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sunrain
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Post Thu, 17.Jun.04, 13:00      Therapie bei Binge Eating Reply with quoteBack to top

Hallo,
ich wollte nur mal fragen, ob jemand schon Erfolge mit einer Therapie im Bereich von Binge Eating oder halt Fressattacken gemacht hat?
Welche Therapie ist gut und wird in der Therapie über Essen gesprochen oder werden andere Probleme aufgerollt?
Was kann ich mir erwarten, worauf kann ich hoffen?
Freue mich sehr über Antwort.
Danke
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howk
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Post Thu, 17.Jun.04, 17:57      Re: Therapieerfolge bei Binge Eating. Wer hat Erfahrung? Reply with quoteBack to top

hallo

also in der therapie wird grundsätzlich alles besprochen, was auch gut ist. weil die ess störung ja von psychischen störungen her kommt. klar wird auch über essen gesprochen, aber viel mehr über deine eingene probleme mit dir selbst, die der/die therapeut/in dann zu lösen versucht, mit dir zusammen. ist ganz klasse sowas, bin grad von der therapie gekommen. je länger dich der die therapeut/in kennt umso angenehmer aber auch schwieriger wird das ganze. aber glaub mir der mühe ist es wert, am ende findest du dich dann wieder selbst.

lg
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Virginia**
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Post Sun, 20.Jun.04, 21:54      Re: Therapieerfolge bei Binge Eating. Wer hat Erfahrung? Reply with quoteBack to top

Hallo hawk,

ich hab morgen meine erste Sitzung und hab schon Angst. Was ist, wenn mir die Therpeutin nicht helfen kann? Davor hab ich echt Angst. Ich bin so übergescheit und kenn mich selbst am besten (nehm mich grad selber a bissl auf die Schaufel), da hab i Angst, dass mir jemand anders keinen Tipp geben kann.

Gute Voraussetung für eine Therapie, was? Rolling Eyes
Liebe Grüße
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r.l.fellner
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Post Sun, 20.Jun.04, 22:07      Re: Therapieerfolge bei Binge Eating. Wer hat Erfahrung Reply with quoteBack to top

Liebe Virginia,

natürlich kennen Sie sich selbst am besten. Wink

Psychotherapie dient unter anderem dazu, Unstimmigkeiten zwischen Fremdwahrnehmung und Selbstwahrnehmung (vor allem solche, die sich für Sie ungünstig auswirken könnten) herauszufinden, neue Seiten an sich selbst zu entdecken, Blockaden vorsichtlich loslassen zu können etc. - am besten ist es von daher, wenn Sie morgen einfach möglichst offen und aufnahmebereit in die Stunde gehen, mit Ihren 'Wahrnehmungs-Antennen' möglichst weit ausgefahren, damit Sie möglichst viel schon aus dieser ersten Stunde mitnehmen können.

Sie müssen aber keineswegs Ihrer Therapeutin irgend etwas "beweisen" - es handelt sich ja nicht um eine Kampfsituation, sondern auch sie hat das Interesse, Sie bestmöglich zu unterstützen! Von daher ist es am geschicktesten, wenn Sie von vornherein so gut wie möglich "Klartext" reden - letztlich gelangen Sie dadurch leichter an das Ziel, desentwegen Sie ja eigentlich diesen Weg gehen.

In diesem Sinne - alles Gute und eine positive Stunde!
Richard L. Fellner

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Virginia**
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Post Tue, 22.Jun.04, 11:15      Re: Therapieerfolge bei Binge Eating. Wer hat Erfahrung? Reply with quoteBack to top

Hallo,
meine Therapiesitzung war echt gut! Freut mich, dass wir in der ersten Stunde schon so viele Dinge erkennen konnten.
Tut gut, allerdings ändert das nichts daran, dass es mir offenbar gerade echt beschissen geht. Ich mag nicht mal mehr raus gehen, ich funktioniere nicht ....
V.
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howk
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Post Wed, 23.Jun.04, 15:52      Re: Therapieerfolge bei Binge Eating. Wer hat Erfahrung? Reply with quoteBack to top

hallo virginia

find ich cool, das alles gut war!
weißt du es geht nichts von jetzt auf gleich, einmal hat mir meine ärztin gesagt, als ich wirklich tag und nacht geschlafen hab "wahrscheinlich wirst dus brauchen" vielleicht is es auch so bei dir! manchmal braucht frau einfach zeit für sich, das is ja nix schlimmes. aber vergiss die freunde nicht, denn sie sind auch wichtig grinsend
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isobel
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Post Fri, 27.Aug.04, 0:14      Re: Therapieerfolge bei Binge Eating. Wer hat Erfahrung? Reply with quoteBack to top

Hallo..
Ich habe gerade eine 4 wöchige stationäre Theraphie hinter mir, und kann dies wirklich jedem empfehlen, der das binge eating syndrom hat... diese 4 wochen haben so viel in meinem Leben verändert.. zum einen, dass ich weiß, dass ich essgestört bin/war, und nicht nur einfach disziplinlos und leicht unnnormal.. zu anderen, dass eine normale ernährung nicht auf verzichten basiert... und tausend andere sachen, wir gründe für meine störung, funktion usw... hätte ich diesen aufenthalt nicht gemacht, hätte ich die karnkheut wohl nie erkannt und womöglich besiegt. Ich bin sehr hoffnungsvoll und habe zum ersten Mal dass Gefühl, etwas grundliegend verändert zu haben und eine perspektive zu haben. Vor zwei Jahren war ich schonmal auf Kur, allerdings war diese nicht psychosomatisch und es drehte sich alles ums abnehmen.. ABER ICH KANN SICHER SAGEN: es geht nicht ums abnehmen, das gwicht ist sekundär.. es geht darum, ein ,,normales" essverhalten zu erlernen und beizubehalten. der Körper reagiert dementsprechend und man pendelt sich bei seinem z- point ein.. der z- point ist das gewicht, was man ,,hat"n wenn man sich normal ernährt und bei dem man stehenbleibt.. bei jedem ist dieser punkt anders.. Auf der Kur damals habe ich zwar rasant 10 kilo abgenommen, kaum war ich zuhuase fingen meine krankhaften verhaltensweisen aber wieder an.. jetzt war ich in der klinik roseneck in prien am chiemsee. Diese Klinik ist wirklich gut, meiner Meinung nach auch die beste, was ziemlich viele ärtzte bestätigen...
Vielkleicht solltest du dich stationär behandeln lassen!? falls du es tun solltest, informiere dich vorher gut...
Viele liebe grüße
isobel
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lilu
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Post Fri, 27.Aug.04, 8:54      Re: Therapieerfolge bei Binge Eating. Wer hat Erfahrung Reply with quoteBack to top

ich mache auch demnächst ein erstgespräch bei einer beratung für esstörungen.

ich denke mir aber oft, dass ich das gar nicht "verdient" hätte. immerhin bin ich nicht mehr fett. ich bin auch nicht zu dünn sondern eben normal+.

das was ich in mir drinnen mit essen anstelle sieht also keiner. nicht mal mein freund kann das sehen. und wenn meine schwestern oder freundinnen es wissen, dann nur weil ich es erzählt habe, und nicht weil sie es beobachten. und keiner kann es verstehen oder nachvollziehen. "ich solle mir nicht so viele gedanken machen"... "ich wäre doch eh hübsch"...

wer gut und stark aussieht hat also keine probleme. und ich finde ja auch dass ich ein tolles leben habe. nagut... nicht alles ist perfekt, aber das ist es nie... das ist ja das rad das das leben ins laufen bringt, aber es ist nich talles so desolat oder so.

eine zeit dachte ich ich hätte binge eating. und meine vergangenheit betrachtet war ich das sicher auch mal. aber ich glaube, es hat sich etwas anderes daraus entwickelt. vielleicht eine mischform. viel abnehmerfolge, viel fressphasen, aber auch normale phasen. mittlerweile traue ich aber selbst normalen phasen nimmer weil ich weiuß dass sie nicht ewig dauern und das fressen immer wieder kommt - und damit das ebnahmen...

ich kenne die theorien. habe unzählige bücher gelesen und versucht much danach selbst zu heilen. was ja auch ganz gut funktioniert hat... dachte ich... nur das was in den letzten wochen und tagen abgeht nicht zum schönen normalen essen gehört. im moment esse ich z.b. nichts solange ich alleine bin. also zwei tage die woche gar nichts, an drei tagen die woche nur am abend und an zwei tagen (wochenende) "normal"... eine strategie um den schuldgefühlen durch essen zu entgehen. und DAS ist genauso unnormal wie das fressen, denke ich...
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carrie23
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Post Fri, 22.Sep.06, 20:48      Therapie bei Binge Eating? Reply with quoteBack to top

Hallo!
Bin neu im Forum und hab gleich ein großes Problem mit dem ich nicht weiterkomme. ich leide seit langem unter unkontrollierbaren Fressattacken und bin ziemlich überzeugt dass das eine Esstörung ist. Warum ich so denke? naja, folgendes mache ich:
* ich esse wenn ich keinen hunger habe
* mehrmals in der woche, phasenweise sogar täglich
* ich bin quasi wie ferngesteuert, stopfe unmengen lebensmittel in mich hinein (die ich teilweise nicht mal mag), obwohl mir genau bewusst ist dass es falsch ist und wie es mir nacher geht
* dennoch kann ich es nicht steuern
* manchmal gehe ich dafür extra einkaufen, fahre zur tankstelle, bestelle beim pizzadienst oder so
* es ist ein kontrollverlust: ich will es nicht, ich kenne die konsequenzen, aber trotzdem tue ich es und kann es nicht stoppen
* danach fühle ich mich schrecklich, versuche mich zu übergeben (obwohl ich das doch eigentlich nie machen will, ich weiß was ich mir antun würde, wenn ich es tatsächlich schaffen würde) oder mache extrem viel sport oder faste danach (bis zur nächsten attacke)
* ich beschäftige mich den ganzen tag mit essen: schreibe esspläne, wiege mich täglich, plane, halte die pläne nicht ein, werde panisch und versuche es erneut von vorne
* in der öffentlichkeit kann ich nicht essen, es gehen mir ständig gedanken durch den kopf nach dem motto "was die wohl alle von mir denken wenn ich soviel esse". in gesellschaft esse ich extrem langsam und kontrolliert, lasse reste auf dem teller, esse sehr wenig. wogegen ich wenn ich alleine bin richtig schlinge, im stehen teilweise, direkt aus der packung manchmal

diese liste könnte ich noch beliebig verlängern.. naja, durch die ständigen essattacken (die durchaus psychische gründe haben, von denen mir einige klar sind) bin ich übergewichtig. ich will das schon seit langem ändern. nicht nur das übergewicht loswerden (theoretisch wüsste ich ja wie es geht und zwar wie es gesund geht!) sondern vor allem die auslöser für die essanfälle herausfinden und "entschärfen". da mir einige gründe ja bekannt sind, sich an meinem essverhalten dadurch aber nichts ändert, möchte ich dies nun mit hilfe eines therapeuten in den griff bekommen.

nun bin ich aber ziemlich verunsichert. in der öffentlichkeit sind in österreich hauptsächlich magersucht und bulimie anerkannte essstörungen. von binge eating ist selten etwas zu hören. in der presse wird wenn schon, dann über magersucht und bulimie berichtet. aber was, wenn man nicht in dieses schema passt? ich denke, dass ich von allem wohl ein bißchen was übernommen habe, aber für magersucht bin ich weitaus zu übergewichtig, bulimie ist es nicht, da ich nach den essanfällen keine gegenmaßnahmen treffe. laut dsm-kriterien ist es wohl binge-eating. aber irgendwie hab ich so das gefühl dass bed in österreich noch nicht wirklich als ernstzunehmende essstörung anerkannt wird, wenn man sich diverse berichte in der presse ansieht. in einem ratgeber steht ebenfalls kein wort über binge eating. vorhin habe ich dann eine seite über das netzwerk essstörungen gefunden, laut denen ist zb esssucht KEINE essstörung. aber wenn nicht mal dieses netzwerk der meinung ist, dass das eine essstörung ist, wer dann? bin total verunsichert. vor allem hab ich versucht in meinem freundeskreis darüber zu sprechen. überall das gleiche: du bist halt zu dick, dann iss doch weniger. was ist, wenn das in der therapie auch so läuft? ich hab angst dass ich nicht ernstgenommen werde.
hat jemand von euch schon mal eine therapie wegen bed gemacht? in österreich? und kann den therapeuten weiterempfehlen? bilde ich mir das einfach nur ein und in wirklichkeit kann ich eh darauf vertrauen dass ich nicht weggeschickt werde mit der begründung ich wäre ja gar nicht essgestört sondern nur undiszipliniert? bin ich einfach nur pessimistisch, misstrauisch, egoistisch?
bitte könnt ihr mir weiterhelfen? ich will doch etwas ändern, aber alleine schaffe ich es nicht.
danke für eire antworten schon im voraus!
carrie
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Lisa25
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Post Fri, 22.Sep.06, 21:35      Re: Therapie bei Binge Eating? vorsicht: langer beitrag Reply with quoteBack to top

Hey Carrie!
Ich leide auch unter Binge Eating, früher an Magersucht und zusätzlich an Depressionen.
Und erst einmal: Es ist doch eigentlich egal ob dein Problem eine anerkannte Essstörung ist oder nicht - das einzig wichtige ist, dass es für dich persönlich ein Problem ist.
Ich habe Therapie gemacht, nicht nur wegen der Essstörung sondern weil es mir einfach nur noch schlecht ging. Und seitdem ist es mit dem Essen wirklich gut geworden. Ich habe übrigens nie geglaubt dass eine Therapie wirklich diesen Essdruck nehmen kann, aber sie tut es! Daher würde ich dir empfehlen, eine ganz normale Therapie zu machen.
Mmh.. könnte dazu noch viel mehr schreiben, das Thema ist einfach sehr komplex. Also vielleicht fragst du einfach, wenn du noch mehr wissen möchtest? Ich wünsche dir alles gute!
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honeymoon
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Post Sat, 23.Sep.06, 15:59      Re: Therapie bei Binge Eating? Reply with quoteBack to top

hey ihr beiden!

mann, mir geht es genauso wie im ersten beitrag....es war schon besser,jetzt war ich ne woche auf urlaub und da wars so gut, ich bin motiviert hiemgekommen und was passiert heute? Ich esse bis mir schelcht wird, hasse mich und kann nicht aufhören trotz all dem wissen und all der motivation.

und doch ist es so schwer, in eine therapie zu gehen wenn man nicht magersüchtig aussieht, sprich knochen und haut.
ichhabe zwar einen fettanteil von seeeeeeehr wenig ....aber da ich echt viel sport mache und auch krafttraining habe ich einen normalenbmi (18,7) wobei ich halt fast nur aus muskelnbestehe .aber das sieht man halt nicht,also die masse ist da, wenn man nicht weiß, dass es muskeln sind hält man mich halt für ganz normal und dann wohin zu gehen und sagen ich habe eine Es....das ist sehr schwer. ich will ja nicht ausgelacht werden oder als wichtigtuer hingestellt werden.
klar,es geht um mich und dass es mirbesser geht,ich weiß....aber trotzdem....bei einer ES erwarten alle mal ein untergewichtiges wesen,dem man dieprobleme sofort ansieht.

wie wa das bei dir lisa, als du therapie begonnen hast? wie lange warst du? und es hat echt geholfen?wie gehts dir jetzt? sorry,aber wenn ich zu neugierig bin einfach sagen, ja? aber ich klammer mich an jeden strohhalm grinsend mag aber nicht zu aufdringlich sein! grinsend

lg
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Post Sun, 24.Sep.06, 12:05      Re: Therapie bei Binge Eating? Reply with quoteBack to top

Hey Honeymoon!
Ich glaube nicht das Therapeuten einen nur für therapiebedürftig halten, wenn man untergewichtig ist. Das ist wirklich Unsinn! Ich glaube, von dieser Überzeugung sollte man sich erstmal lösen. Wir wissen, dass wir ein Problem haben und das wissen die Therapeuten auch. Ich bin übrigens sogar leicht übergewichtig. Als ich die Therapie angefangen habe, habe ich meiner Therapeutin einfach erzählt wie es um mich steht. Oft geht es in der Thera auch gar nicht um's Essen (dahinter stehen ja auch eigentlich andere Probleme), manchmal aber schon.
Was ich auch sehr wichtig finde: Ich glaube man sollte nicht Therapie machen mit dem Hintergedanken, dass man dadurch hoffentlich abnimmt. Viel wichtiger finde ich, dass man lernt sich so zu akzeptieren wie man ist. Das versuche auch ich gerade zu lernen. Mmh.. wie es mir jetzt geht? Ich würde sagen gut, aber ich werde sicherlich immer diese Seite an mir haben, die auch essgestört ist, auch wenn es jetzt besser läuft, ich glaube das wird immer ein Teil von mir sein.
Therapie ist auch mehr als nur ein Strohhalm, ich würde sagen es ist das einzige was wirklich hiflt wenn man essgestört ist, ich würde es dir wirklich sehr empfehlen!!
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Post Sun, 24.Sep.06, 16:23      Re: Therapie bei Binge Eating? Reply with quoteBack to top

also, ich denke, dass es für dich im prinzip ja egal sein könnte, ob essSUCHT oder essSTÖRUNG, oder?
ich meine, wichtig ists vllt wenn du ne thera machen willst und er dir ne diagnose für die krankenkasse "aufdrücken" muss... aber dann gäbe es nach icd 10 meiner meinung nach noch 3 mögliche klassifikationen, die auch gingen,...

1.: F50.4
Essattacken bei anderen psychischen Störungen


2.: F50.8
Sonstige Essstörungen


3.: F50.9
Essstörung, nicht näher bezeichnet


das 3. fällt vllt weg, wenn es nach DSM ja nen namen hat... aber therapeuten können ja im DSM lesen und nach ICD klassifizieren, hm??

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ich bin verliebt
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lavis
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Post Mon, 25.Sep.06, 19:02      Re: Therapie bei Binge Eating? Reply with quoteBack to top

Hi! Während ich die Berichte gelesen habe, hat es mir direkt unter den Finger gebrannt, auch etwas zu schreiben, da es mir genau so geht dir.

Ich hab auch häufig Essattcken, kommt drauf an wie's mir geht, aber seit den letzten Monat fast täglich.
ich bin seit einem halen Jahr in Therapie, und hab die gleichen Zweifel gehabt wie du(carrie). Muss man für eine Essstörung nicht untergewichtig sein oder zumindest fast täglich erbrechen? Sonst nimmt einen doch keiner ernst, oder?
ich hab mir sogar schon überlegt extra für die Therapie abzunehmen, damit man mir wirklich ansieht, dass ich ein Problem hab. Krank, oder??

Aber ich kann dich absolut beruhigen, wie Lisa gesagt hat, dem Therapeut is es absolut egal, ob du jetzt eine Essstörung hast, oder nicht. Es geht darum, dass es dir nicht gut geht, und dort versuchst eine Lösung zu finden.
Meiner Meinung nach, sind Essatacken eine Essstörung, weil man eine "gestörte" Beziehung zum Essen hat, und das lässt sich ganz gut mit von Bezeichung Essstörung ableiten.

Ich hab zumindest eine lange Karriere an gestörten Essverhalten hinter mir; von Magersucht über Bulimie zu Essanfällen - naja und dazu hab ich noch einige seelische Probleme...

Was ich noch fragen wollte, kennt jemand von euch einen guten Therapeuten in Wien? Ich fang nämlich bald an dort zu studieren. Geht jemand von euch zur Ernährungsberatung? Glaubt ihr, dass das etwas hilft??

Liebe Grüße Lavis
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Post Fri, 29.Sep.06, 8:30      Re: Therapie bei Binge Eating? Reply with quoteBack to top

Mmh.. mir ist noch eingefallen, dass es für Essgestörte mit Binge Eating selten ein Forum gibt, in dem sie sich austauschen können (lese noch in Foren für Essgestörte, aber da gibt es offenbar nur Magersüchtige oder Bulimiker). Würde mich daher sehr freuen wenn wir uns hier über unsere Erfahrungen damit austauschen könnten, vielleicht hat ja auch jemand einen Weg, mit dem es besser wurde. Was ich nur nicht gut finde ist, wenn man sein Gewicht reinschreibt.
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