Therapeutin zu passiv ?

Haben Sie bereits Erfahrungen mit Psychotherapie (von der es ja eine Vielzahl von Methoden gibt) gesammelt? Dieses Forum dient zum Austausch über die diversen Psychotherapieformen sowie Ihre Erfahrungen und Erlebnisse in der Therapie.
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Waldschratin
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Re: Therapeutin zu passiv ?

Beitrag Di., 21.01.2020, 12:08

rainydays hat geschrieben:Sehe es kritisch, wie die TE hier "beraten" wird.
Ich jedenfalls habe hier gar nicht "beraten", sondern schreibe einfach nur meine Sichtweise hier rein, wie was bei mir ankommt und was für Gedanken ich darüber habe.
Wenn du da schon ne "Beratung" reinliest... :dunno:
rainydays hat geschrieben:Ob Persönlichkeitsstörung oder nicht, von einer Psychotherapie, die Jahre und Jahrzehnte "Kampf und Ringen" fordert, damit eine Besserung eintreten kann, halte ich nicht viel.
Da hast du leider nicht mich gelesen, sondern das Deinige in Meins rein.
Ich hab nix von "jahre- und jahrzehntelanger Therapie" geschrieben, sondern meinte das Ringen mit sich und um sich. Da kann viel Therapie dabei sein, muss aber nicht.
Therapie ist nur "Hilfsmittel", aber das Tun, das praktische Umsetzen in sich, das findet doch im Wesentlichen zwischen den Stunden, in den therapiefreien Zeiten statt.

Die anderen Beiträge hab ich jetzt nur noch überflogen, allerdings hab ich schon den Eindruck (Eindruck! :!!: ), es geht momentan doch eher mal wieder drum, sich in Täter-Opfer-Konstellationen wiederfinden zu wollen, und da bin ich jetzt raus, nicht meine Welt. :verziehmich: :hello:
Jede Liebe, die von einer Sache abhängig ist, hört auf, wenn die Sache aufhört; die aber, die von keiner Sache abhängig ist, hört niemals auf.
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Wenn du nicht schlafen kannst, zähl nicht die Schafe, setz dich zum Hirten ans Feuer
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Anna-Luisa
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Beitrag Di., 21.01.2020, 14:32

Waldschratin hat geschrieben:
Di., 21.01.2020, 12:08
Da hast du leider nicht mich gelesen, sondern das Deinige in Meins rein.
Ich hab nix von "jahre- und jahrzehntelanger Therapie" geschrieben, sondern meinte das Ringen mit sich und um sich. Da kann viel Therapie dabei sein, muss aber nicht.
Therapie ist nur "Hilfsmittel", aber das Tun, das praktische Umsetzen in sich, das findet doch im Wesentlichen zwischen den Stunden, in den therapiefreien Zeiten statt.
Ich glaube, du liest eher das Deinige in den Beitrag von rainydays rein.

Sie schrieb auch nicht von einer Therapie die "Jahre- und Jahrzehnte" dauert. Sondern von einer Psychotherapie die ggf. über Jahrzehnte "Kampf und Ringen" einfordert bis Besserung eintritt
Ich habe es nicht so verstanden, als würde rainydays ausschließlich die Therapiezeit meinen - sondern noch einen sehr langen Zeitraum danach. Aber wissen kann sie es natürlich nur selbst.

Wäre mir eine Therapie angeboten worden, in der das "Ergebnis" ein Entlassen in ein "jahrelanges Ringen und Kämpfen" ist, hätte ich abgelehnt.
Fordere viel von dir selbst und erwarte wenig von den anderen. So wird dir Ärger erspart bleiben.
(Konfuzius)

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candle.
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Beitrag Di., 21.01.2020, 14:40

rainydays hat geschrieben:
Mo., 20.01.2020, 23:12
Ob man seine Persönlichkeit so arg ändern kann, ist ein schwieriges Thema.
Naja, man soll ja nicht grundsätzlich seine ganze Persönlichkeit ändern. Das ginge wohl auch kaum, weil es ja immer "gute" und weniger "gute" Anteile gibt. Bleiben wir bei der "Störung", dann versucht man an die Störung ranzugehen.

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Beitrag Mi., 22.01.2020, 13:49

Wie gehen eure Therapeuten mit Kontaktaufnahme zwischen den Sitzungen um? Ich frage deshalb, weil es bei meiner immer ok war, und jetzt eben nicht mehr weil sie meint, es entsteht eine Abhängigkeit und ich sollte mich auf die Sitzungen beschränken. Das war übrigens das erste konkrete was ich von ihr wahrgenommen habe.

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candle.
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Beitrag Mi., 22.01.2020, 13:54

Ich denke es ist unterschiedlich mal allgemein gesprochen. Das hast du hier nicht geschrieben, dass du sie zwischen den Stunden kontaktiert. Wozu eigentlich?

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stern
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Beitrag Mi., 22.01.2020, 14:08

Hier gibt es nicht DIE Lösung, sondern die Modalitäten zu Kontaktaufnahmen werden idR besprochen... und das ist dann individuell relevant. Sicherlich wird ein Therapeut idR auch abwägen, was therapeutisch und ethisch angezeigt ist sowie was für ihn als Arbeitsweise passt. Vergleiche führen also auch hier nicht weiter.

Wie auch ein Klinikaufenthalt, so muss sich jede Therapie an der Zeit messen lassen, die zur Verfügung steht, weil sie daraufhin allg. ausgerichtet und individuell geplant ist... auch heruntergebrochen auf einzelne Bewilligungsschritte, die ja deswegen bewilligt wurden, weil währenddessen bestimmte Ziele angestrebt werden. Natürlich sollten die Ziele hier realistisch sein und zB nicht "ein anderer Mensch werden" lauten. Die VT hebt dabei gerne ihre besondere Effizienz hervor.
Liebe Grüsse
stern
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Beitrag Mi., 22.01.2020, 14:28

candle. hat geschrieben:
Mi., 22.01.2020, 13:54
Ich denke es ist unterschiedlich mal allgemein gesprochen. Das hast du hier nicht geschrieben, dass du sie zwischen den Stunden kontaktiert. Wozu eigentlich?

candle
Weil mit nach den Sitzungen immer Dinge einfallen, die mir vorher nicht eingefallen sind.weil ich überlaufe vor Emotionen und Eindrücken. Weil ich in den Sitzungen immer nicht viel dazu sagen kann, da kommt dann oft erst danach.
Warten Bis zur nächsten Sitzung wäre auch keine Option, weil es dann irgendwie nicht mehr relevant ist.

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candle.
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Beitrag Mi., 22.01.2020, 14:34

DieBeste hat geschrieben:
Mi., 22.01.2020, 14:28

Warten Bis zur nächsten Sitzung wäre auch keine Option, weil es dann irgendwie nicht mehr relevant ist.
Dann mußt du es lernen auszuhalten. Du kannst es dir aufschreiben und zur nächsten Stunde mitbringen.

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Beitrag Mi., 22.01.2020, 14:49

candle. hat geschrieben:
Mi., 22.01.2020, 14:34
DieBeste hat geschrieben:
Mi., 22.01.2020, 14:28
Dann mußt du es lernen auszuhalten. Du kannst es dir aufschreiben und zur nächsten Stunde mitbringen.

candle
Mach ich schon. Bisher bringe ich es halt nicht mehr mit weil es sich blöd liest mit Abstand

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candle.
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Beitrag Mi., 22.01.2020, 14:51

Es ist doch gut, wenn sich Dinge von selbst auflösen?

candle
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Beitrag Mi., 22.01.2020, 14:53

candle. hat geschrieben:
Mi., 22.01.2020, 14:51
Es ist doch gut, wenn sich Dinge von selbst auflösen?

candle
Normal ja, aber ich komme immer wieder an den selben Punkt

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candle.
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Beitrag Mi., 22.01.2020, 14:55

An welchen?
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Beitrag Mi., 22.01.2020, 14:59

candle. hat geschrieben:
Mi., 22.01.2020, 14:55
An welchen?
An dem dass ich nach der Therapie immer direkt überschwappe und so viel noch zu sagen habe was mir erst danach einfällt, und so lange Zeit vergeht, und ich mich auch haltlos und alleine fühle wenn ich es bei ihr nicht loswerden kann im Nachhinein

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candle.
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Beitrag Mi., 22.01.2020, 15:03

Hast du denn sonst niemanden mit dem du reden kannst? Therapie geht ja nicht endlos?
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Montana
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Beitrag Mi., 22.01.2020, 15:04

Meinen alten Therapeuten habe ich gelegentlich zwei bis drei Stunden nach einem Termin angerufen, wenn mir etwas wirklich auf der Seele brannte. Gemessen an der Gesamtzahl der Stunden war das die absolute Ausnahme und getraut habe ich mich das auch erst nach langer Zeit. Absprachen dazu gab es nicht. Seine Reaktion, da du danach gefragt hast: er meldete sich am Telefon mit eher gelangweilter Stimme und wenn ich dann meinen Namen sagte, änderte sich die Stimme zu offensichtlicher Freude. Es folgte dann ein kurzer Austausch zum Anlass meines Anrufs, der für mich immer konstruktiv war. Aber wie gesagt: das waren Ausnahmen und für mich war es eine Überwindung. Hätte ich die Wahl gehabt, dann hätte ich Emails geschrieben. Zum Glück hatte ich die nicht. Dadurch bin ich beim Telefonieren sicherer geworden, was mir im Alltag hilft.