Bin ich eigentlich der Depp für alle und alles ?

Nicht jedem fällt es leicht, mit anderen Menschen in Kontakt zu treten, "einfach" mal jemanden kennenzulernen oder sich in Gruppen selbstsicher zu verhalten. Hier können Sie Erfahrungen dazu (sowie auch allgemein zum Thema "Selbstsicherheit") austauschen.
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Wurstel
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Re: Bin ich eigentlich der Depp für alle und alles ?

Beitrag Fr., 13.11.2020, 10:46

Wurstel


Es geht mir genauso wie dem Themenersteller. Im Gegensatz zu ihm kann ich diese Freundschaften aber nicht kappen (siehe unten).

Bei mir ist es leider viel extremer:
Als ich mich geweigert habe, einem Freund, der mir 70.000 Schilling schuldig war, weitere 5.000 Euro zu borgen, war das Ergebnis, daß der gegen mich intrigiert hat, sodaß ich meinen Nebenjob und die Person, die ich "meine Freundin" nenne, verloren habe und wegen falscher Behauptungen vor dem Strafrichter stand (gemeint ist, daß ich bei der Polizei verleumdet und dann wegen der behaupteten Offizialdelikte vor dem Strafrichter stand).
Anna-Luisa hat geschrieben:
So., 01.11.2020, 14:14
Warum bezeichnest du diese Personen denn als Freunde?
Weil ich sonst gar keine Freunde hätte.

Ich habe vor Jahrzehnten in einem Psychotherapiebuch gelesen:
"Wenn wir keine Freunde haben, werden wir krank und sterben."
Und ich will nicht sterben. Verstehst Du das?

Auch zu meinem Vater sind die Leute nur gekommen, weil er ihnen gratis alles repariert hat. Dadurch war er hochangesehen, und es sind immer mehr Leute gekommen, wenn es darum geht, daß er wieder wo kostenlos arbeiten soll. Dazu gibt es auch ein nettes Lied:



Denken tue ich mir in solchen Situationen oft Dieses (aber ich werde es nie aussprechen):




Wurstel
Zuletzt geändert von Wurstel am Fr., 13.11.2020, 11:04, insgesamt 1-mal geändert.

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Beitrag Fr., 13.11.2020, 11:01

Wurstel

look hat geschrieben:
So., 01.11.2020, 14:17
Beispiel....
Fernseher kaputt, kannst Du mal schauen.
Angeschaut, gerechnet.... kostet ca 100 Euro mit Teilen.
Wenn ich der wäre, der Dir den Fernseher zur Reparatur bringt, würde ich Dir darauf sagen:
"In Ordnung. Um ihn in die Werkstatt zu bringen, müßte ich weit fahren. Außerdem verrechnet mir die bestimmt zwei Meisterstunden, obwohl ein Geselle in dreißig Minuten damit fertig ist."

Hingegen hat mein Vater auch noch die Trümmer für die Reparatur aus eigener Tasche bezahlt. Und was hat er dafür bekommen? Einen feuchten Händedruck. Und selbstverständlich ist er weiterempfohlen worden...


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Anna-Luisa
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Beitrag Fr., 13.11.2020, 15:14

Wurstel hat geschrieben:
Fr., 13.11.2020, 10:46
Anna-Luisa hat geschrieben:
So., 01.11.2020, 14:14
Warum bezeichnest du diese Personen denn als Freunde?
Weil ich sonst gar keine Freunde hätte.

Ich habe vor Jahrzehnten in einem Psychotherapiebuch gelesen:
"Wenn wir keine Freunde haben, werden wir krank und sterben."
Und ich will nicht sterben. Verstehst Du das?
Wurstel, es ist nicht nötig, mir auf eine Frage zu antworten, die gar nicht an dich, sondern look ging - und von look beantwortet wurde. Insofern brauchst du auch nicht mit meinem Verständnis rechnen. Dass der Spruch aus einem Psychotherapiebuch kommt, glaube ich übrigens nicht.

Und wenn es so wäre, würde es sicher nichts nutzen, Menschen die einen ausnutzen, in den "Freundesstand" zu erheben.
Fordere viel von dir selbst und erwarte wenig von den anderen. So wird dir Ärger erspart bleiben.
(Konfuzius)

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Beitrag Fr., 13.11.2020, 18:02

Ich schildere mal die andere Seite:
Es ist sehr verlockend, eine Person zu fragen bei der man instinktiv spürt "die sagt sicher ja"
Nicht so selten sind das Personen, die sozial bisher nicht alle Fähigkeiten voll ausbilden konnten und für die "anderen helfen" eine Möglichkeit ist, Wertschätzung zu erfahren und in Kontakt mit anderen zu sein.

Wenn ich merke, dass ich jemanden (zu häufig) um Hilfe bitten würde, ohne dass ein persönlicher, freundschaftlicher Kontakt besteht, mache ich das nicht mehr.
Denn ich will die Person nicht ausnutzen. Das täte mir dann richtig leid.
Oder ich schaue, ob ich der Person von mir aus mit etwas helfen kann:
Notebook reparieren gegen Gartenarbeit quasi.

Ich glaube, der beste Weg hinaus ist:
1. seine sozialen Fähigkeiten auszubauen:
sodass andere Menschen eine Freundschaft mit einem suchen und nicht nur Hilfe
2. zu lernen, Grenzen zu setzen

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Rosenstrauch
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Beitrag So., 15.11.2020, 19:54

look hat geschrieben:
So., 01.11.2020, 13:38
Ich habe auch noch andere Freunde , da ist das ein Geben und Nehmen, wie es sein soll.
Ich würde mich an Deiner Stelle mehr mit den anderen Freunden beschäftigen, da wo es eben so ist wie es sein soll. Momentan steht doch jeder unter Strom. Da finde ich, es ist besser, Konflikten eher aus dem Weg zu gehen. Auf der positiven Seite trennt sich so ganz einfach der "Weizen von der Spreu" sozusagen. Und im Grunde kommt einfach hoch, was immer schon da war. Nutznießer Freunde oder Bekannte gibt es viele. Echte Freundschaften sind in vielen Fällen eine Rarität. Allerdings gibt es zur Zeit auch viele Menschen, die Unterstützung wirklich dringend brauchen können und dafür auch dankbar sind. Manchmal reicht einfach ein aufmunterndes Lächeln. Oder eben die helfende Hand. Den Druck der auf einem selbst lastet wenn möglich nicht weitergeben. Ich weiß, das ist leichter gesagt, als getan.