrag So., 30.08.2015, 14:07

@C'mon:
Du bist nicht allein deshalb psychisch instabil, weil du hin und wieder stark verunsichert bist. Allenfalls hast du instabile Phasen.

Warum betrachtet du dich nicht lieber von der "anderen", stabilen Seite her. Anscheinend bist du auch, wenn nicht sogar õfter, psychisch stabil, d.h. du bewältigst deinen Alltag und deine alltäglichen Probleme und deine Gefühle sind einigermaßen im Gleichgewicht.

Psychische Instabilität ist eine Momentaufnahme, keine Diagnose mit Krankheitswert

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