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Virtu
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Sine schrieb: Angenommen, ich käme irgendwann zu der Ansicht, dass eine Trennung unvermeidlich sei, wann - also in welcher Phase - wäre dann der schonendste Zeitpunkt? Für wen? Für dich, die Kinder oder ihn? (Ich weiß schon, das die Frage auf deinen Mann abzielt...) Am einfachsten wäre es für ihn wahrscheinlich in der Manie, bloß wird ihn dann die Trennung auch wahrscheinlich in der folgenden Depression schwer belasten. So gesehen gibt es keinen wirklich schonenden Zeitpunkt, denke ich mir. Sine schrieb: Hätte nicht eine Trennung einen positiven Aspekt für ihn? Er wäre frei für eine neue, unbelastete Liebe. Oder wäre es für ihn unerträglich, nicht stets seine Kimder um sich zu haben? Wer weiß das? Wohl am ehesten Menschen, die deinen Mann sehr gut kennen, also auch du. Kennst du die Antworten? LG
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Helferlein
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Sine
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Wenn er in einer schönen kleinen Wohnung leben würde, hätte er doch sein "reizarmes" Umfeld ohne Kinderlärm, ohne Kinder-Unordnung und ohne Alltags-Beziehungsstress. Leider ist es aber wahrscheinlich nicht das, was er sich wünscht.
Hat er denn noch eine Chance auf längere phasenfreie Zeiten?
Virtu, hab ich das richtig verstanden: Du hattest seit 11 Jahren keine Phase mehr?
worst case, gibt es denn für Deinen Bekannten keine Möglichkeit, die Abwärtsspirale zu stoppen? Verweigert auch er eine regelmäßige Medikamenten-Einnahme und eine konstante Psychotherapie? Soziale oder gesundheitliche Abwärtsspirale?
Mein Mann wird jetzt stationär behandelt und scheint sich (noch) wohl dabei zu fühlen. Wie kann ich erreichen, dass er sich nicht wieder zu früh und auf eigenen Wunsch entlässt?
Liebe Grüße Sine
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Virtu
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Sine schrieb: Wenn er in einer schönen kleinen Wohnung leben würde, hätte er doch sein "reizarmes" Umfeld ohne Kinderlärm, ohne Kinder-Unordnung und ohne Alltags-Beziehungsstress. Leider ist es aber wahrscheinlich nicht das, was er sich wünscht. Das hängt auch von seinem Zustand ab. In der Manie wäre es gut für ihn, in der Depression würde er dort aller Wahrscheinlichkeit nach verzweifeln. Ein aufgeklärter Kranker mit dem Willen seine Krankheit in den Griff zu bekommen, kann vieles bewirken. Bloß ob das die aufgeklärte, willensstarke Ehefrau für ihn bewirken kann, da habe ich meine Zweifel. Sine schrieb: Hat er denn noch eine Chance auf längere phasenfreie Zeiten? Hat er schon alle Medikamente zur Phasenprophylaxe probiert und gewissenhaft eingenommen und haben die alle nicht geholfen? Hat er seinen Lebensstil seiner Krankheit entsprechend etwas angepasst und hat das auch nichts geholfen? Macht er regelmäßige eine begleitende Psychotherapie, damit frühestmöglich erkannt wird, was seinen Krankheitsverlauf negativ beeinflussen könnten? Er selbst kann also viel tun, wenn er es nicht macht, wird er kaum Chancen auf phasenfreie Zeiten haben. Sine schrieb: Virtu, hab ich das richtig verstanden: Du hattest seit 11 Jahren keine Phase mehr? Ja, seit ich Lithium nehme hatte ich keine Phase mehr. Sine schrieb: Mein Mann wird jetzt stationär behandelt und scheint sich (noch) wohl dabei zu fühlen. Wie kann ich erreichen, dass er sich nicht wieder zu früh und auf eigenen Wunsch entlässt? Du kannst das direkt kaum erreichen, höchstens mit den Ärzten kannst du möglichst offen und ungeschönt über das Verhalten deines Mannes reden. Damit sie wissen, was sie wahrscheinlich erwarten wird. Ich wünsche dir alles Gute, hoffentlich klappt es diesmal und ihm geht endlich einmal ein Licht auf. LG
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elisabeth maria
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hallo ihr lieben, ich bin neu hier und habe mich etwas eingelesen. ich bin betroffene eines angehörigen als auch betroffene der erkrankung. meinen vater habe ich leider nicht kennengelernt, er war bipolar und wurde nur 30 jahre alt und hat am 27. juli seinen todestag. er soll ein sehr beliebter engagierter lehrer gewesen sein, mittelpunkt/unterhalter jeder party und doch kam der abstruz in die depri, die trennung meiner eltern (im 6 mon.) und dann der suizid. ich selbst habe ab ca. meinem 8 lebensjahr bemerkt, dass ich anders bin. sehr ruhiges trauriges kind, meist allein. dann ab der pubertät hat sich das geändert, beliebt, erfolgreich, sozial engagiert - mit heutigem wissensstand würde ich sage "dauerhypomanisch" mit damals kurzfristigen extremen schwankungen in die depression und todessehnsucht "der weinende clown auf jeder party". ein endloses gefühl der einsamkeit unter menschen. ich habe mich bis vor 6 jahren durch diese schwankungen gequält, ich hab nicht gewußt was es ist, bis zum burn out vor 7 jahren. nach einer langen manischen phase, kam der zusammenbruch, mehrere klinikaufenthalte und dann vor 5 jahren die erstmalige diagnose: bipolar II (bei meinem krankheitsbild - da es häufig wechselt, manchmal auch pro tag, ist es sehr schwer ein passendes medikament zu finden. auf grund von nebenerkrankungen wurde noch kein phasenmedi gefunden, wo die nebenwirkungen nicht größer wären als der nutzen. kann nicht mehr sagen, wieviel schon probiert wurde.) auch ist es sehr schwierig einen therapieplatz bzw. therapeuten zu finden, der sich damit wirklich auskennt oder sie sind unbezahlbar auf dauer. frage an alle, von welcher diagnose redet ihr? I od. II od. mischphase ein freund hat mir nachstehendem link empfohlen. http://www.bi-happy.at/pdf/Bipolar_Stim ... lender.pdfdenke, dieses protokoll zu führen, könnte hilfreich sein, egal ob in D od A möchte nur zu bedenken geben, dass das risiko, das leiden zu beenden, bei bipolaren menschen sehr hoch ist, es sollte nicht unterschätzt werden. der betroffende sollte aber unbedingt seine krankheit anerkennen - bei mir war es erst nach längeren stationären aufenthalten - um an sich zu arbeiten und die anzeichen der hypomanie (wie gewitter im kopf) zu erkennen und rechtzeitig gegensteuern zu können. alle guten wünsche euch allen
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Virtu
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elisabeth maria
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an Virtu
lies bitte noch mal genauer meinen eintrag
mir ging es nochmals darauf hinzuweisen, dass es eine sehr schwierge frage ist, ob es einen richtigen zeitpunkt für eine trennung gibt, eben wegen dem erhöhten suizidrisiko.
die führung des stimmungsprotokolls betrachte ich als hilfe für den arzt als auch für den betroffene familie sowie den patienten, die krankheitseinsicht zu erlangen und eine stabilisierung zu erreichen, denn erst mit den richtigen medikamenten und viel disziplin kann man ein erfülltes leben führen, für alle beteiligten.
lg
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Virtu
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Elisabeth Maria schrieb: mir ging es nochmals darauf hinzuweisen, dass es eine sehr schwierge frage ist, ob es einen richtigen zeitpunkt für eine trennung gibt, eben wegen dem erhöhten suizidrisiko. Beim Ehemann von Sine sollte eigentlich die Lithiumprophylaxe das Suizidrisiko senken, wenn er es denn nimmt. Und ich dachte eigentlich, dass du mehr über dich in diesen "Bipolar..." Thread schreiben könntest, Elisabeth Maria. Tut mir Leid, wenn das falsch angekommen ist. LG
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elisabeth maria
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danke virtu für den hinweis.  lg
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Helferlein
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