Apr 11


Dieser TV-Screenshot könnte die AbsurditĂ€t der aktuellen RealitĂ€t nicht besser verdeutlichen: die Börsenkurse steigen aufgrund des von den US- und EU-Zentralbanken neu gedruckten Geldes, und das obwohl die Arbeitslosenzahlen seit dem Monat MĂ€rz 2020 in die Höhe schnellten wie seit den 1930er-Jahren nicht mehr. WĂ€hrend also die Großkonzerne von den “Notmaßnahmen” und “Bailouts” (welche im Unterschied zu 2008 diesmal nicht nur den Banken, sondern so gut wie jedem Wirtschaftssektor zugute kommen) profitieren, werden arbeitslose BĂŒrger und frĂŒhere Steuerzahler mit weitaus geringeren Summen abgespeist: wĂŒrde man beispielsweise die allein innerhalb von 2 Monaten gedruckten knapp 7 Trillionen USD aliquot jedem US-BĂŒrger (egal, ob alt oder Baby) auszahlen, wĂŒrde jeder knapp 17,000 USD erhalten. Zu erwarten ist jedoch, dass nur ein geringer Bruchteil davon tatsĂ€chlich direkt den BĂŒrgern zugute kommt.

Arbeitslosigkeit und Depression

Doch es geht nicht nur um Geld: Arbeitslosigkeit an sich erhöht das Risiko, dass Menschen an Depression erkranken, massiv. Einer Studie zufolge erhöht sich das Risiko fĂŒr Suizidversuche bereits im Vorfeld einer bevorstehenden Arbeitslosigkeit um das bis zu 9-fache. Auch wenn die “Corona-Krise” zu weiten Teilen bewĂ€ltigt ist: viele Menschen werden wohl weiterhin arbeitslos bleiben, nicht zuletzt aufgrund einer immer mehr Berufsbereiche erfassenden Technologisierung und Automatisierung.

Der Reset als Chance

HierfĂŒr mĂŒssen Lösungen gefunden werden – und sie können nicht nur darin bestehen, einem Teil der Bevölkerung “Almosen” zu geben, die einem anderen Teil der Bevölkerung weggnommen werden. Es benötigt neue Konzepte wie Reformen im Steuer- und Sozialsystem, und eine Neubewertung vor allem der sozialen Berufe, welche aufgrund höherer Lebenserwartung, verĂ€nderter Familienstrukturen und vermutlich auch weiterhin verĂ€nderter Arbeitsformen eine noch wichtigere Bedeutung erlangen dĂŒrften als schon bisher. Dienst am Menschen, an der Umwelt und andere “gemeinnĂŒtzige” Arbeitsformen sollten ihrem Wert fĂŒr die soziale Gemeinschaft entsprechend bezahlt werden. Dies ist nur einer von vielen möglichen AnsĂ€tzen – eine umfangreiche Diskussion darĂŒber, wie zukĂŒnftig innerhalb und “außerhalb” klassischer ArbeitsverhĂ€ltnisse nicht nur finanzielle Sicherheit, sondern auch sinngebende BeschĂ€ftigung und Selbstverwirklichung gefunden werden kann, scheint mir nach dem aktuellen “Reset” unseres Wirtschafts- und Soziallebens jedoch dringend nötig – ja vielleicht bietet sich hierfĂŒr nun sogar eine Chance, die unbedingt genutzt werden sollte.

Hinweis: da ich im Zuge der Recherche fĂŒr diesen Blog-Eintrag auf die umfangreiche Studie bezĂŒglich des Zusammenhangs zwischen Arbeitslosigkeit und Suizidraten und Depression stieß, habe ich auch den generellen Info-Artikel “Suizid – Daten und Fakten mit den entsprechenden Verweisen aktualisiert. Bildquelle: A.Pompliano-Blog/Substack

Oct 30

Ich stiess heute im Internet auf folgendes kleines Video, das ich Ihnen nicht vorenthalten möchte. Auch wenn es die Probleme des Lebens ein wenig banalisiert – es regt zum Nachdenken an, und das allein kann ja schon mal nicht schaden… 😉

ï»ż12.08.20