{"id":1269,"date":"2010-08-16T17:25:56","date_gmt":"2010-08-16T17:25:56","guid":{"rendered":"http:\/\/www.psychotherapiepraxis.at\/pt-blog\/?p=1269"},"modified":"2018-03-14T11:21:47","modified_gmt":"2018-03-14T10:21:47","slug":"konflikt-unterdruecken-krankheit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.psychotherapiepraxis.at\/pt-blog\/konflikt-unterdruecken-krankheit\/","title":{"rendered":"Unterdr\u00fcckte Konflikte k\u00f6nnen krank machen"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright\" src=\"https:\/\/www.goodtherapy.org\/blog\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/04\/man-feeling-anger-frustration-040114-300x300.jpg\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"100\" \/>Ein kleiner Streit zur rechten Zeit ist gut &#8211; vor allem dann, wenn es um gute Gr\u00fcnde geht. Diese Schlu\u00dffolgerung war es in etwa, die ein Forscherteam des Institute for Social Research an der University of Michigan k\u00fcrzlich beim Treffen der American Psychological Society in San Diego ver\u00f6ffentlichte. Unterdr\u00fcckter oder latent schwelender \u00c4rger ist n\u00e4mlich &#8211; egal ob in der Partnerschaft, im Beruf oder im Familienverband &#8211; schlecht f\u00fcr die Gesundheit.<\/p>\n<p>Studienleiterin K. Birditt hatte sich bereits fr\u00fcher mit dem Konfliktverhalten von Paaren befa\u00dft &#8211; ihre letzte Studie hatte aufgezeigt, da\u00df die meisten Menschen dazu neigen, Konflikte einfach &#8220;laufen zu lassen&#8221;, also nichts zu unternehmen, diese zu kl\u00e4ren oder sich genauer mit ihren Ursachen auseinanderzusetzen: &#8220;Vogel-Strau\u00df-Politik&#8221;. Nur 41% gingen zumindest gelegentlich offensiv vor und unternahmen pers\u00f6nliche Kl\u00e4rungsversuche. In einer Folgestudie untersuchte sie nun die Gesundheitsdaten von mehr als 1.800 Erwachsenen zwischen 33 und 84 Lebensjahren, um herauszufinden, wie sich die unterschiedlichen Strategien, mit Konflikten umzugehen, gesundheitlich auswirkten.<!--adsense--><\/p>\n<p>Unterdr\u00fcckte Konflikte f\u00fchrten den gefundenen Ergebnissen zufolge zum Anstieg des Stresshormons Cortisol (was mit eine Erkl\u00e4rung f\u00fcr die <a href=\"http:\/\/www.psychotherapiepraxis.at\/pt-blog\/pressespiegel\/aerger-herz\/\">Belastung des Herzens<\/a> ist, die sie einer anderen Studie zufolge ebenfalls verursachen k\u00f6nnen). Besonders am Morgen zeigte der Cortison-Spiegel im Blut Spitzenwerte, und diese nahmen dann im Tagesverlauf nur langsamer ab als bei offensiver vorgehenden Personen, welche bemerkenswerterweise sogar am Morgen einen vergleichsweise niedrigen Cortisol-Spiegel zeigten. &#8220;Beziehungen haben einen gro\u00dfen Einfluss darauf, wie wir uns tagt\u00e4glich f\u00fchlen &#8211; vor allem Probleme in unseren Beziehungen&#8221;, so Birditt. &#8220;Wie wir mit unseren Problemen umgehen, schl\u00e4gt sich demnach auf unser Wohlergehen nieder.&#8221;<\/p>\n<p>Vorhergehende Studien zeigten, dass verheiratete Paare, die Streitigkeiten vermeiden, fr\u00fcher sterben als jene, die expressiv sind. Eine andere Studie wiederum ergab, dass der Ausdruck von \u00c4rger zu einem Gef\u00fchl der Selbstkontrolle und zu Optimismus f\u00fchrt. Bei jenen Menschen, die \u00e4ngstlich reagieren, ist das nicht der Fall.<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 80%;\">(Quelle: LiveScience.com 20100813; Image src:goodtherapy.org)<\/span><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ein kleiner Streit zur rechten Zeit ist gut &#8211; vor allem dann, wenn es um gute Gr\u00fcnde geht. Diese Schlu\u00dffolgerung war es in etwa, die ein Forscherteam des Institute for Social Research an der University of Michigan k\u00fcrzlich beim Treffen der American Psychological Society in San Diego ver\u00f6ffentlichte. 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