{"id":441,"date":"2009-02-18T13:35:41","date_gmt":"2009-02-18T12:35:41","guid":{"rendered":"http:\/\/www.psychotherapiepraxis.at\/pt-blog\/?p=441"},"modified":"2013-12-10T13:56:56","modified_gmt":"2013-12-10T12:56:56","slug":"weibliche-gewalt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.psychotherapiepraxis.at\/pt-blog\/weibliche-gewalt\/","title":{"rendered":"Weibliche Gewalt &#8211; ein Tabuthema"},"content":{"rendered":"<p>Interessante Zahlen ver\u00f6ffentlichte k\u00fcrzlich das englische Innenministerium: einer Gewaltstatistik zufolge leiden junge M\u00e4nner ebenso sehr wie Frauen unter &#8220;Mi\u00dfhandlungen&#8221; ihren jeweiligen Partner &#8211; zumindest, wenn man emotionale Gewalt wie z.B. Mobbing oder st\u00e4ndiges Tyrannisieren auch als Mi\u00dfhandlung (engl. &#8220;abuse&#8221;) wertet.<!--adsense--><\/p>\n<p>Vermutlich, weil M\u00e4nner am Beginn einer Partnerschaft noch unsicherer sind, findet sich in der j\u00fcngeren Altersgruppe von 20-24 Jahren sogar einen \u00dcberhang an weiblicher Gewalt (6,4% gegen\u00fcber 5,4% m\u00e4nnl.), in h\u00f6heren Altersstufen gleichen sich beide Werte aneinander an, f\u00fcr 2007\/2008 gaben 2,2% der Frauen jeden Alters an, von ihrem Partner leichte oder schwere k\u00f6rperliche Gewalt erlitten haben, bei den M\u00e4nnern waren es mit 2,0% nicht viel weniger. Frauen werden der Studie zufolge allerdings allgemein eher misshandelt und auch eher und wiederholt Opfer starker k\u00f6rperlicher Gewalt. Ein Bericht \u00fcber Gewalt gegen M\u00e4nner des Deutschen Bundesministeriums f\u00fcr Familie, Senioren, Frauen und Jugend aus dem Jahre 2004 sowie eine vom kriminologischen Forschungsinstitut in Niedersachsen erstellte Studie kamen zu \u00e4hnlichen Ergebnissen f\u00fcr Deutschland; in beiden wurde angemerkt, da\u00df die Datenlage kaum gesicherte Erkenntnisse hergibt mit dem Verweis, da\u00df &#8220;h\u00e4usliche Gewalt&#8221;, die von Partnerinnen ver\u00fcbt wird, oft noch ein Tabu ist.<\/p>\n<div style=\"width: 235px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" title=\"V\u00e4ter sind potenzielle T\u00e4ter\" alt=\"\" src=\"\/img\/blog\/verliebt-verlobt-verpruegelt_2008.jpg\" width=\"225\" height=\"300\" \/><p class=\"wp-caption-text\">Umstrittenes, vom \u00f6sterr. Frauenministerium 2008 finanziertes Plakat, das V\u00e4ter als potenzielle Gewaltt\u00e4ter stilisiert<\/p><\/div>\n<p>Allgemein scheint es einen zunehmenden Bewu\u00dftwerdungsprozess bez\u00fcglich des Themas weiblicher Gewalt (u.a. auch h\u00e4uslicher Gewalt) zu geben. Von m\u00e4nnerspezifischen Hilfsorganisationen wird z.B. schon seit l\u00e4ngerer Zeit bem\u00e4ngelt, da\u00df es zwar z.B. in England und Wales insgesamt beinahe 500 Frauenh\u00e4user gibt, in die sich Frauen bei h\u00e4uslichen Problemen fl\u00fcchten und Beratung einholen k\u00f6nnen, jedoch nur 7 einschl\u00e4gige Einrichtungen f\u00fcr M\u00e4nner. Auch seien Organisationen und Forschungen, die sich mit frauenspezifischen Anliegen befassen, mit erheblichen finanziellen und medialen Mitteln ausgestattet, w\u00e4hrend m\u00e4nnerspezifische h\u00e4ufig von Jahr zu Jahr um das finanzielle \u00dcberleben k\u00e4mpfen. Die Scham vieler M\u00e4nner, bei h\u00e4uslicher Gewalt Hilfe zu holen, unterstreicht dabei das \u00f6ffentliche Bild (aber auch die Statistiken vieler allgemeiner Beratungsstellen), da\u00df in der Regel M\u00e4nner die T\u00e4ter, und Frauen die Opfer psychischer und k\u00f6rperlicher Gewalt sind.<\/p>\n<p>Weiterf\u00fchrende Links und Artikel:<\/p>\n<p>&#8211; <a href=\"http:\/\/www.mankind.org.uk\/domesticabuse.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">aktuelle Statistiken \u00fcber h\u00e4usliche Gewalt in England<\/a> von Mankind.org.uk<\/p>\n<p>&#8211; <a href=\"http:\/\/www.mann-als-opfer.com\/downloads\/gewaltgegenmaennerindeutschland.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">BmF-Studie 2004<\/a> (PDF)<\/p>\n<p>&#8211; <a href=\"http:\/\/www.csulb.edu\/~mfiebert\/assault.htm\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">Assaults By Women On Their Male Partners or Spouses<\/a> &#8211; Bibliografie von ca. 250 Studien und anderen wissenschaftlichen Texten zum Thema<\/p>\n<p>&#8211; <a href=\"http:\/\/www.homeoffice.gov.uk\/rds\/bcs1.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">British Crime Survey<\/a> England und der betr. Artikel auf <a href=\"http:\/\/news.bbc.co.uk\/newsbeat\/hi\/health\/newsid_7878000\/7878698.stm\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">BBC Online<\/a> (2008) mit einigen themenverwandt verlinkten Magazinbeitr\u00e4gen<\/p>\n<p>&#8211; <a href=\"http:\/\/www.novo-magazin.de\/45\/novo4522.htm\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">H\u00e4usliche Gewalt ist weiblich<\/a> &#8211; Artikel im Novo-Magazin 03\/2000, der k\u00f6rperliche Gewalt in Beziehungen sogar als mehrheitlich von Frauen ausgehend sieht<\/p>\n<p>&#8211; <a href=\"http:\/\/www.mann-als-opfer.com\/\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">Mann als Opfer<\/a> &#8211; &#8216;pressure group&#8217;-Website mit verlinkten Artikeln und Informationen<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Interessante Zahlen ver\u00f6ffentlichte k\u00fcrzlich das englische Innenministerium: einer Gewaltstatistik zufolge leiden junge M\u00e4nner ebenso sehr wie Frauen unter &#8220;Mi\u00dfhandlungen&#8221; ihren jeweiligen Partner &#8211; zumindest, wenn man emotionale Gewalt wie z.B. 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