Liebeswahn

Fragen und Erfahrungsaustausch zu Persönlichkeitsstörungen und Schizophrenie, Bipolaren Störungen ('Manisch-Depressives Krankheitsbild'), Wahrnehmungsstörungen wie zB. Dissoziationen, MPS, Grenzbereichen wie Borderline, etc.
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stern
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Re: Liebeswahn

Beitrag So., 24.11.2019, 17:46

Candykills hat geschrieben:
So., 24.11.2019, 17:40
Ja, es war fies. Aber ich finde ständig zu sagen "das les ich nicht" auch fies, vor allem, da sich die Leute Mühe geben beim Schreiben. So findet halt jeder etwas anderes fies.
Noch ein letztes... ja, wenn etwas in einen Beitrag gelegt wird, stelle ich das klar... wenn dann trotz (teils mehrmaliger!) Abgrenzung noch kiloweise etwas dazu kommt, was ich nicht zum Ausdruck bringen wollte, so interessiert mich das tatsächlich nicht... ebenso nicht persönliche Sticheleien. Weisste aber. Und das ist der Punkt: Ich habe halt auch Grenzen. Stichwort auch: Beziehungsebene.
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Candykills
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Beitrag So., 24.11.2019, 17:52

Ja, das stimmt schon. Wobei die Liebesbekundungen (und außerhalb des Wahns habe ich auch gar nicht diese Gefühle für die Person gehabt) gar nicht mal das Schlimmste sind. Viel schlimmer für mich ist, dass ich die Zeichen so komplett falsch interpretiert habe und einfach kein Verständnis da für meinen Kopf aufbringen kann, wie man ein Hurensohn nett auslegen kann zum Beispiel. Und ja, sowas macht extrem verletzlich, genauso wie das Öffnen hier im Thread. Und das wurde ja auch direkt ausgenutzt, in dem die Gefühle vom Opfer wichtig wurden, obwohl es dem gut geht und das gar nicht das Thema für mich war.

Nicht mal, dass sie die Nummer gewechselt hat, hat mich davon abgebracht. Ich habe dann in der Zahlenkombination ihrer neuen Nummer eine Botschaft üfr mich gesehen, worüber ich heute auch nur noch den Kopf schütteln kann. Obwohl Numerologie immer noch etwas wichtiges für mich ist, was mich immer wieder irgendwelche Botschaften erahnen lässt, also auch heute noch.

Aber es ist halt, wie du schriebst, dass man sich extrem verletzlich macht. Wobei ich eher im Nachhinein verletzt bin, als jetzt in der Situation damals, weil ich ja alles Pro mir auslegte.
Und vielleicht ist da wirklich noch irgendwas in mir, wo ich mir wünschte, sie würde es im Nachhinein nicht als böse Absicht sehen. Weil ich jetzt verletzlich bin. Obwohl sie mir menschlich überhaupt nicht mehr wichtig ist...und das auch in diesem Leben nicht mehr geklärt wird. Liebe macht auf jeden Fall verletzlicher, als die meisten anderen Gefühle.

Ich werde es wohl oder übel mal in der Therapie ansprechen müssen, ich weiß nur noch nicht wie. Also ich habe schon mal angedeutet, dass ich auch viel unter Liebeswahn litt, aber wir gingen dann nie darauf ein, worum ich ganz froh war. Aber jetzt, wo der Liebeswahn auf Facebook so viel Thema war, kommen diese Gefühle - vielleicht sogar des Ausgeliefertseins - wieder hoch. Deshalb gehören sie wohl in die Therapie. Auch, weil ich das nicht wieder erleben will. Ich will keinen Wahn noch mal erleben.
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Candykills
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Beitrag So., 24.11.2019, 17:54

stern hat geschrieben:
So., 24.11.2019, 17:46
Candykills hat geschrieben:
So., 24.11.2019, 17:40
Ja, es war fies. Aber ich finde ständig zu sagen "das les ich nicht" auch fies, vor allem, da sich die Leute Mühe geben beim Schreiben. So findet halt jeder etwas anderes fies.
Noch ein letztes... ja, wenn etwas in einen Beitrag gelegt wird, stelle ich das klar... wenn dann trotz (teils mehrmaliger!) Abgrenzung noch kiloweise etwas dazu kommt, was ich nicht zum Ausdruck bringen wollte, so interessiert mich das tatsächlich nicht... ebenso nicht persönliche Sticheleien. Weisste aber. Und das ist der Punkt: Ich habe halt auch Grenzen. Stichwort auch: Beziehungsebene.
Ich finde halt, dass du zu schnell Grenzen ziehst und es sich dann gar nicht klären lässt, weil du dem anderen die Chance verwehrst. Ich fand die Beiträge von No Twist jetzt gar nicht so, dass sie nicht lesbar waren, dann doch eher mein Beitrag, wo ich fies wurde, also da hätte ich verstanden, wenn du sagst "les ich nicht". Aber das war bei völlig normalen Beiträgen.

Naja, lass zum Thema zurück.
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stern
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Beitrag So., 24.11.2019, 17:59

Weißt du denn überhaupt sicher, wie sich dich bzw. die Mailattacke sieht? Stalker hatte sie dich genannt, meine ich (hattest du erwähnt). Aber ansonsten?

Aber wenn jemand die Polizei holt oder die Nummer ändert, kann das primär Selbstschutz sein... also Hauptziel: Eindämmung.

Und sowas wie "böse" (>> wo ich mir wünschte, sie würde es im Nachhinein nicht als böse Absicht sehen) ist ja genau das, was zumindest ich unter einer moralischen Bewertung verstehe (andere habe hier vielleicht ein anderes Verständnis, mag sein). Also wer sagt, dass das nicht Projektion ist?
Zuletzt geändert von stern am So., 24.11.2019, 18:13, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag So., 24.11.2019, 18:07

. Und das wurde ja auch direkt ausgenutzt, in dem die Gefühle vom Opfer wichtig wurden,
Die hattest du doch auch thematisiert... nur z.B.
und diese Person hat mich wahrscheinlich einfach nur gehasst (auf jeden Fall schimpfte sie mich Stalker) und heute glaube ich halt, dass sie mmich einfach nur gehasst hat. Aber ich konnte das damals in der Psychose nicht sehen.
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Candykills
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Beitrag So., 24.11.2019, 18:20

Also ich weiß es nicht, ob ich das auf sie projiziere. Ich will aber auch besser nichts anderes glauben. Ich empfinde zwar nix mehr für sie, das war nach der Psychose mit den Gefühlen direkt weg. Aber ich hätte Angst, wenn ich was anderes denken würde, in der nächsten Psychose vielleich wieder Liebeswahn ihr gegenüber zu haben. Also wäre es auch schon besser, wenn sie mich für einen Bösen hält, so gesehen. Das hält mich auch von Klärungsversuchen ab und ich kann dann sehen: das war falsch, was ich damals gemacht habe.
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Beitrag So., 24.11.2019, 18:49

Lässt es sich irgendwie trainieren, solche vermeintlichen Liebesanzeichen besser oder frühzeitiger als Wahn zu erkennen (anstelle einer versteckten Botschaft)?

Wenn ja: Das wäre dann wieder ein übergreifendes Thema, denn vermeintliche Botschaften sind ja auch bei anderen Wahnformen zumindest typisch (wenn auch vllt. nicht zwingend). Ich tendiere dazu, dass es dann wichtig ist möglichst frühzeitig zu behandeln bzw. die Dosis anzupassen. Botschaften können ja im Zweifel in allem gesehen werden (und das macht eine Psychose dann u.a. ja genau aus... ich kann mir zumindest nicht vorstellen, dass man das beeinflussen kann im Sinne: bitte keine Liebesbotschaften/Liebeswahn).
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Beitrag So., 24.11.2019, 20:11

Ich hoffe, dass es Anzeichen gibt, die ich selbst zu deuten schaffe und so selber früh genug entgegenwirken kann, weil ich weiß nicht, ob ich das nach außen kommunizieren würde. Ich mein, ich nehme schon viel, also 15 mg Zyprexa und 200 mg Solian, zwei Neuroleptika ist ja auch nicht wenig. Ich hoffe einfach, dass ich es selbst merke, wenn es wieder soweit kommt bzw. dass es gar nicht mehr dazu kommt, das wäre mir am liebsten. Ich setze ja auch keine Medikamente mehr ab inzwischen. Aber völlig sicher ist man wohl nicht mal mit Medikamenten.

In der Psychose ergibt halt so ein Unsinn immer so viel Sinn, dass es dann auch schwer ist von etwas anderem überzeugt zu werden. Und ich habe ja trotz der Medis immer noch Restsymptome, wie dauerhaftes Stimmehören. Naja, ich hoffe einfach, es kommt nie wieder soweit.
Das hoffe ich nicht nur für mich, sondern auch für mein Umfeld. Es ist für niemanden schön.
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mondlicht
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Beitrag Mi., 27.11.2019, 17:00

Hallo Candy,

ich hatte in meinem Leben auch mehrere Episoden von Liebeswahn. Ich hatte noch nie eine Psychose, aber im Liebeswahn hatte ich keine Kontrolle mehr und mir fehlte eben auch die Fähigkeit, meinen Wahn zu durchschauen und entgegen zu steuern.

Und ja - diese Erfahrung ist auch für mich außerordentlich beschämend. Eines meiner Liebeswahnopfer ist mittlerweile verstorben. Als ich davon erfuhr, empfand ich sogar ein bisschen Erleichterung, dass zumindest mit ihrem Tod eine Zeugin meines Verhaltens verschwunden ist.

Was meine Scham ausmacht: ich hatte im Liebeswahn extreme Hochstimmungen, die von dem Gefühl getragen waren, so toll und begehrenswert und unwiderstehlich für die andere Person zu sein. Und tatsächlich war ich eine ver(w)irrte kranke Frau. Dieses verirrte und liebesbedürftige Wesen beschämt mich, als hätte es "mich" entlarvt. Es ist dieser krasse Gegensatz zwischen Realität/ Fremdwahrnehmung (die ich allerdings nicht kenne und gar nicht so genau kennen will) und dem Wahnbild von mir selbst.
Ich hatte auch in meinem Leben depressive Phasen - da fühlte ich mich auch ohnmächtig und chaotisch, aber diesen Zustand finde ich nicht beschämend.


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Candykills
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Beitrag Mi., 27.11.2019, 17:25

Danke Mondlicht für deinen Bericht. Du fasst gut in Worte, wie man sich im Nachhinein fühlt und was so beschämend ist.
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Claude
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Beitrag Mi., 04.12.2019, 15:43

Candykills hat geschrieben:
Fr., 22.11.2019, 21:45
Es ist mir einfach zu unangenehm, wie ich mich benommen habe, was ich alles angestellt habe und diese Person hat mich wahrscheinlich einfach nur gehasst (auf jeden Fall schimpfte sie mich Stalker) und heute glaube ich halt, dass sie mmich einfach nur gehasst hat. Aber ich konnte das damals in der Psychose nicht sehen. Ich war mir immer sicher, dass sie mich liebt, und ich habe auch alles, was sie tat immer mir zu Gunsten ausgelegt. Heute denke ich mir da nur, was war da kaputt in meinem Kopf, diese Taten waren doch alle durchweg negativ mir gegenüber.
Ich weiß nicht, ob es hier schon geschrieben wurde, weil ich noch nicht alle 7 Seiten des Threads gelesen habe, aber ich möchte schreiben das ich persönlich glaube, dass Wahnvorstellungen auch häufig was mit Wunschdenken zu tun haben. Vielleicht fängt man dann an sich eine andere Realität einzubilden, weil man die Wirklichkeit (zumindest subjektiv) nicht ertragen kann.

In Fällen in denen man sich beobachtet fühlt (Bereich Verfolgungswahn), hat es dann vielleicht eher was mit dem Thema Grenzen zu tun. Man hat dann diese tiefsitzende (unbewusste) Angst sich nicht mehr abgrenzen zu können. Nicht mehr abgrenzen vor anderen Menschen, vor bösen Menschen, sich nicht mehr vor der scheinbar bösen Welt abgrenzen zu können. Wenn dann jemand glaubt er trage einen Chip in sich, könnte dass der Angst Ausdruck verleihen selbst in seinem tiefsten Innern nicht mehr ganz für sich, nicht mehr unantastbar, nicht mehr sicher sein zu dürfen.
Das würde aber nóch nicht erklähren wieso es auch Menschen gibt die verschiedenen Arten von Wahnen in ihrem Leben durchmachen.
Ich stelle hier auch nur Vermutungen auf.
Zuletzt geändert von Claude am Mi., 04.12.2019, 15:51, insgesamt 1-mal geändert.


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Beitrag Mi., 04.12.2019, 15:49

Ja, das kann gut sein. Ich bin ja auch ein Verfechter, dass hinter jedem Wahn ein Stückchen Wahrheit steckt. So ist es zumindest bei mir, wenn ich den Wahn analysiere. Ich hatte auch nicht in jeder Psychose die selbe Form Wahn. Es kam auch nicht immer zu Liebeswahn, aber meistens kam auch der noch dazu.
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Coriolan
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Beitrag Mo., 09.12.2019, 15:29

Weiß nicht, ob's schon genannt wurde aber wäre es denn eine Möglichkeit, die Schamgefühle mal auf Papier zu bringen und ihr in der Therapie zum Lesen zu geben? :tippen:

Vielleicht hast du ja auch Glück und sie liest es dann auch leise - falls du das in dem Moment nicht hören kannst. :verweis:

(Scham-)Gefühle können so verdammt stark sein und einen wirklich zum Verstummen bringen. :stumm: Vielleicht gelingt der Einstieg in das Thema leichter, wenn deine Therapeutin durch das Schreiben schon "vorgewarnt" ist? Da sie dich ja kennt, wird sie mit Sicherheit auch wissen, wie sie das Thema mit dir besprechen kann.

Ist nur so eine Idee, wie es vielleicht etwas leichter werden könnte.
Wenn man keine Ahnung hat: einfach mal Fr... halten (D. Nuhr)


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Beitrag Mo., 09.12.2019, 15:50

Nein, das schrieb noch keiner. Das muss ich mir auch erst durch den Kopf gehen lassen, ob das mit einem Brief zu mir passt. Wahrscheinlich fände ich es dann doch einfacher es mündlich anzusprechen. Aber das Thema konnte ich auch ganz gut wieder wegschieben, weil mich die letzte Zeit nichts mehr angetriggert hat, diesbezüglich.
Das passiert halt meistens, wenn irgendjemand mit diesem Thema kommt und erzählt, dann habe ich eine Art Flashbacks und alles bricht wieder über mich zusammen, wie das war.
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Beitrag Mo., 09.12.2019, 17:23

Vielleicht wäre es eine Möglichkeit im Sinne von Prophylaxe dranzubleiben, in der Therapie das jetzt zu besprechen, wo es wieder im Hintergrund ist.
Ein neuer Trigger kann jederzeit kommen und dann reißt's Dich vielleicht nicht so arg runter.