Kann man Autist und Empath sein?

Nicht jedem fällt es leicht, mit anderen Menschen in Kontakt zu treten, "einfach" mal jemanden kennenzulernen oder sich in Gruppen selbstsicher zu verhalten. Hier können Sie Erfahrungen dazu (sowie auch allgemein zum Thema "Selbstsicherheit") austauschen.

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MiraLangeGebHenkel
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Kann man Autist und Empath sein?

Beitrag Fr., 29.01.2021, 14:41

Ich habe mal nachgesagt bekommen ich hätte einige gendefekte, ich bin schon noch mit derselben Krankenkasse, allerdings sind im Laufe der Jahrzehnte, alle meine Unterlagen verschwunden, gänzlich, auch meine Jugend Unterlagen aus der Kinderheim Einrichtung in der ich lebte. Wie finde ich jetzt noch, als Erwachsene, die defekte raus. Und auch meine Ausbildung wurde in meiner frühen Kindheit angepasst, ich wusste von vornherein das ich nicht für "normale Schule " geeignet war, und begann das Lernen, mit 2½,mit dem Lesen.
Ich bin von klein auf schizophren und vergesse regelmäßig manifestes Grund Wissen und muß mir ständig alles neu aneignen. Ich finde aber keine schulform, die mir etwas plausibel lehren kann, das ich ein Verständnis Aufbringen könnte.

Ich bin aber besonders Empathin und verstehe auch nicht wie das mit einem Autismus, alla asberger oder sonst einem, in Verbindung gebracht werden kann.


Dazu kommt noch ein posttraumatisches Belastung Syndrom, höchst wahrscheinlich, da ich in jungen Jahren, beim reiten im Galopp von Neidern, mit Steinen beworfen wurde.

Wie kann ich mir helfen lassen?


Wild Mustang
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Beitrag Fr., 29.01.2021, 15:05

Hallo,

ich bin kein Fachmann, aber wenn du emphatische bist, dann ist das eben so. Ob das zu deiner Diagnose passt, keine Ahnung. Was zählt ist, wie du bist und wie du dich fühlst.

Wie andere dich wahrnehmen oder beurteilen, das muss nicht mit dem übereinstimmen, wie du bist. Mir ging es ja auch so.

Wie man dir helfen kann, da bin ich überfragt. Ich versuche ja selbst klarzukommen. Letztlich musste ich mir selber helfen.

Gruß

Mustang
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Tallyn
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Beitrag Mo., 08.03.2021, 11:05

Ich weiß nicht genau, was du meinst, aber dass Asperger-Autisten keine Empathie haben ist ein Mythos.
Die neuere Forschung geht eher in Richtung Autisten haben zu viel Empathie. Das ist auch wie sich viele Autisten selbst wahrnehmen. Allerdings kommt dazu, dass sie Probleme haben, Gefühle anderer zu erkennen und die eigenen Auszudrücken.

Aber Empathie und Asperger ist absolut kein Widerspruch.

Google einfach mal "Asperger und Empathie", da wirst du sehr schnell fündig.


Malia
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Beitrag Mo., 08.03.2021, 13:17

Erst einmal: ich finde es schlimm, sich selbst als jemanden mit "Defekten" zu sehen.

Zu "Asperger" und "Empathie" :
schau dir mal Greta Thunberg an .

Wenn du herausfinden willst, wie die Probleme, die du hast, eingeordnet werden, wäre der Besuch bei einem Fachmenschen evtl. hilfreich.
„Wenn ich die Wahl habe zwischen dem Nichts und dem Schmerz, dann wähle ich den Schmerz.“
William Faulkner

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Seven272021
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Beitrag So., 28.03.2021, 17:17

Tallyn hat geschrieben: Mo., 08.03.2021, 11:05 Aber Empathie und Asperger ist absolut kein Widerspruch.
Danke! Mir fällt gerade ein Stein vom Herzen.
Es sind oft diese Vorurteile und Unwissenheit die zu solchen Ideen führen. Empathie äußert sich ja nicht grundsätzlich gleich, beim Autismuspektrum ist es für uns "nicht Autisten" schwerer zu erkennen. Dasselbe Problem in etwas anderer Form gibt es bei Trisomie und Depressionen. Oft werden diese Menschen nicht korrekt aufgrund der Depression diagnostiziert und behandelt, es liegt am Fachkräftemangel und an dem Glauben "ja aber.. der Pat. hat ja Trisomie" und damit sei es dann geklärt. Das sind Schwierigkeiten die sehr gerne übersehen werden. Es ist schön zu lesen das Menschen anders denken :)