Feb 16

Bei Frauen, die selektive Serotonin-Wiederaufnahme-Hemmer (SSRI) einnehmen, kann der Milchfluss nach der Geburt verspĂ€tet einsetzen. Dies ist das Resultat einer Studie, die in der Februar-Ausgabe des Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism erscheint. Zuvor hatten Studien an der UniversitĂ€t von Cincinnati gezeigt, dass Serotonin an der Regulation der Laktation in der MilchdrĂŒse beteiligt ist. Es lag deshalb nahe, den Einfluss von SSRI auf die MilchdrĂŒse zu prĂŒfen, und es wurden Versuchsreihen mit genetisch modifizierten MĂ€usen und an 431 postpartalen Frauen durchgefĂŒhrt.

Bei den mit SSRI behandelten Frauen setzte der Milchfluss im Schnitt 85,8 Stunden nach der Geburt ein, bei den unbehandelten MĂŒttern dauerte es dagegen 69,1 Stunden. Im Allgemeinen ist der verzögerte Milcheinschuss mit einer Latenz von ĂŒber 72 Stunden nach der Geburt definiert. Diese Erkenntnisse sind nicht alarmierend, zeigen aber doch, daß SSRI’s auch physiologische Querwirkungen in bisher unerwarteten Bereichen haben.

(Quelle: Medical News Today, 27 Jan 2010; Photo src:CMF Blogs)

ï»ż25.06.19