Zwangsgedanken und Toleranz

Fragen und Erfahrungsaustausch zu Phobien, Zwängen, Panikattacken und verwandten Beschwerden.
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Hilfesuchende01
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Zwangsgedanken und Toleranz

Beitrag Sa., 10.07.2021, 17:43

Zitat aus dem Buch Tyrannen in meinem Kopf: " Das Ziel besteht also darin die Angst (die Gedanken) besser ertragen zu können und nicht sie völlig zu beseitigen. So gilt als hinreichend erwiesen, dass nicht der Wille zur Beseitigung der Angst (der Gedanken) sondern die Fähigkeit und Bereitschaft zur Toleranz eine langfristige und dauerhafte Besserung bewirkt."

Meine Frage wie übt ihr diese Toleranz , gelingt es euch denn gut?

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Fairness
[nicht mehr wegzudenken]
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Beitrag So., 11.07.2021, 10:53

Liebe Hilfesuchende,

ich denke, es geht unter anderem auch darum, dass die Zwangsgedanken erstmal als ein Mechanismus in einem selbst akzeptiert werden könnten. Dass man sie dann auch als das sieht, was sie sind: eigene Gedanken. Ich glaube, dadurch kann das Leid stark gemildert werden...

Und sich klar machen, dass sie noch keine Realität sein müssen, sondern diese anders sein kann, als man glaubt. Oder sie auch keine Umsetzung in der Realität haben müssen - dass man sich für oder gegen bestimmtes Handeln selber entscheidet.

Ich habe keine Erfahrung mit lang anhaltenden Zwangsgedanken, jedoch habe sie selber in einer akut belasteten Phase meines Lebens kurzzeitig gehabt. Ich ließ sie in mir wertfrei laufen und fragte mich viel mehr, was ich tun könnte, um mir so entgegen zu kommen, dass ich keine mehr brauche... es ging darum, mir selbst zu helfen, anstatt darum, ob ich "gut" oder "böse" bin, weil ich so dachte. Ich denke, solche Bewertungen sind es, welche es erschweren könnten, toleranter zu sein...

Lieben Gruß,
Fairness
Es gibt nur zwei Tage im Jahr, an denen man nichts tun kann. Der eine ist Gestern, der andere Morgen. Dies bedeutet, dass heute der richtige Tag zum Lieben, Glauben und in erster Linie zum Leben ist. Dalai Lama