{"id":1175,"date":"2010-07-07T17:54:14","date_gmt":"2010-07-07T17:54:14","guid":{"rendered":"http:\/\/www.psychotherapiepraxis.at\/pt-blog\/?p=1175"},"modified":"2013-12-21T22:46:21","modified_gmt":"2013-12-21T21:46:21","slug":"krankheiten-google","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.psychotherapiepraxis.at\/pt-blog\/krankheiten-google\/","title":{"rendered":"Krankheiten googlen hat Nebenwirkungen"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright\" alt=\"\" src=\"https:\/\/www.wired.com\/images\/article\/full\/2008\/01\/google_630x.jpg\" width=\"170\" height=\"130\" \/>Sich im Internet \u00fcber eine Krankheit zu informieren ist nicht schlecht. Daraus Schl\u00fcsse zu ziehen und entsprechend zu handeln kann jedoch gef\u00e4hrlich sein.<\/p>\n<p>Bei einer Krankheit suchen viele Patienten zuerst im Internet um Rat und entscheiden auf dieser Basis, welche weiteren Schritte sie unternehmen. Viele der hier verf\u00fcgbaren Informationen sind jedoch falsch oder unvollst\u00e4ndig, sagen US-Forscher in der Fachzeitschrift &#8220;Journal of Bone and Joint Surgery&#8221;. Besonders bei kommerziellen Seiten raten sie zur Vorsicht.<\/p>\n<p><em>Immer mehr googeln Krankheiten<\/em><\/p>\n<p>&#8220;Immer mehr Menschen erscheinen mit Ausdrucken aus dem Internet in den Arztpraxen&#8221;, erkl\u00e4rt Studienautor Madhav A. Karunakar vom Carolinas Medical Center die Motive der Forschung. Wichtig sei zu wissen, dass es gro\u00dfe Unterschiede in der Qualit\u00e4t der online verf\u00fcgbaren Informationen gibt. &#8220;\u00c4rzte sollten gut vorbereitet sein, um diese Informationen mit den Patienten zu diskutieren. Sonst kann es schnell zu falschen Interpretationen kommen.&#8221;<!--adsense--><\/p>\n<p>Die Forscher nahmen die h\u00e4ufigsten Sportverletzungen unter die Lupe und \u00fcberpr\u00fcften, was im Web \u00fcber sie geschrieben steht. Dazu geh\u00f6rten etwa B\u00e4nderrisse, Verletzungen der Rotatorenmanschette oder des Meniskus, Knie- und Schulterl\u00e4sionen, der Tennisellbogen und die aseptische Knochennekrose. Ausgewertet wurden die jeweils zehn ersten Sucheintr\u00e4ge bei Google und Yahoo, wobei man Punkte nach Vollst\u00e4ndigkeit, Richtigkeit und Klarheit der Darstellung vergab. Vermerkt wurde auch, wer die Information ver\u00f6ffentlicht hatte.<\/p>\n<p><em>Unabh\u00e4ngige Seiten bieten beste Information<\/em><\/p>\n<p>Die besten Inhalte gibt es bei den Non-Profit-Seiten, gefolgt von den wissenschaftlichen Quellen &#8211; wozu auch medizinische Journale gez\u00e4hlt wurden. Abgeschlagen davon sind die nicht auf Verkauf orientierten kommerziellen Seiten und ganz am Ende Artikel von Nachrichtenmedien sowie von Einzelpersonen. Kommerzielle Seiten mit finanziellem Interesse an der Diagnose &#8211; etwa aus der Pharmabranche &#8211; waren h\u00e4ufig vertreten, jedoch selten vollst\u00e4ndig.<\/p>\n<p>&#8220;Unter den ersten zehn Suchergebnissen sind im Schnitt zwei gesponserte Seiten zu finden&#8221;, so Karunakar. Bei diesen gehe es den Betreibern vor allem darum, ihre Produkte zu verkaufen, weshalb sie oft tendenzi\u00f6s seien und wenig \u00fcber Risiken oder Nebenwirkungen der beworbenen Behandlung informieren. Die Forscher empfehlen daher, kommerzielle Seiten bis auf wenige seri\u00f6se Ausnahmen lieber zu meiden.<\/p>\n<p><em>Riskante Selbsttherapie<\/em><\/p>\n<p>&#8220;Sich im Internet \u00fcber eine Krankheit zu informieren ist nicht schlecht. Daraus Schl\u00fcsse zu ziehen und entsprechend zu handeln kann jedoch gef\u00e4hrlich sein&#8221;, betont G\u00fcnther Wawrowsky, Sprecher der niedergelassenen \u00c4rzte der \u00f6sterreichischen \u00c4rztekammer. Besonders bei ung\u00fcnstigem Verlauf einer Krankheit oder Unsicherheiten sollte man lieber den Arzt aufsuchen. &#8220;Medizin ist nicht nur ein Messen und W\u00e4gen und man kann nicht alles niederschreiben. Was z\u00e4hlt, ist besonders die Erfahrung&#8221;, so der Experte.<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 80%;\">(Quellen: pte, Der Standard 06.07.2010; Image src:wired.com)<\/span><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sich im Internet \u00fcber eine Krankheit zu informieren ist nicht schlecht. Daraus Schl\u00fcsse zu ziehen und entsprechend zu handeln kann jedoch gef\u00e4hrlich sein. Bei einer Krankheit suchen viele Patienten zuerst im Internet um Rat und entscheiden auf dieser Basis, welche weiteren Schritte sie unternehmen. 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