{"id":402,"date":"2009-01-21T02:52:01","date_gmt":"2009-01-21T01:52:01","guid":{"rendered":"http:\/\/www.psychotherapiepraxis.at\/pt-blog\/?p=402"},"modified":"2009-10-05T18:49:54","modified_gmt":"2009-10-05T17:49:54","slug":"positiv-denken-obama","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.psychotherapiepraxis.at\/pt-blog\/positiv-denken-obama\/","title":{"rendered":"Die &#8220;positive vibes&#8221; des Barack Obama"},"content":{"rendered":"<p>20.01.2009: Barack Obama&#8217;s Amtseinf\u00fchrung. Ich erhalte die Anfrage einer Redakteurin, welche durch Obama&#8217;s Wahlspruch &#8220;<em>Yes We Can!<\/em>&#8221; zu einer Story \u00fcber Selbstbewu\u00dftsein und positives Denken inspiriert wurde. K\u00f6nnte ich dazu ein paar Gedanken beitragen?<\/p>\n<p>Nicht, da\u00df mir gerade heute langweilig gewesen w\u00e4re &#8211; aber ich hatte mir\u00a0 schon \u00f6fters zu Obama&#8217;s Wirkung auf die Menschen Gedanken gemacht (auch <a href=\"http:\/\/www.psychotherapiepraxis.at\/pt-blog\/zeitgeschehen\/us-wahlen\/\" target=\"_blank\">hier<\/a> im Blog) und war gerne bereit, diese bei Gelegenheit in die Tasten zu klopfen:<\/p>\n<p>Barack Obama&#8217;s Wahlslogan &#8220;<em>Yes We Can<\/em>!&#8221; war zweifellos ein genialer Wurf seines Teams. Jedes Wortelement des Slogans ist &#8220;stark&#8221; im Sinne einer Ermutigung und Hervorhebung des Wertes jedes Einzelnen, der\/die sich der Wahlbewegung anschlie\u00dft.<\/p>\n<p><strong><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright\" src=\"https:\/\/images.derstandard.at\/2009\/01\/20\/1231217979250.jpg\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"150\" \/>&#8220;Yes!&#8221;<\/strong> &#8211; ein erleichterndes, positives &#8220;JA&#8221; statt dem jahrelangen, negativen &#8220;Nein&#8221;, in dem vor allem die Gefahren, die auf die Menschen lauern, und die Feindlichkeit einzelner Facetten des Lebens beschworen wurden. Diese waren dann durch den\u00a0 jeweiligen &#8220;War against XY&#8221; zu bek\u00e4mpfen. Selbstsichere Menschen sagen &#8220;Ja&#8221; zum Leben und versuchen, Probleme zu l\u00f6sen, statt die Schuld f\u00fcr die Umst\u00e4nde ausschlie\u00dflich bei anderen zu suchen.<\/p>\n<p><strong>&#8220;We!&#8221;<\/strong> &#8211; auch wenn dies viele Menschen auf der Suche nach mehr Selbstbewu\u00dftsein mi\u00dfverstehen: Selbstbewu\u00dftsein ist nicht mit Egomanie zu verwechseln, und schon gar kein Selbstzweck. Wir sind durch Jahrhunderttausende als soziale Wesen &#8216;programmiert&#8217;, Einzelg\u00e4nger sind meist nicht dauerhaft gl\u00fccklich und haben eine Tendenz, in eher skurille Weltbilder abzudriften. Obama&#8217;s Team beschwor das Gemeinsame &#8211; gemeinsam erreicht man mehr als allein, gro\u00dfe und schwierige Projekte sind \u00fcberhaupt nur so zu bew\u00e4ltigen. Sch\u00f6n fand ich, wie liebevoll und offen diese Familie augenscheinlich miteinander umgeht, und sich Obama selbst in den hei\u00dfesten Wahlkampfphasen immer wieder Zeit f\u00fcr das &#8220;We!&#8221; rund um die eigene Familie nahm.<\/p>\n<p><strong>&#8220;Can!&#8221;<\/strong> &#8211; ein ganz wesentlicher Bestandteil eines positiven Lebensgef\u00fchls ist die Erfahrung, etwas Sinnvolles bewirken oder etwas an einem Mi\u00dfstand ver\u00e4ndern zu k\u00f6nnen. Selbst kleinste Aufgaben erm\u00f6glichen es uns, am Gl\u00fccksgef\u00fchl \u00fcber das Gelungene teilzuhaben. Es war r\u00fchrend, in TV-Dokumentationen sogar an Obama-Plakaten mitbastelnde Kleinkinder, Alte, geistig Behinderte usw. zu sehen &#8211; aber in ihrer aller Augen leuchtete dieses &#8220;Can!&#8221;-Gef\u00fchl. Und &#8211; sie haben es tats\u00e4chlich geschafft!<!--adsense--><\/p>\n<p>Ich bin zu sehr Realist, um zu glauben, da\u00df positives Denken diesen Erfolg <em>bewirkt<\/em> hat &#8211; <em>erm\u00f6glicht<\/em> hat er ihn aber definitiv. Dieses Potenzial &#8220;positiven Denkens&#8221; aber sollte uns auch &#8211; bei aller kritischen Selbstreflexion &#8211; im ganz normalen Alltag ermutigen, die Herausforderungen des Lebens letztlich dennoch auf m\u00f6glichst positive Weise anzunehmen.<\/p>\n<p>Ich meine, da\u00df es eine der gro\u00dfen Leistungen von Barack Obama und seinem Team war, den Amerikanern, aber auch vielen B\u00fcrgern in aller Welt wieder ein Gef\u00fchl von Selbstwert zu geben &#8211; das Gef\u00fchl, da\u00df die eigene Rolle gerade auch in einer immer st\u00e4rker regulierten und entfremdenden Welt eine wichtige ist und es &#8211; nicht nur bei der Wahl! &#8211; auf jede einzelne erhobene Stimme ankommt. Denn man kann noch so selbstbewu\u00dft sein, noch so positiv denken: das gr\u00f6\u00dfte Gl\u00fccksgef\u00fchl stellt sich ein, wenn auch andere etwas von der eigenen positiven Energie haben&#8230;<\/p>\n<p>Inwieweit die beworbene Botschaft auch tats\u00e4chlich der Politik Obamas entsprechen wird, wird die Zukunft zeigen.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>20.01.2009: Barack Obama&#8217;s Amtseinf\u00fchrung. Ich erhalte die Anfrage einer Redakteurin, welche durch Obama&#8217;s Wahlspruch &#8220;Yes We Can!&#8221; zu einer Story \u00fcber Selbstbewu\u00dftsein und positives Denken inspiriert wurde. K\u00f6nnte ich dazu ein paar Gedanken beitragen? 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