{"id":1476,"date":"2011-03-13T05:30:56","date_gmt":"2011-03-13T05:30:56","guid":{"rendered":"http:\/\/www.psychotherapiepraxis.at\/pt-blog\/?p=1476"},"modified":"2013-12-21T23:33:42","modified_gmt":"2013-12-21T22:33:42","slug":"kulturschock","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.psychotherapiepraxis.at\/pt-blog\/kulturschock\/","title":{"rendered":"Kulturschock"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright\" alt=\"\" src=\"https:\/\/www.blogcdn.com\/www.gadling.com\/media\/2010\/05\/culture-shock-tips.png\" width=\"220\" height=\"150\" \/>Jeder von uns kennt mindestens einen von ihnen: unzufriedene Expats. Tja, vielleicht muss der eine oder andere Leser nur in den Spiegel blicken.<\/p>\n<p>H\u00e4ufige Beschwerden \u00fcber &#8220;die Thais&#8221; und die kleineren und gr\u00f6\u00dferen \u00c4rgernisse des t\u00e4glichen Lebens in Thailand, Klagen \u00fcber andere Expats oder st\u00e4ndig um Krankheit kreisende Gedanken, ein Gef\u00fchl von Einsamkeit, Langeweile oder latenter \u00c4rger: all diese Symptome sind ganz typisch bei Menschen, die sogenannten <strong>kulturellen Stress<\/strong> erleben.<\/p>\n<p>In den sp\u00e4ten 1960er Jahren beschrieb der amerikanische Anthropologe Kalervo Oberg das, was er als &#8220;<em><strong>Kulturschock<\/strong><\/em>&#8221; bezeichnete: hier folgt auf die sogenannte <em>&#8220;Flitterwochen-Phase&#8221;<\/em> (Idealisierung des Gastlandes und Freude \u00fcber die Auswanderung dorthin) die <em>&#8220;Krisen-Phase&#8221;<\/em> (emotionaler Stress und steigende Frustration, h\u00e4ufig gepaart mit k\u00f6rperlichen Erkrankungen, \u00dcbergewicht, reduziertem Immunsystem und Verdauungsproblemen), sp\u00e4ter abgel\u00f6st von der <em>&#8220;Erholungs-Phase&#8221; <\/em>(Kennenlernen des Gastlandes, Erlernen der Sprache, das Verst\u00e4ndnis kultureller Unterschiede) und schlie\u00dflich der <em> &#8220;Anpassungs-Phase&#8221;<\/em> (Integration kultureller Unterschiede und Anpassung an das Gastland).<!--adsense--><\/p>\n<p>Allerdings haben einige Leute Schwierigkeiten, die Erholungs- und Anpassungs-Phase zu erreichen oder schwanken st\u00e4ndig mit R\u00fcckf\u00e4llen in Phasen starken kulturellen Stresses, selbst nach vielen in der Fremdkultur verbrachten Monaten oder sogar Jahren. Sie leiden unter dem, was Experten als &#8220;Expat-Syndrom&#8221; bezeichnen. Der Grund f\u00fcr derartige Schwierigkeiten ist ein Mangel an Anpassungs- und\/oder Kommunikationsf\u00e4higkeit, ein Mangel an Informationen \u00fcber den ad\u00e4quaten Umgang mit kulturellem Stress, und schlie\u00dflich k\u00f6nnen einige Expats einfach nicht akzeptieren, dass sich bestimmte Aspekte der anderen Kultur vermutlich nie \u00e4ndern werden. Dies aber bedeutet, dass sie st\u00e4ndig unter emotionalem Stress stehen &#8211; eine ernsthafte Belastung f\u00fcr den gesamten K\u00f6rper, die fr\u00fcher oder sp\u00e4ter zur k\u00f6rperlichen Krankheiten f\u00fchren kann. Psychologen beobachten sogar, dass viele Symptome von kulturellem Stress den Symptomen der posttraumatischen Belastungsst\u00f6rung \u00e4hneln.<\/p>\n<p>Nat\u00fcrlich kann eine Beratung helfen, den kulturellen Anpassungsprozess zu f\u00f6rdern, doch es gibt auch Einrichtungen wie die Expat-Clubs, die eine sehr wertvolle Ressource an Erfahrungen darstellen, ebenso wie eine lange Liste an B\u00fcchern, die sich mit kulturellen Unterschieden befassen und es erleichtern, unsere Gef\u00fchle zu verstehen und unsere Situation zu verbessern. G\u00f6nnen Sie sich etwas und n\u00fctzen Sie diese Mittel, wenn Sie es einrichten k\u00f6nnen &#8211; denn schlie\u00dflich kam jeder von uns ja urspr\u00fcnglich hierher, um ein gl\u00fccklicheres Leben zu leben, oder nicht?<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 80%;\">(Dieser Kurzartikel ist Teil einer w\u00f6chentlichen Serie, die sich mit psychischen Problemen von Expats und generellen Themen psychischer Gesundheit befa\u00dft und in verschiedenen Medien Thailands ver\u00f6ffentlicht wird, 2011; Image src:gadling.com)<\/span><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jeder von uns kennt mindestens einen von ihnen: unzufriedene Expats. Tja, vielleicht muss der eine oder andere Leser nur in den Spiegel blicken. 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