{"id":613,"date":"2009-10-03T08:48:40","date_gmt":"2009-10-03T07:48:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.psychotherapiepraxis.at\/pt-blog\/?p=613"},"modified":"2009-10-05T08:38:37","modified_gmt":"2009-10-05T07:38:37","slug":"subliminale-botschaften","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.psychotherapiepraxis.at\/pt-blog\/subliminale-botschaften\/","title":{"rendered":"Subliminale Botschaften wirken doch"},"content":{"rendered":"<div style=\"width: 202px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.life-akademie.com\/assets\/images\/CD_1_-_Angste.jpg\" alt=\"Bild: Subliminal-CD\" width=\"192\" height=\"192\" \/><p class=\"wp-caption-text\">Bild: &quot;Subliminal-CD&quot;<\/p><\/div>\n<p>Subliminale Botschaften wirken im Gegensatz zu bisherigen Forschungsergebnissen doch &#8211; allerdings in erster Linie dann, wenn sie negativ sind. Das ist das Ergebnis einer Studie am University College London.<br \/>\nIn den 50er Jahren hatte der Werbefachmann James Vicary behauptet, Kinobesucher erfolgreich mit Werbebotschaften zum Konsum von Cola und Popcorn animiert zu haben, die nur f\u00fcr Zehntelsekunden eingeblendet worden waren. Daraufhin entstand eine regelrechte Hysterie um die unterbewusste Propaganda \u2013 bis Vicary zugab, die angebliche Studie nur zur Steigerung des eigenen Bekanntheitsgrades erfunden zu haben. Eindeutige Best\u00e4tigungen mit wissenschaftlichen Methoden blieben denn auch aus.<!--adsense--><\/p>\n<p>In den Versuchen am College f\u00fchrten die Forscher 27 Testpersonen eine Reihe von positiv, negativ und neutral besetzten W\u00f6rtern f\u00fcr kurze Zeit (22 beziehungsweise 33 Millisekunden) vor \u2013 zeitlich dabei von einer Maske abgedeckt. Die Aufgabe der Probanden bestand darin, die Art des Wortes zu bestimmen: war ein negatives, ein positives oder ein neutrales Wort gezeigt worden? Zus\u00e4tzlich konnten sie eintippen, wie sicher sie ihrer Antwort waren. Die Versuchsteilnehmer konnten, das zeigte der Versuch, negativ besetzte W\u00f6rter deutlich besser zuordnen als positiv besetzte \u2013 allerdings in der 33-ms-Versuchsreihe signifikanter als in der 22-ms-Reihe. Bei positiven Begriffen lag die Trefferrate hingegen nicht h\u00f6her als die Zufallsrate. Interessant dabei: Die Versuchspersonen waren sich ihrer Antworten \u00fcberhaupt nicht sicher, weder im positiven noch im negativen Fall. Sie gaben also ihre Antworten wohl basierend auf unterbewusst erhaltenen Informationen.<\/p>\n<p>&#8216;Dass das Gehirn zu dieser Art unterbewusster Informationsverarbeitung in der Lage ist, erkl\u00e4ren die Forscher evolution\u00e4r. Es ist offenbar f\u00fcr das \u00dcberleben wichtiger, schlechte Nachrichten (&#8220;Tigerschatten von rechts&#8221;) m\u00f6glichst sofort zu dekodieren, als sich mit positiven Neuigkeiten (&#8220;essbare Frucht&#8221;) zu befassen. In der Werbung d\u00fcrften diese Mechanismen schwieriger zu nutzen sein. Zumindest br\u00e4chte es wenig, die Vorz\u00fcge des eigenen Produkts unterbewusst vermitteln zu wollen \u2013 wenn, dann m\u00fcsste man negative Eigenschaften des Konkurrenzprodukts herausstellen. Aber wer garantiert, dass die so erzeugte negative Emotion nicht an der bewussten Werbebotschaft h\u00e4ngen bleibt?&#8217; (tp)<\/p>\n<p><span style=\"font-size:80%;\">(Quellen: <a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/31\/31222\/1.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">tp<\/a>, <a href=\"http:\/\/news.bbc.co.uk\/2\/hi\/health\/8274773.stm\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">BBC News<\/a>)<\/span><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Subliminale Botschaften wirken im Gegensatz zu bisherigen Forschungsergebnissen doch &#8211; allerdings in erster Linie dann, wenn sie negativ sind. Das ist das Ergebnis einer Studie am University College London. 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