Mar 14

("Old Love" by PrincessMemi @ Deviantart)

Der FrĂŒhling naht: alles beginnt wieder zu blĂŒhen, und auch viele von uns merken, wie die “LebenssĂ€fte” wieder verstĂ€rkt zu fließen beginnen. Der FrĂŒhling gilt traditionell als Zeit des Verliebens, der Romantik. Doch wie geht es den Ă€lteren Menschen, wie erleben sie diese Zeit? Hat sich bei ihnen das Thema “Liebe” erledigt oder handelt es sich vielleicht mehr um ein gesellschaftliches Tabu, sich ein ernsthaftes “Verlieben” oder gar sexuelle Beziehungen bei Ă€lteren Menschen gar nicht mehr zu erwarten oder abzuwerten?

Der Wiener Psychotherapeut und Paartherapeut Richard L. Fellner fĂŒhrte zu diesem Thema ein GesprĂ€ch mit einem Redakteur der Zeitschrift “GesĂŒnder Leben“.

GL: “Sind Schmetterlinge im Bauch unabhĂ€ngig vom Alter?”

rlf: “Zum Verlieben ist man nie zu alt! Und wĂ€re es nicht auch traurig, wenn ab einem bestimmten Alter niemand mehr die Chance hĂ€tte, bei uns auch nur das geringste KribbelgefĂŒhl in der Brust zu erzeugen..?

GL: “Was ist das Geheimnis wahrer Liebe?”

rlf: “Diese Frage ließe ich lieber “Julia” oder “Romeo” beantworten! 😉

Aus paartherapeutischer Sicht gibt es dafĂŒr kein Universalrezept. Vielmehr wissen wir heute, dass das GefĂŒhl von “Liebe” sowohl historisch als auch kulturell immer schon sehr grossen Wandlungen unterworfen war und bis heute ist. Unser “ideales Liebes-Modell” von heute wird also vermutlich nicht auch das von morgen sein, und in unterschiedlichen Kulturen werden von Partnern mitunter höchst unterschiedlichste QualitĂ€ten erwartet. Was aber die meisten “Liebes-Ideen” vereint, ist a) die Bedeutung der KompatibilitĂ€t (Vereinbarkeit) der jeweiligen BedĂŒrfnisse und Erwartungen der Partner, dass b) diese BedĂŒrfnisse und Erwartungen von beiden kommuniziert werden können und – das ist ebenfalls ganz wesentlich – c) dass diese in ihrer Umwelt lebbar sind.
Selbst in unserer vordergrĂŒndig toleranten Gesellschaft gibt es ja ganz bestimmte Kriterien, an denen die “QualitĂ€t” von Beziehungen gemessen wird, und mitunter kann es dazu kommen, dass Partnerschaften letztendlich vor allem daran zerbrechen, weil sie von Freunden und Bekannten nicht respektiert werden. Und schon wieder könnten “Romeo & Julia” mitdiskutieren 
”

GL: “In wieweit erlebt man eine Beziehung als 20jĂ€hriger anders als als 50/60jĂ€hriger?”

rlf: “JĂŒngere Menschen werfen sich meist mit ihrer gesamten Persönlichkeit in ihre Partnerschaften. Eine Beziehungskrise wird dann rasch auch zu einer regelrechten Lebenskrise. Ältere Menschen dagegen verfĂŒgen bereits ĂŒber mehr Beziehungserfahrung, sind zudem meist in der Lage, auftretende Probleme in einem grĂ¶ĂŸeren und damit auch gelasseneren Kontext zu sehen.
Es kann ihnen dadurch allerdings auch schwerer fallen, zu vertrauen, oder den “Schmetterlingen im Bauch” Flugfreiheit zu geben.

GL: “Stimmt es, dass Verliebt-Sein und Liebe nicht dasselbe ist?”

rlf: “Wissenschaftlich betrachtet handelt es sich dabei schlicht um unterschiedliche hormonelle Stadien. Am Beginn einer Beziehung gibt es hormonelle “peaks”, intensivste GlĂŒcksgefĂŒhle, der Partner wird dann hĂ€ufig idealisiert gesehen. Von “Liebe” wĂŒrde ich dagegen insbesondere dann sprechen, wenn bei einer Beziehung eine gewisse “Selbstlosigkeit” der Partner zu beobachten ist, und “Partnerschaft” nicht nur der Arbeitstitel ist, sondern echten Teamgeist und Kooperation ausdrĂŒckt.
Wenn man sich also auch mal selbst hintanstellt und bereit ist, Kompromisse einzugehen oder sogar eigene BedĂŒrfnisse eine gewisse Zeit lang im Interesse des Partners unterzuordnen, das ist Liebe: ein langfristiges Fundament, bei dem einer fĂŒr den anderen sorgt und fĂŒr ihn da ist. Wo versucht wird, mit Krisen umzugehen und diese aufzulösen, statt gleich das Weite zu suchen, “weil mir das nicht mehr gut tut“.

Das letztere Modell entspricht eher einer konsumorientierten Sicht von Beziehung, in der man sich bedient und genießt – aber weiterzieht, wenn der Genuss auszubleiben droht oder sich gar in ein UnwohlgefĂŒhl verkehrt. Damit, also eigentlich mit dem heute bei uns im Westen dominierenden Beziehungsmodell verglichen, sind etwa die traditionellen (bei uns aber hĂ€ufig abgewerteten) afrikanischen oder asiatischen Beziehungsmodelle, in denen es mehr um Versorgung und StabilitĂ€t geht, aber die Partnerschaften deutlich weniger mit emotionalen BedĂŒrfnissen aller Art aufgeladen sind, deutlich tragfĂ€higer und krisenresistenter. Meine TĂ€tigkeit in Asien und mit bikulturellen Paaren war in dieser Hinsicht sehr lehrreich und denk-erweiternd fĂŒr mich.

GL: “Was sind die hĂ€ufigsten Fehler, die junge, aber auch Ă€ltere Paare machen?”

rlf: “1) Kommunizieren Sie! Wenn Probleme und Unannehmlichkeiten im Beziehungsleben stĂ€ndig nur verdrĂ€ngt werden, ist ein “dickes Ende” meist unausweichlich. Es ist  wichtig, dass Ihr Partner, Ihre Partnerin weiss, woran er/sie mit Ihnen ist, was Sie brauchen, um sich wohlzufĂŒhlen, und was Sie stört.

2) Lassen Sie es auch mal gut sein! Wer glaubt, alles ausdiskutieren zu mĂŒssen, oder irgendwann den Partner endlich so zurechtformen zu können, dass er fĂŒr einen keine Ecken und Kanten mehr hat, fĂŒr den wird die Beziehung nicht nur zu einer Art “Zweitjob”, sondern frĂŒher oder spĂ€ter geht wohl auch die Freude an ihr – oder am Partner – verloren.

3) SchĂŒtzen Sie Ihre Partnerschaft vor anderen! Jeder darf die “ideale Beziehung” fĂŒr sich selbst definieren, doch fordern Sie diesen Respekt durchaus auch fĂŒr Ihre eigene Partnerschaft ein. Diese muss in erster Linie nĂ€mlich nicht den AnsprĂŒchen der anderen genĂŒgen, sondern vor allem Ihren eigenen und jenen Ihres Partners/Ihrer Partnerin.

(Das Interview erschien in der Ausgabe 04/2012 der Zeitschrift)

Nov 06

Fast jeder von Ihnen dĂŒrfte jemanden kennen, der in einer sogenannten “abhĂ€ngigen Beziehung” bzw. “BeziehungsabhĂ€ngigkeit” verstrickt ist – oder diesen leidvollen Zustand sogar aus eigener Erfahrung kennen. Dies sind jene Beziehungsformen, bei denen jeder ringsum die HĂ€nde ĂŒber dem Kopf zusammenschlĂ€gt und sich wundert, warum sich diese beiden Menschen trotz ihrer chronischen Probleme nicht voneinander lösen können.

HĂ€ufig besteht ein starkes und auffĂ€lliges Ungleichgewicht zwischen beiden Partnern, und immer wieder kommt es zu Aggression, Eifersucht oder emotionaler Erpressung – und dennoch kann sich der “abhĂ€ngige” Partner nicht dauerhaft lösen, ja entschuldigt vielleicht sogar das Verhalten des anderen. Auf der Suche nach Antworten fielen mir im Zuge meiner jahrlangen UnterstĂŒtzung von suchtkranken Menschen und Paaren in Krisensituationen bei letzteren Dynamiken auf, die sehr an die Probleme von substanzabhĂ€ngigen (“drogenabhĂ€ngigen”) Menschen und deren PartnerInnen erinnern.

So findet sich in abhĂ€ngigen Beziehungen fast immer ein Partner, der emotional instabil ist und im Grunde professionelle Hilfe benötigen wĂŒrde, um seine psychischen Probleme zu bearbeiten. Da dies aber nicht stattfindet (z.B. weil das Ausmaß des Problems verdrĂ€ngt wird), wird jemand benötigt, der bereit ist, zu “unterstĂŒtzen”, oder anders gesagt: seine Zeit, Energie und hĂ€ufig genug auch sein Geld zu investieren, um die Situation wieder zu beruhigen und die Beziehung am Laufen zu erhalten – immer in der Hoffnung, dass die Zukunft Besserung bringt.

TatsĂ€chlich aber erhĂ€lt die “UnterstĂŒtzung” hĂ€ufig nur einen Teufelskreis aufrecht. FĂŒr die labileren Beziehungspartner ist dies hĂ€ufig ein durchaus vertrauter und auch gesuchter Zustand: viele von ihnen fanden in Ihrem Leben immer wieder “hilfreiche Seelen”, die sie selbstlos unterstĂŒtzten, was wirkliche VerĂ€nderung ĂŒberflĂŒssig machte.

7 Indikatoren fĂŒr BeziehungsabhĂ€ngigkeit:

  • Unehrlichkeit. Beide Partner kommunizieren nicht offen ĂŒber ihre wahren Absichten, BedĂŒrfnisse und Sorgen.
  • Unrealistische Erwartungen. Beide Partner hoffen darauf, dass der andere ihre Probleme löst – das SelbstwertgefĂŒhl, das Körperbild, Familien- oder existenzielle Probleme. Sie glauben, die “richtige Beziehung” wĂŒrde alles besser machen. TatsĂ€chlich jedoch leben sie in einer defizitĂ€ren, abhĂ€ngigen Partnerschaft.
  • Instant-Befriedigung. Einer der beiden erwartet, dass der andere immer fĂŒr ihn da zu sein hat, wann immer er ihn/sie braucht; der Partner ist dazu da, sich besser zu fĂŒhlen – aber eben weniger als “Partner”, sondern mehr als “Droge”.
  • Zwanghafte Kontrolle. Wenn sich der Partner nicht so verhĂ€lt, wie man das will oder zu benötigen glaubt, wird mit “Abhauen” oder Trennung gedroht; im anderen mögen stĂ€ndig Sorgen ĂŒber eine solche Trennung aufkommen, wann immer eine Krise entsteht. Beide Partner können sich “aneinander gekettet” fĂŒhlen – in negativer oder positiver Hinsicht.
  • Mangelndes Vertrauen. Keiner der Partner ist sich 100%ig sicher, “wirklich” vom anderen geliebt zu werden, denn manchmal werden allzu deutlich GefĂŒhle von Hass oder Verzweiflung des anderen wahrnommen.
  • Soziale Isolation. Niemand wird eingeladen – weder Freunde, noch Familienmitglieder oder Bekannte aus der Arbeit. BeziehungsabhĂ€ngige Menschen wollen in Ruhe gelassen werden und können unwirsch reagieren, wenn jemand Fragen zu ihrer Partnerschaft stellt.
  • Teufelskreis aus Schmerz. Paare, die in einer Beziehung mit AbhĂ€ngigkeitscharakteristika leben, durchlaufen regelmĂ€ĂŸig Zyklen von Freude, Schmerz, EnttĂ€uschung, SchuldgefĂŒhlen und (hĂ€ufig emotional oder sexuell aufgeladener) Versöhnung. Diese Zyklen wiederholen sich so lange, bis beide Partner professionelle Hilfe suchen oder einer der Beziehungspartner aus der abhĂ€ngigen Partnerschaft ausbricht.

UnglĂŒcklicherweise gibt es kein “Patentrezept”, wie die betreffenden Beziehungen zu verbessern wĂ€ren, denn in der Regel zeigen auch die in der Beziehung “ausgebeuteten” Partner eine hohe Resistenz allen gutgemeinten RatschlĂ€gen gegenĂŒber – besonders solchen, die eine gesĂŒndere Distanz zur Partnerschaft zur Folge haben wĂŒrden. Vielleicht aber helfen als erste Orientierungsmöglichkeit die folgenden

Tipps zur Überwindung von BeziehungabhĂ€ngigkeit:

  • ErklĂ€ren Sie Ihre “Heilung” zur ersten PrioritĂ€t Ihrer aktuellen Lebensphase.
  • Sehen Sie mutig Ihren eigenen Problemen und MĂ€ngeln ins Auge.
  • Kultivieren Sie all das, an was es Ihnen selbst fehlt: fĂŒllen Sie z.B. jene LĂŒcken aus, die Sie manchmal schlecht oder ungenĂŒgend fĂŒhlen lassen und/oder beseitigen Sie die Probleme, die Sie ursprĂŒnglich anfĂ€llig fĂŒr ihr Suchtverhalten machten.
  • Lernen Sie, damit aufzuhören, andere steuern und kontrollieren zu wollen; konzentrieren Sie sich statt dessen mehr auf Ihre eigenen BedĂŒrfnisse und verbessern Sie Ihr SelbstwertgefĂŒhl, um emotional unabhĂ€ngiger zu werden.
  • Finden Sie heraus, was Ihnen einen Zustand von Ruhe und Gelassenheit erleichtert und reservieren Sie eine bestimmte Tageszeit dafĂŒr, sich dies auf tĂ€glicher Basis zu ermöglichen.
  • Erlernen Sie, die Spiele und Rituale des Suchtverhaltens zu vermeiden und vermeiden Sie, fĂŒr Sie verfĂ€ngliche Rollen anzunehmen (z.B. “Retter”/”Helfer”, “AnklĂ€ger”, “Opfer” (der/die Hilflose).
  • Finden Sie Freunde, die Sie verstehen und Ihre Erfahrungen teilen können (z.B. Selbsthilfe-Gruppe).
  • Überlegen Sie, sich professionelle UnterstĂŒtzung zu gönnen, um den Erholungsprozess zu beschleunigen.

Vielen Blog-LeserInnen dĂŒrfte vertraut sein, wie hĂ€ufig Freunde oder Bekannte, die in solche Beziehungen verstrickt sind, in diesen emotional geschĂ€digt, finanziell ausgebeutet oder sogar körperlich verletzt werden. Was Sie als guter Freund oder gute Freundin aber tun können, ist, es zu vermeiden, auch selbst mit in das “schwarze Loch” gezogen zu werden, indem Sie beide unnachgiebig dazu aufzufordern, sich professionelle Hilfe (z.B. Paarberatung) zu suchen.

(Indikatoren basieren auf einem Artikel von Laurie Pawlik-Kienlen; Tipps zum Überwinden basieren in Teilen auf Robin Norwood’s Buch “Wenn Frauen zu sehr lieben“; Image src:hubpages.com)

Nov 12
Die 7 Stadien von Partnerschaften

Die 7 Stadien von Partnerschaften (img: inner-bonding.com)

von Daphne Rose Kingma

Jede Partnerschaft durchlĂ€uft 7 unterschiedliche emotionale und spirituelle Stadien. WĂ€hrend wir uns durch diese Phasen bewegen, gelangen wir auf höhere Ebenen der Liebe. Auf diese Weise können diese Phasen zu einem Fahrzeug werden, um unser Bewußtsein hin zu einer spirituellen Dimension der Liebe zu fĂŒhren.

1. Die Flitterwochen – “Falling in Love”

Alles fĂŒhlt sich gut an – GlĂŒckseligkeit, der romantische Himmel. Rote Rosen, Mondlicht und Leidenschaft. Man sagt sich: “Ich habe die Person meiner TrĂ€ume gefunden, alles wird wunderbar. Alle meine BedĂŒrfnisse werden erfĂŒllt werden.”

2. Die Verpflichtung – Versprechen und GelĂŒbde

Wir werden einander regelmĂ€ĂŸig sehen, keine Verabredungen oder Sex mit anderen haben, zusammen leben oder heiraten. Wir anerkennen in vollem Bewußtsein, daß eine Beziehung existiert und weiter verfolgt wird.

3. Die Krise – Ein Riss in der Vase

Es zeigen sich Meinungsunterschiede, der Schleier der romantischen Illusion wird gelĂŒftet, wir kommen wieder auf die Erde und erahnen, was die RealitĂ€t ist, wir Ă€rgern uns. Es entwickelt sich Spannung, wĂ€hrend das GefĂŒhl ĂŒber die Wahrheit und Wirklichkeit zunimmt.

4. Die Tortur – Ein Machtkampf

MĂ€ngel, Fehler und grĂ¶ĂŸere -vorher noch unbemerkte- Unterschiede werden entdeckt, Zeit des emotionalen Wachstums und dunkle Seiten werden realisiert, wir versuchen, den emotionalen Schmerz, der in uns aufsteigt, zu beenden. Die Gelegenheit, eigene emotionale SchwĂ€chen zu erkennen, die unrealistischen Erwartungen an die Beziehungen werden aufgegeben.
Es ist die Zeit der Entscheidung: Leugnen/Verneinung oder der Beginn von Wachstum.
Diese Phase kann eine ganze Reihenfolge von Beziehungen umfassen.

5. Das Chaos – Verlust der Kontrolle

Aus der Qual entsteht Chaos. Eine AffĂ€re, wiederholte Konflikte, Langeweile, oder einfach nur schrittweises Auseinanderdriften. Manchmal entsteht aus dem Chaos das endgĂŒltige Ende der Beziehung oder vielleicht ein neuer Anfang. Dies ist die Einladung der Seele an die spirituelle Ebene der Liebe.

6. Der Verzicht – Das Erwachen

Wir sehen jetzt den wahren Zweck der Tortur, wir geben die alten Ansichten auf. Wir lassen unsere zwanghafte Bindung an unsere Vorstellungen ĂŒber die Form und Ziele der Beziehung los.
Wir beginnen, den Wert der Verbindung zu sehen, selbst wenn unsere Erwartungen nicht erfĂŒllt waren. Wir sind wie neugeboren, sehen den wahren Zweck der vorangegangenen Qualen und durchbrechen unsere bisherigen psychologischen Grenzen.

7. Wahre Liebe – Transformation

Wir integrieren das Wachstum, das in uns stattgefunden hat.
Es mĂŒssen jetzt keine emotionalen Bindungen oder BedĂŒrfnisse mehr gestillt werden, es gibt kein Festhalten, sodass wir jetzt die vollstĂ€ndige Annahme unserer selbst erreichen. Auf der spirituellen Ebene erkennen wir den höheren Zweck dieser Verbindung. Dies ist ein Moment großer emotionaler Lösung und spiritueller ErfĂŒllung. Auch an diesem Punkt kann die Beziehung auseinanderbrechen – oder die Partnerschaft auf eine neue Ebene gelangen, auf der das Wachstum, das beide jetzt integriert haben, mit Teil der neuen Beziehung wird.

The Future Of Love

(frei aus dem Englischen ĂŒbersetzt aus dem Buch “The Future of Love” von Daphne Rose Kingma, Doubleday, New York, 1998)

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Kommentar R.L.Fellner:

Ich halte das fĂŒr einen schönen Text – ganz unabhĂ€ngig davon, ob man den Hinweisen auf den spirituellen Aspekt einer Partnerschaft etwas abgewinnen kann oder nicht. Denn prinzipiell unterlaufen Partnerschaften i.d.R. tatsĂ€chlich die beschriebenen Stadien – und ebenso regelmĂ€ĂŸig zeigt sich fĂŒr mich bei der Begleitung von Paaren im Zuge einer Paartherapie hĂ€ufig, dass am Ende einer Krisenphase eine neue Ebene der Beziehung erreicht wird.

ï»ż25.06.19