Ist das noch eine Essstörung?

Bulimie, Anorexie, Adipositas, EDNOS (mehr zur Unterscheidung finden Sie in meinen themenbezogenen Artikeln im Archiv, darüber hinaus finden Sie auf der Website auch Selbsttests zum Thema)
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Shenmi
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Re: Partnerschaft durch Essstörung bedroht

Beitrag Do., 07.11.2019, 16:53

Mir wird echt übel, wenn ich das lese! Warum erlaubst Du Deinem Mann, Dich derart zu gängeln, respektlos und lieblos zu behandeln?
Hallo! Du lässt Dich von ihm auf die Waage stellen! Machst Du das mit ihm auch? Wer ist er denn, das er sich sowas heraus nimmt? Adonis? Ein Super Star? Was hat er denn körperlich vorzuweisen? Sixpack, super Körper? Liebt man den anderen nur, wenn der dünn ist? Er hält Dich gezielt klein. Musst Du ihn etwa um Erlaubnis bitten, arbeiten zu gehen? Warum darf er Dir vorschreiben, was und wieviel Du essen darfst, ob Du eine Therapie machst oder oder oder. Warum gibst Du ihm so viel Macht über Dich? Wende Dich an ein Frauenhaus, die haben Erfahrung mit übergriffigen Männern. Ich wünsche Dir einen Weg aus diesem Teufelskreis, für Dich und Deine Kinder! Das ist auf keinen Fall Liebe, sondern Kontrolle und Macht über die Partnerin ausüben! Bitte lass Dir das nicht länger gefallen, wehr Dich, noch heute!! Alles Gute!


Wünsch dir was

sagte die gute Fee

Alt und weise
möchte ich werden
und unerschrocken

Eine eigensinnige Alte
mit silbernen Haaren
ohne Strümpfe
in lila Sandalen
Und Lachfalten
möchte ich haben
Ganz viele


(Anne Steinwart)

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Zora_
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Beitrag Fr., 08.11.2019, 08:17

Colafreak hat geschrieben:
Do., 07.11.2019, 14:55
ich versuche durch das Forum eine Lösung zu finden wie es schaffen kann von der essstörung los zu kommen und leute zu finden die das selbe durch machen und mich verstehen, was ich in meinem umfeld gar nicht habe. das man sich einmal austauschen kann, erfahrungsmäßig....
Ich kann dir von meiner Erfahrung erzählen aber ich habe keine Ahnung, ob dir das etwas bringt.
Ich habe zwar eine andere Essstörung aber das spielt eigentlich keine Rolle.
Es ist so, du wirst wahrscheinlich keinen langfristigen Erfolg haben wenn du nur dein Essverhalten änderst. Wie viele hier schon geschrieben haben, gibt es für die Essstörung einen Grund und an den musst du ran kommen.
Ich war vor vielen Jahren schon mal magersüchtig und habe es damals auch ohne therapeutische Hilfe wieder da raus geschafft. Aber ich habe damals genau das gemacht...ich habe nur mein Essverhalten geändert. Irgendwann hatte ich wieder Normalgewicht aber die Probleme, die Ursache für die Essstörung waren unverändert und deshalb kam es vor einiger Zeit zu einem ziemlich heftigen Rückschlag. Zum Glück war ich zu diesem Zeitpunkt schon in Therapie und wir arbeiten seither an den Gründen für die Essstörung.

Du kannst mal versuchen dir so ehrlich wie möglich folgende Fragen zu beantworten:
„Meine Essstörung ist meine beste Freundin, weil….“
und
„Meine Essstörung ist meine größte Feindin, weil...“

Als meine Therapeutin mir die Blätter mit den Fragen gegeben hat, habe ich erstmal gedacht „was für ein Mist...das beantworte ich nicht“ Aber die Fragen haben mich nicht losgelassen und so wurde mir Stück für Stück klar, was eigentlich für Gefühle und Überzeugungen hinter meiner Magersucht stehen. Aber selbst wenn du das weißt, ist es noch ein weiter, anstrengender Weg, der sehr viel Kraft kostet. Ich denke, ohne Therapie ist es sehr schwer bis kaum möglich, dem Ganzen auf den Grund zu gehen und langfristig etwas zu verändern!

Zu dem Verhalten deines Mannes möchte ich nicht viel sagen, da haben schon so viele etwas dazu geschrieben. Nur so viel, mein Mann und ich haben auch immer wieder Auseinandersetzungen wegen der Essstörung. Das ist aber meistens dann der Fall, wenn mein Zustand kritisch ist und er sich Sorgen macht und hilflos ist (was mir dann sehr leid tut für ihn).
Aber trotzdem ist er mir gegenüber immer liebevoll unterstützend und nicht kontrollierend.
Dein Mann sollte sich mal richtig informieren über deine Essstörung und sich wirklich damit auseinandersetzen, damit er die Situation besser einordnen und verstehen kann.
Ich wünsche dir viel Kraft!

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Colafreak
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Beitrag Sa., 09.11.2019, 18:33

Doch es bringt mir etwas... ich weiß eigentlich schon was mir fehlt eine beste freundin womit man sich austauschen kann und ich bin viel zu hause,brauche einen ausgleich


theweirdeffekt
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Beitrag So., 10.11.2019, 10:56

Ja dann geh doch mal raus, eine beste Freundin wird nicht bei dir anklopfen und sagen: tada, da bin ich.
Kopf hoch... Sonst kannst du die Sterne nicht sehen

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FunkyUnicorn
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Beitrag Mo., 18.11.2019, 13:41

Colafreak hat geschrieben:
Sa., 09.11.2019, 18:33
Doch es bringt mir etwas... ich weiß eigentlich schon was mir fehlt eine beste freundin womit man sich austauschen kann und ich bin viel zu hause,brauche einen ausgleich
Hallo :)

ohne jetzt gemein klingen zu wollen... ich finde, du brauchst erstmal eine Therapie. Du lässt es sogar zu, dass deine Tochter instrumentalisiert wird. Das ist nicht normal und könnte schwere Folgen für sie haben. Freundschaften kannst du danach suchen, es ist aber wichtiger dass du Zeit für dich erstmal nimmst und dir helfen lässt.

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Sinarellas
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Beitrag Mo., 18.11.2019, 14:57

Ja bitte die richtige Reihenfolge: Hilfe von außen durch Fachärzte suchen (Klinik, Gesprächstehrapie, Ernährungsberatung etc.) -> an Wurzelproblemen arbeiten (und das ist weder "ich esse gerne" noch "eine freundin würde alle probleme lösen") -> mit sich selbst klarkommen lernen -> auf deinem Weg Freunde finden.

Das was dir Shenmi, Rostestock, Waldschratin und Co gesagt haben hast du gewissentlich ignoriert. Schade.
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Colafreak
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Beitrag Mo., 20.01.2020, 14:58

Ich bin mir irgendwie nicht ganz sicher, ob ich noch eine richtige Essstörung habe.

ich habe nämlich die Woche beobachtet das ich zwar zu viel gegessen habe, aber mein Körper mir danach ganz klar signalisiert das ich zu viel gegessen habe und ich auch ganz von alleine kein Bedürfnis danach habe immer mehr in mich hinein zu schaufeln.
Und wenn ich auf etwas ganz Bestimmtes wie Kuchen hunger habe dann esse ich eine bestimmte Menge die ok ist und plane das von vornherein in mein tägliches Essen ein und wenn ich Schokolade kaufe dann mittlerweile nur noch 60%-tige und ich bin mittlerweile dazu in der Lage das ich sie kaufe,aber erst 2-3 Tage später esse und dann nur ein Stück und nicht wie sonst immer direkt mehrere Tafeln.

Ich bin da jetzt sehr verunsichert.....und muss viel darüber nach grübeln....
Würde gerne eure Meinung dazu hören

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Pauline
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Beitrag Mo., 20.01.2020, 16:48

Ich habe Deine Threads zusammengelegt. Bitte nicht jedesmal einen neuen Thread eröffnen.

Pauline

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FunkyUnicorn
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Beitrag Mi., 22.01.2020, 09:51

Liebe Colafreak. Du solltest dringend in Erwägung ziehen, dir fachmännische Hilfe zu suchen. Es ist nicht normal, sich so übermäßig mit dem eigenen Essverhalten zu beschäftigen. Leider ist auch die Art und Weise, wie du dein tägliches Essen zusammenstellst nicht gerade "normal" . Warum ignorierst du was dir in den vorherigen Posts geschrieben wurde?

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miriam71
neu an Bo(a)rd!
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Beitrag Do., 23.01.2020, 10:00

Wenn die Blutwerte usw. in Ordnung sind, ist schon mal viel geholfen!

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FunkyUnicorn
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Beitrag Do., 23.01.2020, 12:55

leider nein Miriam, leider gar nicht... eine Essstörung ist lebensgefährlich. Da nützt es nichts gute Blutwerte zu haben, wenn man ein BMI von 15 oder weniger hat...

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Kirchenmaus
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Beitrag Do., 23.01.2020, 13:37

Colafreak hat geschrieben:
Mi., 06.11.2019, 12:01
Ich bin um die 160cm groß und wiege zwischen 60-65kg, das schwankt jetzt seit 1 jahr plus minus 10kg
FunkyUnicorn hat geschrieben:
Do., 23.01.2020, 12:55
leider nein Miriam, leider gar nicht... eine Essstörung ist lebensgefährlich. Da nützt es nichts gute Blutwerte zu haben, wenn man ein BMI von 15 oder weniger hat...
FunkyUnicorn, was hat das jetzt mit der TE zu tun?


Coriolan
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Beitrag So., 26.01.2020, 13:30

Colafreak,

was ändert es, wenn wir dir hier sagen, ob du (noch) eine Essstörung haben könntest, oder nicht? Wir können dir mitteilen, dass deine übermäßige Beschäftigung mit dem Thema sehr auffällig ist und in fachgerechte Hände gehört zumal du ja mehr als genug Baustellen insgesamt zu haben scheinst. Und an eine spontane Besserung/Heilung (?) deiner Essstörung innerhalb von wenigen Wochen glaube ich beim Lesen deines letzten Posts beim besten Willen nicht.

Was hindert dich daran, rauszugehen, dir Hobbies zu suchen, neue Dinge auszuprobieren, die Hobbies werden könnten? Unter Menschen zu gehen? Nicht, dass ich das für das Allheilmittel halten würde, aber wenn das Gehirn wenig Input bekommt, dann sucht sich das halt welchen. Und wenn's nur das Essen als permanente geistige Beschäftigung ist. Vielleicht bist du mit Haushalt, Ehe und Kindern ja immer noch unterfordert? Soll's ja geben. Dann wäre es deine Aufgabe, dir Tätigkeiten zu suchen, die dich fordern und auslasten.

Kirchenmaus, warum so aggressiv? Darf man nur auf Beiträge der TE antworten?
Behinderung/Erkrankung ist eine Erklärung für Vieles, aber keine Entschuldigung für Alles.

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Kirchenmaus
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Beitrag So., 26.01.2020, 16:37

Coriolan hat geschrieben:
So., 26.01.2020, 13:30
Kirchenmaus, warum so aggressiv? Darf man nur auf Beiträge der TE antworten?
Ich war nicht aggressiv. :kopfschuettel: Ich hab nur eine Frage gestellt.

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Colafreak
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Beitrag Do., 20.02.2020, 22:15

Hallo Zusammen,
ich weiß manchmal nicht mehr weiter,

mein Partner meint es eigentlich nur gut mit mir und möchte mir gute Ratschläge geben. Aber wenn wir uns über das Thema Figur,Essen und Abnehmen unterhalten, bin ich demotiviert, beleidigt und habe eigentlich gar keine Lust mich mit ihm darüber zu unterhalten.
Ich möchte gerne noch meine letzten Kilos verlieren,schaffe es durch meine Esstörung nicht wirklich,aber versuche es immer wieder und möchte dran bleiben.
Aber der Druck dann von meinem Partner,macht mich sehr zu schaffen und wenn ich mich dann unter Druck fühle dann klappt es nicht gut.
Ich habe jetzt wieder die Möglichkeit das alles selbst in die Hand zu nehmen und er sagt,wenn er sieht das ich immer dicker werde und auf über 65kg komme,dann möchte er immer kontrollieren,was ich esse und mich jeden Tag auf die Waage stellen.Er versteht nicht,das es dadurch weniger klappt und ich dadurch zu sehr unter Druck stehe.
Dabei sagter immer,er will mir damit doch nur helfen.
Etwas verstehe ich das aber ich möchte eigentlich damit in Ruhe gelassen werden. Ich denke,das ich es irgendwann schaffen werde,aber ich weiß,das ich einfach Zeit brauche.

Wie seht ihr das ganze?
sehe ich das verkehrt,oder mein Partner, ich bin mir da sowas von unsicher