{"id":816,"date":"2009-12-29T07:18:38","date_gmt":"2009-12-29T06:18:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.psychotherapiepraxis.at\/pt-blog\/?p=816"},"modified":"2014-02-09T10:01:34","modified_gmt":"2014-02-09T09:01:34","slug":"fremdgesteuert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.psychotherapiepraxis.at\/pt-blog\/fremdgesteuert\/","title":{"rendered":"Fremdgesteuert&#8230;"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright\" title=\"(Bildquelle: cri.cn)\" alt=\"\" src=\"https:\/\/german.cri.cn\/mmsource\/images\/2004\/05\/11\/misshandeln.jpg\" width=\"200\" height=\"150\" \/>Eine sehr interessante Auflistung von Studien findet sich in einem Artikel [1] in Telepolis: in diesen wurde nachgewiesen, da\u00df bestimmte psychologische Tendenzen oder pers\u00f6nliche Neigungen sich offenbar in den sozialen Netzen, in denen sie auftreten, im Laufe der Zeit verbreiten. Was in bestimmten F\u00e4llen (Rauchentw\u00f6hnung, Spa\u00df an bestimmten T\u00e4tigkeiten, Lebenszufriedenheit und Gl\u00fcck) ein Segen sein kann, ist in anderen (Einsamkeit, <a href=\"http:\/\/www.psychotherapiepraxis.at\/artikel\/essstoerung\/essstoerungen.phtml\" target=\"_blank\">E\u00dfst\u00f6rungen<\/a>, Kriminalit\u00e4t, <span class='wp_keywordlink'><a href=\"http:\/\/www.psychotherapiepraxis.at\/artikel\/depression\/depression-therapie.phtml\" title=\"Depression\" target=\"_blank\">Depression<\/a><\/span>) wohl ein Fluch&#8230; Erkl\u00e4rbar ist diese Neigung wohl mit der enormen Wichtigkeit, die unser engeres soziales\u00a0Umfeld seit urgeschichtlichen Zeiten hatte. Einzelg\u00e4nger hatten w\u00e4hrend den Anf\u00e4ngen der Menschheit keine Chance zu \u00fcberleben, jeder war gut beraten, sich mit dem eigenen &#8220;tribe&#8221; zu arrangieren und die eigenen sozialen Parameter mit jenen der anderen Gruppenmitglieder abzustimmen. Im Grunde ist dies auch heute noch wichtig &#8211; wenn es sich viele auch nicht eingestehen m\u00f6gen, wo doch der Individualismus (z.T. sogar auf Kosten anderer) das aktuelle gesellschaftliche Ideal in der westlichen Kultur darstellt. Die vorliegenden Studien zeigen, wie sehr wir de facto unbewu\u00dft mit unserem sozialen Umfeld verbunden sind und uns diesem anpassen.<!--adsense--><\/p>\n<p>In eine \u00e4hnliche Kerbe schlagen auch zwei andere Artikel der Website: laut aktuellen Statistiken habe sich die H\u00e4ufigkeit von St\u00f6rungen aus dem <span class='wp_keywordlink'><a href=\"http:\/\/www.psychotherapiepraxis.at\/pt-blog\/tag\/autismus\/\" title=\"Autismus\" target=\"_blank\">Autismus<\/a><\/span>-Spektrum [2] (z.B. auch <a href=\"http:\/\/www.psychotherapiepraxis.at\/artikel\/asperger\/asperger.phtml\" target=\"_blank\">Asperger-Syndrom<\/a>) und antisozialem Verhalten [3] w\u00e4hrend der letzten Jahre signifikant erh\u00f6ht. Bereits 1% der 8-J\u00e4hrigen (1 von 110 Kindern) soll autistisch sein, im Jahre 2007 war es noch 1 von 150 Kindern. Und in England, wo seit 1998 &#8220;antisoziales Verhalten&#8221; definiert und schlie\u00dflich die ber\u00fcchtigten &#8220;Anti-Social Behaviour Orders&#8221; (ASBO) erlassen wurden, ist mittlerweile angeblich jede Sekunde ein Brite &#8220;Opfer von antisozialem Verhalten&#8221;. Was nicht allzu verwunderlich ist, liest man in den entsprechenden Unterlagen, da\u00df schon &#8220;<em>teenagers hanging around on the streets<\/em>&#8221; als antisozial einzustufen sind.<br \/>\nDer sprunghafte Zunahme derartiger Zahlen k\u00f6nnte ganz einfach darin liegen, dass \u00c4rzte, P\u00e4dadogen oder Richter Kinder h\u00e4ufiger entsprechend einstufen:<\/p>\n<blockquote><p>&#8220;Wenn neue Normen und damit Normverletzungen von einer Gesellschaft eingef\u00fchrt werden, w\u00e4chst auch die Wahrnehmung daf\u00fcr. Wenn es sich um vermeintlich abweichendes Verhalten handelt, w\u00e4chst die Angst, die zuvor m\u00f6glicherweise gar nicht vorhanden war. Ganz \u00e4hnlich ist das mit neuen St\u00f6rungen und Krankheitsbildern. Pl\u00f6tzlich gibt es eine Welle an <span class='wp_keywordlink'><a href=\"http:\/\/www.psychotherapiepraxis.at\/pt-blog\/tag\/autismus\/\" title=\"Autismus\" target=\"_blank\">Autismus<\/a><\/span>, Internetsucht oder Aufmerksamkeitsst\u00f6rungen. Und keiner wei\u00df wirklich, ob es neue Krankheitsformen sind oder sich eben nur die Norm verschoben hat.&#8221;<\/p><\/blockquote>\n<p><span style=\"font-size: 80%;\">Quellen: [<a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/31\/31759\/1.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">1<\/a>], [<a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/blogs\/3\/146794\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">2<\/a>], [<a href=\"http:\/\/www.heise.de\/tp\/r4\/artikel\/31\/31785\/1.html\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">3<\/a>]. Bildquelle: german.cri.cn<br \/>\n<\/span><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Eine sehr interessante Auflistung von Studien findet sich in einem Artikel [1] in Telepolis: in diesen wurde nachgewiesen, da\u00df bestimmte psychologische Tendenzen oder pers\u00f6nliche Neigungen sich offenbar in den sozialen Netzen, in denen sie auftreten, im Laufe der Zeit verbreiten. 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