Ich kann nichts mehr essen und trinken

Die Psyche spielt eine zentrale Rolle bei der Aufrechterhaltung des körpereigenen Abwehrsystems: immer mehr Krankheiten werden heute als 'psychosomatisch' und damit ggf. psychotherapeutisch relevant betrachtet.
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josy1982
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Ich kann nichts mehr essen und trinken

Beitrag Sa., 18.06.2011, 18:44

Hallo ich bin 29 Jahre alt. Ich wollte einmal von euch wissen was ihr dazu meint und ob das durchaus psychisch sein kann. Ich leide schon von kindheit an an depressionen, angstzuständen, emotional instabile persönlichkeitsstörung und wahnhafte hypohondrische störung sowie psychosenahen symtomen etc. jedoch habe ich vor 3 Monaten ein sehr heftiges symptom bekommen was für mich eher untypisch ist.
Ich war vor 3 Monaten an jenem tag zu hause am PC und habe im internet gesurft. Plötzlich habe ich gemerkt etwas stimmt nicht. Das Problem war ich konnte nichts mehr essen und trinken. Ich habe natürlich gleich ans schlimmste gedacht (krebs etc.) und bin zum hausarzt. Der Hausarzt meinte zu mir das sowas durchaus vorkommen kann das man keinen appetit hat keinen hunger und keinen durst. In der regel normalisiert sich das wieder. Ich bin dann nach hause und habe abgewartet. Ich merkte das der appetit sowie hunger und durstgefühl wirklich und tatsächlich komplett verschwunden sind als ob es nie da gewesen ist. Ich bin dann nach einer woche wieder zum arzt.
Er hatte ein Ultraschall der inneren organe gemacht sowie ein blutbild erstellt. Er meinte es sei alles unauffällig. Ich bin dann wieder nach hause und habe mit gewallt gegessen. Ich muss dazu anregen ich habe keinerlei begleiterscheinungen wie übelkeit, erbrechen, fieber oder schmerzen gar nichts. Auch habe ich vielleicht nur 2 KG abgenommen also gewicht ist noch im grünen bereich. Wobei ich trotzdem merkte das ich hosen 3 nummern kleiner brauche wie auch immer das geht.
Ich habe dann 3 Wochen lang mit gewallt gegessen und getrunken. Da aber das körpergefühl sehr stark ist das es keine nahrung und flüssigkeit haben will also kann schon irgendwie sagen das ne abneigung gegen lebensmittel und trinken besteht signalisiert bin ich nach 3 wochen wieder zum arzt. Er meinte er könnte so nichts für mich tun und hat mich ins krankenhaus eingewiesen.
Ich wurde dann stationär im krankenhaus aufgenommen. Dort hat mann verschiedene diagnostische verwahren angewand wie magenspieglung die lunge wurde geröngt da ich ja raucher bin etc. das ergebnis war sie können keine organische ursache für mein leiden finden. Die ärzte gingen davon aus das es sehr wahrscheinlich psychischer natur sei und haben mich in die psychiatrie verlegt.
Als ich in der Psychiatrie war hatte ich gemerkt das die mir eigentlich auch nicht helfen können die hatten sowas noch nie das jemand essen will kann aber nicht. Der dort zuständige arzt sagte zu mir das das was mit meiner mutter ihren tod zu tun hätte ( meine mutter ist vor 10 Monaten an magenkrebs verstoben). Ich konnte mir mit der aussage überhaupt nichts anfangen der stationsarzt meinte nur wenn ich an den Therapien mitmache würde es mir in 2 Wochen wieder besser gehen mein herz wäre traurig und das wäre der auslöser.
Ich war dann 2 Wochen dort und was war mitlerweile geht das ganze schon seit 3 Monaten und ich kann immer noch nichts essen. Ich sitze nun zu hause und kann das alles irgendwie nicht begreifen. Ich bin natürlich weiterhin in psychiatischer behandlung. Meine psychiaterin sagt ich hätte auf jeden fall keine anorexie oder esstörung das könnte man bei mir ausschliessen. Meine frage ist kann sowas wirklich die psyche machen (appetitlosgikeit kein hunger kein durstgefühl) oder wurde ei mir nicht evtl. richtig nachgeschaut? Auf jeden fall kann ich nicht alle 3 wochen ins krankenhaus rennen das letzte krankenhaus hat mich schon aufgrund der vorbefunde einfach abgewiesen. Ich bin echt verzweifelt und ich weiss nicht mehr was ich machen soll. Vielleicht habt ihr ja irgendwelche tipps für mich. Ich möchte eigentlich nicht künstlich ernährt werden und irgendwo am schluss in einer intensiv station oder ähnliches liegen und keiner weiss was los ist.
Zuletzt geändert von Pauline am So., 17.10.2021, 06:01, insgesamt 1-mal geändert.

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Elfchen
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Beitrag Sa., 18.06.2011, 18:54

( meine mutter ist vor 10 Monaten an magenkrebs verstoben).
lieber josy
diesen satz bemerkst du so unter fernen liefen....
doch, ich glaube, dass dein herz traurig ist. dass dein magen nichts mehr nahrhaftes möchte...

wie war dein verhältnis zu deiner mutter?
vermisst du sie?

so ein magenkrebs ist ein schlimmer tod. sicher hat es dich sehr mitgenommen. sicher war es sehr schwer, sie zu sehen, wie sie immer weniger essen konnte, immer mehr verfallen ist.

wenn du gründlich untersucht worden bist, und nichts gefunden wurde glaube ich auch, dass dein körper dir was sagen will. etwas, was dein herz und dein verstand sich sträuben dagegen. warst du mal richtig traurig? hast du die trauer zugelassen? musstest du stark sein? hast du jemanden, der mit dir darüber redet?
es ist so traurig, dass deine mutter sterben musste. kannst du das so fühlen?

glg
Es sind nicht die Dinge, die uns beunruhigen, sondern die Meinungen, die wir von den Dingen haben. Epiktet

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josy1982
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Beitrag Sa., 18.06.2011, 19:04

Hallo,

Meine mutter ist vor 10 Monaten gestorben meine probleme fingen jedoch erst vor 3 Monaten an. Also ich hatte eigetnlich immer eine gute Beziehung zur meiner Mutter gehabt. Sie hatte prinzipiell immer angst um mich das mir nicht irgendwann was passieren könnte. Vermissen tu ich meine mutter auf jeden fall. Auch bin ich gelegentlich auch ab und zu noch traurig das es so gekommen ist. Bei meiner mutter habe ich auch alles erlebt von appetitlosigkeit blut im urin etc. war auf jeden fall nicht schön. Was ich mir aber überhaupt nicht vorstellen kann ich konnte ja sonst immer essen und trinken auch wo meine mutter verstorben ist. Ich sehe da nicht so richtig den zusammenhang. Alles das was ich an errinerungen zur meiner mutter habe etc. halte ich für sehr normal. Ich glaube ehrlich gesagt nicht das dies einen plötzlichen grund geben kann warum ein mensch nicht mehr essen kann. Ich habe mich auch schon selbst gefragt was es sein könnte mir fällt aber ehrlich gesagt nichts ein.

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shelpy76
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Beitrag Sa., 16.10.2021, 23:28

Hallo, also ich bin alles andere als Magersüchtig, aber im moment kann ich kaum was Essen, bzw. wird mir nach ein paar Bissen schlecht und im Mund wird es immer Mehr.
Ich habe die letzten 3 Wochen ca 8 Kg. Abgenommen. Mir graut es auch vor Essen und auch oft vorm Trinken.

Ich denke der Auslöser war einfach, dass mein Mann seit ## August im Krankenhaus und auf Reha ist. Neurochirurgie war er vom ## August weg für ca # Wochen. Seit dem REHa.
Bei meinem Mann wurde vor XXX eine AVM (Arterielle Venöse Malformation festgestellt, die sehr tief rein geht). Seit dem hatter # Operationen, wobei bei der letzen vieles schief ging. Erstmals passierte es, dass ein Kleber, wo ander hingelangt ist ( Ist aber Risiko und kein Pfusch bei der OP), dann hatter er noch eine Gehirnblutung während der Op und zwei Tage später einen Schlaganfall.
Anfangst konnte er sein rechtes Bein, seinen rechten Arm gar nicht nutzen, Sprechen, war und is bis jetzt oft ein Kampf. Und ja seine Augen hat es erwischt. Er ist seit ## Jahren leidenschalflicher Busfahrer, aber das darf er nie mehr. Wahrschneinlich nicht mal mehr ein normales KFZ steuern. Dabei hat er von der Sehstärke mehr als Hundert Protzent leistung. Nur ist sein Geischtsfeld total eingeschränkt.
Es hat sich soweit eh wieder alles gebessert. Er kann ohne Rollator gehen, aber..
Zuhause habe ich noch das Problem mit Schwiegervater, der zwar unser Essen annimmt, was wir für Ihn mitkochen, aber alles andere an Hile ablehnt. Erst gestern ist er Des Nächtens wieder gestürzt, kam nicht auf und hatte zwar Handy bei sich und er rief meinen größen an, anstelle von mir. Mit hilfe von einer Nachbarin, haben wir ihn auf die Beine gebracht. Nach der Frage, ob wir Rettung rufen sollen, Verneinte er total stur. Was wäre, wenn er kein Händy in der nähe hätte, dann hätten meine Kinder ihn erst gefunden, beim Essen bringen zu Mittag. Er ist so stur, dass er Hilfe braucht und wenn es Anfangs zu der Notfallknopf ist. Nur wäre ihm auch recht, dass man ihm bei der Körperflege zu Hand geht. Da ist meine Grezen, ich kann das bei meiner Familie, aber für Fremde geht es nicht, Hängt wohl mit meiner PTBS zusammen. Ich würde gerne Helfen, aber, da es mir zur Zeit sowieso nicht gut geht, würde mir diese Forderung den Rest geben.

Und ja, es ist oft so, dass ich denke, ich habe HUnger, koche Dinge die uns allle gut schmecken, aber nach zwei oder drei Bissen geht nichts mehr. Auch wenn ich Hunger hätte, es geht nichts runter.
8 Kg abnehmen in kurzer Zeit für jemanden mit Übergewicht sollte nicht schlimm sein. Nur ich habe schon lange eine ausgeprägte Eisenmangelanämie, Ich kann auch schlecht Eisen Oral aufnehmen.
Ich bringe von Tag zu Tag werniger auf die Reihe. ich kann kaum schlafen, bin aber müder. Mir wird oft schwarz vor Augen. Ab und an fühlt sich mein Herz an, als wenn es am Hals rauskommt und immer schneller wird. Nächtliches Schwitzen. Etc.
Aber das schlimmste Grühl, umzukippen. Mein Mann darf Montag für eine Woche heim, dann ist die ##. Operation. Ich muß nächste Woche so tun, als wenn alles okay is. Ich will meinen Mann nicht zusätzlich belasten so kurz vor der nächsten OP. Nur ich kann ab und an nicht mehr. Oft habe ich das Grühl Umzukippen. Meist möchte ich nicht Aufstehen etc.

Sorry Hat nichts mit hier zu tun, denke ich. Jammern auf höchsten NIveu, wollte nur raus mit einen Gedanken.

Lg
Shelpy

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(Ich habe den Thread an einen angehängt, in dem es um ähnliche Symptome, aber einen komplett unterschiedlichen Hintergrund geht - unter dem Menschen mit ähnlichen Problemen aber dann mehr über die möglichen Ursachen und Zusammenhänge herausfinden könnten. Ich hoffe, das passt so für Sie.)
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