{"id":2372,"date":"2017-10-11T19:24:25","date_gmt":"2017-10-11T18:24:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.psychotherapiepraxis.at\/pt-blog\/?p=2372"},"modified":"2020-01-20T08:47:24","modified_gmt":"2020-01-20T07:47:24","slug":"angst-immunsystem-genetik","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.psychotherapiepraxis.at\/pt-blog\/angst-immunsystem-genetik\/","title":{"rendered":"Angst belastet Immunsystem und Gene"},"content":{"rendered":"<div style=\"width: 260px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.neura.edu.au\/wp-content\/uploads\/2016\/05\/genes_shutterstock_96589282-1-1024x435.jpg\" alt=\"angst stress immunsystem genetik epigenetik\" width=\"250\" height=\"170\"\/><p class=\"wp-caption-text\">Angst &#8211; eine Belastung nicht nur f\u00fcr die Psyche, sondern auch f\u00fcr den K\u00f6rper. (Image: Shutterstock)<\/p><\/div>\n<p>Angst entsteht, wenn auf ausl\u00f6sende Reize eine \u00fcberm\u00e4\u00dfige Stressreaktion folgt &#8211; das ist ein wichtiger Schutzmechanismus des K\u00f6rpers &#8230; sofern die Reaktion angemessen ist.<\/p>\n<p>Erfolgt sie jedoch unkontrollierbar und sind Betroffene l\u00e4nger solch extremen Stressreaktionen ausgesetzt, f\u00fchrt dies vermutlich sogar auch zu epigenetischen Ver\u00e4nderungen, die sich ung\u00fcnstig auf den K\u00f6rper auswirken. Forscher des Helmholtz Zentrums M\u00fcnchen und des Max-Planck-Instituts f\u00fcr Psychiatrie gingen den Zusammenh\u00e4ngen auf den Grund, indem sie Daten aus breiten Bev\u00f6lkerungsgruppen mit denen von Patienten verglichen. So konnten sie ihre Ergebnisse im klinischen Umfeld replizieren. Zus\u00e4tzlich \u00fcberpr\u00fcften sie ihre Erkenntnisse im Tiermodell.<\/p>\n<p>In einem Teil der Studie (KORA F4 an 1.522 Erwachsenen im Alter von 32 bis 72 Jahren) entnahmen die Forscher zuf\u00e4llig ausgew\u00e4hlten Personen mit und ohne Angstst\u00f6rung Blutproben, um mehr \u00fcber die sogenannte <acronym title=\"Deoxyribonucleic acid (holding genetic information)\">DNA<\/acronym>-Methylierung (Teil der Epigenetik, ein wichtiger Vermittler zwischen Genen und Umwelt) zu erfahren. Bei an Angstst\u00f6rungen leidenden Personen wurde hierbei eine Zunahme der <acronym title=\"Deoxyribonucleic acid (holding genetic information)\">DNA<\/acronym>-Methylierung des Gens ASB1 um fast 50 Prozent festgestellt, welches f\u00fcr das Nervensystem wie auch das Immunsystem eine wichtige Rolle spielt.<!--adsense--><\/p>\n<p>In zwei weiteren Teilen der Studie wurden epigenetische Effekte zur Regulierung des stressempfindlichen ASB1-Gens im klinisch-psychiatrischen Bereich nachgewiesen. Diese Ergebnisse fanden danach sogar auch in Tierversuchen mit M\u00e4usen Best\u00e4tigung.<\/p>\n<p>Die betreffenden Ergebnisse k\u00f6nnen f\u00fcr die Diagnose, Therapie und Pr\u00e4vention von Angstst\u00f6rungen und Stress-Syndromen eine wichtige Rolle spielen &#8211; insbesondere werfen sie aber einen Blick auf die erheblichen Auswirkungen dieser St\u00f6rungsbilder, die u.U. sogar erblich weitergereicht werden k\u00f6nnten. Die Resultate wurden vor Kurzem in der renommierten Zeitschrift \u201eNeuropsychopharmacology\u201c ver\u00f6ffentlicht.<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 85%;\">(Quelle: MedAustria; Anxiety Associated Increased CpG Methylation in the Promoter of Asb1: A Translational Approach Evidenced by Epidemiological and Clinical Studies and a Murine Model; Neuropsychopharmacology advance online publication June 2017; <a href=\"http:\/\/www.nature.com\/npp\/journal\/vaop\/ncurrent\/full\/npp2017102a.html?foxtrotcallback=true\" target=\"_blank\" rel=\"noopener noreferrer nofollow\">doi: 10.1038\/npp.2017.102<\/a>)<\/span><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Angst entsteht, wenn auf ausl\u00f6sende Reize eine \u00fcberm\u00e4\u00dfige Stressreaktion folgt &#8211; das ist ein wichtiger Schutzmechanismus des K\u00f6rpers &#8230; sofern die Reaktion angemessen ist. 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