Einsichtnahme in die Patientenakte (Psychotherapie)

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sandrin
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Re: Einsichtnahme in die Patientenakte (Psychotherapie)

Beitrag So., 28.12.2014, 16:48

Danke dir, liebe Mia.
Ich bin so heilfroh um die positive Erfahrung jetzt, das hilft mir so ungemein und "rettet" mich gewissermaßen, weil ich sonst echt vom Glauben abgefallen wäre.


pandas
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Beitrag Mi., 07.01.2015, 20:43

ja, es gibt auch positive Veränderungen, nicht alle Therapeuten therapeutisieren die "Einsichtnahme" in negaviter Buglage.

Mein nicht mehr neuer Therapeut (mein selbstgewählter Nachfolger von meinem gekenterten Therapeuten) hat mir nun von sich aus angeboten, den Bericht für die Verlängerung zu lesen.
Auf gut Glück.

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sandrin
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Beitrag Mo., 21.09.2015, 18:45

Yeah! Es geschehen noch Zeichen und Wunder!!!

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diesoderdas
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Beitrag So., 06.06.2021, 21:49

Ich hole den alten thread mal wieder hoch, da meine Frage hier am besten passt. (habe aber nicht alle Seiten in aller Ausführlichkeit gelesen)

Wenn ihr die Patientenakte angefordert habt - beinhaltet die dann auch Berichte an die Krankenkasse bzw an einen Gutachter (sofern das nötig war)? Eigentlich schon, oder?
Wie umfangreich ist eine Patientenakte eigentlich? Also, wieviel Notizen macht sich denn ein Therapeut durchschnittlich pro Sitzung? Ich habe dazu überhaupt keine Vorstellung. Habe selbst bisher nur mal einen Klinikbericht angefordert (im Übrigen ohne Probleme bekommen - anderen aus der Gruppe hatte man probiert, das zu verwehren). Der Bericht war okay, wenn auch recht oberflächlich. Zumindest stand nichts grottenfalsches drin.

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saffiatou
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Beitrag So., 06.06.2021, 22:15

Meine war recht sparsam, enthielt nur die Mitschriften aus der Stunde, aber ich war ja auch nur sechs Stunden bei dem thera. Eigentlich sollte die Akte alles enthalten, auch Gutachterberichte. Du könntest ja vorher bestimmen, auf was aus der Akte du besonderen Wert legst und nachfragen, wie umfangreich die Akte ist, denn du musst ja vorher überlegen, ob du für die Kosten der Kopien aufkommen willst, wenn es mehr als 100 Seiten sind, kann es ja ins Geld gehen…
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Solage
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Beitrag Mo., 07.06.2021, 21:41

In die zur Verfügung zu stellende Patientenakte gehört alles: Anträge an Krankenkasse, Gutachter, Dokumentation der einzelnen Sitzungen sowie seine Gedanken dazu, wenn diese nicht seine Persönlichkeitsrechte verletzen. Z.B. : „Die Patientin erinnert mich an meine bestrafende Mutter“.

Wenn Therapeuten nur Auszüge oder geschwärzte Dokumentation zur Verfügung stellen mit dem Hinweis, den Patienten schützen zu wollen, ist das angreifbar, weil grundsätzlich dem Patienten Einsicht zu gewähren ist.Der Therapeut müsste beweisen, dass dies dem Patienten nicht zuzumuten sei und er Schaden nehmen würde. Dem widerspricht der Wunsch auf berechtigte Einsichtnahme des Patienten.
Das heißt, dass Therapeuten nicht einfach so eine Einsichtnahme mit irgendwelchen Begründungen ablehnen dürfen.

Mein Ex-Thera hat aber nicht alles in Kopie mir zukommen lassen und ich musste dies über meinen Anwalt nachfordern. Der Therapeut musste dann nachreichen.

Und leider kommt es laut Ethikverein auch vor, dass Patientenakten nachgebessert werden, sogar die Anträge an den Gutachter. Fälschungssicher sind die nicht!

Besser als sich Kopien schicken zu lassen, ist kurzfristig einen Termin zur Einsicht in die Originalakte ausmachen. Soll der Therapeut innerhalb von 14 Tagen möglich machen. Dann die Akte abfotografieren.

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diesoderdas
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Beitrag Mo., 07.06.2021, 22:04

Solage hat geschrieben:
Mo., 07.06.2021, 21:41
Und leider kommt es laut Ethikverein auch vor, dass Patientenakten nachgebessert werden, sogar die Anträge an den Gutachter. Fälschungssicher sind die nicht!
Das glaube ich sofort. Da kann ja im Grunde alles abgeändert, weggelassen, hinzugefügt werde etc