Verschlechterung nach Reha

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sgtmax1
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Verschlechterung nach Reha

Beitrag So., 18.04.2021, 21:36

Da ich nicht weiß in welchen Bereich das Thema fällt schreib ich es mal hier rein.

Ich habe seit Ende der psychischen Reha(Ende März), das Gefühl das es mir schlechter geht, mag sein aufgrund des Lockdowns oder vielleicht auch daher das ich meine Probleme jetzt stärker wahrnehme.

In der zweiten Woche als ich zuhause war ging es mir langsam besser, aber mittlerweile ist die Stimmung sehr weit unten und ich hab das Gefühl das es mir von Tag zu Tag schlechter geht.
Ich hab bisher noch keinen neuen Psychotherapeuten gesucht, da ich glaube das es während des Lockdowns wenig Sinn macht, die sozialen Kontakte sind auch gleich Null, es ist auch nicht wirklich eine Tagesstruktur vorhanden und ich wohne auch noch bei meinen Eltern(welche beide schon in Pension sind).
In 2 Wochen werde ich 30 und am liebsten würde ich den Tag einfach allein verbringen.
Ich Suizidgedanken und SVV-Gedanken kommen öfters.

Ich weiß aktuell nicht wie ich weitermachen soll.

Irgendwann demnächst setzte ich auch noch meine berufliche Reha fort und soll dort meinen neuen Beruf finden.
Jener Beruf(Schauspieler, der mich bisher immer positiv beeinflusste, wird vom AMS und der PVA nicht unterstützt und sonst weiß ich nicht was ich machen soll.

Es kommen öfters Gedanken das ich einfach nicht mehr will.
Ich fühl mich als ich würde ich gegen eine viel zu starke Strömung anschwimmen und immer weiter den Fluss runtertreiben.

Die Diagnosen laut Entlassungsbericht der Reha lauten:

ICD-10 F43.21 Anpassungsstörung , längere depressive Reaktion
Verdacht auf emotional instabile Persönlichkeitsstörung/ DD kombinierte Persönlichkeitsstörung(inklusive ängstlich -vermeidend)


Hat wer Tipps für mich oder kennt wer so eine Situation?
Freu mich auf euren Input.

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Kellerkind
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Beitrag So., 18.04.2021, 21:43

Setz das um, was du in der Reha gelernt hast, was immer das auch gewesen sein mag, ich bin sicher "etwas" gibt es.

Viele Leuten glauben IRRTÜMLICHERWEISE nach einer Reha ging es einem besser. Aber wie soll das gehen in nur 3 bis 6 Wochen? Blödsinn! Aber eine Reha gibt Anreize. Die eigenliche Arbeit fängt erst DANACH an, wenn man anfäng, es umzusetzen. Dabei gilt: aller Anfang ist schwer. Anfangs merkt man noch keine Erfolge, das dauert seine Zeit.

Beispiel: Tagesstruktur. Wenn dir das in der Reha gut getan hat, gilt es dies nun zuhause für dich selbst so gut wie möglich umzusetzen. Damit werden weder deine Probleme noch deine Krankheit sich in Luft auflösen, aber mit der Zeit wird es besser.

Vielleicht machst du mir mal eine Liste, was GUT in der Reha war und was du aus der Reha gelernt hast. Und genau das sind die erste Schritte, die du umsetzen solltest.Der Rest folgt später.Immer nur ein Fuss nach dem Anderem. Ein Tag nach dem anderem.
"Das Herz hat seine Gründe, die der Verstand nicht kennt."

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Beitrag Do., 03.06.2021, 22:04

Ein paar Wochen nachdem ich von der psychischen zurückkam und mich wieder zuhause einlebte, begann bei mir bzgl. Stimmung ein starkes hin und her und nein ich habe keine bipolare Störung.

Eigentlich wollte ich mental stabiler mit der beruflichen Reha weitermachen, jedoch ist es seit den letzten Wochen schon so das ich das Gefühl nicht stabiler zu sein, obwohl ich es bin und manchmal ist das mir auch bewusst.
Auch ist die Stimmungslage hin und wieder bei Suizidgedanken und dann wieder ist sogar eine richtige Motivation da.

Diese Stimmungsschwankungen machen mich fertig.

Diagnostiziert wurde bei mir zuletzt.

Depression
v.a. emotional instabile Persönlichkeitsstörung oder kombinierte Persönlichkeitsstörung aus emotional instabil und ängstlich vermeidend.


Momentan ist es die Hölle, da ich mich auf die Stimmung nicht einstellen kann.