{"id":936,"date":"2010-03-14T16:52:04","date_gmt":"2010-03-14T15:52:04","guid":{"rendered":"http:\/\/www.psychotherapiepraxis.at\/pt-blog\/?p=936"},"modified":"2013-12-16T16:06:36","modified_gmt":"2013-12-16T15:06:36","slug":"psychose-cannabis","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.psychotherapiepraxis.at\/pt-blog\/psychose-cannabis\/","title":{"rendered":"Psychische Risken durch Cannabis-Konsum"},"content":{"rendered":"<p><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignright\" alt=\"Cannabis Psychosen\" src=\"https:\/\/www.zamnesia.com\/img\/cms\/Blog\/Cannabis_Sativa.jpg\" width=\"170\" height=\"160\" \/>Wissenschafter haben f\u00fcr eine Studie an der Universit\u00e4t von Queensland, Australien, mehr als 3.800 junge Erwachsene um die 20 Jahre zu ihrem Cannabis-Konsum befragt und sie au\u00dferdem auf Psychosen, Wahnvorstellungen und <span class='wp_keywordlink'><a href=\"Wahrnehmung eines Sinnesgebietes, ohne dass eine Reizgrundlage vorliegt\" title=\"http:\/\/www.psychotherapiepraxis.at\/artikel\/icd-10\/\" target=\"_blank\">Halluzinationen<\/a><\/span> untersucht. 14 Prozent der Befragten gaben an, schon seit sechs Jahren oder l\u00e4nger Haschisch zu rauchen.<\/p>\n<p>Langzeit-Konsumenten hatten der Befragung zufolge offenbar ein doppelt so hohes Risiko, an psychotischen Symptomen wie <span class='wp_keywordlink'><a href=\"http:\/\/www.psychotherapiepraxis.at\/pt-blog\/tag\/schizophrenie\/\" title=\"Psychose mit St\u00f6rungen des Denkens, der Wahrnehmung und der Affektivit\u00e4t\" target=\"_blank\">Schizophrenie<\/a><\/span> zu erkranken als jene Studienteilnehmer, die noch nie mit Cannabis in Ber\u00fchrung gekommen waren. Sie waren auch doppelt so anf\u00e4llig f\u00fcr <span class='wp_keywordlink'><a href=\"Wahrnehmung eines Sinnesgebietes, ohne dass eine Reizgrundlage vorliegt\" title=\"http:\/\/www.psychotherapiepraxis.at\/artikel\/icd-10\/\" target=\"_blank\">Halluzinationen<\/a><\/span> und hatten ein vierfach erh\u00f6htes Risiko, unter Wahnvorstellungen zu leiden. Die Gefahr nimmt nach Einsch\u00e4tzung der Forscher parallel zur Dauer des Cannabis-Konsums zu. Je l\u00e4nger der erste Cannabis-Konsum zur\u00fccklag, desto gr\u00f6\u00dfer war das Risiko einer Erkrankung. Eine Verbindung mit <span class='wp_keywordlink'><a href=\"http:\/\/www.psychotherapiepraxis.at\/artikel\/depression\/depression-therapie.phtml\" title=\"Depression\" target=\"_blank\">Depression<\/a><\/span> und Selbstmordneigung sei nicht nachweisbar.<\/p>\n<p>Ob die Erkrankung bei den Psychose-Patienten allein durch den Cannabis-Konsum ausgel\u00f6st wurde oder ob sie schon vor dem Drogenmissbrauch anf\u00e4llig f\u00fcr Geisteskrankheiten waren, ist jedoch unklar. Bei Patienten, die schon in jungen Jahren unter <span class='wp_keywordlink'><a href=\"Wahrnehmung eines Sinnesgebietes, ohne dass eine Reizgrundlage vorliegt\" title=\"http:\/\/www.psychotherapiepraxis.at\/artikel\/icd-10\/\" target=\"_blank\">Halluzinationen<\/a><\/span> litten, war es demnach wahrscheinlicher, dass sie eher und \u00f6fter Cannabis konsumieren. Erg\u00e4nzend ist anzumerken, da\u00df dasselbe Ph\u00e4nomen beim Konsum von Alkohol, Nikotin auftritt, dar\u00fcber erh\u00f6ht fr\u00fchzeitiger Konsum von Rauschmitteln auch die Anf\u00e4lligkeit f\u00fcr sp\u00e4teres Suchtverhalten. <!--adsense--><\/p>\n<p>166 Millionen Menschen im Alter zwischen 15 und 64 Jahren oder 4 Prozent dieser Altergruppe haben 2006 zumindest schon einmal gekifft. Cannabis ist die weltweit am meisten von meisten jungen Menschen konsumierte illegale Droge, die sich nun von den reichen L\u00e4ndern auch auf die armen ausgebreitet habe. Am st\u00e4rksten wird Cannabis nach Angaben der UN-Drogenbeh\u00f6rde in den USA, Australien und Neuseeland konsumiert, gefolgt von Europa. Prozentual die meisten Cannabis-Konsumenten gibt es aber in Asien.<br \/>\nDer Wirkstoff THC f\u00fchrt zu einem &#8220;High&#8221;, einer leichten Euphorie und setzt die Reaktionszeit, die Informationsverarbeitung und Koordination herunter. 5-24 Prozent des gerauchten THC erreicht das Gehirn. Der Wirkstoff kann aber auch \u00c4ngste, Panikreaktionen oder psychotische Symptome ausl\u00f6sen. Es gibt Hinweise, aber keine Beweise, dass der THC-Gehalt in beschlagnahmten Cannabis-Produkten in den letzten 30 Jahren gestiegen sei.<br \/>\nNach den ausgewerteten Studien k\u00f6nnten 9 Prozent der Menschen, die Cannabis konsumieren, abh\u00e4ngig werden. Das Suchtrisiko ist f\u00fcr Nikotin mehr als dreimal so hoch, f\u00fcr Kokain doppelt so hoch. Von Alkohol werden 15 Prozent s\u00fcchtig, von Amphetaminen 11 Prozent.<br \/>\nW\u00e4hrend chronische Bronchitis bei Cannabis-Rauchern h\u00e4ufiger auftreten, gibt es noch keine Belege, dass Cannabis trotz der Karzinogene im Rauch zu Lungenkrebs f\u00fchrt. Meist seien regelm\u00e4\u00dfige Kiffer auch Tabakraucher. Bei starken Kiffern soll Cannabis zu Aufmerksamkeits-, Ged\u00e4chtnis- und Lernst\u00f6rungen f\u00fchren k\u00f6nnen. Verbunden sei Cannabis-Konsum bei Jugendlichen mit schlechteren Schulleistungen, vermutet wird, dass hier eine Reihe von Ursachen neben den direkten Wirkungen eine Rolle spielen. Unklar ist, ob der Cannabis-Konsum direkt die Neigung steigert, auf h\u00e4rteren Drogen umzusatteln, wie man dies in den USA, Australien und Neuseeland beobachten k\u00f6nne, schreiben die Autoren. Es k\u00f6nne auch daran liegen, dass die Kiffer bereits mit dem Drogenmarkt vertraut sein und so leichter an anderen Stoff herankommen.<\/p>\n<p><span style=\"font-size: 80%;\">(Quellen: [<a href=\"http:\/\/archpsyc.ama-assn.org\/cgi\/content\/abstract\/2010.6v1\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">1<\/a>], [<a href=\"http:\/\/www.uq.edu.au\/news\/index.html?article=20723\" target=\"_blank\" rel=\"nofollow\">2<\/a>], tp; Photo:zamnesia)<\/span><\/p>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wissenschafter haben f\u00fcr eine Studie an der Universit\u00e4t von Queensland, Australien, mehr als 3.800 junge Erwachsene um die 20 Jahre zu ihrem Cannabis-Konsum befragt und sie au\u00dferdem auf Psychosen, Wahnvorstellungen und Halluzinationen untersucht. 14 Prozent der Befragten gaben an, schon seit sechs Jahren oder l\u00e4nger Haschisch zu rauchen. 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