{"id":795,"date":"2009-11-30T06:28:32","date_gmt":"2009-11-30T05:28:32","guid":{"rendered":"http:\/\/www.psychotherapiepraxis.at\/pt-blog\/?p=795"},"modified":"2017-04-03T09:34:54","modified_gmt":"2017-04-03T08:34:54","slug":"night-eating-syndrom","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.psychotherapiepraxis.at\/pt-blog\/night-eating-syndrom\/","title":{"rendered":"Night Eating Syndrom"},"content":{"rendered":"<div style=\"width: 190px\" class=\"wp-caption alignright\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/matrixworldhr.files.wordpress.com\/2013\/12\/noc487no-hranjenje.jpg?w=280&amp;h=200&amp;crop=0\" alt=\"Night Eating Syndrome \/ Nacht Heisshunger\" width=\"180\" height=\"130\" \/><p class=\"wp-caption-text\"><span style=\"font-size: 85%; text-align: center;\">Heisshunger in der Nacht: ein Problem vieler Menschen in OECD-L\u00e4ndern. (img:Getty)<\/span><\/p><\/div>\n<p>Bis heute ist fraglich, ob es sich beim sogenannten &#8220;<em>Night Eating Syndrom<\/em>&#8221; (&#8220;Nachtesser-Syndrom&#8221;) nur um eine schlechte Angewohnheit oder doch eine Krankheit handelt. Beim Night Eating Syndrom (NES) essen sich die betreffenden Menschen regelm\u00e4\u00dfig in der Nacht voll, sie schlafen schlecht und nehmen mindestens ein Viertel ihrer Nahrungsmenge sp\u00e4tabends oder nachts zu sich. Mehr als 70 Studien zu den biologischen Hintergr\u00fcnden des Ph\u00e4nomens haben keine entscheidenden neuen Erkenntnisse gebracht. Schwierig ist die Analyse deswegen, weil es in einer Grauzone verschiedener St\u00f6rungen liegt: es enth\u00e4lt Spezifika von <a href=\"https:\/\/www.psychotherapiepraxis.at\/artikel\/essstoerung\/essstoerungen.phtml\" target=\"_blank\">Essst\u00f6rungen<\/a>, Schlaf- und affektiven St\u00f6rungen, diverse Kriterien dieser jedoch werden allerdings h\u00e4ufig auch nicht erf\u00fcllt: das Kriterium von <span class='wp_keywordlink'><a href=\"http:\/\/www.psychotherapiepraxis.at\/artikel\/essstoerung\/essstoerungen.phtml\" title=\"Essst\u00f6rungen\" target=\"_blank\">Essst\u00f6rungen<\/a><\/span> etwa deshalb nicht, weil die meisten Betroffenen tags\u00fcber ein normales Essverhalten aufweisen und auch nicht jeder Nachtesser \u00fcbergewichtig ist.<!--adsense--><\/p>\n<p>Viele Betroffene leiden unter einem gest\u00f6rten Schlaf, weil sie glauben ohne Stillen ihres Hungers nicht schlafen zu k\u00f6nnen, tags\u00fcber f\u00fchlen sie sich h\u00e4ufig reizbar und m\u00fcde. Forscher sprechen dennoch nicht von einer Schlafst\u00f6rung. B. M\u00fchlhans, die am Uniklinikum Erlangen eine Studie zum St\u00f6rungsbild leitete, sch\u00e4tzt, dass ein bis zwei Prozent der Menschen an dem Problem leiden. Bei manchen verschwinde die Gewohnheit wieder, bei anderen chronifiziere sie mit den Jahren. Stress d\u00fcrfte zumindest eine wichtige Mitursache sein, fast alle Betroffenen weisen hier bei Tests h\u00f6here Werte auf. Psychotherapeutische Verfahren werden deshalb als am effizientesten in der Behandlung des Syndroms erachtet.<\/p>\n<p>Um eine bessere Klassifikation zu erm\u00f6glichen, wurden nun an der Universit\u00e4t von Pennsylvania diagnostische Kriterien definiert: betroffen sei, wer entweder seit mindestens drei Monaten mehr als ein Viertel seiner Nahrung nach dem Abendessen einnimmt oder mindestens zweimal pro Woche nachts deswegen aufsteht. Zudem m\u00fcssen sich die Betroffenen der Episoden bewusst sein und Leidensdruck bestehen.<\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bis heute ist fraglich, ob es sich beim sogenannten &#8220;Night Eating Syndrom&#8221; (&#8220;Nachtesser-Syndrom&#8221;) nur um eine schlechte Angewohnheit oder doch eine Krankheit handelt. Beim Night Eating Syndrom (NES) essen sich die betreffenden Menschen regelm\u00e4\u00dfig in der Nacht voll, sie schlafen schlecht und nehmen mindestens ein Viertel ihrer Nahrungsmenge sp\u00e4tabends oder nachts zu sich. Mehr als [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_s2mail":"yes","footnotes":""},"categories":[16],"tags":[136,73,142,138,212],"class_list":["post-795","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-pressespiegel","tag-adipositas","tag-depression","tag-ernahrung","tag-essstorungen","tag-stress"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.psychotherapiepraxis.at\/pt-blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/795","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.psychotherapiepraxis.at\/pt-blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.psychotherapiepraxis.at\/pt-blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.psychotherapiepraxis.at\/pt-blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.psychotherapiepraxis.at\/pt-blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=795"}],"version-history":[{"count":3,"href":"https:\/\/www.psychotherapiepraxis.at\/pt-blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/795\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2312,"href":"https:\/\/www.psychotherapiepraxis.at\/pt-blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/795\/revisions\/2312"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.psychotherapiepraxis.at\/pt-blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=795"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.psychotherapiepraxis.at\/pt-blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=795"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.psychotherapiepraxis.at\/pt-blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=795"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}