{"id":221,"date":"2008-11-14T19:59:11","date_gmt":"2008-11-14T18:59:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.psychotherapiepraxis.at\/pt-blog\/?p=221"},"modified":"2013-12-10T12:25:41","modified_gmt":"2013-12-10T11:25:41","slug":"rueckfallquote-sexualstraftaeter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.psychotherapiepraxis.at\/pt-blog\/rueckfallquote-sexualstraftaeter\/","title":{"rendered":"Statistik: R\u00fcckfallquote von Sexualstraft\u00e4terInnen"},"content":{"rendered":"<p>Erstmals seit 1988 wurde erhoben, wie oft rechtskr\u00e4ftig verurteilte Straft\u00e4terInnen <em>erneut<\/em> vor Gericht bestraft werden. 62 Prozent der von den heimischen Strafgerichten Abgeurteilten werden kein zweites Mal verurteilt, und selbst unter den Vorbestraften bleiben knapp 50% ohne weitere Verurteilung, somit schaffte jeder zweite den Ausstieg aus der &#8220;Karriere&#8221;. Immerhin ein F\u00fcnftel allerdings wurde \u00f6fter als viermal wieder verurteilt. Bei Suchtmittel- und Verm\u00f6gensdelikten war die R\u00fcckfallquote am Gr\u00f6\u00dften. Von den verurteilten Sexualstraft\u00e4terInnen wurden nur 4% wieder einschl\u00e4gig r\u00fcckf\u00e4llig.<\/p>\n<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright size-medium wp-image-225\" title=\"R\u00fcckfallquote Sexualstraft\u00e4ter\" alt=\"\" src=\"https:\/\/www.pravinagovenderattorneys.co.za\/images\/gavel.jpg\" width=\"138\" height=\"138\" \/>Je geringer die Strafe ausf\u00e4llt, desto geringer die Wahrscheinlichkeit, neuerlich vor Gericht zu landen &#8211; dies l\u00e4sst sich ebenfalls aus der Statistik ablesen. 74 Prozent der zu einer bedingten Geldstrafe Verurteilten wurden \u00fcberhaupt nicht mehr verurteilt, w\u00e4hrend 35 Prozent der zu unbedingten Haftstrafen neuerlich eine &#8220;Unbedingte&#8221; ausfassten. Die Wiederverurteilungsstatistik belegt auch deutlich die Sinnhaftigkeit von bedingten Entlassungen: w\u00e4hrend 67 Prozent der Personen, die zum vorgesehenen Zeitpunkt aus der Strafhaft entlassen wurden, wieder verurteilt wurden, waren es bei vorzeitig auf Bew\u00e4hrung Entlassenen nur 54 Prozent.<!--adsense--><\/p>\n<p>Diese &#8220;Wiederverurteilungsstatistik&#8221; bezieht sich auf s\u00e4mtliche im Jahr 2003 rechtskr\u00e4ftig abgeurteilten Personen sowie jene, die im selben Jahr aus unbedingten Freiheitsstrafen entlassen wurden. Danach beobachteten die Wissenschaftler, wie viele M\u00e4nner und Frauen bis Ende 2007 neuerlich strafrechtlich schuldig gesprochen wurden.<\/p>\n<p><em><span style=\"font-size: 90%;\">(Quellen: APA, Der Standard 14.11.2008)<\/span><\/em><\/p>\n<p>__<\/p>\n<p><em>Kommentar <a href=\"http:\/\/www.psychotherapiepraxis.at\" target=\"_blank\">R.L.Fellner<\/a>:<\/em><\/p>\n<p>Eine hochinteressante Studie &#8211; auch wenn mir der Untersuchungszeitraum viel zu kurz erscheint, um zuverl\u00e4ssige Aussagen betreffend der Wiederholungsraten bzw. -wahrscheinlichkeit zu treffen. Die Tendenz vor allem hinsichtlich der Strafeffizienz (bedingte verglichen mit unbedingten Strafen, Strafh\u00f6he) jedoch ist bemerkenswert, und k\u00f6nnte leidenschaftlichen Verfechtern von m\u00f6glichst hohen Strafen (h\u00e4ufigstes Argument: &#8220;zur Abschreckung&#8221;) durchaus zum Nachdenken geben.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Erstmals seit 1988 wurde erhoben, wie oft rechtskr\u00e4ftig verurteilte Straft\u00e4terInnen erneut vor Gericht bestraft werden. 62 Prozent der von den heimischen Strafgerichten Abgeurteilten werden kein zweites Mal verurteilt, und selbst unter den Vorbestraften bleiben knapp 50% ohne weitere Verurteilung, somit schaffte jeder zweite den Ausstieg aus der &#8220;Karriere&#8221;. 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