{"id":2024,"date":"2013-09-03T14:18:03","date_gmt":"2013-09-03T13:18:03","guid":{"rendered":"http:\/\/www.psychotherapiepraxis.at\/pt-blog\/?p=2024"},"modified":"2013-09-03T14:20:04","modified_gmt":"2013-09-03T13:20:04","slug":"gruende-scheidung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.psychotherapiepraxis.at\/pt-blog\/gruende-scheidung\/","title":{"rendered":"Gr\u00fcnde f\u00fcr Scheidung &#8211; aus statistischer Sicht"},"content":{"rendered":"<div style=\"width: 210px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" alt=\"\" src=\"https:\/\/i3.mirror.co.uk\/incoming\/article137771.ece\/ALTERNATES\/s615\/image-3-for-coleen-28-june-2011-gallery-7063132-137771.jpg\" width=\"200\" height=\"150\" \/><p class=\"wp-caption-text\">Trennung und Scheidung ver\u00e4ndert nicht nur unser Leben &#8220;danach&#8221;, sondern auch bevor die Absicht \u00fcberhaupt noch klar gefasst ist. <span style=\"font-size: 85%;\">(Bild: Getty)<\/span><\/p><\/div>\n<p>Hier einige von mir im Laufe der Zeit gesammelten Daten und Fakten zum Thema Trennung und Scheidung. Neue Informationen, &#8220;Fundst\u00fccke&#8221; oder Studien werde ich sukzessive in die Liste mit aufnehmen. Gerne k\u00f6nnen auch Sie mir aktuelle Forschungsergebnisse zum Thema zukommen lassen (bitte unbedingt mit Quellenangabe!).<\/p>\n<ul>\n<li><strong>Arbeitsteilung im Haushalt?<\/strong> Vielleicht lieber doch nicht: denn eine norwegische <a title=\"Scheidung Studie\" href=\"http:\/\/www.news.com.au\/news\/higher-risk-of-divorce-when-men-do-housework\/story-fnelnuip-1226483002283\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">Studie<\/a> aus dem August 2012 stellte fest, dass die Scheidungsrate von Paaren, die die haushaltlichen T\u00e4tigkeiten gezielt aufteilen, etwa 50% h\u00f6her ist als bei solchen, bei denen die Frau die h\u00e4uslichen Arbeiten erledigt. Oder, gar nicht unwahrscheinlich: die h\u00f6here Scheidungsrate k\u00f6nnte auch mit &#8220;modernen&#8221; Werten und Einstellungen in Zusammenhang stehen, wie etwa, die Ehe generell nicht mehr als sakrosankt zu betrachten. Eine weitere Erkl\u00e4rung k\u00f6nnte aber auch sein, dass Paare mit klaren &#8220;Zust\u00e4ndigkeitsbereichen&#8221; weniger anf\u00e4lliger f\u00fcr Konflikte und Machtk\u00e4mpfe sind.<\/li>\n<li><strong>&#8220;Die Gene&#8221;<\/strong>: 02\/2012 wurde eine <a href=\"http:\/\/www.dailymail.co.uk\/news\/article-2106464\/Divorce-It-genes-How-DNA-play-big-people-argue.html#ixzz1nc6TBzsj\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">Studie<\/a> schwedischer Wissenschaftler ver\u00f6ffentlicht, der zufolge es bedingt durch ein spezifisches Gen manchen Frauen schwerer fallen k\u00f6nnte als anderen, in einer Paarbeziehung treu zu bleiben. Konkret hatten Tr\u00e4gerinnen einer Variation eines <acronym title=\"Hormon (spielt wichtige Rolle f\u00fcr soziale Interaktionen und Bindungen)\">Oxytocin<\/acronym>-Rezeptor-Gens, das als A-Allel bekannt ist, aufgrund h\u00f6herer Schwierigkeiten, mit anderen Menschen emotionale Verbindungen herzustellen, nur schwer Heiratspartner. Bereits verheirate Tr\u00e4gerinnen dieser Genvariation jedoch mussten sich etwa 50% h\u00e4ufiger mit Ehekrisen oder &#8220;Androhungen der Scheidung&#8221; arrangieren.<\/li>\n<li><strong>Wie klappt&#8217;s mit den Schwiegereltern?<\/strong> 11\/2012 wurde eine <a href=\"http:\/\/online.wsj.com\/article\/SB10001424127887323713104578137222992767676.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">26-Jahres-Langzeitstudie<\/a> der Universit\u00e4t von Michigan ver\u00f6ffentlicht, der zufolge das Scheidungs-Risiko um etwa 20% reduziert ist, wenn der Mann eine gute Beziehung zu den Eltern seiner Frau unterh\u00e4lt. Wenn eine Frau eine enge Beziehung zu den Eltern ihres Mannes unterh\u00e4lt, ist das Scheidungs-Risiko des Paares dagegen um 20 Prozent <em>erh\u00f6ht<\/em>.Warum der Unterschied? Forscher Terry Orbuch glaubt einem Interview zufolge, dass viele Frauen ihre Schwiegereltern als aufdringlich empfinden, w\u00e4hrend M\u00e4nner die Aktionen ihrer Schwiegereltern tendenziell weniger pers\u00f6nlich nehmen.<\/li>\n<li>M\u00e4nner &#8220;ertr\u00e4nken&#8221; h\u00e4ufig ihren Scheidungsschmerz &#8211; eine <a href=\"http:\/\/www.eurekalert.org\/pub_releases\/2012-08\/asa-set_1081312.php\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">Studie<\/a> der University of Cincinnati (07\/2012) stellte fest, dass M\u00e4nner nach Scheidungen h\u00e4ufig beginnen, ihren <strong>Alkohol-Konsum<\/strong> massiv zu steigern. Verheiratete Frauen wiederum trinken der Studie zufolge mehr als ihre verwitweten oder geschiedenen Freunde &#8211; teils, weil sie mit M\u00e4nnern, die h\u00f6heren Alkoholkonsum an den Tag legten, leben.<\/li>\n<li><strong>Zweifel an der Heirat <\/strong> k\u00f6nnen ein Fr\u00fchwarnzeichen sein: in einer <a href=\"http:\/\/psycnet.apa.org\/psycinfo\/2012-23878-001\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">Studie<\/a> der UCLA, welche 09\/2012 im Journal of Family Psychology ver\u00f6ffentlicht wurde, fragten die Forscher 232 erstverheiratete Brautpaare, ob sie nach ihrer Verlobung &#8220;jemals unsicher oder z\u00f6gerlich gewesen w\u00e4ren, zu heiraten&#8221;. Das Forscherteam folgte sodann den Paaren alle sechs Monate die ersten vier Jahre ihrer Ehe hindurch. Es stellte sich heraus, dass &#8220;19 Prozent der Paare, in denen Frauen zuvor Zweifel gehabt hatte, vier Jahre sp\u00e4ter geschieden wurden, aber nur 8 Prozent der Paare, in denen Frauen keine Zweifel gehabt hatte. Auch die Zweifel der M\u00e4nner korrelierten mit einer nahezu doppelt so hohen Scheidungsrate (M\u00e4nner mit Zweifeln: 14% Scheidungsrate, M\u00e4nner ohne Zweifel: 9%).<\/li>\n<li>Fremdgehende M\u00e4nner erleiden beim Sex eher <strong>Herzinfarkte<\/strong>: laut einer <a href=\"http:\/\/onlinelibrary.wiley.com\/doi\/10.1111\/j.1743-6109.2012.02722.x\/abstract\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">Studie<\/a>, welche 05\/2012 von der Universit\u00e4t Florenz ver\u00f6ffentlicht wurde, ereignet sich w\u00e4hrend au\u00dferehelichem Sex h\u00e4ufiger ein &#8220;koitaler Herzinfarkt&#8221; als in der gewohnten Umgebung. &#8220;Au\u00dferehelicher Sex ist riskant und emotional anstrengend, weil die Geliebte oft j\u00fcnger ist als die Hauptpartnerin, h\u00e4ufig folgt der Sex auch \u00fcberm\u00e4\u00dfigem Trinken und\/oder Essen,&#8221; so Dr. Alessandra Fisher in einem Interview. &#8220;Eine geheime sexuelle Begegnung in einer ungewohnten Umgebung kann den Blutdruck und die Herzfrequenz deutlich erh\u00f6hen, was zu einem erh\u00f6hten Sauerstoffbedarf f\u00fchrt.&#8221;<!--adsense--><\/li>\n<li><strong>Zusammenleben vor der Ehe<\/strong> ist nicht l\u00e4nger ein starker Pr\u00e4diktor f\u00fcr Scheidung, wie eine <a href=\"http:\/\/www.huffingtonpost.com\/2012\/03\/22\/movein-before-marriage-no_n_1372687.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">Studie<\/a> des Centers for Disease Control and Prevention im Fr\u00fchjahr 2012 ergab. Die Auswertung einer Befragung von 22.000 M\u00e4nnern und Frauen ergab keine Unterschiede hinsichtlich der Wahrscheinlichkeit, mindestens 15 Jahre verheiratet zu bleiben bei verlobten Paaren, die vor der Hochzeit zusammengelebt hatten und solchen, die dies nicht getan hatten. Bei nicht verlobten, aber zusammenlebenden Paaren allerdings zeigte sich eine geringere Wahrscheinlichkeit, dass die Partnerschaft die 10-Jahres- oder 15-Jahres-Marke \u00fcberlebte.<\/li>\n<li><strong>Scheidung in j\u00fcngeren Jahren gesundheitsgef\u00e4hrdender<\/strong>: einer <a href=\"http:\/\/msutoday.msu.edu\/news\/2012\/divorce-hurts-health-more-at-earlier-ages\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">Studie<\/a> der Michigan State University (01\/2012) zufolge erlitten diejenigen von 1.282 \u00fcber einen Zeitraum von 15 Jahren hindurch beobachteten Personen, die sich von ihrem Partner in einem j\u00fcngeren Alter trennen, mehr gesundheitliche Probleme als jene, die sich erst in mittleren oder sp\u00e4ten Lebensabschnitten scheiden lassen. M\u00f6glicherweise verf\u00fcgen \u00e4ltere Menschen \u00fcber mehr Bew\u00e4ltigungsstrategien, um mit dem Stress der Scheidung umzugehen.<\/li>\n<li><strong>Frauen mit Trennungsabsicht arbeiten mehr<\/strong>: Ende 2012 ver\u00f6ffentlichte die European Economic Review eine <a href=\"http:\/\/www.dailymail.co.uk\/sciencetech\/article-2232318\/Is-wife-working-late-It-sign-marriage-trouble.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">Studie<\/a>, derzufolge bei Frauen, die zus\u00e4tzliche 12 Minuten pro Woche arbeiten, das Risiko einer Trennung oder Scheidung um 1% zunimmt. Ein Grund daf\u00fcr k\u00f6nnte dem Soziologen Berkay \u00d6zcan sein, dass l\u00e4ngere Arbeitszeiten eine Form der &#8220;Versicherung&#8221; f\u00fcr Frauen darstellen, wenn ihre Ehe zugrunde zu gehen droht. Auch bei M\u00e4nnern wurden diese Tendenzen beobachtet, auch wenn die Minutenzahlen im Schnitt geringer ausfielen.<\/li>\n<\/ul>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hier einige von mir im Laufe der Zeit gesammelten Daten und Fakten zum Thema Trennung und Scheidung. Neue Informationen, &#8220;Fundst\u00fccke&#8221; oder Studien werde ich sukzessive in die Liste mit aufnehmen. Gerne k\u00f6nnen auch Sie mir aktuelle Forschungsergebnisse zum Thema zukommen lassen (bitte unbedingt mit Quellenangabe!). Arbeitsteilung im Haushalt? 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