Sep 25

Zur Abwechslung wieder einmal eine Buchvorstellung – und zwar eine, die den Bereich der Psychotherapie erst auf den zweiten Blick berĂŒhrt:

The Boddhisattva’s Brain: Buddhism Naturalized von Owen Flanagan

“Wissenschaft trifft Buddhismus” – so etwa könnte man dieses Buch zusammenfassen.

Flanagan stellt u.a. diverse wissenschaftliche Untersuchungen rund um den Buddhismus vor und analysiert diese eingehend und kritisch in seinem Buch hinsichtlich ihres realen Wertes fĂŒr ein konstruktives und zufriedenes Leben (und Zusammenleben) der Menschen – insbesondere dann, wenn man mal die hĂ€ufig mit dem Buddhismus verbundenen metaphysisch-religiösen Aspekte wie Nirwana, Wiedergeburt, Götter und Geister usw. von der zugrundeliegenden Philosophie trennt…

Beinahe PflichtlektĂŒre fĂŒr jeden, der sich fĂŒr den Buddhismus interessiert, der aber das BedĂŒrfnis hat, hinter die hĂ€ufig anzutreffende esoterisch-mystische OberflĂ€che zu blicken – und besser zu verstehen, was “wirklich” dahinter steckt.

Derzeit nur in englischer Sprache verfĂŒgbar.

Nov 03

KĂŒrzlich erzĂ€hlte mir eine Klientin, wie sie mich gefunden hatte: ĂŒber das Internet. ZunĂ€chst hatte sie vermutet, daß sich eine ganze Therapeuten-Gruppe hinter dieser Website verbirgt, und dann spĂ€ter nur noch gewundert, warum sich ein einzelner Therapeut so viel offensichtliche Arbeit antut. Sie war skeptisch und hielt das fĂŒr einen “aufgeblasenen Selbstmarketingauftritt”..sagte sie mir direkt ins Angesicht. 😛 Da ich einer der wenigen gewesen sei, die in der Therapeutenliste als fĂŒr ihr Problem zustĂ€ndig angezeigt worden wĂ€ren, entschloß sie sich jedoch letztlich doch, die 90 Euros zu riskieren und vorbeizukommen, und hatte schließlich einen ersten Termin vereinbart. Danach erzĂ€hlte sie mir von ihrer ersten Überraschung, nĂ€mlich, daß ich “netter ausgesehen hĂ€tte als auf dem Photo” 😯 , und daß sie sich schließlich doch recht bald gut aufgehoben gefĂŒhlt hĂ€tte.

Tja, die Frage stellen sich wohl manche: warum “tue ich mir das an”?

Schon in jungen Jahren habe ich mich dafĂŒr begeistert, Menschen zu vernetzen und AufklĂ€rungsarbeit zu betreiben. Von Wissen, das nur ich habe, hat niemand etwas. Von Gedanken, die nur ich mir mache, ebenso wenig – nur Erfahrungen und Informationen, die ich weitergebe, können etwas verĂ€ndern. Dank meiner beruflichen Vorerfahrungen im IT-Bereich hĂ€lt sich der Aufwand fĂŒr den Betrieb einer solchen Website in gut leistbaren Grenzen, ja ich betrachte das hier in gewissem Sinne sogar als nettes Hobby und Abwechslung zu meinem beruflichen Tun. Artikel und Veröffentlichungen zu einschlĂ€gigen Gesundheitsthemen, Krankheitsbildern und Patienteninformationen habe ich im Zuge meiner laufenden beruflichen TĂ€tigkeit ohnehin immer wieder mal zu erstellen – sie dann online und damit auch anderen zur VerfĂŒgung zu stellen, ist eine schöne Möglichkeit, die uns das “Internet-Zeitalter” beschert.

Daß ich schon einige Male das Feedback von Besuchern erhielt, daß meine Informationen in einer derartigen Weise aufklĂ€rend wirken, daß sie ihren persönlichen Zugang zur Psychotherapie auf positive Weise verĂ€ndert haben, ist wohl eines der grĂ¶ĂŸten Komplimente, das ich bisher erhielt, und macht mir enorme Freude. NatĂŒrlich ist es schön, wenn sich potenzielle Klienten auch ĂŒber meine ganz persönliche Arbeit informieren können und vielleicht angeregt werden, bei mir persönlich eine Therapie zu beginnen, Coaching-Stunden zu nehmen oder bezĂŒglich einer eigenen Therapiekrise Impulse zu holen. Letzlich wird damit die Existenz dieser Seiten erst ermöglicht. Wirklich angenehm warm in der Magengegend wird es mir aber erst dann, wenn mich jemand persönlich kennenlernt und von diesen Begegnungen profitiert, oder wenn ich lese, dass an einem ganz anderen Ort in der Welt jemand die entscheidenden Schritte in eine Therapiepraxis gewagt hat, weil ihn/sie die Informationen meiner Website oder der Austausch im Forum dazu ermutigt haben. Die Erfahrung also, tatsĂ€chlich etwas zum Positiven hin verĂ€ndern zu können. Als kleine Gegenleistung an das Schicksal, das es in vielen Bereichen sehr gut mit mir gemeint hat, vielleicht.

ï»ż25.06.19