10 Kilo in 10 Tagen zugenommen?

Bulimie, Anorexie, Adipositas, EDNOS (mehr zur Unterscheidung finden Sie in meinen themenbezogenen Artikeln im Archiv, darüber hinaus finden Sie auf der Website auch Selbsttests zum Thema)
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Onyx22
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Re: 10 Kilo in 10 Tagen zugenommen?

Beitrag Sa., 09.01.2021, 16:45

Anna-Luisa hat geschrieben:
Sa., 09.01.2021, 16:35
Onyx22 hat geschrieben:
Fr., 08.01.2021, 23:43
Kann es wirklich sein, dass man über 8 Kilo in so einem kurzen Zeitraum zunimmt und auch Haarausfall bekommt? Es ist so frustrierend.
Bei deiner derzeitigen Ernährung wäre es eher ungewöhnlich, wenn du keine gesundheitlichen Probleme hättest. Massives Untergewicht und dann Unmengen an Süßigkeiten fordern ihren Tribut. Ich würde schnellstens einen Termin beim Arzt vereinbaren. Ein großes Blutbild und ein EKG würden wahrscheinlich sofort gemacht werden.
Ich war schon vor 1 Woche im Krankenhaus und der Blutzucker war erhöht sowie die Leberwerte waren nicht ideal. Aber das schon vorher der Fall bei mir. Der Cholesterinwert ist genetisch schon immer erhöht gewesen. Aber ich bin mir auch sicher, dass es mit diesen Extremen assoziiert ist. Mein Gesicht ist jetzt nach ein paar Tassen Kaffee auf einmal schmaler. Ich finde es extrem, wie viel Wasser durch KH eingelagert wird. Blöderweise machen diese ganzen Süßigkeiten auch so süchtig... Ich werde jetzt wahrscheinlich einfach rausgehen und einen langen Spaziergang machen.

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Anna-Luisa
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Beitrag Sa., 09.01.2021, 16:50

Du kannst dir auch von deinem Hausarzt einige Termine für eine Ernährungsberatung verschreiben lassen. Da gibt es auch welche, die sich auf Essstörungen spezialisiert haben.

Und beim Hausarzt würde ich auch nach einem Ultraschall fragen.
Fordere viel von dir selbst und erwarte wenig von den anderen. So wird dir Ärger erspart bleiben.
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Chiana
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Beitrag Sa., 09.01.2021, 17:45

Vielleicht ist was mit der Schilddrüse? Da könnte man mal die Werte checken und Ultraschall machen.

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Onyx22
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Beitrag Sa., 09.01.2021, 18:14

Chiana hat geschrieben:
Sa., 09.01.2021, 17:45
Vielleicht ist was mit der Schilddrüse? Da könnte man mal die Werte checken und Ultraschall machen.
Ein Ultraschall wurde nicht gemacht. Ich werde auf jeden Fall vorsichtig nachfragen.

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ENA
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Beitrag Sa., 09.01.2021, 20:23

Onyx22 hat geschrieben:
Sa., 09.01.2021, 11:00
Aber tatsächlich haben diese ein paar Tage vor Weihnachten angefangen (also seid fast 1 Monat täglich).
Ein paar Tage vor Weihnachten ist für mich nicht der 09.12. und der wäre ja vor einem Monat gewesen. Ein paar Tage vor Weihnachten wäre für mich um den 20. .
Onyx22 hat geschrieben:
Sa., 09.01.2021, 11:00
Insgesamt bin ich in der Zeit um etwa 8-9 Kilo dicker geworden.
In den Tagen vor Weihnachten? Das hieße ja, dass Du in den Tagen fast die ganzen 10 Kg zu genommen hast und in der Zeit bis heute nicht mehr? Das wäre dann ja gut.
Onyx22 hat geschrieben:
Sa., 09.01.2021, 11:00
Mir ist aufgefallen, dass es fast ausschließlich Süßigkeiten waren und meine Haut von dem Dreck auch fürchterlich brennt.
Haut brennt durch Süßigkeiten? Was verursacht das? War das vor letzten Monat noch nie so, als Du Süßigkeiten gegessen hast?
Onyx22 hat geschrieben:
Sa., 09.01.2021, 11:00
Ich werde ab heute zumindest konsequent auf Gemüse umzusteigen und das ganze Essen von meinen Eltern nicht anzunehmen (sie sind leider extrem aggressiv, wenn es um gemeinsames Essen angeht und ‚zwingen‘ fast schon alles zu essen‘.
Wieso Eltern? Ich dachte, Du bist 29.
Onyx22 hat geschrieben:
Sa., 09.01.2021, 11:00
Bzgl. Des Gesichts: mein Gesicht wird nach einer Sushiportion dick wie einem Liter Wodka
Also entweder hat Vieles, was hier geschrieben steht (bzw. das Problem) etwas mit Formulierungen zu tun (Übertreibungen z.B.), etwas mit der eigenen Wahrnehmung (sich dicker fühlen, als man ist bzw. körperliche Veränderungen wahrnehmen, die es nicht gibt oder die geringer bzw. normaler sind, als man denkt), etwas mit Angst (sich vorzustellen, man würde schnell dick, etc. sein, geschwollene Haut, Wassereinlagerungen haben,...und die Angst davor, dass es so ist, sorgt dafür, dass man denkt, es wäre schon eingetreten) oder es liegt das vor, was LovisTochter vermutet hat. Jedenfalls kann ich mir nicht vorstellen, wie ein Gesicht wie ein Liter Wodka dick werden kann. Wie soll das aussehen und wie das gehen? Wodka ist eine Flüssigkeit, ein Gesicht ein Körperteil. Wodka ist nicht dick, Wodka ist flüssig. Eine Wodkaflasche kann so umfangreich sein, dass man sich als dick bezeichnen kann, aber dennoch hat sie dann eine andere Struktur und Beschaffenheit, wie eine Glasflasche (voll mit Wodka).
Onyx22 hat geschrieben:
Sa., 09.01.2021, 11:00
(das war aber früher nicht so) und an den Wangen sind richtige Hamstertaschen (vermutlich Speicheldrüsen). Bei einer ‚normalen‘ Ernährung zeigen sich diese Symptome gar nicht, also kommt das von der Ernährung.
Allergie?
Wenn es nur an der Ernährung liegt (nicht die richtigen Nahrungsmittel), dürfte sich der Zustand ja relativ schnell beheben lassen.
Onyx22 hat geschrieben:
Sa., 09.01.2021, 15:13
Es kann doch nicht sein, dass man so schnell zunimmt?
Das denke ich auch.
Onyx22 hat geschrieben:
Sa., 09.01.2021, 15:46
Ich glaube, ich würde mich umbringen, wenn ich jetzt noch mehr zunehme.
Dann besser nicht mehr auf die Waage stellen. Die Idee mit der Ernährungsberatung und dem Arzt wurde ja schon genannt.
Onyx22 hat geschrieben:
Sa., 09.01.2021, 15:46
Ich denke, dass ich mit viel Sport und einer Disziplin bzgl. der Ernährung wesenlich besser klarkomme, als permament Dinge in den Mund zu schieben, nur weil sie gut schmecken.
Na prima! Dann ran ans Bewegen! :)
Onyx22 hat geschrieben:
Sa., 09.01.2021, 15:46
Ich denke auch, dass es höchst unprofessionell von den Kliniken ist, die Patienten so massiv zu konfrontieren mit so einer extremen Gewichtszunahme.
Wie kommst Du denn jetzt auf Kliniken und wie auf Konfrontation mit der Gewichtszunahme? Ich denke, wenn Du jetzt einen Antrag stellen würdest, um in eine Klinik zu kommen, wird es eh eine Weile dauern, bis Du einen Platz hast.
Onyx22 hat geschrieben:
Sa., 09.01.2021, 15:46
Das Problem ist, dass ich vorher noch nie wirklich eine Esstörung hatte, sondern durch Kardiosport mein Wunschgewicht (60-64 Kilo) gut halten konnte und auch mal eine Packung Käse mit 2 Tafeln Schokolade essen konnte. Und das nicht mal 1 Jahr her.
Wenn Du noch nie eine Essstörung hattest, wundert mich noch mehr, dass der Gedanke jetzt zur Klinik kommt.
Eine Essstörung entsteht übrigens auch nicht innerhalb eines knappen Monats.
Onyx22 hat geschrieben:
Sa., 09.01.2021, 15:46
Ich finde es nur seltsam, dass man innerhalb eines so kurzen Zeitraums eine Stoffwechselveränderung durchlebt
Ich auch bzw. wenn es so bleiben würde.

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ENA
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Beitrag Sa., 09.01.2021, 20:26

Onyx22 hat geschrieben:
Sa., 09.01.2021, 16:32
Ich hatte auch im Herbst solche Anfälle, die über iene Woche andauerten und habe es dennoch hingekriegt, durch Sport und Diät die angefutterten Kilos runterzutrainieren.
...und wodurch haben diese Anfälle dann aufgehört? Der Grund könnte ein Anhaltspunkt dafür sein, wie es auch jetzt gelingen könnte.

...und da hast Du keine Süßigkeiten gegessen und die Körpersymptome nicht gehabt? Da Vergleiche zu ziehen, könnte auch hilfreich sein.
Onyx22 hat geschrieben:
Sa., 09.01.2021, 16:45
Ich war schon vor 1 Woche im Krankenhaus
Was hatten die denn nochmal dazu gesagt, dass Du innerhalb 1,5 Wochen 10kg zugenommen hast, Wassereinlagerungen hast, Deine Haut brennt und Dein Gesicht dick wird wie 1 l Wodka, wenn Du Sushi ists? Worauf reagiert der Körper da? Algen, Fisch, Reis, Essig, etc.?
Onyx22 hat geschrieben:
Sa., 09.01.2021, 16:45
Mein Gesicht ist jetzt nach ein paar Tassen Kaffee auf einmal schmaler.
Auch da wieder: Worauf reagiert der Körper?...oder ist es die Wahrnehmung, sind es die Gedanken? Vielleicht helfen auch Vorher-Nachher-Bilder.
Ansonsten scheint das Kaffee trinken ja erstmal gut zu sein, wenn Du Dich bzw. Teile von Dir danach als schmaler wahrnimmst. Ich würde nur nicht zuviel Kaffee in kürzerer Zeit trinken. Das ist nämlich auch nicht gut.
Onyx22 hat geschrieben:
Sa., 09.01.2021, 16:45
Ich werde jetzt wahrscheinlich einfach rausgehen und einen langen Spaziergang machen.
Prima! :)

Ich denke, ein guter Arzt würde Dir helfen bzw. Dich an die Stelle verweisen, die hilfreich bei dem Problem sein könnte.

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Onyx22
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Beitrag Sa., 09.01.2021, 22:08

Die Attacken haben im September angefangen, sich aber nie über 3-4 Wochen hinweggezogen. An Tagen, wo ich keinen Sport treibe ist es besonders schlimm (ich fahre in der Regel 2-3 Fahrrad und verbrauche noch 1.500 Kalorien beim Joggen). Nun ist es wetterbedingt so, dass ich permanent (zwanghaft) nur esse und natürlich zunehme. Seltsamerweise helfen die Kohlenhydratblocker gar nicht, die ich angefangen habe zu nehmen. Ich versuche irgendwie diesen ttacken entgegenzuwirken, aber es funktioniert einfach nicht, da meine Eltern auch ständig am Essen sind (aber kaum zunehmen). Ich hoffe, dass sich dieser Horror bald wieder legt. Oder der "Schlankheitswahn" hat mich verlassen, sodass ich mich einfach gehen lasse. Füher hatte ich als Kind einen Ordnungs- und Waschzwang, der über einige Jahre anhielt. Als die Zwangsstörung nachlies, habe ich nur noch 2 mal in der Woche geduscht :evil: Ich hoffe, dass es nur so eine Art Reaktanz ist, wobei der stetige Gewichtsanstieg mich einfach nur fertig macht. Das einzige, was mir Hoffung macht, ist dass ich generell zu Wassereinlagerungen neige. Früher habe ich mich wahrscheinlich nicht so häufig auf die Waage gestellt. Wenn ich aber eine Pizza am Abend esse, wiege ich am nächsten Tag 5 Kilo mehr und sehe tatsächlich aufgedunsen aus. Die Kniegelenke sind kaum erkennbar und ich kriege meine Jeans nict mehr an. Vor ein paar Tagen wog ich fast 70 KIlo, am nächsten morgen waren es nur noch 65, da ich die ganze Nacht geschwitzt habe.

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Anna-Luisa
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Beitrag Sa., 09.01.2021, 22:11

Onyx22 hat geschrieben:
Sa., 09.01.2021, 22:08
Vor ein paar Tagen wog ich fast 70 KIlo, am nächsten morgen waren es nur noch 65, da ich die ganze Nacht geschwitzt habe.
Ich würde den Arzttermin dringend machen.
Fordere viel von dir selbst und erwarte wenig von den anderen. So wird dir Ärger erspart bleiben.
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Beitrag Sa., 09.01.2021, 22:30

Anna-Luisa hat geschrieben:
Sa., 09.01.2021, 22:11
Onyx22 hat geschrieben:
Sa., 09.01.2021, 22:08
Vor ein paar Tagen wog ich fast 70 KIlo, am nächsten morgen waren es nur noch 65, da ich die ganze Nacht geschwitzt habe.
Ich würde den Arzttermin dringend machen.
Ich bin aber fast 1,90. Vielleicht liegt es an der Größe, dass man so viel Wasser ausscheidet/einlagert. Vor 5 Jahren hatte ich eine Sehnervenentzündung und es bestand der Verdacht auf MS in einer neurologischen Klinik. Damals habe ich auch arpide zugenommen (aber das kam vom Kortison). Ich hoffe, dass das nicht wieder losgeht ::? Vor diesen Anfällen und auch jetzt hängt mein linkes Augenlid etwas und die linke Gesichtshälfte ist tauber. :( Ich höre mich an, wie ein Hypochonder, aber ich denke mir das wirklich nicht aus. Ich hoffe, dass ihr euch nicht von mir ver*****t fühlt. Ich habe auch Angst zum Arzt zu gehen. Der wird mich dann auch schief anschauen. Schließlich weiß er nicht, wie viel ich vor 3 Wochen gewogen habe. Meine Eltern sind verständlicherweise auch sehr genervt von mir, da ich ständig rumjammere. Ich hoffe, dass ich schnellstmöglich wieder fit bin.

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Sadako
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Beitrag Sa., 09.01.2021, 23:04

Du hast schon was von einer männlichen Dramaqueen...
Was du beschreibst ist zumindest auf der Ebene von Verhalten und erleben nicht üblich oder typisch.
Wenn ich dich bei. wort nehme hattest du einen BMI unter 17, Essanfälle, treibst teilweise exzessiv Sport, beschäftigst dich viel mit Essen und mit deinem Körper und hast starke Angst zuzunehmen bzw. willst um jeden Preis wieder ins Untergewicht.
Onlinediagnosen sind nicht der burner aber falls das alles stimmt, hast du eine Eßstörung.
Was deine neurologische Symptomatik angeht... das gehört abgeklärt und zwar umgehend. Wenn du schon eine Sehnerventzündung hattest, ist das tatsächlich MS-verdächtig. Wenn nix ist, ist gut. Wenn doch verlierst du gerade wertvolle Zeit.
Ich habe selbst MS und wollte bei meinen zweiten Schub (der dann die Diagnose gesichert hat) auch den Kopf in den Sand stecken - eben weil ich wusste, worauf es hinaus läuft. In sofern kann ich das verstehen aber ist halt keine kluge Taktik.

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Beitrag Sa., 09.01.2021, 23:16

Sadako hat geschrieben:
Sa., 09.01.2021, 23:04
Du hast schon was von einer männlichen Dramaqueen...
Vielleicht trägt meine sexuelle Orientierung / Transsexualität was zum Dramaqueensein bei und die Essstörung hat sich vor einem Jahr aus einem Liebeskummeranlass heraus entwickelt. Bzgl. der MS Diagnose werde ich mich um einen Termin bei meinem Neurologen kümmern. Hast du vielleicht Lipome / Schmerzen am gesamten Oberkörper, die sich wie blaue Flecken anfühlen? ich habe das seid den Fressattacken, aber vielleicht liegt es an der Fettschicht.
Zuletzt geändert von Pauline am So., 10.01.2021, 06:25, insgesamt 1-mal geändert.
Grund: Fullquote entfernt. Bitte keine Komplettzitate verwenden.

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Beitrag So., 10.01.2021, 01:08

Onyx22 hat geschrieben:
Sa., 09.01.2021, 22:30
Ich bin aber fast 1,90.
Bei der Größe und einem Gewicht von 70 kg bist Du immer noch im Untergewicht. Habe grade einfach mal nachgesehen. Normalgewicht wäre laut zweier BMI-Rechen-Seiten im Internet zwischen 72 und 92 kg.
Onyx22 hat geschrieben:
Sa., 09.01.2021, 22:30
Vor diesen Anfällen und auch jetzt hängt mein linkes Augenlid etwas und die linke Gesichtshälfte ist tauber.
Wieder Tipp: Zum Arzt gehen. Wenn der gut ist, schickt der einen zu jemanden im richtigen Fachgebiet bzw. zu jemanden, der für solche Themen zuständig ist.
Onyx22 hat geschrieben:
Sa., 09.01.2021, 22:30
Ich habe auch Angst zum Arzt zu gehen.
Da warst Du Doch schon (Klinik).
Onyx22 hat geschrieben:
Sa., 09.01.2021, 22:30
Schließlich weiß er nicht, wie viel ich vor 3 Wochen gewogen habe.
Das kannst Du ihm ja sagen.
Onyx22 hat geschrieben:
Sa., 09.01.2021, 23:16
Vielleicht trägt meine sexuelle Orientierung / Transsexualität was zum Dramaqueensein
Ich frage mich manchmal, warum anscheinend soviele Schwule bzw. Trans-Sexuelle ihr Verhalten so überspitzen (bei Lesben habe ich das so kaum mitbekommen), glaube aber nicht, dass das hier beschriebene Drama-Tun speziell damit etwas zu tun hat bzw. mit der Orientierung zu tun hat. Ich glaube nicht, dass die Orientierung das Drama-Tum veranlasst, sondern das, was man damit verbindet. Von daher geht transsexuell (und/oder schwul sein) sicher auch ohne dieses Verhalten.

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Onyx22
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Beitrag So., 17.01.2021, 00:16

Heute ging es mir wieder fürchterlich schlecht. Ich habe versucht Fahrrad zu fahren und konnte meine Beine nicht richtig bewegen, weil sie so schwer sind, wie nach einem Marathonlauf.

Zu Hause herrscht auch ein fürchterliches Klima. Meine Mutter hat mir eindeutig gesagt, dass sie mich einfach schnellstmöglich rausekeln wollte, indem sie mich gezwungen hat zu essen. Ich habe aus Frust/Wut eine Wohnung gesucht und gemietet, obwohl ich die Gegend so fürchterlich finde (Mitte). Ich wache jeden Morgen auf und es fühlt sich an, als wäre es ein Alptraum. Heute Abend kam meine Mutter zu mir, wie zu einem kleinen Kind und meinte: Siehst du, das wäre dir nicht passiert, wenn du meine Ratschläge befolgen würdest hinsichtlich der Ernährung... jetzt hast du schnell zugenommen und musst es akzeptieren. Du bist doch eh ein Mann und dir kann dein Aussehen egal sein, du warst eh nie besonders hübsch, siehst aber wenigstens nicht mehr wie ein ekliges magersüchtiges Skellett aus...

ich kann einfach nicht glauben, dass ich mir 10 Kilo in weniger als einen Monat angefuttert habe und vor allem, warum ich vorher immer klar gekommen bin mit meiner Ernährung. Die Beziehung zu meinen Eltern allein kann es ja nicht sein. Dieser Einzug in die neue Wohnung macht mir so Angst, da ich dann wahrscheinlich vollkommen die Kontrolle verliere und nur Junkfood fresse... Und zudem diese ganze Coronasituation mit den Zukunftsängsten. Am liebsten würde ich bei meinen Eltern bleiben und hier in der Natur / Wald Sport treiben und könnte meine Ernährung und meinen Körper in ein paar Monaten wieder regulieren. Ich traue mich gar nicht mehr ohne Schal und Maske das Haus zu verlassen, da ich ständig ein so breites Hamstergesicht habe. Wann hört dieser Horror mit dem Lockdown auf. Ich konnte bislang zum Glück dem Druck meiner Familie entkommen und im Sommer normal arbeiten und draußen Sport treiben, doch jetzt bricht einfach alles zusammen. Ich ernähre mich seid einigen Tagen nur von Gemüse/Fisch und Eiern und nehme trotz Joggens / Fahrradfahren weiter zu. Jetzt wiege ich 71 Kilo, vor 3 und halb Wochen waren es 60. :( Und leider verteilt sich das Gewicht ziemlich schlecht. Ich habe einen Bierbauch, fetten Hintern und breite Oberschenkel. Und wie kann es sein, dass man gar kein Sättigungsgefühl hat? Ich habe vorher noch nie gehungert (nur weil ich untergewichtig war). Ich könnte 3 Pizzen und 2 Tafeln Schokolade essen und werde immer noch nicht satt. Oder 3 Eier und Fisch und kann trotzdem noch weiter essen. Ich sehe keine keinen anderen Ausweg, als meinen Mund und den Kühlschrank zu versiegeln. Meine Eltern nerven mich auch permanent mit Rückfragen, was ich wann gegessen habe. Blöderweise läuft mein Studium und die Arbeit immer von zu Hause aus.
Aber glaubt ihr, dass man 11 Kilo so schnell zunehmen kann? Und vor allem: wie werde ich die wieder los??? Was bringt es mir normalgewichtig zu sein, wenn ich alle meine Hosen rausschmeißen muss? Wenn es so weiter geht, wiege ich in 3 Monaten 100 Kilo. Vor knapp einem Jahr wog ich immer 63-66 Kilo (auch nach All In Strand Urlaub und 3 Pizzen pro Tag).

Ich will nicht nur rumjammern und mich beschweren. Aber ich tue auch wirklich etwas um meine Situation zu verbessern. Ich habe in den letzten Tagen keine Kohlenhydrate gegessen, viel getrunken, nicht zu weit unter und auch nicht über den Grundumsatz gegessen und Sport getrieben (kein Muskelaufbau) und trotzdem jeden Tag einen halben Kilo zugenommen. Zudem habe ich ja versucht meine Lebensumstände zu verändern: mir eine neue Wohnung gesucht, eine neue Stelle gesucht und bekommen, ein Masterarbeitsthema gefunden etc. und komme trotzdem gewichtstechnisch nicht voran. Am liebsten würde ich mich im Wald irgendwo hinlegen und einen Monat nichts essen und von diesem Horror weglaufen. Warum können manche Menschen nicht verstehen, dass es einfach furchtbar belastend ist so viel auf einmal zuzunehmen und nichts dagegen tun zu können? Mein Vater sagt wenigstens ganz ehrlich, dass ich offensichtlich zugenommen habe und schnell ausziehen sollte, sonst werde ich unter dem Zwang meiner Mutter noch fett. Und was beabsichtigen meine Eltern ständig mit ihren Kommentaren. Beide beziehen Rente und essen tagelang und nörgeln an mir rum, dass ich im Vergleich zu meinen Gleichaltrigen nichtsnützig bin (noch Student, keine Beziehung, psychisch gestört etc...) Sie wollen mir helfen/einen Arschtritt geben und kontrollieren mich aber ständig zur selben Zeit.

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Onyx22
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Beitrag So., 17.01.2021, 01:07

Deshalb habe ich auch so schnell die erste Wohnung genommen, die ich kriegen konnte. Ich werde es bewusst verheimlichen und einfach Anfang nächster Woche meine Sachen packen und wegziehen. Ich hoffe nur, dass sich dadurch etwas zum Guten ändert, obwohl ich die Lage und Einrichtung so hässlich finde. Vielleicht halte ich eine 30-tägige Hungerkur aus und kann somit mein Geld sparen und abnehmen. Gleichzeitig glaube ich, dass meine Eltern mich richtig einschätzen und mir einfach die Wahrheit sagen. Vielleicht werde ich verrückt und diese Fressanfälle sind Episoden einer bipolaren Störung? Meine Mutter meinte, als wir miteinander geredet haben, dass ich vielleicht schizophren sein könnte. Vielleicht denken das die Ärzte auch, wenn ich ihnen über meine Gewichtszunahme berichte? Der Arzt von der Notaufnahme hat nicht mal verstanden, was Binge Eating ist... Mit Mitte 50 müsste man doch nicht zu alt sein und sich ein wenig mit der ICD auskennen?

Meine Mutter glaubte mir auch nicht, dass ich mir leisten kann auszuziehen (ich habe lange verheimlicht, dass ich einen Job habe, sonst müsste ich Kostgeld zahlen :red: ) Und als ich ihr die Bilder der Wohnung gezeigt habe, hat sie mich wie einen verrückten angeschaut: Bist du gestört? Ich könnte mir nicht als Student leisten in so einer Wohnung zu leben... Du bist einfach wahnsinnig und hast Wahnvorstellungen. Dabei habe ich mir alles gut ausgerechnet. Was ist, wenn ich wirklich verrückt werde? Die ganze Lebenssituation macht mir so viel Angst. Diese Fressanfälle zeigen ja auch, dass ich mich zu etwas zwinge, was ich gar nicht will (zunehmen und sich krank fühlen). Und dabei fühle ich mich so machtlos. Ich gebe mir so viel Mühe, alles gut zu meistern und komme nicht voran.

Ich sehe jetzt schon, wie meine Mutter nach meinem Auszug zu mir kommt und sagt, dass alles gar nicht böse gemeint war und sie mich bestimmt nicht rausekeln will. Letztes Mal tischte sie mir aber auf, dass ich in meinem Alter nicht mehr so viel essen kann wie früher (da um die 30). Vor ein paar Monaten fütterte sie mich aber ständig mit Teigwaren voll (obwohl ich die manchmal wegwarf) und unterstellte mir eine Magersucht. Es macht mich einfach so wütend, dass ich mich den Ratschlägen meiner Eltern unterworfen habe und mich gehen lassen habe. Jetzt muss ich wieder ackern , um dieses hässliche Speck runterzutrainieren.

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Pauline
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Beitrag So., 17.01.2021, 05:44

Hallo Onyx22

Ich bin der Meinung, dass Du Dich bei einem Arzt (Hausarzt, evtl Endokrinologen) vorstellen solltest.
Dies ist ein Forum für Psychotherapie und hier kann Dir niemand Antworten auf die Fragen geben.
Soweit mein Rat.
Ich mache den Thread hier zu und bitte Dich, Dich bei der Moderation zu melden, wenn Du körperlich abgeklärt bist. Dann können wir hier auch wieder eröffnen.
Bei Fragen an mich bitte Pn senden.

LG, Pauline