Sehe keine Zukunft.....

Was Sie in Bezug auf Ihre eigene Zukunft, oder auch die gegenwärtige Entwicklung der Gesellschaft beschäftigt oder nachdenklich macht.
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no-sense
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Sehe keine Zukunft.....

Beitrag Mi., 01.01.2020, 02:22

Guten Morgen......

Sitze mal wieder hier am PC und weiß nicht weiter..... In letzter Zeit sehe ich keinen Sinn mehr im Leben, es dauert noch so lange.....

Verstehe diese Traurigkeit und Sinnlosigkeit irgendwie nicht, da ich von außen gesehen eigentlich ein gutes Leben habe. Seit 25 Jahren verheiratet, 5 Kinder, Eigenheim, guter Job, keine finanziellen Probleme..... Dennoch überkommt mich immer wieder so ein Tief und ich überlege, was für einen Sinn dieses Leben noch macht. Irgendwie passiert das immer öfters.

Irgendwie wird mir das Leben zu viel und ich komme mir so unwillkommen vor.... Sehe überall Familienväter, die mit beiden Beinen im Leben stehen und komme mir gegen diese so unstrukturiert und klein vor. Auch wenn ich irgendwo mit eingeladen werde fühle ich mich oft wie ein Fremdkörper oder wie ein Störfaktor..... Das fünfte Rad am Wagen....... Will niemanden stören...... oder jemanden auf die Nerven gehen......

Kennst das jemand ???

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spirit-cologne
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Beitrag Mi., 01.01.2020, 04:14

Hmmm… Gegenfrage: Wie müsste denn ein Leben aussehen, dass nicht sinnlos und traurig wäre? Was müsste anders sein, damit du dich nicht klein, unstrukturiert und fremd fühlen würdest?
It is better to have tried in vain, than never tried at all...

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Nico
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Beitrag Mi., 01.01.2020, 06:57

Das nennt man dann wohl Midlifecrisis.
Wie würdest du deine Zukunft gerne sehen und was/wer hindert dich daran sie entsprechend zu gestalten?
Wenn ich alt bin, möchte ich nicht jung aussehen, sondern glücklich!

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no-sense
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Beitrag Do., 02.01.2020, 23:39

Nico hat geschrieben:
Mi., 01.01.2020, 06:57
Das nennt man dann wohl Midlifecrisis.
Wie würdest du deine Zukunft gerne sehen und was/wer hindert dich daran sie entsprechend zu gestalten?
Diese Gefühle schleppe ich schon über viele Jahre mit mir herum, nicht erst seit Ü40.... ;-)
Letztendlich ist es eine große Leere, die ich nicht füllen kann.

Und die wird noch Jahre andauern.......
spirit-cologne hat geschrieben:
Mi., 01.01.2020, 04:14
Hmmm… Gegenfrage: Wie müsste denn ein Leben aussehen, dass nicht sinnlos und traurig wäre? Was müsste anders sein, damit du dich nicht klein, unstrukturiert und fremd fühlen würdest?
Wenn ich das wüsste.. ? Ich weiß auch nicht woher das kommt, das Gefühl ist plötzlich da, ich gehe bei blauem Himmel und Sonnenschein mit dem Hund spazieren und es erfasst mich Traurigkeit, obwohl eigentlich alles hell und schön ist um mich herum.

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Nico
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Beitrag Fr., 03.01.2020, 06:35

Ich gehe einmal davon aus, dass du an keiner klassischen Depression leidest, hast du das schon mal medizinisch abgeklärt?
Für mich klingt das eher nach Lebensfrust.
Warum änderst du nix an deinem Leben?
Ich hab meines mit 46 nochmal auf den Kopf gestellt und es war die beste Entscheidung meines Lebens.
Allerdings muss man dann echt die Arschbacken zusammenkneifen und anpacken statt zu lamentieren.

Mit dem Hund spazieren gehen möchte ich dann mit 80 oder 85 jetzt lebe ich lieber und gebe Gas dann füllt sich das Leben allmählich ganz von selbst.
Wenn ich alt bin, möchte ich nicht jung aussehen, sondern glücklich!

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Kaonashi
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Beitrag Fr., 03.01.2020, 09:23

Für mich klingt es dagegen wie eine klassische Depression. Wenn im Leben alles okay ist und irgendwoher das traurige Gefühl kommt, ohne dass man es erklären kann, dann ist das doch eigentlich die klassische Depression.
Ich würde das auf jeden Fall mal ärztlich abklären lassen, ob Medikamente und/oder Therapie angezeigt wären.

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Nico
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Beitrag Fr., 03.01.2020, 09:48

Ja w e n n im Leben alles ok ist....
Für mich klingt es eher nach „ eigentlich s o l l t e alles ok sein“.
Kinder, Frau, Job, vielleicht ein eigenes Haus, da s o l l t e eigentlich alles ok sein nach allgemeinen Maßstäben.

Bloß das diese Maßstäbe im persönlichen Empfinden nix Wert sind.
Aber d a r f man so empfinden?
Gestattet man sich selbst so zu empfinden?
Oder unterdrückt man sein Empfinden?

Der TE gründete jung eine Familie, bei so vielen Kindern muss man selbst sehr früh und sehr lange zurückstecken und jedes persönliche Bedürfnis ist meist mit schlechtem Gewissen verbunden, weil man ja dazu da ist es den Kids u der Frau recht zu machen.

Dieser ganz natürliche Konflikt kann vor allem wenn man extrem Pflichtbewusst ist, extrem belasten und jede Lebensfreude töten.
Aber mit Depression hat es nicht wirklich etwas zu tun.
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tipsy
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Beitrag Fr., 03.01.2020, 11:39

hallo no-sense,

vielleicht hast Du Dich vom Raunen der Selbstoptimierung und der Selbstentfaltung verunsichern lassen und weißt nicht (mehr), welchen Schatz zu besitzt? Oder weil Du vielleicht in einem Umfeld lebst, das Deine Werte nicht teilt und dem/Dir zu wenig Anerkennung beimisst?
Warte nicht darauf, bis die Dinge sich ändern und Du Deinen Schatz erkennen kannst. Das andere Ufer ist auch nicht grüner.

Du DARFST glücklich sein mit dem, was Du hast - und das ist nicht prekär und nicht defizitär. Muss es auch nicht sein, um sich "Erfahrung" zu nennen. Brauchst Du die Erfahrung einer Grenze? Hattest Du mal das Erlebnis einer Grenze?

Gegen Depressionen sind leider noch kein wirksames Kraut gewachsen, die melancholische Gemütslage muss man heutzutage leider noch irgendwie hinnehmen. Ich würde Dir sehr abraten, zu beginnen, die Ursachen in Deiner Vergangenheit zu suchen, sondern immer wieder versuchen, Dich an der Lebendigkeit Deiner Kinder zu erfreuen und diese Lebendigkeit ganz unbewertet Sein zu lassen.


No Twist
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Beitrag Fr., 03.01.2020, 11:54

Hallo, es wird dir vielleicht gerade kein Trost sein, aber das Leben ist doch wirklich sinnlos. Ich meine, man bekommt es geschenkt und dann versucht jeder einfach auf seine Art glücklich zu werden und das beste daraus zu machen. Aber ob es da einen tieferen Sinn gibt? Die wenigsten Menschen taugen dazu, dass sie nachhaltig etwas auf der Erde hinterlassen... bzw. gut, gerade hinterlassen wir den nächsten Generationen eine Klimakrise... aber das ist wohl nicht Sinn und Zweck des Lebens. Mich hat meine Therapeutin mal gefragt, wozu ich auf der Welt bin und ich meinte: Wollten halt meine Eltern; war ne blöde Idee, macht überhaupt keinen Sinn. Falsche Frage damals. Tatsächlich scheint mir dein Problem eher die innere Leere zu sein- aber warum macht sie dir gerade jetzt zu schaffen? Vielleicht, weil die Kinder aus dem Haus sind? Kannst du dir selbst Gutes tun, kannst du dir glückliche Momente verschaffen? Ich hab für mich entschieden, dass es mir im Leben darum geht, dass es mir gut gehen soll, ich zufrieden sein möchte. Füllt dich dein Job aus? Das Familienleben? Was fehlt dir? Wo findest du das? Hast du gute Freunde, solche mit denen du über alles reden kannst? Innere Leere? Einsamkeit, obwohl da soviel ist vielleicht? Oder sind das zwei Paar Schuh?


Candykills
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Beitrag Fr., 03.01.2020, 12:17

Für mich liest sich das auch nach einer Depression. VIelleicht kannst du das mal bei deinem Hausarzt ansprechen, der dich zum Psychiater und Psychotherapeuten schicken kann, um zu schauen, ob das behandlungsbedürftig ist.
Ein Leben ohne Katze ist möglich...aber sinnlos.

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no-sense
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Beitrag Fr., 03.01.2020, 23:26

Nico hat geschrieben:
Fr., 03.01.2020, 06:35
Warum änderst du nix an deinem Leben?
Ich hab meines mit 46 nochmal auf den Kopf gestellt und es war die beste Entscheidung meines Lebens.
Allerdings muss man dann echt die Arschbacken zusammenkneifen und anpacken statt zu lamentieren.

Mit dem Hund spazieren gehen möchte ich dann mit 80 oder 85 jetzt lebe ich lieber und gebe Gas dann füllt sich das Leben allmählich ganz von selbst.
Wie hast Du das auf den Kopf gestellt und was ist für Dich Gas geben ???

@ all

Ich denke schon auch in Richtung Depression, es geht mir in solchen Momenten immer wieder durch den Kopf, dass ich ja mein Leben beenden könnte (bitte jetzt keine Angst, denke da bin ich weit davon entfernt !), damit diese Traurigkeit endlich aufhört.... Es wäre einfach endlich vorbei....

Klar hat man Verantwortung, aber die kann man ja nicht aus Lust und Laune mal einfach so über Bord werfen.
tipsy hat geschrieben:
Fr., 03.01.2020, 11:39
Ich würde Dir sehr abraten, zu beginnen, die Ursachen in Deiner Vergangenheit zu suchen, sondern immer wieder versuchen, Dich an der Lebendigkeit Deiner Kinder zu erfreuen und diese Lebendigkeit ganz unbewertet Sein zu lassen.
Aber ist es nicht auch wichtig zu erkennen, wo gewisse Verhaltensstrukturen herkommen ??
Nico hat geschrieben:
Fr., 03.01.2020, 09:48
Dieser ganz natürliche Konflikt kann vor allem wenn man extrem Pflichtbewusst ist, extrem belasten und jede Lebensfreude töten.
Leider bin ich eher gar nicht Pflichtbewusst, sondern ein Aufschieber oder husch husch-Erlediger.....

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Beitrag Fr., 03.01.2020, 23:28

No Twist hat geschrieben:
Fr., 03.01.2020, 11:54
Hast du gute Freunde, solche mit denen du über alles reden kannst?
Nein, habe ich nicht, soziale Kontakte laufen über meine Frau, ich bin eher introvertiert und wie schon geschrieben, habe ich das Gefühl eher zu stören wenn ich mit anderen unterwegs bin.

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tipsy
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Beitrag Fr., 03.01.2020, 23:49

no-sense hat geschrieben:
Fr., 03.01.2020, 23:28
habe ich das Gefühl eher zu stören wenn ich mit anderen unterwegs bin.
Könnte mir vorstellen, dass Du ein gern gesehener Gast und Zeitgenosse bist, den man gerne um sich hat. Du klingst für mich so. Mir beispielsweise fallen ruhige Menschen meist positiv auf, auch wenn ich dann eher selbst auf einen stilleren Bekannten zurückhaltender reagiere. Möchtest Du denn gerne mehr und eigene Kontakte, oder willst Du bestehende intensivieren?
no-sense hat geschrieben:
Fr., 03.01.2020, 23:26
Aber ist es nicht auch wichtig zu erkennen, wo gewisse Verhaltensstrukturen herkommen ??
Naja, und dann? Meine Erfahrung ist, dass das keine Lebensfreude bringt. Eher Konflikte. Vielleicht sind die für Dich auch zielführend, das kann ich nicht beurteilen.
Generell ist es wie mit dem Auswendiglernen eines Gedichts, je öfter man etwas denkt, desto mehr verfestigt es sich. Oder hast Du bestimmte gedankliche Theorien über Deine Verhaltensstrukturen, die Du verändern möchtest?
Sonst ist vielleicht eher das "Machen und Handeln" zielführender als das drüber nachdenken, warum man sich so elend fühlt.

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Beitrag Sa., 04.01.2020, 00:22

no-sense hat geschrieben:
Mi., 01.01.2020, 02:22
. Seit 25 Jahren verheiratet, 5 Kinder, Eigenheim, guter Job, keine finanziellen Probleme..... Dennoch überkommt mich immer wieder so ein Tief und ich überlege, was für einen Sinn dieses Leben noch macht. Irgendwie passiert das immer öfters.

(....) Auch wenn ich irgendwo mit eingeladen werde fühle ich mich oft wie ein Fremdkörper oder wie ein Störfaktor..... Das fünfte Rad am Wagen....... Will niemanden stören...... oder jemanden auf die Nerven gehen......
Irgendwann im Leben - vielleicht auch zu unterschiedlichen Zeitpunkten - vielleicht liegt es sehr lange zurück... aber irgendwann hat dir ein Mensch oder mehrere Menschen das Gefühl gegeben, dass du störst, nervst...
Das wir man nie wieder los. Die Erfahrungen die man dann macht, lagern sich nur darüber. Es nützt auch nichts das rational zu erfassen.
Man muss versuchen tiefgehend zu begreifen, dass das in der Vergangenheit so war. Man muss sich da reinfühlen und es bis zuende begreifen. Dann versteht man auch, dass es in die Vergangenheit gehört. Das führt dazu, dass man sich in der Gegenwart besser davon distanzieren kann... von diesen Gefühlen zu stören, zu nerven. Sie verschwinden nicht, aber die beeinträchtigen einen nicht mehr so stark.

Außerdem is das eine Sinnkrise, die viele Menschen haben. Klar Ehe, 5 Kinder, Job, Eigenheim usw. ist ja wirklich alles super. Und du kannst stolz auf dich sein. Das ist auf jeden Fall eine Leistung.

Aber oft ist es eben, dass was einem die Gesellschaft und das Umfeld einem aufdrängt.
Man wird belabert und belabert... Menschen leben es vor...
Und irgendwann vergisst und verdrängt man seine eigenen Wünsche, Ideale, Werte usw. Die von früher. Vielleicht Jahrzehnte her. So wie man wirklich ist. Man kann sich nicht mehr erinnern.
Aber diese Wünsche usw. bleiben für immer in einem. Das Leben was man lebt, lagert sich nur darüber ab. Und irgendwann is das alles so überlagert, dass es einem nicht mehr bewusst ist.
Und dann fragt man sich: Was für ein Sinn hat DIESES Leben? Denn die darunterliegenden Wünsche usw. sind immer noch da, wenn auch nicht bewusst.
Man spürt eben, dass es nicht das eigene Leben ist, was man da lebt.
Es gibt da ganz tief in einem verborgen ein Leben, was man sich eigentlich wünscht. Das geht wirklich vielen so.

Viele hinterfragen ihr Leben ein paar Woche , Monate. Stürzen in ne Krise, verdrängen wieder alles und leben weiter wie zuvor. Andere ändern Kleinigkeiten, um ein klein wenig mehr zu leben.
Andere ändern radikal ihr Leben.

Niemand wird dir sagen, wie du nun eigentlich leben möchtest. Vermutlich weißt du es selbst im Moment nicht. Denn ansonsten würde die Frage: Welchen Sinn macht DIESES Leben gar nicht auftauchen?
Das kannst nur du heraus finden. Allein oder mit Hilfe.
Therapeuten usw. werden dir das auch nicht sagen können. Aber vielleicht stellen sie mal die ein oder andere richtige Frage und deine Antwort drauf bri gt dich näher zu deinem ganz persönlichen Sinn in diesem Leben.

Für mich ist das der Grund, warum Depressionen zunehmen in der modernen Welt.

Überall schillert in den buntesten Farben, dass Leben wie man es leben kan und soll... Filme, Fernsehen, Arbeitgeber, Statussymbole, Wünsche der Eltern nach Status in der arbeitenden Klasse, Instagram, Internet... Tsunamis an Informationen, die einen täglich überfluten.
Alles lagert sich darüber über den Menschen, der man wirklich ist. Und die meisten Menschen können sich wirklich gar nicht mehr an sich selbst erinnern.

Ich merke zumindest, je mehr ich mich aus diesen Fesseln befreie, desto weniger depressiv bin ich. Entwicklung der eigenen Persönlichkeit. That's my game. Auch wenn ich noch nich so alt bin, habe ich mir leider schon viel zu oft die Sinnfrage gestellt. Was einen auch ein Stückweit kaputt macht, wenn man das so ausufernd betreibt. Man darf sich da herum nicht im Kreis drehen. Irgendwann muss man losgehen. In sein eigenes Leben.
Auf Dauer wird daraus sonst ne Sackgasse aus Passivität.


Deshalb werden ja viele auch mit 50 noch mal zu Teenagern. Irgendwann merkt man, ewig is man nicht auf diesen Planeten. Und dann traut man sich vielleicht erst das eigentlich Leben zu leben, was man sich damals gewünscht hat.



Just my 2 cents

.
"You cannot find peace by avoiding life."
Virginia Woolf

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Nico
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Beitrag Sa., 04.01.2020, 07:06

no-sense hat geschrieben:
Fr., 03.01.2020, 23:26

Klar hat man Verantwortung, aber die kann man ja nicht aus Lust und Laune mal einfach so über Bord werfen.
Kommt drauf an, den Kindern gegenüber sollte man seine Verantwortung weitestgehendst wahrnehmen, aber sonst ist man in erster Linie sich selbst verantwortlich.

Ja an ein Ende denken ist der leichtere, tröstlichere Weg, ganz so wie die Depressive Ursache.
Schwieriger u schmerzhafter ist das Anpacken des Grundübels.
Das birgt ja auch die Gefahr des Scheiterns und man ist dafür ganz alleine verantwortlich.

Wie ich Gas gebe?
Das wäre jetzt zu persönlich u mit zu hohem Wiedererkennungswert.
Nur so viel:
Damals schien mein Leben auch quasi vorbei zu sein, null Entwicklung, keine neuen Anreize, alles der ewig gleiche Einheitsbrei.
Derzeit fühle ich mich um 30 Jahre jünger als vor 15 Jahren. :)

Wenn du selbst an eine Depression glaubst, brauchst du aber auch nicht von Verantwortung reden, wenn du nicht zum Arzt gehst......
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