Stetige Zunahme statt Abnahme

Bulimie, Anorexie, Adipositas, EDNOS (mehr zur Unterscheidung finden Sie in meinen themenbezogenen Artikeln im Archiv, darüber hinaus finden Sie auf der Website auch Selbsttests zum Thema)
Benutzeravatar

Thread-EröffnerIn
Kruemel88
sporadischer Gast
sporadischer Gast
weiblich/female, 31
Beiträge: 8
Wohnort: Langenhagen
Status: Offline

Stetige Zunahme statt Abnahme

Beitrag Fr., 10.04.2020, 14:49

Hallo,

ich würde mich gerne mit gleichgesinnten Austauschen und hoffe, dass es vielleicht den ein oder anderen gibt, der mir bei meinem Problem helfen könnte.

Zu meinem Problem:

Ich bin bald 32 seit meinem 12. Lebensjahr auf Diät und habe schon alles Mögliche versucht, wirklich alles, jede Diät oder Abnehm-Methode, die es gibt. Mit 12 fand ich mich mit 51k/52kg bei einer Größe von 153cm viiiiel zu fett. Rückblickend total bescheuert. In meinem Leben habe ich schon so einige mitgemacht und leide seit ca. 10 Jahren an einer (Erschöpfungs-)Depression.

Mit meinen ewigen Diäten habe ich zwar nie langfristig abgenommen aber auch nie mehr zugenommen, das hat sich aber in den letzten Jahren geändert. Mittlerweile nehme ich immer weiter zu und bin nun bereits bei fast 69kg angelangt. Ich habe vor 2 Jahren nach der Geburt meiner 2. Tochter aufgegeben mit diäten aber dennoch sehr darauf geachtet, was ich esse. Also nicht zu viel und nicht zuviel ungesundes. In diesen 2 Jahren habe ich aber eine weitere Psychotherapie gemacht und mehrfach mein Blut untersuchen lassen. trotzdem schaffe ich es nicht abzunehmen. DIe Ärzte und Psychologen können mir nicht mehr helfen und denken, dass mein Körper einfach in jeder Hinsicht auf Sparflamme läuft wegen meiner langjährigen Erschöpfung. Das Komische ist, dass ich meinen 2 Schwangerschaften mehr oder weniger essen konnte was ich wollte und nicht extrem zugenommen habe. In beiden SS habe ich 10kg zugenommen.

Mein ganzer Alltag dreht sich um mein blödes Aussehen, dass mich anwidert. Nichts passt oder steht mir und auch mein Gesicht sieht aufgedunsen aus. Ich fühle mich einfach hässlich und nichts passt mir mehr.

Hat vielleicht jemand eine Ähnliche Erfahrung und hat es geschafft abzunehmen? Würde mich sehr über den AUstausch freuen.

Liebe Grüße
Kruemel

Benutzeravatar

Anti Lope
Helferlein
Helferlein
weiblich/female, 49
Beiträge: 133
Wohnort: Steppe
Status: Offline

Beitrag Fr., 10.04.2020, 17:13

Hallo Kruemel,

die Blutuntersuchungen blieben ohen Befund? Was wurde denn untersucht? Mir fällt bei sowas ja immer, aus eigener Erfahrung, die Schilddrüse ein bzw. die Autoimmunkrankheit Hashimoto. Wurde darauf getestet?

Liebe Grüße
Anti Lope
"Vegangenheit ist, wenn es nicht mehr wehtut." Mark Twain

Benutzeravatar

Thread-EröffnerIn
Kruemel88
sporadischer Gast
sporadischer Gast
weiblich/female, 31
Beiträge: 8
Wohnort: Langenhagen
Status: Offline

Beitrag Fr., 10.04.2020, 17:34

Hallo, ja es wurde jedes Mal die Schilddrüse untersucht und die Leber.

VG

Benutzeravatar

Joshi
neu an Bo(a)rd!
neu an Bo(a)rd!
männlich/male, 30
Beiträge: 3
Wohnort: Österreich
Status: Offline

Beitrag Di., 16.11.2021, 10:42

Hallo Kruemel88,

jetzt ist es schon einige Zeit her, wie ist der Stand 2021, wenn du berichten magst?

Ich hoffe dir geht es besser :)

MfG

Benutzeravatar

Thread-EröffnerIn
Kruemel88
sporadischer Gast
sporadischer Gast
weiblich/female, 31
Beiträge: 8
Wohnort: Langenhagen
Status: Offline

Beitrag Di., 16.11.2021, 11:35

Hallo lieber Joshi,

ich habe mit meiner Ärztin darüber gesprochen, da die Blutwerte ja gut sind. Sie glaubt, dass es stressbedingt ist. Sie hat dasselbe Problem. Sie meinte, dass es genetisch bedingt ist welcher Typ man ist und, dass bei einigen Frauen/Menschen bei Stress der Körper sich weigert abzunehmen.

Letztes Jahr konnte ich mit eiserner Disziplin durch Kalorienzählen 7 kg Abnehmen aber dann war Schluss, egal was ich versucht habe.
Leider habe ich nach einem Jahr wieder 3 kg drauf.

Meine Vermutung ist, dass ich über die Jahre meinen Stoffwechsel kaputt gemacht habe und dazu noch Schlafentzug, Dauerstress: 2 Kinder, 1 davon schläft seit 7 Jahren sehr schlecht, Studium neben dem Vollzeitberuf etc.
Das Abnehmen bedeutet ja auch großen Stress für mich: Ich bin daueraggressiv, dauerhungrig, ungeduldig, alles muss geplant und abgewogen werden.
Der Körper wehrt sich denke ich durch die Stresshormone.

Nun ja ich versuche es weiter.

LG

Benutzeravatar

Anti Lope
Helferlein
Helferlein
weiblich/female, 49
Beiträge: 133
Wohnort: Steppe
Status: Offline

Beitrag Di., 23.11.2021, 19:11

Kruemel88 hat geschrieben: Di., 16.11.2021, 11:35
Das Abnehmen bedeutet ja auch großen Stress für mich: Ich bin daueraggressiv, dauerhungrig, ungeduldig, alles muss geplant und abgewogen werden.
Der Körper wehrt sich denke ich durch die Stresshormone.

Nun ja ich versuche es weiter.

LG
So wie du das mit dem Abnehmen beschreibst, würde mich das auch stressen. Vielleicht könntest du dich mehr in Richtung Ernährungsumstellung orientieren. Da gibt es viele Möglichkeiten. Eine Ernährungsberatung mal aufsuchen oder selbst mal schauen, was sich für dich stimmig anhört und dich da ein bisschen schlau machen und ausprobieren. Bestimmte Sachen mal weglassen oder durch anderes ersetzten. Kuhmilch durch Hafermilch z.B. Oder glutenfreie Ernährung. Oder Vegan. Oder, oder, oder.
Es muss aber zu dir und deinem Alltag passen, sodass die Umstellung leichter fällt. Und vorallem: geh es langsam an! Wer dauerhaft und auf eine gesunde Art und Weise Gewicht verlieren möchte, muss sich Zeit lassen. Naja und dich selbst nicht stressen, wenns dann nicht sofort klappt ;)

MIr hat mal eine Heilpraktikerin mit einer Darmreinigung und Narungsergänzungsmitteln sehr geholften. Das war zwar nicht weil ich abnehmen wollte, aber vielleicht kann das auch unterstützen.

Alles Gute!
"Vegangenheit ist, wenn es nicht mehr wehtut." Mark Twain