Sep 23
Psychotherapie mit Bitcoins bezahlen.

(img: Coindesk.com)

Eigentlich besteht die M√∂glichkeit bereits seit Monaten, doch erst jetzt fand ich Zeit, dar√ľber einen Blog-Beitrag zu verfassen. ūüôā Wie schon bei dem von mir vor beinahe 20 Jahren ins Leben gerufenen Selbsthilfe-Forum handelt es sich dabei wieder einmal um eine “Pionier-Aktion” innerhalb meines Berufsfeldes, auch hier bin ich auf Ihre R√ľckmeldungen und Gedanken gespannt.

Im Sinne meiner KlientInnen und h√∂chstm√∂glicher Vertraulichkeit, aber auch als Beitrag zur weiteren Etablierung von Kryptow√§hrungen (=verschl√ľsselter und sicherer elektronischer Zahlungsalternativen) biete ich als erster Psychotherapeut und Coach im deutschsprachigen Raum seit Jahresbeginn die Bezahlung mit Bitcoins (BTC) sowie Monero (XMR) an.

“Wer braucht das?”, k√∂nnte man fragen. Ein Hauptgrund k√∂nnte z.B. die M√∂glichkeit sein, die Online-Beratung der Website 100%-ig anonym zu nutzen. So kann unter Verwendung der hochsicher verschl√ľsselnden W√§hrung Monero (XMR) f√ľr diese Leistung bezahlt und danach eine komplett anonymisierte Beratung etwa √ľber verschl√ľsselte Emails oder Video-Kan√§le (Telegram Messenger & Co.) in Anspruch genommen werden.

Doch auch die Rolle von Bitcoin & Co. als alternatives Zahlungsmittel finde ich faszinierend, und ich möchte dieses im Rahmen meiner Tätigkeit fördern, auch wenn es mir im Grunde keinen Vorteil bringt.

Es ist heutzutage bereits recht einfach, herk√∂mmliches Geld in Crypto-Geld zu wechseln. Sogar die √∂sterr. Post und Trafiken bieten entsprechende Coupons an, die man nach einer Einl√∂sung bei einschl√§gigen Firmen (f√ľr die genannten: online bei Bitpanda) in Bitcoins wechseln kann. Was viele Anbieter noch daran hindert, diese zus√§tzliche Zahlungsm√∂glichkeit anzubieten, ist das vielerorts noch fehlende technische Verst√§ndnis daf√ľr (vergleiche “Internet-Revolution” der 90er-Jahre), die noch relativ kompliziert abzuwickelnden Zahlungsvorg√§nge (obwohl es sogar bereits Kreditkarten gibt, die ausschlie√ülich auf Bitcoin beruhen, aber “regul√§res” Geld auszahlen, z.B. BitPay, TenX,..) sowie die bis dato noch relativ hohen Kursschwankungen. Die Gr√ľnde f√ľr meine Entscheidung des Anbietens waren, dass ich mir das erforderliche technische Wissen angeeignet habe ūüėČ , die Transfers relativ einfach online abgewickelt werden k√∂nnen, sowie die Einsch√§tzung der Crypto-Wertentwicklung insgesamt: diese steigt seit Jahren kontinuierlich an, etwaige Kursverluste werden durch weitere Anstiege i.d.R. sp√§testens nach einigen Wochen wieder ausgeglichen. Und f√ľr meine Klienten ist das Honorar tagesaktuell ja exakt dasselbe wie der t√§gliche Umrechnungskurs vorgibt: es wird auf meiner Website transparent angef√ľhrt. Vor allen Dingen aber m√∂chte ich die Implikationen dieses neuen Zahlungssystems f√∂rdern und unterst√ľtzen: vollkommen frei und unabh√§ngig von Banken, Zahlungsdienstleistern oder staatlichen Regulierungsbeh√∂rden, absolut sicher, transparent, schnell, geringe Geb√ľhren, inflationssicher, dezentral und demokratisch.

Wer also bereits Bitcoins oder Monero einsetzt oder eine √úberweisung auf diesem Wege versuchen m√∂chte, ist herzlich dazu eingeladen, von diesem neuen Zahlungsweg Gebrauch zu machen! ūüôā

Nov 03

K√ľrzlich erz√§hlte mir eine Klientin, wie sie mich gefunden hatte: √ľber das Internet. Zun√§chst hatte sie vermutet, da√ü sich eine ganze Therapeuten-Gruppe hinter dieser Website verbirgt, und dann sp√§ter nur noch gewundert, warum sich ein einzelner Therapeut so viel offensichtliche Arbeit antut. Sie war skeptisch und hielt das f√ľr einen “aufgeblasenen Selbstmarketingauftritt”..sagte sie mir direkt ins Angesicht. ūüėõ Da ich einer der wenigen gewesen sei, die in der Therapeutenliste als f√ľr ihr Problem zust√§ndig angezeigt worden w√§ren, entschlo√ü sie sich jedoch letztlich doch, die 90 Euros zu riskieren und vorbeizukommen, und hatte schlie√ülich einen ersten Termin vereinbart. Danach erz√§hlte sie mir von ihrer ersten √úberraschung, n√§mlich, da√ü ich “netter ausgesehen h√§tte als auf dem Photo” ūüėĮ , und da√ü sie sich schlie√ülich doch recht bald gut aufgehoben gef√ľhlt h√§tte.

Tja, die Frage stellen sich wohl manche: warum “tue ich mir das an”?

Schon in jungen Jahren habe ich mich daf√ľr begeistert, Menschen zu vernetzen und Aufkl√§rungsarbeit zu betreiben. Von Wissen, das nur ich habe, hat niemand etwas. Von Gedanken, die nur ich mir mache, ebenso wenig – nur Erfahrungen und Informationen, die ich weitergebe, k√∂nnen etwas ver√§ndern. Dank meiner beruflichen Vorerfahrungen im IT-Bereich h√§lt sich der Aufwand f√ľr den Betrieb einer solchen Website in gut leistbaren Grenzen, ja ich betrachte das hier in gewissem Sinne sogar als nettes Hobby und Abwechslung zu meinem beruflichen Tun. Artikel und Ver√∂ffentlichungen zu einschl√§gigen Gesundheitsthemen, Krankheitsbildern und Patienteninformationen habe ich im Zuge meiner laufenden beruflichen T√§tigkeit ohnehin immer wieder mal zu erstellen – sie dann online und damit auch anderen zur Verf√ľgung zu stellen, ist eine sch√∂ne M√∂glichkeit, die uns das “Internet-Zeitalter” beschert.

Da√ü ich schon einige Male das Feedback von Besuchern erhielt, da√ü meine Informationen in einer derartigen Weise aufkl√§rend wirken, da√ü sie ihren pers√∂nlichen Zugang zur Psychotherapie auf positive Weise ver√§ndert haben, ist wohl eines der gr√∂√üten Komplimente, das ich bisher erhielt, und macht mir enorme Freude. Nat√ľrlich ist es sch√∂n, wenn sich potenzielle Klienten auch √ľber meine ganz pers√∂nliche Arbeit informieren k√∂nnen und vielleicht angeregt werden, bei mir pers√∂nlich eine Therapie zu beginnen, Coaching-Stunden zu nehmen oder bez√ľglich einer eigenen Therapiekrise Impulse zu holen. Letzlich wird damit die Existenz dieser Seiten erst erm√∂glicht. Wirklich angenehm warm in der Magengegend wird es mir aber erst dann, wenn mich jemand pers√∂nlich kennenlernt und von diesen Begegnungen profitiert, oder wenn ich lese, dass an einem ganz anderen Ort in der Welt jemand die entscheidenden Schritte in eine Therapiepraxis gewagt hat, weil ihn/sie die Informationen meiner Website oder der Austausch im Forum dazu ermutigt haben. Die Erfahrung also, tats√§chlich etwas zum Positiven hin ver√§ndern zu k√∂nnen. Als kleine Gegenleistung an das Schicksal, das es in vielen Bereichen sehr gut mit mir gemeint hat, vielleicht.

ÔĽŅ25.06.19