{"id":807,"date":"2009-12-15T05:56:55","date_gmt":"2009-12-15T04:56:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.psychotherapiepraxis.at\/pt-blog\/?p=807"},"modified":"2009-12-15T06:52:13","modified_gmt":"2009-12-15T05:52:13","slug":"personlichkeitsstoerungen-behandlung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.psychotherapiepraxis.at\/pt-blog\/personlichkeitsstoerungen-behandlung\/","title":{"rendered":"Pers\u00f6nlichkeitsst\u00f6rungen sind gut behandelbar"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright\" src=\"https:\/\/images-cdn01.associatedcontent.com\/image\/A8312\/83124\/300_83124.jpg\" alt=\"\" width=\"200\" height=\"200\" \/>Den aktuellen Stand der Behandlung von Pers\u00f6nlichkeitsst\u00f6rungen wurde k\u00fcrzlich auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Psychiatrie, <span class='wp_keywordlink'><a href=\"http:\/\/www.psychotherapiepraxis.at\" title=\"Psychotherapie\" target=\"_blank\">Psychotherapie<\/a><\/span> und Nervenheilkunde (DGPPN) pr\u00e4sentiert.<\/p>\n<p>Unter einer Pers\u00f6nlichkeitsst\u00f6rung versteht man die extrem starke Auspr\u00e4gung eines Pers\u00f6nlichkeitsstils wie etwa die zwanghafte, stark abh\u00e4ngige, \u00e4ngstlich-vermeidende, <acronym title=\"paranoid = unter Verfolgungswahn leidend\">paranoide<\/acronym>, schizoide, die Aufmerksamkeit suchende, antisoziale oder stark narzisstische Veranlagung (Klassifikation siehe <span class='wp_keywordlink'><a href=\"http:\/\/www.psychotherapiepraxis.at\/artikel\/icd-10\/\" title=\"International Classification of Diseases der WHO\" target=\"_blank\">ICD-10<\/a><\/span>). Charakteristisch ist bei allen Formen fehlende Flexibilit\u00e4t im Verhalten. Zwischen sechs und neun Prozent der Europ\u00e4er leben mit so einer St\u00f6rung, unter Psychiatrie-Patienten betr\u00e4gt der Anteil in Deutschland sogar 40 Prozent. Betroffene, die besonders stressanf\u00e4llig, emotional labil und \u00e4ngstlich sind, entwickeln h\u00e4ufig andere psychische Folgeerkrankungen.<!--adsense--><\/p>\n<p>Man nimmt heute an, dass ein belastendes Lebensereignis oder eine nicht gel\u00f6ste Lebensaufgabe dazu f\u00fchren k\u00f6nnen, dass ein durch Vererbung, Beziehungs- oder Esserfahrungen gepr\u00e4gter Pers\u00f6nlichkeitsstil kranke Formen annimmt, die auch Behandlung erfordern. &#8220;Glaubte man lange, PS w\u00fcrden erstmals in der Pubert\u00e4t auftreten und dann stabil bleiben, k\u00f6nnen das aktuelle Studien nicht best\u00e4tigen. Bei 35 Prozent der Patienten liegt das Vollbild der St\u00f6rung nach zwei Jahren, bei 85 Prozent nach acht Jahren nicht mehr vor&#8221;, so Sabine C. Herpertz, Direktorin der Heidelberger Universit\u00e4tsklinik f\u00fcr allgemeine Psychiatrie. Ohne Behandlung k\u00f6nne ein zur Krankheit gewordener Pers\u00f6nlichkeitsstil fatale Auswirkungen haben, die bis zum <span class='wp_keywordlink'><a href=\"http:\/\/www.psychotherapiepraxis.at\/pt-blog\/tag\/suizid\/\" title=\"Selbstt\u00f6tung\" target=\"_blank\">Suizid<\/a><\/span> reichen.<\/p>\n<p>Die am besten erforschte Pers\u00f6nlichkeitsst\u00f6rung ist <span class='wp_keywordlink'><a href=\"http:\/\/www.psychotherapiepraxis.at\/artikel\/borderline\/borderline.phtml\" title=\"Borderline-Pers\u00f6nlichkeitsst\u00f6rung\" target=\"_blank\">Borderline<\/a><\/span> (<span class='wp_keywordlink'><a href=\"http:\/\/www.psychotherapiepraxis.at\/artikel\/borderline\/borderline.phtml\" title=\"Borderline-Pers\u00f6nlichkeitsst\u00f6rung\" target=\"_blank\">BPS<\/a><\/span>). Schl\u00fcsselpunkt sei das Training bestimmter Fertigkeiten, wie z.B. die der Regulation von Emotionen und Stress, die Steigerung des Selbstwertgef\u00fchls, das Achten auf sich selbst und sich in Schl\u00fcsselsituationen abzulenken oder zu entspannen. Bew\u00e4hrte Ans\u00e4tze seien jene der <acronym title=\"Dialektisch-Behaviorale Verhaltenstherapie\">DBT<\/acronym>, Tiefenpsychologie, basale Kognitionen (z.B. in der Systemischen Therapie) oder auf Mentalisierung (z.B. in der <span class='wp_keywordlink'><a href=\"http:\/\/www.psychotherapiepraxis.at\/artikel\/hypnose\/hypnotherapie_wien.phtml\" title=\"Hypnotherapie\" target=\"_blank\">Hypnotherapie<\/a><\/span>), bei der man unter anderem auch die richtige Interpretation des eigenen oder fremden Verhaltens ein\u00fcbt.<\/p>\n<p>Wer zu einer Pers\u00f6nlichkeitsst\u00f6rung neige, sei laut Herpertz nicht von seiner genetischen Disposition abh\u00e4ngig, sondern k\u00f6nne lernen, die Auswirkungen auf Psyche und Verhalten zu steuern. Am besten vor Pers\u00f6nlichkeitsst\u00f6rung gesch\u00fctzt seien extrovertierte, kontaktfreudige Charaktere, die nicht zu hohe Anspr\u00fcche an sich selbst stellen. &#8220;G\u00fcnstig ist auch Ausdauer in Lebensaufgaben und Frust sowie soziale Zuverl\u00e4ssigkeit.&#8221; Allerdings k\u00f6nnen auch zuviel Skrupel sowie sch\u00e4dlicher Perfektionismus, \u00fcbertriebene Ausdauer, Unf\u00e4higkeit zum Genuss und extreme Extrovertiertheit zu Problemen f\u00fchren. &#8220;Es gilt stets den Weg der Mitte zu finden&#8221;, so die Heidelberger Psychiaterin.<\/p>\n<p><span style=\"font-size:80%;\">(Quellen: Der Standard, <a href=\"http:\/\/www.dgppn-kongress.de\/fileadmin\/user_upload\/neue_pdfs\/PM16_Persoenlichkeitsstoerungen_100Tage_01.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">DGPPN (Presseinfo \/ Abstract)<\/a>)<\/span><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Den aktuellen Stand der Behandlung von Pers\u00f6nlichkeitsst\u00f6rungen wurde k\u00fcrzlich auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) pr\u00e4sentiert. 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