{"id":1156,"date":"2010-06-17T18:54:45","date_gmt":"2010-06-17T18:54:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.psychotherapiepraxis.at\/pt-blog\/?p=1156"},"modified":"2013-12-20T23:42:34","modified_gmt":"2013-12-20T22:42:34","slug":"depressionen-therapiedauer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.psychotherapiepraxis.at\/pt-blog\/depressionen-therapiedauer\/","title":{"rendered":"Depressionen: Verhaltenstherapie erfolgreich"},"content":{"rendered":"<div style=\"width: 230px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"https:\/\/img.webmd.com\/dtmcms\/live\/webmd\/consumer_assets\/site_images\/articles\/health_tools\/treatment_resist_depression_slideshow\/getty_rf_photo_of_depressed_woman_in_dark_room.jpg\" width=\"220\" height=\"150\" \/><p class=\"wp-caption-text\">Die Therapie dauert durchschnittlich eineinhalb Jahre (Photo: TRBfoto)<\/p><\/div>\n<p><span class='wp_keywordlink'><a href=\"http:\/\/www.psychotherapiepraxis.at\/artikel\/depression\/depression-therapie.phtml\" title=\"Depressionen\" target=\"_blank\">Depressionen<\/a><\/span> geh\u00f6ren zu den h\u00e4ufigsten psychischen Erkrankungen. Aus Forschungsstudien unter kontrollierten Bedingungen war bisher schon bekannt, dass die psychotherapeutische Behandlung depressiver St\u00f6rungen \u00e4u\u00dferst wirksam ist. In der Fachwelt bestanden jedoch Zweifel, ob sich die Ergebnisse aus den Forschungstherapien auch auf Routinetherapien im normalen Praxisalltag \u00fcbertragen lassen &#8211; in einer Studie haben Wissenschaftler der Johannes Gutenberg-Universit\u00e4t Mainz dies nun jedoch auch f\u00fcr die Routineversorgung mithilfe der Verhaltenstherapie nachgewiesen.<\/p>\n<p>&#8220;Wir k\u00f6nnen zeigen, dass die Verhaltenstherapie hier eindeutig hilfreich ist&#8221;, erkl\u00e4rt die Psychologin Amrei Schindler von der Uni Mainz. &#8220;Die Ergebnisse der sogenannten RCT-Studien werden jedoch nicht ganz erreicht.&#8221; An der Studie beteiligten sich 229 Patienten, die zwischen 2001 und 2008 wegen <span class='wp_keywordlink'><a href=\"http:\/\/www.psychotherapiepraxis.at\/artikel\/depression\/depression-therapie.phtml\" title=\"Depressionen\" target=\"_blank\">Depressionen<\/a><\/span> zur Behandlung an die Hochschulambulanz kamen. Davon haben 174 die Therapie regul\u00e4r abgeschossen, das hei\u00dft sie brachen sie nicht ab. &#8220;Im Durchschnitt absolvierten die Patienten 35 Therapiesitzungen in unserer Ambulanz. Die Therapie dauerte somit durchschnittlich etwa eineinhalb Jahre&#8221;, erkl\u00e4rt Schindler.<!--adsense--><\/p>\n<p>Die depressiven Symptome und die allgemeine psychische Belastung gingen im Verlauf der Behandlung signifikant zur\u00fcck. Gemessen anhand des <a href=\"http:\/\/www.psychotherapiepraxis.at\/surveys\/test_depressionen.phtml\" target=\"_blank\">Beck-Depressions-Inventars (BDI)*<\/a> erreichten 61% aller Teilnehmer eine \u00fcber 50%ige Besserung ihrer Symptomatik. Dabei machte es bemerkenswerterweise offenbar <em>keinen<\/em> Unterschied, ob die Patienten gleichzeitig <span class='wp_keywordlink'><a href=\"http:\/\/www.psychotherapiepraxis.at\/pt-blog\/tag\/psychopharmaka\/\" title=\"Psychopharmaka\" target=\"_blank\">Psychopharmaka<\/a><\/span> erhielten oder nicht.<\/p>\n<p>Ein Vergleich der Depressionswerte zum Zeitpunkt der Anmeldung zur Therapie mit denen zu Therapiebeginn (durchschnittlich lagen dazwischen 5 Monate) ergab, dass sich die depressive Symptomatik in dieser Warteperiode nicht bedeutsam ver\u00e4nderte. &#8220;Wir kommen zu dem Schluss, dass die Verbesserungen tats\u00e4chlich auf die psychotherapeutische Behandlung zur\u00fcckgehen und nicht oder jedenfalls nicht allein auf Psychopharmaka oder Spontanremissionen.&#8221; Schindler macht darauf aufmerksam, dass sich auch bei den Therapieabbrechern markante Verbesserungen eingestellt haben, wenngleich nicht in demselben Ma\u00dfe wie bei den abgeschlossenen Therapien.<\/p>\n<p>Die Ergebnisse der Studie deuten allerdings auch darauf hin, dass die Therapien unter sogenannten naturalistischen Bedingungen wie in der Hochschulambulanz im Vergleich zu den randomisierten kontrollierten Studien, die zu Forschungszwecken angelegt werden, nicht ganz so effektiv sind. In einer weiteren Studie soll nun \u00fcberpr\u00fcft werden, inwieweit dies etwa mit den Unterschieden bei den Patientengruppen zusammenh\u00e4ngt.<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 80%;\">Quelle: A. Schindler &amp; Wolfgang Hiller: &#8220;<a href=\"http:\/\/psycontent.metapress.com\/content\/gv7565j223268027\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">Therapieeffekte und Responseraten bei unipolar depressiven Patienten einer verhaltenstherapeutischen Hochschulambulanz<\/a>&#8221; in: Zeitschrift f\u00fcr Klinische Psychologie und <span class='wp_keywordlink'><a href=\"http:\/\/www.psychotherapiepraxis.at\" title=\"Psychotherapie\" target=\"_blank\">Psychotherapie<\/a><\/span> 39(2), 2010, 107, doi: 10.1026\/1616-3443\/a000019; \u00c4rzte Zeitung Online 05\/2010)<\/span><span style=\"font-size: 80%;\"><br \/>\n*) Test verweist auf den Selbsttest auf <span class='wp_keywordlink'><a href=\"http:\/\/www.psychotherapiepraxis.at\/artikel\/depression\/depression-therapie.phtml\" title=\"Depression\" target=\"_blank\">Depression<\/a><\/span> auf dieser Website<br \/>\n<\/span><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Depressionen geh\u00f6ren zu den h\u00e4ufigsten psychischen Erkrankungen. 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