{"id":1490,"date":"2011-03-16T15:34:36","date_gmt":"2011-03-16T15:34:36","guid":{"rendered":"http:\/\/www.psychotherapiepraxis.at\/pt-blog\/?p=1490"},"modified":"2013-12-22T00:40:16","modified_gmt":"2013-12-21T23:40:16","slug":"fukushima-trauma-wdh","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.psychotherapiepraxis.at\/pt-blog\/fukushima-trauma-wdh\/","title":{"rendered":"Fukushima: ein Trauma wiederholt sich"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright\" alt=\"\" src=\"https:\/\/www.augsburger-allgemeine.de\/img\/14281836-1300111065000\/topTeaser_crop_Fukushima.jpg\" width=\"231\" height=\"131\" \/>Die Medienberichte \u00fcber das Erdbeben in Japan wurden bereits nach wenigen Tagen von der atomaren Katastrophe, die sich in Fukushima ereignete, \u00fcberlagert. Nahezu jeder, der die Bilder im TV oder Zeitungen sah, wird betroffen gewesen sein &#8230; mich pers\u00f6nlich erinnerten sie an die im japanischen Hiroshima-Museum gezeigten Katastrophen-Bilder: menschenleere Strassen, Ruinen, Rauchwolken. Strassenpolizisten sind in weisse Strahlenschutzanz\u00fcge gekleidet und tragen Atemschutzmasken. Mindestens eine halbe Million Menschen mu\u00df aus der Strahlenzone evakuiert werden.<\/p>\n<p>Was in der Psyche vieler Japaner vorgeht, die nun bereits das zweite Mal innerhalb von knapp 70 Jahren auf ihrer Inselgruppe eine atomare Katastrophe -neben Tschernobyl- unerreichten Ausma\u00dfes erleben, ist kaum vorzustellen. Japan hat die Atomenergie in eine Kraft des Friedens, des wirtschaftlichen Gedeihens verwandelt &#8211; das ist eine der gro\u00dfen Nachkriegsleistungen Japans, real und symbolisch. Doch wieder hat sich das &#8220;Atom&#8221; in eine Gei\u00dfel des Volkes verwandelt, und das, obwohl die japanischen Kernkraftwerke zu den &#8220;sichersten&#8221; der Welt geh\u00f6ren.<!--adsense--><\/p>\n<p>Dieses <span class='wp_keywordlink'><a href=\"http:\/\/www.psychotherapiepraxis.at\/artikel\/icd-10\/gf40.phtml#f431\" title=\"eine von aussen einwirkende Verletzung der seelisch-psychischen Integrit\u00e4t\" target=\"_blank\">Trauma<\/a><\/span> wegzustecken, wird nicht m\u00f6glich sein &#8211; wiederholt sich eine Schockerfahrung, fallen auch bei der stabilsten Psyche die letzten Barrieren. Oberfl\u00e4chlich betrachtet reagieren die meisten Japaner zwar gefasst wie immer &#8211; man kann aber davon ausgehen, dass die Katastrophe massive Konsequenzen haben wird. Selbst eine Abkehr von der Atomenergie ist unter solchen Umst\u00e4nden denkbar, obwohl Japan heute 20% seines Energiebedarfs damit deckt. Doch in Fukushima bekam die Menschheit (ein weiteres Mal) ihre Grenzen vorgef\u00fchrt &#8211; es ist zu hoffen, dass die Karthasis des Traumas ultimativ in massiver Forschung nach alternativen Energiegewinnungstechniken m\u00fcndet. Japan k\u00f6nnte auch daf\u00fcr eine Keimzelle sein, \u00e4hnlich, wie Traumapatienten aus einer erfolgreichen Therapie h\u00e4ufig kr\u00e4ftiger und kreativer hervorgehen als sie das vor dem tragischen Ereignis waren.<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 80%;\">(Dieser Kurzartikel ist Teil einer w\u00f6chentlichen Serie, die sich mit psychischen Problemen von Expats und generellen Themen psychischer Gesundheit befa\u00dft und in verschiedenen Medien Thailands ver\u00f6ffentlicht wird, 2011; Image src:Augsburger Allgemeine)<\/span><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Medienberichte \u00fcber das Erdbeben in Japan wurden bereits nach wenigen Tagen von der atomaren Katastrophe, die sich in Fukushima ereignete, \u00fcberlagert. 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