{"id":1005,"date":"2010-04-03T08:39:22","date_gmt":"2010-04-03T07:39:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.psychotherapiepraxis.at\/pt-blog\/?p=1005"},"modified":"2013-12-18T10:50:15","modified_gmt":"2013-12-18T09:50:15","slug":"maenner-selbstsicherheit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.psychotherapiepraxis.at\/pt-blog\/maenner-selbstsicherheit\/","title":{"rendered":"Selbstsicherheit: 60-j\u00e4hrige M\u00e4nner on top"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright\" src=\"https:\/\/blog.ericbakke.com\/wp-content\/uploads\/2008\/10\/finish1641-368x460.jpg\" alt=\"\" width=\"180\" height=\"230\" \/>Interessante Zusammenh\u00e4nge zwischen Selbstwertgef\u00fchl und spezifischen Faktoren der individuellen Lebenssituation ermittelte eine k\u00fcrzlich abgeschlossene Studie der American Psychological Association (APA) an ca. 4000 zwischen 25 und 104 Jahre alten US-AmerikanerInnen, die zwischen 1986 und 2002 wiederholt befragt wurden.<\/p>\n<p>Demnach ist die Selbstsicherheit unter Jugendlichen am niedrigsten (vermutlich, da w\u00e4hrend den j\u00fcngeren Lebensjahren die Pers\u00f6nlichkeit noch instabiler ist als bei Erwachsenen &#8211; man ist sich gewisserma\u00dfen &#8216;seiner selbst noch nicht ganz sicher&#8217;), steigt dann aber im Lebensverlauf an und erreicht ihren H\u00f6hepunkt um die 60 Jahre. Danach f\u00fchren dann vermutlich der Ruhestand und ein schlechter werdender Gesundheitszustand zu einem Abfall der Selbstsicherheit. Frauen waren generell unsicherer als M\u00e4nner, hier wurde erst in einem Altersbereich zwischen 80 und 90 Jahren ein ungef\u00e4hrer Gleichstand erreicht.<!--adsense--><\/p>\n<p>Menschen in einer gl\u00fccklichen Liebesbeziehung, solche mit besserer Ausbildung, h\u00f6herem Einkommen, besserer Gesundheit und solche, die arbeiteten, verf\u00fcgten ebenfalls \u00fcber h\u00f6here Grade von Selbstsicherheit, speziell im Verlauf des \u00c4lter-werdens (mit der Ausnahme des Beziehungsstatus, ab ca. 60 Jahren war ein gl\u00fcckliches Beziehungsleben nicht mehr von signifikanter Relevanz f\u00fcr das Selbstwertgef\u00fchl). Die ethnische Zugeh\u00f6rigkeit schien nicht relevant zu sein, erst in hohem Alter (ab ca. 80 Jahren) war das Selbstwertgef\u00fchl bei Weissen h\u00f6her als bei Schwarzen. Im Zuge der Alterung zeigten sich dagegen der Gesundheitszustand sowie die Verm\u00f6genssituation als wesentlichste Koordinaten eines gut bleibenden Selbstwertgef\u00fchls. Die Wissenschafter erkl\u00e4rten diese Zusammenh\u00e4nge mit der Vermutung, da\u00df beide Faktoren ein gr\u00f6\u00dferes Gef\u00fchl von Unabh\u00e4ngigkeit, aber auch, f\u00fcr ihre Umwelt Sinnvolles tun zu k\u00f6nnen, erm\u00f6glichen.<\/p>\n<p>Da das Selbstwertgef\u00fchl seinerseits ein wichtiger Faktor f\u00fcr einen besseren Gesundheitszustand, geringere Anf\u00e4lligkeit f\u00fcr kriminelles Verhalten, geringere Depressionsanf\u00e4lligkeit und generell mehr Lebenserfolg und -zufriedenheit darstellt, ist ein besseres Verst\u00e4ndnis der unterschiedlichen Ursachen f\u00fcr Selbstwertgef\u00fchl und Selbstsicherheit im Verlauf der Lebensspanne sehr wichtig.<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 80%;\">(Quelle: <a href=\"http:\/\/psycnet.apa.org\/journals\/psp\/98\/4\/645\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">Self-esteem development from young adulthood to old age: A cohort-sequential longitudinal study<\/a>, APA online, 20100310; Photo src:erikbakke.com)<\/span><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Interessante Zusammenh\u00e4nge zwischen Selbstwertgef\u00fchl und spezifischen Faktoren der individuellen Lebenssituation ermittelte eine k\u00fcrzlich abgeschlossene Studie der American Psychological Association (APA) an ca. 4000 zwischen 25 und 104 Jahre alten US-AmerikanerInnen, die zwischen 1986 und 2002 wiederholt befragt wurden. 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