{"id":797,"date":"2009-12-03T06:16:21","date_gmt":"2009-12-03T05:16:21","guid":{"rendered":"http:\/\/www.psychotherapiepraxis.at\/pt-blog\/?p=797"},"modified":"2013-12-12T12:11:44","modified_gmt":"2013-12-12T11:11:44","slug":"psyche-bleibelastung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.psychotherapiepraxis.at\/pt-blog\/psyche-bleibelastung\/","title":{"rendered":"Hyperaktivit\u00e4t und Asozialit\u00e4t durch &#8216;unbedenkliche&#8217; Bleibelastung"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright\" src=\"https:\/\/newsimg.bbc.co.uk\/media\/images\/46387000\/jpg\/_46387690_c0028157-lead-spl.jpg\" alt=\"\" width=\"226\" height=\"170\" \/>Die Effekte von Bleivergiftungen bei Kindern wurden erstmals im Jahre 1892 in Brisbane, Australien beschrieben. Seit damals sind die als akzeptabel erachteten Grenzwerte von Blei im Blut drastisch gefallen. Zuletzt reduzierte das US Center for Disease Control and Prevention im Jahre 1991 den als gesundheitlich unbedenklich erachteten Wert von Blei im Blut auf 10 Mikrogramm pro Deziliter.<\/p>\n<p>Eine Studie an der Universit\u00e4t f\u00fcr Bristol wies nun jedoch nach, da\u00df schon Bleibelastungen weit unterhalb dieses Richtwerts die geistige und emotionale Entwicklung von Kindern deutlich sch\u00e4digen. Die Mediziner fordern aus diesem Grund, den derzeit geltenden Schwellenwert von zehn Mikrogramm pro Deziliter Blut nochmals zu halbieren.<!--adsense--><\/p>\n<p>Bei rund 500 Kindern wurden im Alter von 30 Monaten die Bleikonzentrationen im Blut gemessen. Als die Kinder sieben bis acht Jahre alt waren, pr\u00fcften die Wissenschafter dann ihr Lese- und Schreibverm\u00f6gen sowie etwaige Auff\u00e4lligkeiten des Verhaltens. Jene Teilnehmer mit Konzentrationen zwischen f\u00fcnf und zehn Mikrogramm Blei pro Deziliter schnitten im Lesen und Schreiben nur halb so gut ab wie die kaum belasteten Kinder. \u00dcberschritten die Werte die Schwelle von zehn Mikrogramm, zeigten die Kleinen zudem auff\u00e4llig oft hyperaktives und unsoziales Verhalten. Unter einem Wert von f\u00fcnf Mikrogramm fanden die Forscher, die ihre Resultate im Fachblatt &#8220;Archives of Disease in Childhood&#8221; vorstellen, keine Auff\u00e4lligkeiten.<\/p>\n<p>Blei wirkt auf Kleinkinder besonders sch\u00e4dlich, weil sie im Vergleich zu Erwachsenen wesentlich gr\u00f6\u00dfere Mengen des Schwermetalls aufnehmen und im Gewebe einlagern. Obwohl Blei-Additive etwa in Farben oder Benzin seit Jahren verboten sind, ist das Schwermetall in der Umwelt weit verbreitet. In Knochen h\u00e4lt sich Blei bis zu 30 Jahre. Die <acronym title=\"World Health Organization (Weltgesundheitsorganisation)\">WHO<\/acronym> sch\u00e4tzt, dass weltweit etwa die H\u00e4lfte der Stadtkinder unter dem Alter von f\u00fcnf Jahren h\u00f6here Bleiwerte im Blut aufweisen als zehn Mikrogramm pro Deziliter.<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 80%;\">(Quellen: [<a href=\"http:\/\/adc.bmj.com\/cgi\/content\/extract\/88\/9\/829\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">1<\/a>], [<a href=\"http:\/\/www.bristol.ac.uk\/news\/2009\/6550.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">2<\/a>]. Bild:SPL)<\/span><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Effekte von Bleivergiftungen bei Kindern wurden erstmals im Jahre 1892 in Brisbane, Australien beschrieben. Seit damals sind die als akzeptabel erachteten Grenzwerte von Blei im Blut drastisch gefallen. 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