Wechsel von Escitalopram auf Venlafaxin

Erfahrungsaustausch zur Begleitmedikation zur Psychotherapie (Psychopharmaka und pflanzliche Mittel). Achtung: dient nicht zur gegenseitigen Medikamentenberatung, die ausschließlich Fachärzten vorbehalten ist. Derartige Beiträge werden aus dem Forum entfernt.

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Superlate
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Wechsel von Escitalopram auf Venlafaxin

Beitrag Do., 19.03.2020, 19:56

Hallo,

bin vor kurzem, ca. 14 Tage, von 10 mg Escitalopram auf 150 mg (die ersten 3 Tage 75mg) Venlafaxin umgestiegen und würde mich über einen Erfahrungsaustausch bzw. eure Meinungen dazu freuen.

Nahm seit November 2019 Escitalopram, was auch deutlich half, jedoch wurde vor allem meine Depression (dazu Angst) Ende Jänner/Anfang Feb. wieder ziemlich stark-und vor allem in letzter Zeit nochmal... Ich wär gern bei Escitalopram geblieben, vlt. hab ich mir einfach zu viel erwartet und hätte dabei bleiben sollen? Mir macht der Umstieg etwas Angst...

Meinungen?

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Pianolullaby
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Beitrag Do., 19.03.2020, 20:37

wieso hast Du denn überhaupt gewechselt wenn du bleiben wolltest?
Mir machte es kein Problem
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Blume1973
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Beitrag Fr., 20.03.2020, 05:43

Hallo!

Mir ging es vor Jahren genauso und auch ich habe von Cipralex (ist ja das gleiche) auf Venlafaxin gewechselt.

Der Umstieg machte 0 Probleme und Venlafaxin wirkte toll.

Jeder reagiert anders, aber bei mir ging alles supergut.

Alles Gute!
Die einzigen wirklichen Feinde des Menschen, sind seine negativen Gedanken.

Albert Einstein

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lisbeth
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Beitrag Fr., 20.03.2020, 08:38

Macht dir der Umstieg "nur" Angst, oder hast du konkrete Probleme in Form von Nebenwirkungen etc.?
In dem Maß wie wir anfangen, Fragen anders zu stellen, werden wir auch neue Antworten finden.


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Beitrag Di., 24.03.2020, 20:13

Danke für eure Antworten!
Generell hab ich schon das Gefühl, dass Escitalopram was bewirkte. Wenn ich z.b. an Jänner (kann mich nicht erinnern in welchem Jahr ich den Jänner nicht im Bett verbracht habe) denke und mit diesem Jahr vergleiche, ists schon besser. Ich hab gewechselt, weil Depression und Angst aber doch immer wieder angeklopft haben und durchkamen und hatte das Gefühl hatte/habe eines erneuten Tiefs. Seit anfang Feber recht stark. Also wurde mir Venlafaxin verschrieben. Jetzt denk ich vlt. war es auch nur durch irgendwelche Lebensumstände (Ernährung, Schlaf, vereinzelt und wenig Alkoholkonsum)??

Habe Angst vor den Nebenwirkungen und vor Allem vor dem Absetzen. Möcht nicht, dass mich das zurückwirft. Hab Angst, dass sich mein Zustand nicht bessert sogar verschlechtert und mich die wohl unschönen Erscheinungen des Absetzens auch danach noch lange beschäftigen. Mich sorgt auch, ob das nicht nachhaltig etwas mit meinem Körper verändert, das evtl. auch weitere medikam. Behandlung dann beeinflusst. Zweifle daran, dass es eine gute Idee war...ein Wechsel zum schlechteren.

Jetzt in Woche 3 spür ich schon immer noch deutliche Nebenwirkungen. Aber hauptsächlich psychisch.
Körperliche NW (Zittern, körperl. Anspannung/Unruhe, etwas Kopfweh/Magenzwicken, angespannter Kiefer, rastlose Beine im Bett) sind ok und auszuhalten bzw. in den Griff zu bekommen.
Aber die depressive Grundstimmung mit vielen "Tiefs" und nur ein, zwei "Hochs/Normals" hat sich verstärkt. Angst/Unsicherheit, Selbstzweifel und Grübeleien auch. Bin außerdem müde, unkonzentierter, vergesslicher und hab leicht Tinnitus. Stimmung/Gefühle sind stärker und schwanken tagsüber... Fühl mich einfach ziemlich unstabil(er) seit dem Wechsel...

150 mg Venlafaxin müsste doch das Serotonin von den 10 mg Escitalopram abdecken, da es ja ein SSNRI ist, oder..? Also es müsste doch mind. das gleiche wie Escitalopram bewirken??

Soll ich einfach noch geduldiger sein? Vlt. erwarte ich mir zu viel? Wie war euer Start mit dem Medikament? ..und hat schon jemand Erfahrungen zum ausschleichen?

Danke!!