{"id":1185,"date":"2010-07-28T10:57:46","date_gmt":"2010-07-28T10:57:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.psychotherapiepraxis.at\/pt-blog\/?p=1185"},"modified":"2013-12-21T22:42:51","modified_gmt":"2013-12-21T21:42:51","slug":"einsamkeit-gesundheit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.psychotherapiepraxis.at\/pt-blog\/einsamkeit-gesundheit\/","title":{"rendered":"Einsamkeit \u00e4hnlich sch\u00e4dlich wie Rauchen"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright\" src=\"https:\/\/www.ichwillleben.eu\/uploads\/RTEmagicC_meer_der_einsamkeit.jpg.jpg\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"200\" \/>Einsamkeit ist nach einer neuen Studie etwa so sch\u00e4dlich wie Rauchen oder Fettsucht. \u00c4rzte und andere Gesundheitsexperten sollten daher im Zuge der Krankheitsdiagnostik das soziale Umfeld ebenso ernst nehmen wie Tabakkonsum, Ern\u00e4hrung und Sport, wie Forscher aus einer Analyse von 148 Studien zum Sterberisiko schliessen, welche Daten von \u00fcber 300.000 Menschen vor allem in westlichen L\u00e4ndern erfassten und die k\u00fcrzlich im Magazin &#8220;PLoS Medicine&#8221; ver\u00f6ffentlicht wurde. Dies sei deshalb als generelle Leitlinie zu empfehlen, da der Zusammenhang von sozialem Umfeld und Sterblichkeit altersunabh\u00e4ngig sei.<\/p>\n<p>Der Studie zufolge haben Menschen mit einem guten Freundes- und Bekanntenkreis eine um 50 Prozent h\u00f6here \u00dcberlebenswahrscheinlichkeit als Menschen mit einem geringen sozialen Umfeld. Der Effekt sei in etwa so gro\u00df wie der vom Rauchen, und er \u00fcbertreffe viele andere Risikofaktoren wie \u00dcbergewicht oder Bewegungsmangel. Die Studie hatte die Menschen mit einem Durchschnittsalter von 64 Jahren im Schnitt \u00fcber 7,5 Jahre hinweg beobachtet. Der Effekt blieb bestehen, auch wenn man Alter, Geschlecht und sozialen Status ber\u00fccksichtigte.<!--adsense--><\/p>\n<p>Den gr\u00f6\u00dften Effekt aller gemessenen Faktoren hatte die allgemeine soziale Integration, am wenigsten ausschlaggebend war, ob die Menschen allein oder mit anderen zusammen lebten.<br \/>\nDas soziale Umfeld habe Auswirkungen auf den Umgang mit der eigenen Gesundheit und auf psychologische Prozesse wie Stress und <span class='wp_keywordlink'><a href=\"http:\/\/www.psychotherapiepraxis.at\/artikel\/depression\/depression-therapie.phtml\" title=\"Depressionen\" target=\"_blank\">Depressionen<\/a><\/span>, erl\u00e4utern die Forscher. Einige Studien h\u00e4tten gezeigt, dass Kontakte das Immunsystem st\u00e4rken. Jede Art, das soziale Umfeld zu verbessern, werde sowohl die \u00dcberlebensf\u00e4higkeit als auch die Lebensqualit\u00e4t verbessern, schlie\u00dfen die Autoren. Gesundheitsvorsorge sollte daher auch das soziale Befinden betrachten, Mediziner sollten Sozialkontakte und Kliniken soziale Netzwerke f\u00fcr Patienten f\u00f6rdern.<\/p>\n<p>&#8220;Mediziner, Gesundheitsexperten, Erzieher und die Medien nehmen Faktoren wie Rauchen, Ern\u00e4hrung und Sport sehr ernst: Die hier pr\u00e4sentierten Daten bieten ein stichhaltiges Argument, die sozialen Faktoren zu dieser Liste hinzuzuf\u00fcgen&#8221;, betonen die Autoren.<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 80%;\">(Quelle: Holt-Lunstad J, Smith TB, Layton JB (2010) <a href=\"http:\/\/www.plosmedicine.org\/article\/info%3Adoi%2F10.1371%2Fjournal.pmed.1000316\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">Social Relationships and Mortality Risk: A Meta-analytic Review.<\/a> PLoS Med 7(7): e1000316. doi:10.1371\/journal.pmed.1000316; Image src:ichwillleben.eu) <\/span><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Einsamkeit ist nach einer neuen Studie etwa so sch\u00e4dlich wie Rauchen oder Fettsucht. \u00c4rzte und andere Gesundheitsexperten sollten daher im Zuge der Krankheitsdiagnostik das soziale Umfeld ebenso ernst nehmen wie Tabakkonsum, Ern\u00e4hrung und Sport, wie Forscher aus einer Analyse von 148 Studien zum Sterberisiko schliessen, welche Daten von \u00fcber 300.000 Menschen vor allem in westlichen [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_s2mail":"yes","footnotes":""},"categories":[16],"tags":[136,283,142,441,150,347,281,77],"class_list":["post-1185","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-pressespiegel","tag-adipositas","tag-einsamkeit","tag-ernahrung","tag-mortalitatsrisiko","tag-psychosomatik","tag-rauchen","tag-soziale-netze","tag-sozialphobie"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.psychotherapiepraxis.at\/pt-blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1185","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.psychotherapiepraxis.at\/pt-blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.psychotherapiepraxis.at\/pt-blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.psychotherapiepraxis.at\/pt-blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.psychotherapiepraxis.at\/pt-blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1185"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.psychotherapiepraxis.at\/pt-blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1185\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2104,"href":"https:\/\/www.psychotherapiepraxis.at\/pt-blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/1185\/revisions\/2104"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.psychotherapiepraxis.at\/pt-blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1185"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.psychotherapiepraxis.at\/pt-blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=1185"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.psychotherapiepraxis.at\/pt-blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=1185"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}