Übertragung aushalten?

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Waldschratin
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Re: Übertragung aushalten?

Beitrag Mo., 11.02.2019, 13:55

Federchen hat geschrieben:Zwar habe ich parallel die DBT-Gruppe in Angriff genommen (und da hat die Therapeutin auch gemeint, dass ich Borderline habe, nachdem wir nochmal die Diagnosekriterien durchgegangen sind), aber die startet erst im März. Also ist alles iwie nur so halb..
Als "halb" empfinde ich das ganz und gar nicht, sondern schlicht und einfach ist es "jetzt" noch nicht, es passiert nicht "sofort und gleich", und du brauchst nochn bissl - Geduld, da ham mers wieder. ;-)

Klar wünschst du dir "schnellste Abhilfe", wenn dich deine Gefühle so umtreiben und so intensiv sind.
Aber das scheint mir ja das Hauptproblem dabei zu sein : Emotionsregelung hinzukriegen, nicht immer und überall total "abzusaufen" dran.

Und "Hauptprobleme" lassen sich meist nicht so auf die Schnelle verändern.
Da bin ich ganz bei Fighter : Sei gnädig mit dir! Gib dir Zeit!
Und mach dir immer wieder bewusst (Mach dir z.B. nen Zettel übers Bett ;-) ), dass es NICHT um schwarz oder weiß geht, nie "ganz oder gar nicht" angesagt ist.

Dass du dich wegen der Wunden und Narben so "ertappt" fühlst, kann ich nachvollziehen. Da "zeigt" sich ja nach außen, was du "eigentlich" lieber kontrolliert und wohldosiert vermittelt bekommen möchtest.
Vielleicht bringt es dir was, wenn du mal ein bissl mehr dir deine Selbstwirksamkeit bewusst machen kannst. Dass du beiweitem nicht so "ausgeliefert" bist, wie du dich im Moment noch fühlen magst. (Auch dir selber und deinen Gefühlen gegenüber nicht).
Du hast da schon die Entscheidung in der eigenen Hand, ob und wann du dich selbstverletzen "musst" und wie viel du "auszuhalten" bereit bist. Sprech da grade auch aus eigener Erfahrung. Ich hab mich oft an dem Gedanken festgehalten : An einem Gefühl an sich stirbt man nicht.
Bzw. hab ichs drauf ankommen lassen : Mal sehen, ob ich tatsächlich an den Gefühlen jetzt draufgeh. Abwarten, bis ich "von selber" dran durchdrehe oder sterbe. Klingt nach ner heftigen "Grimmigkeit", war auch so! :-)
Jede Liebe, die von einer Sache abhängig ist, hört auf, wenn die Sache aufhört; die aber, die von keiner Sache abhängig ist, hört niemals auf.
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Federchen
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Beitrag Mo., 11.02.2019, 15:59

Geduld.. ja, das ist echt nicht meine Stärke. :-o

Mit "alles nur so halb" meinte ich aber auch die Diagnose und alles, was dazu gehört. Zwar hat mein Thera Emotionsregulationsstörung im Gutachten geschrieben und die Thera der DBT-Gruppe auch darauf hingewiesen, dass ich 5 von 9 komplett Kriterien erfülle und 2 zusätzlich noch zum Teil, aber ich habe nie einen Test gemacht. Da kommt dann wieder mein Hypochonder zum Vorschein - vllt. habe ich keine "Störung", sondern bin einfach schei*e und habe zurecht vor allem und immer Angst.
Waldschratin hat geschrieben:
Mo., 11.02.2019, 13:55
Da bin ich ganz bei Fighter : Sei gnädig mit dir! Gib dir Zeit!
Und mach dir immer wieder bewusst (Mach dir z.B. nen Zettel übers Bett ;-) ), dass es NICHT um schwarz oder weiß geht, nie "ganz oder gar nicht" angesagt ist.
Gnädig zu mir selbst.. ja, das bin ich nicht. Ich weiß aber auch gar nicht, wie. Der "Urlaubs/Übergangs"-Thera kam mir auch mit "Sie müssen lernen, sich selbst zu akzeptieren". Das ist mir ja schon irgendwie "klar", aber das kann ich nicht einfach so, nur weil das jetzt jemand zu mir sagt. Die Momente, in denen ich das auch nur annährend "spüre".. sowas wie "Gnade" mit selbst gegenüber, die sind eben in der Therapie mit meinem Therapeuten. Und dann aber auch nur "über" ihn.. irgendwie. Und dann kommt alles auf einmal..

Waldschratin hat geschrieben:
Mo., 11.02.2019, 13:55
Du hast da schon die Entscheidung in der eigenen Hand, ob und wann du dich selbstverletzen "musst" und wie viel du "auszuhalten" bereit bist. Sprech da grade auch aus eigener Erfahrung. Ich hab mich oft an dem Gedanken festgehalten : An einem Gefühl an sich stirbt man nicht.
Bzw. hab ichs drauf ankommen lassen : Mal sehen, ob ich tatsächlich an den Gefühlen jetzt draufgeh. Abwarten, bis ich "von selber" dran durchdrehe oder sterbe. Klingt nach ner heftigen "Grimmigkeit", war auch so! :-)
Das Ding ist, dass ich mich ja schon aktiv dafür entscheide, wenn ich es mache. Klar, da ist ne Spannung, klar, da ist ein intensives Gefühl und das ist der Grund - aber bei mir ist es nicht so wie andere das beschreiben, dass sie währenddessen dissoziieren und das gar nicht wirklich mitkriegen. :anonym:
Ich glaube, dass ich auch gar keine Angst vor dem Gefühl hab. Das ist zwar intensiv, aber damit lebe ich nun schon ziemlich lange. Aber vor der Ungewissheit habe ich Angst. Angst ist sowieso ein großes Thema bei mir. :roll:

Bisher habe ich sie ja wirklich immer auf konkrete Dinge bezogen - Krankheiten, Situationen eben. Jetzt wird mir immer mehr bewusst, dass das nur ein Mechanismus war, um mit einer diffusen Angst umzugehen. Und ehrlich gesagt spüre ich lieber Schmerz als diese kack diffuse Angst.. :kopfschuettel:

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Waldschratin
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Beitrag Mo., 11.02.2019, 16:56

Liebe Federchen,
du bist ehrlich zu dir selber, das ist ne riesen Ressource!
Du guckst hin und suchst nach dem, was tatsächlich ist.
Die Erkenntnis, dass du lieber Schmerz spürst als diese diffuse Angst, find ich sehr wichtig! :ja: Da hast du schon mal nen Ansatzpunkt, wenns wieder so weit ist, dass du SVV machen möchtest, dich bewusster zu entscheiden : Will ich jetzt tatsächlich oder lieber doch nicht?

Konsequenzen tragen musst du dann so oder so : Entweder neue Narben, oder die diffuse Angst in Kauf nehmen und da rumprobieren, einen anderen Umgang zu finden.

Gnädig mit dir selber sein : Geht natürlich nicht so schwupps! mal eben. Ist doch schon ein Fortschritt, dass du das über deinen Thera spüren kannst. Und dass dann erstmal "alles auf einmal" kommt, da dran kannst du mit deinem Thera arbeiten.
"Ganz oder gar nicht", ich erinnere mal ganz leise dran. ;-)
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Beitrag Mo., 11.02.2019, 22:48

Waldschratin hat geschrieben:
Mo., 11.02.2019, 16:56
Ansatzpunkt, wenns wieder so weit ist, dass du SVV machen möchtest, dich bewusster zu entscheiden : Will ich jetzt tatsächlich oder lieber doch nicht?
Das kann ich mich ja mal fragen, aber ich vermute, dass ich weiß, wie es ausgehen wird.. :red:

Waldschratin hat geschrieben:
Mo., 11.02.2019, 16:56
Konsequenzen tragen musst du dann so oder so : Entweder neue Narben, oder die diffuse Angst in Kauf nehmen und da rumprobieren, einen anderen Umgang zu finden.
Ich hoffe, dass ich das in der DBT-Gruppe lernen kann..
Waldschratin hat geschrieben:
Mo., 11.02.2019, 16:56
Gnädig mit dir selber sein : Geht natürlich nicht so schwupps! mal eben. Ist doch schon ein Fortschritt, dass du das über deinen Thera spüren kannst. Und dass dann erstmal "alles auf einmal" kommt, da dran kannst du mit deinem Thera arbeiten.
Das stimmt..es ist nur irgendwie "komisch", da so "abhängig" zu sein. Das geht mir so richtig nah, das geht so richtig tief. Dass da jemand ist, der so ganz nah an mir dran ist.. und schon verhalte ich mich wie in meinen Beziehungen. Das macht schon alles Sinn. Übertragung usw. Aber dann spür ich es wirklich durch ihn und dann irgendwann.. steh ich damit wieder allein da. Oder habe im besten Fall gelernt, damit umzugehen. Und wenn nicht, dann ist es ja noch schlimmer. Dann fühle ich ja auch, dass ich auch noch diesen "Zwischenschritt" verloren habe..
Waldschratin hat geschrieben:
Mo., 11.02.2019, 16:56
"Ganz oder gar nicht", ich erinnere mal ganz leise dran. ;-)
Ja, ich merke es gerade auch schon wieder.. entweder es ist supertoll oder superblöd. Supergut oder supergefährlich. Gerade empfinde ich es als supergefährlich und in der nächsten Therapiestunde dann wird es supertoll.. und danach ist es wieder superschlimm.

Es geht nicht in meinen Kopf, wie ich was verstehen kann, aber es nicht umsetzen kann. :roll:

Ich bin grad wirklich dankbar, hier so viel Rückmeldung zu erhalten. Danke, Waldschratin..

Es ist irgendwie gut, das alles runterzuschreiben. Ich spiralisiere mich sonst wieder in ein Loch.

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Beitrag Di., 12.02.2019, 04:18

Federchen hat geschrieben: Das geht mir so richtig nah, das geht so richtig tief. Dass da jemand ist, der so ganz nah an mir dran ist..[…]Aber dann spür ich es wirklich durch ihn und dann irgendwann.. steh ich damit wieder allein da.
So "geht" das aber mit der Nähe zwischen Menschen : Mal geht man mehr in Nähe, dann entfernt man sich wieder voneinander und dann : Kann man aber auch wieder in Nähe mehr gehen.
Ist doch nicht "absolut", weder die Nähe, noch das Alleine-dastehen.

Von Nähe und Miteinander abhängig sind wir Menschen alle, so sind wir "gestrickt".
Ich denke, der Umgang damit wird dann entschieden leichter, wenn man mal den Anderen "verinnerlicht" hat und ihn nicht mehr "verliert" in sich, so bald er außer Sichtweite ist.
Und das braucht halt seine Zeit, das muss "durchexerziert" werden, da nutzt das bloße Verstehen, was da abgeht, nicht endgültig, sondern ist der erste Schritt von mehreren/vielen.
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Federchen
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Beitrag Di., 12.02.2019, 15:38

Waldschratin hat geschrieben:
Di., 12.02.2019, 04:18
Ist doch nicht "absolut", weder die Nähe, noch das Alleine-dastehen.
Schwierig für mich, das nachzuvollziehen...
Waldschratin hat geschrieben:
Di., 12.02.2019, 04:18
Ich denke, der Umgang damit wird dann entschieden leichter, wenn man mal den Anderen "verinnerlicht" hat und ihn nicht mehr "verliert" in sich, so bald er außer Sichtweite ist.
Vielleicht ist das mein Problem..
Waldschratin hat geschrieben:
Di., 12.02.2019, 04:18
Und das braucht halt seine Zeit, das muss "durchexerziert" werden, da nutzt das bloße Verstehen, was da abgeht, nicht endgültig, sondern ist der erste Schritt von mehreren/vielen.
Da wären wir dann mal wieder bei der Geduld... :lol:

Aber nun habe ich auf jeden Fall viele Denkanstöße, die ich in der Therapie ansprechen könnte. Das erste, was ich vermutlich loswerden muss, ist, dass ich froh bin, dass er wieder da ist.. :anonym:

Mal schauen wie lang es dauert, bis ich ihn wieder doof finde.. ;-)

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Waldschratin
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Beitrag Di., 12.02.2019, 15:46

Ach, der packt das schon! ;-)


Ja, da wären wir wieder mal bei der Geduld! :-D (Ich nenns ja mittlerweile lieber "Langmut" : möglichst lange mir den Mut herholen)
Aber überleg mal : Du machst ne Therapie, kein Wellness. Das ist Arbeit, und zwar eine ohne Feierabend.
Und du hältst dich doch ganz wacker dabei! :ja:
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Prinzessin27
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Beitrag Di., 12.02.2019, 17:43

Hey Federchen, ich will dir nur da lassen, dass ich viele deiner Nöte kenne und verstehe. Das bricht in der ersten Phase der Therapie alles auf. Irgendwann würde bei mir zumindest die (alles ist doif/ alles ist gut/ Thera ist blöd/ toll) besser. Es ist anstrengend. Aber ich traute mich es anzusprechen und das hilft auch.

Kopf hoch! Du schaffst das! Und ja, es ist langwierig. Geduld plus Langmut ist nötig:-) und ganz viel selbst gnädig sein (da knabber ich auch noch dran)

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Beitrag Di., 12.02.2019, 22:48

Danke euch, es tut wirklich gut, diese Rückmeldung zu bekommen. Vor allem, dass das alles irgendwie (den Umständen entsprechend) normal ist. Langmut, das gefällt mir :->

Prinzessin27 Ich glaube, ich muss das auch nochmal (deutlicher) ansprechen. Wenn ich so drüber nachdenke, dann hab ich in den letzten Wochen ohne den Thera einiges "reflektiert" (auch mit eurer Hilfe), was ich jetzt direkt so ansprechen kann.

Ich bin schon weiter als vor dem großen Urlaub.. zumindest mit dem Verstand. Die Gefühle hinken noch sehr nach. Wobei ich gerade erst anfange, die Gefühle wirklich zu "bemerken"..im Sinne von "was passiert da gerade und warum". Das ist ja irgendwo schon mal ein Fortschritt..

Gnädig sein.. das kann ich bei andern gut. Gilt das? ;-)

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Beitrag Mi., 13.02.2019, 13:18

Federchen hat geschrieben:Gnädig sein.. das kann ich bei andern gut. Gilt das? ;-)
Nur zur Hälfte! :-D
Jede Liebe, die von einer Sache abhängig ist, hört auf, wenn die Sache aufhört; die aber, die von keiner Sache abhängig ist, hört niemals auf.
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Beitrag Mi., 13.02.2019, 21:52

Na, das werde ich dann hoffentlich mit meinem Thera erarbeiten können. :anonym:

Heutr ist dieses Vermissen wieder sehr präsent. Aber irgendwie werd ich es schon schaffen. Was soll auch passieren.. er ist ja nicht aus der Welt.

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Beitrag Do., 14.02.2019, 17:38

Ahhhhh...

Ich kann es so schlecht aushalten, wenn Menschen genervt sind und beziehe es immer soforr auf mich.. so geht es mir gerade mit Kolleginnen.

Und seitdem ich der einen Freundin das mit dem Schneiden erklärt hatte, ist sie sehr kurz angebunden.

Aufgrunddessen ist meine innerliche Anspannung gerade super groß und ich kann mit KEINEM drüber sprechen...

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Annica
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Beitrag Do., 14.02.2019, 18:21

Liebe Federchen,

Mir kommen da gleich mehrere Gedanken zu: ist sie wirklich kurz angebunden oder kann es sein, dass du sie jetzt genauer beobachtest und kleine Verhaltensweisen als gegen dich gerichtete interpretierst?

Und wenn sie sich anders verhält: wieso glaubst du, tut sie das? Was genau macht dich daran unruhig? Du kannst auch einfach im Stillen für dich drauf antworten, vielleicht hilft dir das ja etwas um dein Durcheinander und Durchdrehen etwas auseinander zu tüdeln

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Federchen
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Beitrag Do., 14.02.2019, 18:27

Ich beobachte sie bestimmt genauer, aber sie ist wirkloch kurz angebunden. Allerdings hat sie gerade auch Stress, mag also daran liegen (offensichtlichste Erklärung). Ich kann der Erklärung allerdings nicht so viel Bedeutung beimessen, weil in meinem Kopf einfach viel mehr Sinn macht, dass meine aufdringliche Person sie jetzt überfordert...

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Annica
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Beitrag Do., 14.02.2019, 19:09

Jaa, ich kenne das. Es passt ja auch viel besser ins eigene negative Selbstbild, dass sie wegen einem selber so ist.

Das einzige, was mir in solchen Situationen hilft, ist, mir deutlich zu machen, dass es im Leben der anderen Person auch andere Umstände gibt, die Einfluss auf ihr Verhalten haben. Das wird jetzt die Verzweiflung nicht direkt lösen und wegmachen, aber manchmal mildert es das etwas ab.

Aber eine Frage: wieso kannst du darüber mit niemandem sprechen?