Austausch DIS/DDNOS - Betroffene (Teil 3)

Fragen und Erfahrungsaustausch zu Persönlichkeitsstörungen und Schizophrenie, Bipolaren Störungen ('Manisch-Depressives Krankheitsbild'), Wahrnehmungsstörungen wie zB. Dissoziationen, MPS, Grenzbereichen wie Borderline, etc.
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Re: Austausch DIS/DDNOS - Betroffene (Teil 3)

Beitrag Mo., 29.10.2018, 14:38

Mh, das finde ich unlogisch.

Andererseits habe ich mittlerweile schon oft mal gelesen, dass Leute ewig in Therapie waren und zig Diagnosen bekamen, bis das ganze ans Licht kam.
Ich denke, dass ich insgesamt als System prima angepasst bin. Man merkt mir nix an im Umgang. Da muss man schon genau hinschauen.
Ich hab ja quasi auch nix gemerkt ha ha. 🤪

Vielleicht liegt es an Vertrauen zur Therapeutin, oder so???? Ich habe keine Ahnung.

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Dontworrybehappy
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Beitrag Mo., 29.10.2018, 15:10

Hi

Vllt darf ich mich einbringen hier weil ich auch ziemlich Probleme habe mit meinen Anteilen und der Therapie.
Vor allem die Gestaltung des Lebensweges ist einfach nur wirklich komplex und stellt mich vor Bergen.
Die Hindernisse sind kaum überwindbar vor allem die Kleinen behindern mich sehr und damit fühle ich mich total allein gelassen in der Therapie .
Eine ist ziemlich verstört und stürzt oft ab und wenn sie falsche Dinge liest..Geht bis an Suizidgedanken und sie sucht nach Vergebung, denn sie wird zudem von einem Anteil belastet, der sie regelmäßig quält mit Bildern..
Sie hängt unglaublich an Unserer Ex Partnerin und sieht sie wohl als Mami, dieses aber gestaltet sich sehr schwer weil es zwei andere Anteile gibt ,die andere Bedürfnisse haben .

Es ist soviel Unruhe in Uns,dass ein vorankommen sehr schwer überhaupt erreichbar ist.
Die Wünsche Ideen der einzelnen Anteile gehen weit auseinander und es ist wie ein großer Kampf wer sich durchsetzt .
Es schlaucht meinen Kopf aber in einem sind wir uns einig bloß keinen Weg gehen den andere uns versuchen einzureden .

Ich hingegen bin total ermüdet und streite oft ab,dass sie existieren ,kontrolliere oft alles was ich sage und versuche bloß nicht aufzufallen.
Möchte am liebsten gar keine Veränderung was natürlich kaum möglich ist aber wie soll man etwas verändern wenn man so viel noch mit einplanen muss.
Es gibt nicht nur Uns sondern auch noch Kinder, Ex Partnerin etc .

Jeden Abend bekomme ich mittlerweile Radau und immer wieder spüre ich wie unser System im absoluten Schlachtfeld landet .

In der Therapie fällt es mir schwer mich nicht zu kontrollieren, gelingt es mir etwas Kontrolle abzugeben schäme ich mich danach für Worte oder auch Gedanken die aufkommen .

Ein Anteil findet unsere Therapeutin interessant und seine Gedanken heute während der Therapie beschämen mich, es ist eine Schwärmerei für Sie und er war hin und weg von ihren verschmitzten Lächeln.

Soll man sowas der Therapeutin sagen 😅Er redet auch mit ihr auch manchmal aber seinen Mund muss ich etwas kontrollieren .
Viel eher habe ich Gedanken vor der aggressiven weiblichen Seite, die ziemlich viel Druck in mir auslöst und sie in Schach zu halten fällt mir schwer.
Ich mag sie nicht und sie ist auch die, die zu der Kleinen gar nicht nett ist ..

Puh wie lange habt ihr gebraucht um die Seiten zuzulassen und wie habt ihr die Bedürfnisse auf alle abgestimmt.

Hatte hier ne offene Beziehung vorgeschlagen was wohl die leichteste Lösung wäre und ganz ernst solange die Kleine so stark in den Vordergrund rückt ,ist da eh nicht viel mit austoben und auch ich bin eher der Lass mir meine Ruhe mit Nähe Typ aber diese sexuell interessierten Seiten klopfen schon lange an und ich weiß nicht wie lange sie sich noch wegdrücken lassen..

Puh ich weiß meine Worte haben wenig Sinn aber vllt interessieren sie ...

Lg

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Pianolullaby
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Beitrag Mo., 29.10.2018, 21:45

Oder sie getrauen sich erst jetzt sich zu zeigen
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Beitrag Di., 30.10.2018, 08:39

Piano, meinst du mich, bzw meine Anteile?

Ja, das scheint so. Aber warum?
Irgendwie trägt das schon dazu bei, dass ich mir nicht glauben kann.

Ich denke immer dass die Therapeutin irgendwann sagt: "So, jetzt reicht es aber!! Halten Sie mich für blöd? Ich weiß schon lange, dass das alles nur gespielt ist!"

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Pianolullaby
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Beitrag Di., 30.10.2018, 18:29

Ja ich meint dich DG, Wieso glaubst du deswegen weniger? Macht doch Sinn
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Beitrag Di., 30.10.2018, 18:33

doppelgängerin hat geschrieben:
Di., 30.10.2018, 08:39

Ich denke immer dass die Therapeutin irgendwann sagt: "So, jetzt reicht es aber!! Halten Sie mich für blöd? Ich weiß schon lange, dass das alles nur gespielt ist!"
So ähnliche Gedanken hatte ich auch immer, weil ich das ja auch nicht mitbekam. Und da dachte ich manchmal echt, dass die mich verar*cht und sich heimlich über mich kaputt lacht. :S

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Beitrag Di., 30.10.2018, 18:38

Piano: Mh, findest du? Was macht da denn Sinn???

Schlendrian: ich denke nicht, dass sie sich amüsiert. Ich denke immer, sie prüft mich, wie la ge ich mich traue sie derartig zu belügen. Aber das sage ich ihr ja schon seit Anfang der Therapie. Ist also in dem Sinne nix neues. Weg geht es auch nicht. Zur Zeit ist es eher richtig radikal in den Vordergrund gerutscht.
manchmal denke ich sogar zu Hause : ich kann nie wieder da hin. Ich darf sie nicht so anlügen.und dann auch noch auf Kosten der kk......


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Beitrag Di., 30.10.2018, 18:45

Ja, ich kann das schon total verstehen diese abstrusen Gedanken. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass du sie anlügst ist relativ gering, sonst würdest du es ja bewusst machen. Aber wahrscheinlich beruhigt dich das nicht wirklich.
Ich dachte schon, dass sie lacht. Heute würde ich das nicht mehr von ihr denken. Aber ich und andere Anteile dachten viel böses von ihr, oh man. die hatte es echt schwer mit uns!

Wart mal ab, wenn deine Aggroanteile nach vorne kommen und sie beschimpfen. Puh, das war ne heftige Zeit bei uns, wobei die sich eigentlich als erstes bei uns zeigten. Vielleicht hast du solche Anteile überhaupt nicht. Ich weiß nur, dass die meine Thera ziemlich angemacht haben.....krass, dass sie das so weggesteckt hat.

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Beitrag Di., 30.10.2018, 18:49

Weil vorher kein Vertrauen da war, dass muss sich ja erst bilden. Vorher waren die Anteile wohl nicht sicher genug, da ist es doch gut, melden sie sich erst jetzt
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Beitrag Do., 22.11.2018, 13:18

Hat jemand Erfahrung mit Anteilen, die sich sehr ähneln, also vom Verhalten her? Und auch von Körpersprache, Stimme etc?

Wie entsteht sowas? Und warum? Wozu braucht es quasi 2 von der gleichen Sorte? (wobei ich mir ziemlich sicher bin, dass sie sich im Inneren nicht ähneln)


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Beitrag Do., 22.11.2018, 13:26

Ich denke solch ein Anteil hat sich sehr spät abgespalten, also vor nicht allzu langer Zeit. Das erklärt in meinen Augen, warum sie sich ähneln. Wenn die Abspaltung sehr früh geschah, ist der Anteil ja normal jung und muss sich zwangsläufig in der Entwicklung stark zu dem erwachsenen Ich unterscheiden.

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Rubey
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Beitrag Do., 22.11.2018, 18:36

Es ist auch so "Je mehr Anteile existieren, desto ähnlicher sind sie sich untereinander"

Die Grenzen sind fließender, die Unterschiede werden logischerweise geringer...

Hm, versteht ihr mich? 😄

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Beitrag Do., 22.11.2018, 18:38

Ich habe auch mehrere Anteile, die sind im Prinzip fast genauso wie ich und sind entstanden, weil ich eine Zeit lang sehr überfordert war...
Die anderen sind dann wie ich ohne diese Überforderung...Verrückt 😀 Grüße gehen raus an alle Anteile, die so sind wie ich...😂

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Beitrag Do., 22.11.2018, 20:55

Rubey, sind die dann, wie schlendi sagt, relativ spät entstanden?

Naja, ich hab ja eigentlich keine Ahnung, WIE ähnlich sie mir sind.
Ich bekomme sie ja nicht mit.

Aber der Therapeutin scheint es jedenfalls schwer zu fallen die Unterschiede zu bemerken, es lässt sich nur an den zeitlücken und kleinen Detailles festmachen.

Andererseits habe ich irgendwo auch gelesen dass es wohl gar nicht soooo unüblich ist, dass die Anteile nicht radikal verschieden sind. Weil das ganze ja auch ne Art Überlebensschutz ist, und dazu gehört auch Anpassung und nicht auffallen wollen. Oder so.

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Beitrag Do., 22.11.2018, 21:00

Ich merke zb, dass ich, wenn ich rausfluppe, erst mal in der Körperhaltung bleibe, in der der Körper vorher war. Auch, wenn sie mir unangenehm oder so ist.

Ich wechsele das nicht sofort, sondern behalte diese Art und Haltung etwas bei, wenn noch wer im Raum ist.
Das ist scheinbar ziemlich automatisch so, ich habe es immer so gemacht. Nur jetzt wird es mir bewusst.
Dann gehe ich langsam und nach und nach in die Körperhaltung, die mir angenehmer ist.


Wenn ich zb in der Therapie wieder klar werde und merke, dass ich die Beine überschlagen habe, dann versuche ich das irgendwann viel später aufzulösen, obwohl ich es eigentlich total befremdlich finde, so dazusitzen.

Vielleicht entstehen dann "scheinbare Ähnlichkeiten" auch durch so was?