{"id":928,"date":"2010-03-13T09:52:44","date_gmt":"2010-03-13T08:52:44","guid":{"rendered":"http:\/\/www.psychotherapiepraxis.at\/pt-blog\/?p=928"},"modified":"2013-12-16T16:29:13","modified_gmt":"2013-12-16T15:29:13","slug":"essstoerungen-diagnos","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.psychotherapiepraxis.at\/pt-blog\/essstoerungen-diagnos\/","title":{"rendered":"Essst\u00f6rungen h\u00e4ufig lange verdr\u00e4ngt"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright\" alt=\"\" src=\"https:\/\/umkcwomenc.files.wordpress.com\/2009\/10\/eatingdisorders.jpg\" width=\"175\" height=\"165\" \/><span class='wp_keywordlink'><a href=\"http:\/\/www.psychotherapiepraxis.at\/artikel\/essstoerung\/essstoerungen.phtml\" title=\"Magersucht\" target=\"_blank\">Anorexie<\/a><\/span> und Bulimie sind in der Bev\u00f6lkerung zwar <a href=\"http:\/\/www.psychotherapiepraxis.at\/artikel\/essstoerung\/essstoerungen.phtml\" target=\"_blank\">stark verbreitet<\/a> und schwere Erkrankungen, werden aber aus Scham und Angst vor Stigmatisierung auch heute noch von den Betroffenen lange Zeit verschwiegen.<\/p>\n<p>Wie Johann Kinzl von der Klinischen Abteilung f\u00fcr Psychosomatische Medizin der Universit\u00e4tsklinik f\u00fcr Psychiatrie der Medizinischen Universit\u00e4t Innsbruck am Freitag anl\u00e4sslich des Ern\u00e4hrungskongresses in Wien referierte, suchen Betroffene meist viel zu sp\u00e4t &#8211; durchschnittlich erst nach f\u00fcnf Jahren &#8211; professionelle Hilfe. &#8220;Selbst dann kommen die Patienten zumeist nicht aus eigenem Antrieb, sondern werden von ihren verzweifelten Eltern oder anderen Angeh\u00f6rigen in die Klinik geschleppt&#8221;, berichtet der Arzt. Nur ganz wenige von ihnen h\u00e4tten eine &#8220;positive Motivation&#8221;, ihrer Krankheit zu begegnen, n\u00e4mlich jene, die sich von ihr nicht weiter einschr\u00e4nken lassen wollen. &#8220;Meist verleugnen die Betroffenen ganz einfach ihr Problem &#8211; so lange, bis es manchmal zu sp\u00e4t ist&#8221;.<!--adsense--><\/p>\n<p>Hinsichtlich der zeitgerechten Diagnose sind Allgemeinmediziner, Internisten, Gyn\u00e4kologen, Psychotherapeuten, Psychologen aber auch Schul\u00e4rzte gleicherma\u00dfen gefragt. Das Bewu\u00dftsein bez\u00fcglich der Erkrankungen nehme zwar zu, nach wie vor sei jedoch manches verbesserungsw\u00fcrdig. &#8220;Es ist ganz einfach wichtig, dass jegliche <span class='wp_keywordlink'><a href=\"http:\/\/www.psychotherapiepraxis.at\/artikel\/essstoerung\/essstoerungen.phtml\" title=\"Essst\u00f6rung\" target=\"_blank\">Essst\u00f6rung<\/a><\/span> so fr\u00fch wie m\u00f6glich diagnostiziert wird, um m\u00f6gliche negative k\u00f6rperliche und psychische Folgen zu verhindern&#8221;, so der Arzt. Genauso spielen Di\u00e4tologen beim Aufsp\u00fcren der Krankheit sowie bei der Therapie eine wichtige und unterst\u00fctzende Rolle. Unterst\u00fctzung ist im Regelfall zudem durch <span class='wp_keywordlink'><a href=\"http:\/\/www.psychotherapiepraxis.at\" title=\"Psychotherapie\" target=\"_blank\">Psychotherapie<\/a><\/span> notwendig, um das &#8220;Grundproblem&#8221; der Erkrankung aufzusp\u00fcren.<\/p>\n<p>Die Liste der Folgen von <span class='wp_keywordlink'><a href=\"http:\/\/www.psychotherapiepraxis.at\/artikel\/essstoerung\/essstoerungen.phtml\" title=\"Essst\u00f6rungen\" target=\"_blank\">Essst\u00f6rungen<\/a><\/span> ist lang und beunruhigend: Den Betroffenen ist st\u00e4ndig kalt (Untertemperatur), sie haben niedrigen Blutdruck oder Amenorrhoen (Ausbleiben der Menstruation) &#8211; im schlimmsten Fall kann dies zur Infertilit\u00e4t f\u00fchren. Die Patienten haben zudem ein erh\u00f6htes Risiko von Knochenabbau (Osteoporose), verbunden mit einer verst\u00e4rkten Neigung zu Knochenbr\u00fcchen. Durch das st\u00e4ndige Erbrechen ist der Elektrolythaushalt gest\u00f6rt, die Speiser\u00f6hre erh\u00e4lt Risse und es kommt zu Zahnproblemen wie Karies. Genauso wird mit der Zeit die Hirnleistung immer schlechter. Betroffene f\u00fchlen sich zudem h\u00e4ufig antriebs- und freudlos, unterliegen Stimmungsschwankungen und Libidoverlust.<\/p>\n<p>Weiterf\u00fchrende Links:<\/p>\n<p><a class=\"paper\" href=\"http:\/\/www.psychotherapiepraxis.at\/artikel\/essstoerung\/essstoerungen.phtml\">Artikel Essst\u00f6rungen (Bulimie, Anorexie etc.)<\/a><\/p>\n<p><a class=\"paper\" href=\"http:\/\/www.psychotherapiepraxis.at\/surveys\/\">Selbsttest auf Vorhandensein einer Essst\u00f6rung<\/a><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 80%;\">(Quelle: Der Standard 13.03.2010; Photo src:umkcwomenc.files.wordpress.com)<\/span><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Anorexie und Bulimie sind in der Bev\u00f6lkerung zwar stark verbreitet und schwere Erkrankungen, werden aber aus Scham und Angst vor Stigmatisierung auch heute noch von den Betroffenen lange Zeit verschwiegen. 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