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  Lexa37
Do., 26.05.2011, 10:49 
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Hallo ..
ich bin neu hier und habe ein für mich derzeit unlösbares Problem. Nach einer 9 monatigen Beziehung hat sich mein Freund am Wochenende von mir trennen "müssen". Ich vermute, er ist manisch depressiv - vieles innerhalb der letzten Monate deutete darauf hin. Es gab super schöne Phasen mit viel persönlicher Nähe aber auch wieder Momente, ganz urplötzlich, in denen er sich zurückziehen und allein sein musste. Wir haben getrennte Wohnungen, so dass es sein konnte, dass er morgens um 2 seine Sachen packte und ging. Er hat schon öfter davon gesprochen, dass er solche Phasen in Beziehungen hatte und hofft, dass es bei uns anders ist. Aber er hält es manchmal einfach nicht aus, neben mir einzuschlafen oder aufzuwachen. Er fühlt sich dann so eingesperrt, bekommt keine Luft und kann auch nicht schlafen.Er fragte mich letztes Wochenende, ob er die Erwartungen, die ich an eine "normale" Beziehung hätte erfüllen könnte. Ich liebe ihn, so tief ist mein Gefühl, dass ich die Konsequenz, die Beziehung zu beenden, nicht ertrage. Wir haben keinen Kontakt seither und ich hab mich nicht mehr im Griff. gerade abends, wenn ich dann allein bin, falle ich in ein so großes Loch. Essen kann ich auch nichts, weil es mir irgendwie den Hals zuschnürt. ich merke, dass mich das alles auffrisst und ich mich nicht mehr im´Griff hab.
Hat irgendjemand eine ähnliche Situation schon durchlebt? Wie gehe ich damit um, hat es Sinn zu kämpfen oder schade ich mir dabei mehr als alles andere?

Danke für Eure Antworten, Gruss Lexa


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  münchnerkindl
Do., 26.05.2011, 10:53 
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Ist er denn in Behandlung?

Und bist du sicher daß das eine mansich-depressive Erkrankung ist? Weil nur das was du beschreibst könnte auch auf diverse andere psychische Krankheiten passen.


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  Lexa37
Do., 26.05.2011, 10:58 
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Lexa37's Beiträge 3
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Hi münchnerkindl,

er war in Behandlung - derzeit aber nicht. Er hält es nicht für erforderlich. Seine Ex-Freundin, die ich recht gut kenne, sagte mal zu mir, sie würde für mich hoffen, dass ich mit einem manisch-depressiven umgehen könnte. ich hab es damals nicht so ernst genommen ;-(


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  polybipo
Fr., 27.05.2011, 07:49 
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Hallo Lexa,

ich bin selbst bipolar und weiß gar nicht ob ich Dir einen Rat geben kann, der richtig ist. Es ist schwierig eine Beziehung mit einem Menschen der bipolar ist zu führen. Das wichtigste dabei ist daß du deine eigene distanz nicht verlierst. um eine beziehung kämpfen hilft immer, nur kann es sein, daß er nach einiger zeit wieder schluß macht. es gibt den spruch: lass mich aber verlass mich nicht. ich denke wenn du den spruch und ein bischen mut und viel arbeit an dir selbst und viel hilfsbereitschaft gegenüber deinem freund zeigst, habt ihr eine chance. ich selbst habe einen menschen gefunden, der für mich da ist und auch schon viel mitgemacht hat und viel an sich selbst arbeiten mußte um die erkrankung mittragen zu können. gefühle sind nun mal da und ich finde du solltest einen versuch starten um ihn zu kämpfen, wenn du ihn liebst und bereit bist einiges auf dich zu nehmen. beles dich zum thema bipolar und unterstütz ihn bei einer therapie.ich wünsch euch alles gute.

liebe grüße polybipo


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  Lexa37
Fr., 27.05.2011, 08:24 
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Guten Morgen polybipo,

ich danke für Deine offene Antwort und dass Du mir das Gefühl gibst, dass ich mit meinen Gedanken auf dem richtigen Weg bin. Ich hab am Montag einen Termin bei einer Psychologin, die mir vom hpe.at empfohlen wurde. Sie hält es für ganz wichtig, dass ich weiss, worum es geht und dass ich mich damit auseinander setzen kann. Ich wünsche mir so sehr, dass ich ich es schaffe, meine Gefühle abzugrenzen und die Krankheit zu erkennen und auch richtig zu verstehen. Wahrscheinlich habe ich in der Vergangenheit meine Verletztheit stärker bewertet, als dass ich gesehen hab, wie es ihm geht. Und ich denke, dass meine Liebe so groß ist, dass ich die Stärke aufbringe.

Ich denke nur, dass auch er an sich arbeiten muss und befürchte, dass eine Therapie unumgänglich ist.

Vielen Dank auf jeden Fall für Deine Nachricht. Es tut richtig gut, so anonym zu schreiben und trotzdem zu merken, dass es Menschen gibt, die einem helfen wollen.


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  polybipo
Fr., 27.05.2011, 11:14 
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hallo lexa,

ich denke der schritt zu einer therapeutin zu gehen ist richtig.
es gibt übrigens ein tolles selbsthilfebuch für bipolare: Manie und Depression. Selbsthilfe bei bipolaren Störungen von
Monica Ramirez Basco.
ich selbst weigere mich immer noch medikamente zu nehmen, da mir die nebenwirkungen zu stark sind. wobei jeder psychologe auf diesen satz so antwortet: finden sie ihre jetzigen nebenwirkungen nicht schlimmer? ihr leben betreffend.
bipolarität ist eine krankheit die bei jeder person verschieden ist. das macht es zum problem. auch für die betroffenen.
ich denke es ist der richtige weg, wenn du lernst die dinge nicht auf dich persönlich zu beziehen, denn bipolare verletzen am meisten die, die sie lieben. ich wünsch dir viel glück.

lg polybipo


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