{"id":1976,"date":"2012-12-05T03:19:18","date_gmt":"2012-12-05T02:19:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.psychotherapiepraxis.at\/pt-blog\/?p=1976"},"modified":"2012-12-05T03:19:18","modified_gmt":"2012-12-05T02:19:18","slug":"entzuendliche-darmerkrankungen-ced","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.psychotherapiepraxis.at\/pt-blog\/entzuendliche-darmerkrankungen-ced\/","title":{"rendered":"Entz\u00fcndliche Darmerkrankungen und psychische Folgen"},"content":{"rendered":"<div style=\"width: 220px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.frag-dich-gesund.de\/teaser\/morbus-crohn.jpg\" alt=\"\" width=\"210\" height=\"140\" \/><p class=\"wp-caption-text\">(Bildquelle: frag-dich-gesund.de)<\/p><\/div>\n<p>Eine neue Studie beschreibt Zusammenh\u00e4nge zwischen Psyche und chronisch entz\u00fcndlichen Darmerkrankungen (CED) wie z.B. Morbus Crohn und Colitis ulcerosa, welche nach heutigem Wissensstand zwar behandel- aber nicht heilbar sind. Die an der Universit\u00e4t Erlangen durchgef\u00fchrte Studie zeigt, welche Auswirkungen diese Erkrankungen auf die Psyche der Betroffenen haben k\u00f6nnen. Unsicherheit im Sozialkontakt, ein erh\u00f6htes soziales Unterst\u00fctzungsbed\u00fcrfnis und Depressivit\u00e4t z\u00e4hlen demnach zu den gravierendsten Faktoren.<\/p>\n<p>Chronisch entz\u00fcndliche Darmerkrankungen betreffen etwa 1% der mitteleurop\u00e4ischen Bev\u00f6lkerung und brechen zumeist im Alter von 15 bis 35 Jahren aus, einer Zeit, in der viele Menschen ihre Berufe planen, dort hohen Anforderungen ausgesetzt sind, und Familien gr\u00fcnden. Man vermutet deshalb Ver\u00e4nderungen der individuellen Umweltbedingungen und Stressbelastung als mitausl\u00f6sende Faktoren. Gene und eine Barrierest\u00f6rung des Darms werden ebenfalls als mitverursachend vermutet. Die Krankheiten verlaufen schubweise, mit Bauchschmerzen, h\u00e4ufigen Durchf\u00e4llen und bei l\u00e4nger anhalten Sch\u00fcben mit Gewichtsverlust und Schw\u00e4che. Neben den k\u00f6rperlichen Beschwerden spielen die psychosozialen Belastungen eine wichtige Rolle f\u00fcr Betroffene: Die Erkrankung kann von \u00c4ngsten begleitet sein, die Beschwerden werden h\u00e4ufig im Arbeits- oder sozialen Umfeld tabuisiert und k\u00f6nnen zu Problemen am Arbeitsplatz f\u00fchren.<!--adsense--><\/p>\n<p>Zwischen 2011 und 2012 wurden insgesamt 270 Personen mit Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa und eine nicht von CED betroffene Kontrollgruppe von 110 Personen zu den ihr Wohlbefinden am st\u00e4rksten beeinflussenden psychischen Faktoren befragt. Als Ergebnis zeigte sich ein klarer Zusammenhang zwischen chronisch entz\u00fcndlichen Darmerkrankungen, dem verst\u00e4rkten Auftreten von Depressivit\u00e4t sowie einem erh\u00f6hten Bedarf an sozialer Unterst\u00fctzung durch die jeweiligen Familien, Selbsthilfegruppen oder manchmal auch psychotherapeutische Massnahmen bieten. Anteilsm\u00e4\u00dfig besonders stark sind an Morbus Crohn erkrankte Patienten von psychischen Folgen betroffen, und diese dar\u00fcber hinaus auch in ihrer Auspr\u00e4gung von der Schwere des Entz\u00fcndungsgrades abh\u00e4ngig.<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 85%;\"> (Quellen: Kompetenznetz Darmerkrankungen, MedAustria)<\/span><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine neue Studie beschreibt Zusammenh\u00e4nge zwischen Psyche und chronisch entz\u00fcndlichen Darmerkrankungen (CED) wie z.B. Morbus Crohn und Colitis ulcerosa, welche nach heutigem Wissensstand zwar behandel- aber nicht heilbar sind. 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