Ist Schwiegermutter Alkoholikerin?

Dieser Bereich dient zum Austausch über Entzug, Entwöhnung und Therapie von substanzbezogenen Abhängigkeiten (wie Alkohol, Heroin, Psychedelische Drogen, Kokain, Nikotin, Cannabis, Zucker,..)
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Bellini
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Ist Schwiegermutter Alkoholikerin?

Beitrag Fr., 12.12.2014, 21:16

Hi brauche eure Hilfe.
Kurz erklärt, ich (32) und mein Freund (30) wir wohnen mit seiner Mama (54) in einem Haus ( getrennte Wohnung)
Laut Angaben meines Freundes und seines Bruders hat die schwiemu vor Jahren zugegeben ein Problem mit Alkohol zu haben. ( nachdem der Bruder die Schnapsflaschen angezeichnet hat und sie damit konfrontierte.) sie machte keine Therapie, das Thema wurde dann tot geschwiegen, sie hat sich selbst geheilt.
Ich wohne seit 3 Jahren hier, mir fällt auf dass sie oft um 10 Uhr vormittag nach Alkohol riecht, sie wirkt aber nie betrunken.
Sie läuft den ganzen Tag mit einem roten Wasserglas herum, wo sie so tut als wäre Wasser drin, ich hab aber daran gerochen und es war Weisswein drin.
Wenn Besuch kommt, drängt sie immer Alkohol auf, damit sie mit trinken kann. Dann kommen immer so Kommentare wie, das haben wir uns verdient, das lassen wir uns nicht nehmen, das Leben wäre ja langweilig ganz ohne Laster usw. Sie verlässt fast nie mehr das Haus, fährt mit dem Auto nicht mehr.

Sie macht immer wieder Psychotherapien wegen ihrer "Höhenangst" Die letzte vor ein paar Wochen.
Wo sie sogar Antidepresiva verschrieben bekam. Zu Beginn ist sie immer ganz euphorisch, "jetzt ändert sich alles, jetzt macht sie einen Neustart, ihr Leben wird sich ändern usw." dann bricht sie aber immer die Therapie ab, weil das nur Geld kostet ihr aber nicht hilft. Die Medikamente sie zittrig und dumm im Kopf machen. Sie das jetzt alleine auch in Griff bekommt!

Angesprochen auf das Alkproblem sagt sie sie hat keines, sie trinkt halt gern mal ein Glas.
Mir ist das alles auch egal, das Problem was ich aber habe ist das nun ein Enkelkind da ist.
Meine Tochter, mit nun 4 Monaten und die schwiemu nicht versteht warum sie sie nie allein bekommt und ich bevor ich sie ihr gebe meine Mutter Anrufe die dann von weiter her kommen muss, zum aufpassen.
Und mein Freund jetzt auch sagt man könne ihr den Alkoholismus nicht nachweisen und daher nicht so agieren. Sie sieht die kleine einmal bis zweimal die Woche aber halt nur mit einem von uns.
Im Moment wirkt sie mir echt ein bisserl besser, sicher aber auch weil sie sich zusammenreißt, weil sie ja damit konfrontiert wurde.
Aber ich denke halt dass sich ihre Kinder damit selber in die Tasche lügen, jeder denkt sich's, keiner kann's beweisen und sie streitets total ab.

Unterm Strich bin ich jetzt die böse weil ich so eine Behauptung aufstelle. Ich handle aber nur zum Schutz meines Kindes!!!

Was meint ihr?? Wie würdet ihr handeln? Denkt ihr ich überreagiere?

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hope_81
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Beitrag Fr., 12.12.2014, 22:07

Nein...
Es ist egal was sie hat, oder ob sie gar nichts hat. Du bist die Mami und wenn du meinst, dein Kind ist dort nicht gut aufgehoben, dann ist das so und basta.
Das Beste, was du für einen Menschen tun kannst, ist nicht nur deinen Reichtum mit ihm zu teilen, sondern ihm seinen eigenen zu zeigen.
Benjamin Disraeli

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charlotta
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Beitrag Fr., 12.12.2014, 22:34

Nein, du reagierst nicht über! Ich selber habe seit kurzem auch eine kleine Tochter und man ist doch sehr sensibilisiert dafür, wem man sein Kind anvertraut und wem besser nicht.
Deine Beobachtungen sprechen ganz klar dafür, dass sie ein Alkoholproblem hat, welches sie leugnet.
Du machst alles richtig! Lass dich nicht verunsichern und lass sie nicht alleine von ihr betreuen, würde irgendetwas passieren, dann würdest du dir ewig Vorwürfe machen, weil du genau gespürt hast, dass mit dieser Frau etwas nicht stimmt.


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Bellini
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Beitrag Fr., 12.12.2014, 23:26

Danke euch! Ihr habt natürlich recht!!
Es is halt nicht so einfach, ich stehe da natürlich etwas unter Druck!
Ohne Beweise bin ich halt nur die böse Schwiegertochter die der Oma das Enkelkind vorenthält und den Sohn aufhetzt!
Und bei mir kommen dann auch wieder Zweifel auf, ob ich ihr vielleicht doch Unrecht tue...?

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hope_81
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Beitrag Fr., 12.12.2014, 23:30

Kann ich verstehen, aber der Schutz deines Kindes hat oberste Priorität.
Traue deiner Wahrnehmung und lass sie reden.
Ich weiß, sooo leicht dahin gefaselt...
Das Beste, was du für einen Menschen tun kannst, ist nicht nur deinen Reichtum mit ihm zu teilen, sondern ihm seinen eigenen zu zeigen.
Benjamin Disraeli

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Christine_Walter
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Beitrag So., 14.12.2014, 20:07

du hast recht! meine mutter trinkt auch, und mir war es als kind sehr unheimlich, wenn sie wieder "so komisch" war. deeine tochter wird das auch mit vier monaten schon registrieren, dass da was nicht stimmt.

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Zimtkiffel
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Beitrag Fr., 26.12.2014, 19:13

Kann ich den anderen nur recht geben!

Trau deinem Gefühl und deinem Warnsystem. Es warnt nicht grundlos!

Wird das aber auf Dauer, wenn das Kind älter wird, vermeidbar, dass es an sie gerät, mal blöd ausgedrückt?

Ich finde es ganz ganz toll, dass du das Problem siehst, dir Gedanken machst, nicht einfach wegschaust, weils sonst Ärger und Stress gibt.

An deiner Stelle würde ich gleich von vornherein mit deinem Kind auf so offen sprechen, natürlich kindgerecht. Es merkt ja eh, dass da was komisch ist, Kinder merken das IMMER.

Ich hatte als Kleinkind eigentlich kaum was mit alkoholtrinkenden Menschen zu tun, kann mich aber sehr gut an Einzelsituationen erinnern. Einmal sprach die Schwägerin meiner Oma über ihren damals schon toten Mann und obwohl sie in Erwachsenensprache sprach, verstand ich als Kind sofort, dass es um Alkohol ging.

So kannst du dafür sorgen, dass sich dein Kind selbst abzugrenzen und zu schützen lernt, falls du später mal nicht aufpassen kannst. Ist ja auch allgemein wichtig, frühzeitig mit dem Gefahrenpotenzial von Alkohol vertraut gemacht zu werden... Thema Komasaufen unter Jugendlichen.

btw...
Beweise könntest du ganz schnell besorgen, wenn du wirklich wolltest, aber willst du das? Geht es darum? Nö, du musst gar nichts beweisen. Bist ja keine Alkoholpolizei. Soll sie saufen, wenn sie will. Ihr Leben, ihre Verantwortung.
Aber: Dein Kind, deine Verantwortung.

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