{"id":728,"date":"2009-10-13T07:09:40","date_gmt":"2009-10-13T06:09:40","guid":{"rendered":"http:\/\/www.psychotherapiepraxis.at\/pt-blog\/?p=728"},"modified":"2013-12-10T14:32:44","modified_gmt":"2013-12-10T13:32:44","slug":"waffen-sicherheit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.psychotherapiepraxis.at\/pt-blog\/waffen-sicherheit\/","title":{"rendered":"Waffentr\u00e4ger leben gef\u00e4hrlicher"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright\" alt=\"\" src=\"https:\/\/blog.nz-online.de\/peltner\/files\/2009\/01\/ba_oakland_homicide_4.jpg\" width=\"190\" height=\"150\" \/>Mit einer Waffe in der Hand steigt das Risiko, selbst erschossen zu werden. Epidemologen der University of Pennsylvania untersuchten die Opfer von 677 Schie\u00dfereien, zu denen es in den Jahren 2003 &#8211; 2006 in der Stadt Philadelphia gekommen war und werteten aus, wie viele Opfer zum Tatzeitpunkt selbst eine Waffe mitf\u00fchrten. Das Ergebnis wurde mit den durchschnittlichen Bewohnern der Stadt gleichen Alters, Geschlechts und Herkunft verglichen und sozio-\u00f6konomische Merkmale ber\u00fccksichtigt.<br \/>\nDas im &#8220;American Journal of Public Health&#8221; ver\u00f6ffentlichte Ergebnis: <em>Mit Waffe werden Menschen 4,5 mal h\u00e4ufiger angeschossen und 4,2 mal h\u00e4ufiger erschossen als ohne.<\/em> Dieses Risiko stieg zus\u00e4tzlich, wenn die Opfer noch Chance der Verteidigung hatten.<!--adsense--><\/p>\n<p>Eine Waffe sch\u00fctzt demnach ihren Tr\u00e4ger meistens nicht davor, selbst erschossen zu werden. &#8220;Erfolgreiche Verteidigung durch Schusswaffen bei Zivilpersonen gibt es kaum&#8221;, so der Leiter der Untersuchung, welche die Binsenweisheit best\u00e4tigt, da\u00df wenn man Menschen mit gro\u00dfer Gewalt (schwerer Verletzung oder Tod) droht, diese auch selbst eher zu Gewalt neigen, um ihr Leben zu sch\u00fctzen. &#8220;Wer Schusswaffen mit sich f\u00fchrt, die dem eigenen Schutz dienen sollen, sollte sich dies lieber noch einmal \u00fcberlegen.&#8221;<\/p>\n<p>Da\u00df die Untersuchung dazu f\u00fchrt, da\u00df etwa die amerikanische Waffenlobby &#8211; vehemente Verfechter der Grundsatzhypothese, wonach der freie Zugang zu Schusswaffen die (auch ganz pers\u00f6nliche) Sicherheit erh\u00f6he &#8211; von ihren einschl\u00e4gigen politischen Agitationen abl\u00e4\u00dft, darf bezweifelt werden.<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 80%;\">Quelle: American Journal of Public Health: <a href=\"http:\/\/www.ajph.org\/cgi\/content\/abstract\/AJPH.2008.143099v1\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">Investigating the Link Between Gun Possession and Gun Assault<\/a>. Photo:Chronicle<\/span><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit einer Waffe in der Hand steigt das Risiko, selbst erschossen zu werden. Epidemologen der University of Pennsylvania untersuchten die Opfer von 677 Schie\u00dfereien, zu denen es in den Jahren 2003 &#8211; 2006 in der Stadt Philadelphia gekommen war und werteten aus, wie viele Opfer zum Tatzeitpunkt selbst eine Waffe mitf\u00fchrten. Das Ergebnis wurde mit [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_s2mail":"","footnotes":""},"categories":[16,4],"tags":[192,231],"class_list":["post-728","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-pressespiegel","category-zeitgeschehen","tag-gewalt","tag-sicherheit"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.psychotherapiepraxis.at\/pt-blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/728","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.psychotherapiepraxis.at\/pt-blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.psychotherapiepraxis.at\/pt-blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.psychotherapiepraxis.at\/pt-blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.psychotherapiepraxis.at\/pt-blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=728"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.psychotherapiepraxis.at\/pt-blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/728\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":730,"href":"https:\/\/www.psychotherapiepraxis.at\/pt-blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/728\/revisions\/730"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.psychotherapiepraxis.at\/pt-blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=728"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.psychotherapiepraxis.at\/pt-blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=728"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.psychotherapiepraxis.at\/pt-blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=728"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}