{"id":1028,"date":"2010-04-26T08:47:20","date_gmt":"2010-04-26T07:47:20","guid":{"rendered":"http:\/\/www.psychotherapiepraxis.at\/pt-blog\/?p=1028"},"modified":"2013-12-21T00:02:36","modified_gmt":"2013-12-20T23:02:36","slug":"zuechtigung-schaeden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.psychotherapiepraxis.at\/pt-blog\/zuechtigung-schaeden\/","title":{"rendered":"Die &#8216;gesunde Watsche&#8217; schadet doch"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright\" alt=\"\" src=\"https:\/\/birthwithoutfearblog.com\/wp-content\/uploads\/2011\/12\/Child-spanking-doll.jpg\" width=\"160\" height=\"180\" \/>Sicherlich kennt jeder von uns den Spruch: &#8220;ein paar Klapse auf den Hintern haben noch niemandem geschadet.&#8221;<\/p>\n<p>Eine k\u00fcrzlich in den USA fertiggestellte Studie, die im Fachmagazin &#8220;Pediatrics&#8221; ver\u00f6ffentlicht wurde, in der knapp 2500 amerikanische M\u00fctter befragt wurden, weist jedoch genau das Gegenteil nach. \u00dcber die H\u00e4lfte der M\u00fctter hatten auf die Frage, ob und wie oft sie ihr 3-j\u00e4hriges Kind k\u00f6rperlich bestrafen w\u00fcrden, angegeben, dass sie es im vergangenen Monat &#8220;versohlt&#8221; (&#8220;spanked&#8221;) h\u00e4tten. 27,9% Prozent berichteten, dass sie dies einmal oder zweimal innerhalb des vergangenen Monats getan h\u00e4tten, 26,5% gaben an, dass sie ihr Kind \u00f6fter als zweimal gez\u00fcchtigt h\u00e4tten. <!--adsense--><\/p>\n<p>Nach 2 Jahren wurden die M\u00fctter dann nochmals befragt &#8211; und zwar danach, ob das Verhalten ihrer Kinder anderen gegen\u00fcber als aggressiv (&#8220;bullying&#8221;) sei, ob sie sich \u00f6fter in Raufereien verwickeln lassen usf.<\/p>\n<p>Hierauf gab es ein in seiner Eindeutigkeit dann selbst die Wissenschaftler \u00fcberraschendes Ergebnis: mehrmaliges (Indikator daf\u00fcr war &#8220;mehr als zweimal im vorherigen Monat&#8221;) Anwenden von k\u00f6rperlichen Strafen bei Kindern im Alter von 3 Jahren ist demnach verbunden mit einem deutlich h\u00f6herem Risiko, dass das Kind im Alter von 5 Jahren eine h\u00f6here Bereitschaft zur Aggressivit\u00e4t zeigt. Und &#8220;sogar schwache Formen der k\u00f6rperlichen Bestrafung vergr\u00f6\u00dfern das Risiko, dass das Kind sp\u00e4ter ein aggressives Verhalten an den Tag legt.&#8221;<\/p>\n<p>Bei der Studie wurde lt. den Wissenschaftlern gro\u00dfer Wert darauf gelegt habe, die Beziehung zwischen der k\u00f6rperlichen Bestrafung und sp\u00e4teren Verhaltensweisen der Kinder so &#8220;rein&#8221; wie m\u00f6glich darzustellen. So achtete man etwa darauf, andere wichtige Risikofaktoren, die in die Verbindung zwischen Z\u00fcchtigung und Aggressionsneigung hineinspielen k\u00f6nnen (etwa psychische Misshandlung, Vernachl\u00e4ssigung durch Eltern, <span class='wp_keywordlink'><a href=\"http:\/\/www.psychotherapiepraxis.at\/artikel\/depression\/depression-therapie.phtml\" title=\"Depressionen\" target=\"_blank\">Depressionen<\/a><\/span>, Substanzenmi\u00dfbrauch u.a.) aus diesem Zusammenhang herauszuhalten.<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 80%;\">(Quellen: <a href=\"http:\/\/pediatrics.aappublications.org\/cgi\/content\/abstract\/peds.2009-2678v1\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">Mothers&#8217; Spanking of 3-Year-Old Children and Subsequent Risk of Children&#8217;s Aggressive Behavior<\/a><a>, in: Pediatrics April 12, 2010 (doi:10.1542\/peds.2009-2678); Bildquelle: wikihow.com)<\/a><\/span><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sicherlich kennt jeder von uns den Spruch: &#8220;ein paar Klapse auf den Hintern haben noch niemandem geschadet.&#8221; Eine k\u00fcrzlich in den USA fertiggestellte Studie, die im Fachmagazin &#8220;Pediatrics&#8221; ver\u00f6ffentlicht wurde, in der knapp 2500 amerikanische M\u00fctter befragt wurden, weist jedoch genau das Gegenteil nach. \u00dcber die H\u00e4lfte der M\u00fctter hatten auf die Frage, ob und [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_s2mail":"","footnotes":""},"categories":[16],"tags":[23,276,126,19],"class_list":["post-1028","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-pressespiegel","tag-aggression","tag-antisozialitat","tag-padagogik","tag-verhaltensauffalligkeit"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.psychotherapiepraxis.at\/pt-blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1028","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.psychotherapiepraxis.at\/pt-blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.psychotherapiepraxis.at\/pt-blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.psychotherapiepraxis.at\/pt-blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.psychotherapiepraxis.at\/pt-blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1028"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.psychotherapiepraxis.at\/pt-blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1028\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1030,"href":"https:\/\/www.psychotherapiepraxis.at\/pt-blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1028\/revisions\/1030"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.psychotherapiepraxis.at\/pt-blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1028"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.psychotherapiepraxis.at\/pt-blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1028"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.psychotherapiepraxis.at\/pt-blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1028"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}